anrufen
finden

  • Juli 2019
    Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
    1. Juli 2019 2. Juli 2019 3. Juli 2019 4. Juli 2019 5. Juli 2019 6. Juli 2019 7. Juli 2019
    8. Juli 2019 9. Juli 2019 10. Juli 2019 11. Juli 2019 12. Juli 2019 13. Juli 2019 14. Juli 2019
    15. Juli 2019 16. Juli 2019 17. Juli 2019 18. Juli 2019 19. Juli 2019 20. Juli 2019 21. Juli 2019
    22. Juli 2019 23. Juli 2019 24. Juli 2019 25. Juli 2019 26. Juli 2019 27. Juli 2019 28. Juli 2019
    29. Juli 2019 30. Juli 2019 31. Juli 2019 1. August 2019 2. August 2019 3. August 2019 4. August 2019
  • Die letzten 4 Beiträge aus allen Bereichen…

  • Neu im Laden eigetroffen

  • Kino Kino

  • Seiten

  • Archive

  • Mal wieder ein Tratsch am Morgen

    von am 8. Juli 2020 noch kein Kommentar

    Heute morgen um 8:00 Uhr hatte ich ein nettes Gespräch mit Philipp Lohmann von Nerds gegen Stephan. Das Ganze wird der übernächste Beitrag aus der Reihe "Der nerdige Trashtalk", einem unterhaltsamen Nerd-Podcast über alles, was uns interessiert. Sozusagen das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Wer also mal wieder Bock hat, meine Stimme zu hören, und ich mit "Gerds garstigem Geblubber" nicht so recht in die Puschen komme, kann gespannt sein… Bernie würde sagen, "er hat nicht aufgehört zu reden… BLAM." Ich werde euch also auf dem Laufenden halten und Bescheid geben, wenn der Beitrag online geht.

    Ansonsten sitze ich gerade wieder vor der halbjährlichen Novitäten-Bestellung der Buchverlage. Wie gewohnt ist meine Laune entsprechend… gemischt. Bernie sitzt konzentriert im Home-Office bei der Buchhaltung und quält sich durch die Rechnungen. Und bevor ich auf die Idee komme, die heutige sehr geringe Kundenfrequenz auszunutzen um ein paar mehr Zeilen in die Tasten zu tippen, kommt gerade eine "kleine" Neuheiten-Lieferung zur Tür herein. Das war es dann wieder mit Kreativität…

    In diesem Sinne: Bis bald auf dieser Seite oder live und in Farbe hier im Laden.

    Euer Gerd

    ps: heute mal andersfarbig… der Mundschutz.

    8. Juli 2020 und noch kein Kommentar

    Heute morgen um 8:00 Uhr hatte ich ein nettes Gespräch mit Philipp Lohmann von Nerds gegen Stephan. Das Ganze wird der übernächste Beitrag aus der Reihe "Der nerdige Trashtalk", einem unterhaltsamen Nerd-Podcast über alles, was uns interessiert. Sozusagen das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Wer also mal wieder Bock hat, meine Stimme zu hören, und weiterlesen…

    Abteilung für irre Theorien

    von am 5. Juli 2020 1 Kommentar

    Tom Gauld
    ABTEILUNG FÜR IRRE THEORIEN.
    Übersetzt von Christoph Schuler
    (DEPARTMENT OF MIND-BLOWING THEORIES / 2020)
    Zürich, Edition Moderne, 2020, 160 Seiten
    ISBN 978-3-03731-202-5

    Der 1976 geborene Schotte Tom Gauld gehört zu jener raren Sorte von Cartoonisten, deren Bilder(geschichten) so deutlich für sich sprechen, dass sie eigentlich auch ohne Übersetzung zu verstehen sind. Trotzdem muss man natürlich dankbar sein, dass sein DEPARTMENT OF MIND-BLOWING THEORIES (Originalausgabe bei Canongate bzw. Drawn & Quartely) so zeitnah wie selten für die Edition Moderne von Christoph Schuler ins Deutsche übersetzt wurde und ab sofort unter dem Titel ABTEILUNG FÜR IRRE THEORIEN erhältlich ist.
    Die 150 Cartoons nehmen den Wissenschaftsbetrieb ordentlich auf den Arm, erfreuen aber sicherlich auch Menschen, die außerhalb einer Universität ihren Lebensinhalt gefunden haben. Die jeweils eine Seite füllenden Zeichnungen wurden speziell für die Zeitschrift New Scientist Magazine gezeichnet und laufen deshalb im englischen Untertitel als „Science Cartoons“ – aber keine Angst, Tom Gauld kann gar nicht anders und hat jede Menge Science Fiction hineingeschmuggelt.

    Horst Illmer
    warenkorb

    Abteilung für irre Theorien
    im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden

    5. Juli 2020 und 1 Kommentar

    Tom Gauld
    ABTEILUNG FÜR IRRE THEORIEN.
    Übersetzt von Christoph Schuler
    (DEPARTMENT OF MIND-BLOWING THEORIES / 2020)
    Zürich, Edition Moderne, 2020, 160 Seiten
    ISBN 978-3-03731-202-5

    Der 1976 geborene Schotte Tom Gauld gehört zu jener raren Sorte von Cartoonisten, deren Bilder(geschichten) so deutlich für sich sprechen, dass sie eigentlich auch ohne Übersetzung zu verstehen sind. Trotzdem muss man natürlich dankbar sein, dass sein DEPARTMENT OF MIND-BLOWING weiterlesen…

    HeXen hexen

    von am 29. Juni 2020 noch kein Kommentar

    Roald Dahl & Pénélope Bagieu
    HeXen hexen
    Aus dem Französischen von Silv Bannenberg
    Reprodukt, Berlin 2020, 304 Seiten
    ISBN: 978-3-95640-225-8

    Der walisische Autor Roald Dahl (1916–1990) schenkte uns Romane und Kinderbücher wie „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Der fantastische Mister Fox“, „Matilda“ oder „James und der Riesenpfirsich“ – denkwürdige Werke mit einem ganz besonderen, gerne mal schwarzem Humor, die nicht umsonst Filmemacher vom Kaliber eines Tim Burton oder Wes Anderson zu herrlich skurrilen Verfilmungen inspirierten. Dahls starke, makabre Kurzgeschichten oder sein Drehbuch zum James Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ nicht zu vergessen.

    Nun hat die 1982 in Frankreich geborene Comic-Künstlerin Pénélope Bagieu („Eine erlesene Leiche“, „Wie ein leeres Blatt“) Mr. Dahls Buch „Hexen hexen“, das ebenfalls schon verfilmt wurde, als Comic-Roman adaptiert. Bagieu interpretiert die Geschichte über den Kampf eines Jungen, seiner Oma und – neu – eines Mädchens gegen die fiesesten Hexen der Welt, indem sie einerseits auf die Zeitlosigkeit der Vorlage setzt, andererseits eigenständig interpretiert, lokalisiert, fokussiert und arrangiert. Ihr nie realistischer und nie klassischer, aber immer dynamischer und gefälliger Strich passt zur schwungvollen Story; die bunten Farben und der Humor liefern einen wirksamen Kontrast zur gelegentlichen Düsternis von Dahls modernem Märchen.

    Pénélope Bagieus Adaption von „Hexen hexen“ präsentiert sich auf 300 Seiten im Hardcover als mustergültiger All-Age-Comic, den Erwachsene ebenso gern und vergnügt lesen wie Kinder. Verhext viel Comic-Spaß für alle.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    29. Juni 2020 und noch kein Kommentar

    Roald Dahl & Pénélope Bagieu
    HeXen hexen
    Aus dem Französischen von Silv Bannenberg
    Reprodukt, Berlin 2020, 304 Seiten
    ISBN: 978-3-95640-225-8

    Der walisische Autor Roald Dahl (1916–1990) schenkte uns Romane und Kinderbücher wie „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Der fantastische Mister Fox“, „Matilda“ oder „James und der Riesenpfirsich“ – denkwürdige Werke mit einem ganz besonderen, gerne mal schwarzem Humor, die nicht umsonst Filmemacher vom Kaliber eines weiterlesen…

    Der Weltraumpostbote

    von am 27. Juni 2020 noch kein Kommentar

    Guillaume Perreault (Text & Bilder)

    DER WELTRAUMPOSTBOTE
    Übersetzt von Ulrich Pröfrock
    (Le facteur de l’espace /2016)
    Kassel, Rotopol, 2020, 144 S.
    ISBN 978-3-96451-017-4

    THE POSTMAN FROM SPACE
    Translatet by Francois Bui
    (Le facteur de l’espace /2016)
    New York, Holliday House, 2020, 142 S.
    ISBN 978-0-8234-4519-6

    Kennen wir das nicht alle: Da haben wir, nach intensiver Prüfung (oder nach einem flüchtigen Blick), irgendetwas (Bücher, CDs, Klamotten) im Internet bestellt – und dann beginnt das endlose WARTEN!
    Die Zeiten des allmorgendlich-pünktlichen „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ sind ja eh schon länger vorbei, aber auch in unserer von diversen Post- und Paketdiensten versorgten Gegenwart gibt es noch Gewissheiten: Das mit Spannung erwartete Paket kommt immer am nächsten Tag (oder dann, wenn wir gerade mal nicht da sind).
    Da trifft es sich ganz prima, dass der Frankokanadier Guillaume Perreault eine wunderschöne Graphic Novel geschrieben und gezeichnet hat, die einmal die „andere“ Position darstellt: In THE POSTMAN FROM SPACE / DER WELTRAUMPOSTBOTE begleiten wir Bob („ja, so heißt er, unser Postbote“) während eines (nicht ganz so) normalen Arbeitstags als intergalaktischer Zusteller.
    Als besagter Bob zu Schichtbeginn vom „Boss“ erfährt, dass seine Standartroute an jemand anderes übergeben wurde und er ab heute eine komplett neue Route fliegen muss, hat er sogleich ein ungutes Gefühl. Zwar sind es „nur“ fünf Ablieferstellen – aber für Bob entwickelt sich jede davon zu einer existentiellen Herausforderung. Zum Schichtende erwartet ihn dann die überraschend gestellte Frage: Zurück zum Altbekannten – oder morgen wieder was Neues?
    Nachdem wir miterlebt haben, wie Bob auf ungewöhnliche Herausforderungen reagiert, schafft er es tatsächlich, uns auf der allerletzten Seite noch einmal so richtig zu überraschen.
    Und wenn wir in Zukunft wieder einmal auf unsere „Verspätungskünstler“ schimpfen wollen, oder über den Zustand, in dem eine Sendung bei uns angekommen ist, sollten wir uns an Bob, den WELTRAUMPOSTBOTEN / POSTMAN FROM SPACE zurückerinnern.
    Jede Medaille hat zwei Seiten!

    Horst Illmer
    warenkorb

    Der Weltraumpostbote
    im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden

    27. Juni 2020 und noch kein Kommentar

    Guillaume Perreault (Text & Bilder)

    DER WELTRAUMPOSTBOTE
    Übersetzt von Ulrich Pröfrock
    (Le facteur de l’espace /2016)
    Kassel, Rotopol, 2020, 144 S.
    ISBN 978-3-96451-017-4

    THE POSTMAN FROM SPACE
    Translatet by Francois Bui
    (Le facteur de l’espace /2016)
    New York, Holliday House, 2020, 142 S.
    ISBN 978-0-8234-4519-6

    Kennen wir das nicht alle: Da haben wir, nach intensiver Prüfung (oder nach einem flüchtigen Blick), irgendetwas (Bücher, weiterlesen…

    Die Tage danach – kryptisch

    von am 26. Juni 2020 2 Kommentare

    Bei meinem letzten "off topic" Beitrag habe ich über meine kleine "Schaffenspause" geschrieben und ein paar Fragen in den Raum gestellt. Eigentlich (und ich benutze dieses Wort höchst ungern) hatte ich die Fragen rethorisch gemeint. Interessanter Weise kamen jede Menge Antworten zu diesen Fragen. Elektronisch, fernmündlich und persönlich. Außerdem gab es auch beschwerden, dass meine Äußerungen (wie immer) kryptisch und unverständlich waren.

    Ich fürchte, ich muss mich da wohl an der Nase zupfen. Denn irgendwie gelingt es mir in letzter Zeit öfter, mich unklar auszudrücken und dadurch Verwirrung oder sogar Unmut zu erzeugen. In dieser Richtung erst einmal eine globale Entschuldigung. Wir alle versuchen uns immer korrekt und freundlich zu verhalten. Sicher gibt es manchmal Momente, in denen man eher gestresst ist und deswegen vielleicht nicht den richtigen Ton trifft. Ihr seht ja oft nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Tagesablauf und manchmal wirkt das eben anders, als wenn man das große Ganze kennt. Keine Ausrede, nur der Versuch einer Erklärung mit der Bitte um Verständnis.

    Alles frisch

    Wenn Lieferungen kommen, packen wir meistens direkt vorne im Verkaufsraum aus. Da kann es dann schon mal sein, dass Ware vorübergehend herumsteht, die ein Kunde gerne kaufen möchte, vielleicht sogar bestellt hat. Wenn wir diese jetzt aber "einfach so" schnell direkt verkaufen, ist das im Nachhinein oft sehr aufwändig und vor allem fehleranfällig. Deswegen kann es in solchen Fällen einfach mal zu Wartezeiten kommen. Bitte habt dafür Verständnis, dass es für uns essentiell wichtig ist, den kompletten Vorgang des Auspackens abgeschlossen zu haben. Mengen kontrollieren, einbuchen ins Warenwirtschaftssystem, Abos und Bestellungen zuordnen. Erst dann ist die Ware "ordentlich" verkaufbar. Wenn diese Kette unterbrochen ist, können Fehler passieren und im schlimmsten Fall ein Kunde, der den entsprechenden Artikel bereits vorbestellt hat, leer ausgehen. Memo an mich selbst: Trotzdem lieber mal eine Ausnahme, die Aufwand bereitet, als allzu "fränkisch" gewirkt.

    Just in Time

    Unser Sortiment beinhaltet eine ganze Menge und erstreckt sich ganz schön in die Breite. Es wird aber immer Produkte in dieser Range geben, die schwierig zu beschaffen sind oder unverhältnismäßig teurer als im Netz. In letzterem Fall sage ich ganz einfach, wir können nicht mit allem mithalten und sind euch sicher nicht böse, wenn ihr deutliche Preisdifferenzen ansprecht und im Zweifelsfall dann doch das bessere Angebot wahrnehmt. Bei schwieriger Beschaffung ist das eine andere Sache. Auch da ist es uns oft fast lieber, ihr schlagt dann doch im Netz zu. Oft sind diese Produkte eh wenig rentabel und vor allem ist (verständlicher) Ärger vorprogrammiert. Auch wenn wir mögliche Schwierigkeiten und zeitliche Verzögerungen im Vorfeld deutlich erklären, bleibt in solchen Fällen gerne mal ein "Geschmäckle" zurück. Auch das verstehen wir. Geduld ist eine Sache, aber unverständliche Lieferzeiten und schier endlose Verzögerungen können auch den treuesten Kunden in die Verzweiflung treiben. Sorry auch dafür, aber manche Dinge können wir einfach nicht beeinflussen. Memo an mich selbst: Noch deutlicher kommunizieren.

    Geblubber vs Gejammer

    Ich rede im Moment öfter einmal über unsere Erlebnisse während des Lockdown. Dabei vergleiche ich gerne die Welle der Solidarität, die uns entgegengeschlagen ist mit dem "Normalzustand". Dabei möchte ich weder jammern, noch irgendetwas schlechtreden. Dass wir heute "danach" noch hier sind und es uns wahrscheinlich besser geht als manch anderem im Einzelhandel, haben wir den vielen treuen und hilfsbereiten Kunden zu verdanken. Das ist toll. Trotzdem bleibt die Tatsache, dass der wirtschaftliche Allgemeinzustand des Ladens aufgrund vielfältiger Faktoren seit Jahren zumindest schwierig ist. Wenn ich dann die Frage stelle, woher dieser Unterschied in der sichtbaren Wertschätzung kommt, meine ich das nicht irgendwie abwertend unseren Kunden gegenüber, sondern als ehrliche Frage. Wir freuen uns maßlos über das entgegengebrachte Vertrauen, über eure Anteilname, Wertschätzung und Hilfe, die uns wahnsinnig geholfen hat und uns vor allem auch auf einer Welle der Hoffnung und Euphorie durch diese Zeit getragen hat. Es wäre eben nur schön, wenn all das insgesamt und langanhaltend wäre um unsere Gesamtsituation endlich einmal wieder längerfristig zu entspannen. Wenn ich also wen durch mein Gejammer verschreckt haben sollte – wir wissen sehr wohl, dass wir ohne euch nichts wären. Wenn Wartezeiten durch interne Abläufe zum Ärgernis geworden sind, tut es mir leid, wenn es schlecht komuniziert war oder nach Willkür gerochen hat. Wir und besonders ich, da ich öfter mal der Stein des Anstoßes war und bin, versuchen euch bestmöglich zu behandeln und eure Wünsche möglichst schnell und kompetent zu erfüllen. Memo an mich selbst: Weniger jammern, mehr loben.

    Wir wertschätzen euch sehr. Ohne euch haben wir keine Daseinsberechtigung. Danke für eure Treue und manchmal auch eure Geduld.

    26. Juni 2020 und 2 Kommentare

    Bei meinem letzten "off topic" Beitrag habe ich über meine kleine "Schaffenspause" geschrieben und ein paar Fragen in den Raum gestellt. Eigentlich (und ich benutze dieses Wort höchst ungern) hatte ich die Fragen rethorisch gemeint. Interessanter Weise kamen jede Menge Antworten zu diesen Fragen. Elektronisch, fernmündlich und persönlich. Außerdem gab es auch beschwerden, dass meine Äußerungen (wie immer) weiterlesen…

    Der Wintertransfer

    von am 25. Juni 2020 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Philip Kerr
    Der Wintertransfer
    Aus dem Englischen von Axel Merz
    (January Window, 2014)
    Tropen, Stuttgart 2017, 425 Seiten
    ISBN 978-3-608-50340-1

    Fußball-Geisterspiele und EM-Ausfall? Zum Glück gibt es Bücher …

    Der schottische Autor Philip Kerr (1956–2018) verfasste über ein Dutzend historischer Krimis über den Detektiv Bernie Gunther, die vor und nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin angesiedelt sind. Dazu kommen Science-Fiction-Romane wie „Das Wittgensteinprogramm“ und unter dem Pseudonym P. B. Kerr sogar die Fantasy-Serie „Die Kinder des Dschinn“. Zu seinen besten Büchern gehören außerdem die drei Fußball-Krimis über Ich-Erzähler Scott Manson, die auf Deutsch als „Der Wintertransfer“, „Die Hand Gottes“ und „Die falsche Neun“ erschienen sind.

    Kerr, der ein begeisterter Anhänger von Arsenal London war, zeigt in seinen Romanen alle Gesichter des modernen Profifußballs – die Leidenschaft, den Zirkus, die Macho-Romantik, das schmutzige globalisierte Business, die philosophische Dimension. In den drei Bänden wirft der Schotte einen kenntnisreichen Blick auf den Platz und auf die Maschinerie hinter dem schönen Spiel mit der hässlichen Visage. In diesem Milieu ermittelt der deutsch-schottische, dunkelhäutige Ex-Profi, Ex-Knacki und Co-Trainer Scott Manson als Amateurdetektiv in brisanten Fällen im Umfeld der internationalen Spitzenvereine.

    Philip Kerr liebte den Fußballkult und feiert bereitwillig seine schönsten Momente und mitreißendsten Aspekte – und verschloss dennoch nicht die Augen vor seinen Untiefen und Schattenseiten. Kein anderer Romancier hat so klug und packend über den gegenwärtigen Fußball geschrieben. Nicht nur Fußball-Fans bekommen mit der Scott Manson-Trilogie einen Krimi-Hattrick zum Zungeschnalzen geboten.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    25. Juni 2020 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und daher kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Krimi-Buchtipp zur Inspiration.

    Philip Kerr
    Der Wintertransfer
    Aus dem Englischen von Axel Merz
    (January weiterlesen…

    Am Anfang war der Beutel

    von am 22. Juni 2020 noch kein Kommentar

    Ursula K. Le Guin
    AM ANFANG WAR DER BEUTEL.
    Warum uns Fortschritts-Utopien an den Rand des Abgrunds führten und wie Denken in Rundungen die Grundlage für gutes Leben schafft. Essays, Reden und ein Gedicht.
    Auswahl, Einleitung, Übersetzung: Matthias Fersterer
    Originalzusammenstellung
    Klein Jasedow, thinkOya, 2020, 95 S.
    ISBN 978-3-947296-08-8 / 10,- Euro

    Bei diesem Buch könnte man allerlei Überlegungen zum Titel anstellen, aber was den Verlag letztlich zu AM ANFANG WAR DER BEUTEL inspirierte, ist mir, ehrlich gesagt, wurscht. Hauptsache ist doch, dass es ein neues Buch von Ursula K. Le Guin auf den deutschen Markt geschafft hat!
    Das knapp 100 Seiten umfassende Taschenbuch enthält drei Essays, drei Reden und ein Gedicht Le Guins sowie ein Vorwort des Verlegers und Übersetzers Matthias Fersterer, in dem er erklärt, „warum es lohnend ist“ Le Guins Werke zu lesen. Die Auswahl ist insoweit „zeitgemäß“ als es sich überwiegend um Texte handelt, die sich mit utopisch-politischem Denken befassen – und die uns Heutigen so wichtige Ökologie gehört bei Le Guin sowieso schon immer dazu.
    Das beginnt bei der Rückschau ins Prä-Historische in „Die Tragetaschentheorie des Erzählens“ (wo uns Le Guin die Sammel-Behältnisse der Frühmenschen als älteste kulturelle Erfindung vorstellt), geht weiter in „Utopyin, Utopyang“ (einer Fürsprache für „duale“ Utopien) und findet seinen Höhepunkt im fulminanten „Ein nicht-euklidischer Blick auf Kalifornien als kalter Ort in spe“ (einem in Le Guins Gesamtwerk zentralen Text über das Leben und das Schreiben unter Berücksichtigung eines ganzheitlichen Blicks auf die Welt).
    Wer also wissen will, „warum uns Fortschritts-Utopien an den Rand des Abgrunds führten und wie Denken in Rundungen die Grundlage für gutes Leben schafft“ (so der Untertitel), findet hier zwar keine „letztgültigen“ Antworten, aber jede Menge anregender Ideen.

    Horst Illmer
    warenkorb

    Der Grüne Planet
    im Webshop bestellen oder via e-mail im Laden

    22. Juni 2020 und noch kein Kommentar

    Ursula K. Le Guin
    AM ANFANG WAR DER BEUTEL.
    Warum uns Fortschritts-Utopien an den Rand des Abgrunds führten und wie Denken in Rundungen die Grundlage für gutes Leben schafft. Essays, Reden und ein Gedicht.
    Auswahl, Einleitung, Übersetzung: Matthias Fersterer
    Originalzusammenstellung
    Klein Jasedow, thinkOya, 2020, 95 S.
    ISBN 978-3-947296-08-8 / 10,- Euro

    Bei diesem Buch könnte man allerlei Überlegungen zum Titel anstellen, aber was den Verlag weiterlesen…

    Die Tage danach – Welten, Dimensionen und Naturgesetze

    von am 17. Juni 2020 noch kein Kommentar

    In den letzten Tagen haben sich hier bei mir die Anfragen gehäuft, wann ich denn mal wieder was schreibe oder einspreche. Ja, ich muss zugeben, dass ich gerade so etwas wie eine kleine schöpferische Pause eingelegt habe. Nach der sehr intensiven Phase des "geschlossenen Ladens" fällt es mir im Moment tatsächlich fast schwer, passende Themen zu finden und den richtigen Ton zu treffen. Wenn du jeden Tag wie ein Getriebener neue Artikel und audiofiles produzierst, fehlt schon allein die Zeit, um dir über all das Gedanken zu machen. Auch die Filterung des Feedbacks fällt nicht so sehr ins Gewicht, aufgrund der Vielfalt und Diversität der Wünsche, Kommentare und Anregungen. Jetzt, nachdem der Alltag ein gutes Stück zurückerobert hat und die Themen nicht mehr ganz so eindeutig sind, bin ich unsicher und verhalten geworden. Zum einen, weil ich die nicht enden wollenden Diskussionen nicht mehr hören kann und zum anderen, weil ich das Gefühl habe, wenn ich etwas zu sagen habe, soll es auch wichtig sein. Nicht einfach, aber ich versuchs mal…

    Wissenschaft?

    Analysen von Reaktionen sind allemal spannend. Immer wieder stehen wir vor Rätseln und viele unserer Handlungen basieren auf Vermutungen. Prognosen zu erwartender Besucherzahlen, Umsätze und Reaktionen auf Rezensionen oder auch allgemeine Artikel. Um halbwegs disponieren zu können wäre es nützlich, wenn es verlässliche Vorhersagen gäbe.

    Paralleldimensionen?

    Am Wochenende hatte ich Besuch aus München (coronakonform). Ein guter, langjähriger Freund, der sich mit der sich seit Jahren beruflich mit der Abschätzbarkeit verschiedener ökonimischer Aspekte beschäftigt. In "seiner Welt" gibt es klar messbare Indikatoren und eindeutige kausale Zusammenhänge. Wir führen oft lange Gespräche über entsprechende Themen und ich bin ein durchaus aufmerksamer Zuhörer. Am Ende behalte ich immer verschiedene Mechanismen und logische Verknüpfungen im Kopf, in der vagen Hoffnung, Teilaspekte für das Wohl unseres Ladens nutzen zu können. Leider habe ich bis heute trotz vieler Gesprächsabende den Ansatz so gut wie nie gefunden. Dabei ist es nicht so, dass ich seine Erklärungen und Erläuterungen nicht verstehen würde, sondern eher derart, dass ich, so sehr ich mich auch bemühe, nicht in der Lage bin, ausreichend harte Fakten für halbwegs solide Wahrscheinlichkeiten zu finden. Außerdem wirkt es immer  wieder so, als ob jedes auch noch so winzige Krümelchen erfolgsversprechender Ideen, wenn überhaupt, nur temporäre Erfolge zeitigt. Auf keinen Fall sehe ich eine langfristige oder gar dauerhaft stabile Grundlage einer verlässlichen Prognose, geschweige denn einer positiven Beeinflussung.

    Mikrokosmos?

    Vielleicht ist unser "System" einfach zu klein, um solchen Gesetzmäßigkeiten zu gehorchen, oder unser eingeschlagener Weg schlicht zu entropisch. Wir können häufig nur im trüben stochern und müssen uns mit verschiedenen Zufallserfolgen abfinden. Zum Großteil ist es wahrscheinlich tatsächlich so, dass alles an unserem Laden zu klein bemessen ist, um mit gängigen Wirtschaftstheorien oder Marketingstrategien arbeiten zu können. Uns fehlt es an Kapital um ernsthafte Strategien mittel oder langfristig planen zu können. Wir haben nicht genug Manpower um all das, was wichtig und sinnvoll wäre auch umzusetzen. Unser Kundenkreis ist einfach zu klein und zu diversifiziert um relevante Zahlen abzuwerfen und die individuellen Wünsche und Ausrichtungen lassen sich nicht in aussagekräftige Gruppen fassen.

    Solipsismus?

    Vielleicht ist es aber auch mein eigener Widerwille gegen Schubladen, der mir im Weg steht. Alles in allem bin ich froh und fast ein wenig stolz, dass ihr – unser Kundenkreis – so individuell und "unfassbar" seid. All diese Strategien und Theorien, die für Konzerne gelten und die ein ständiges justieren an Stellschrauben zur Gewinnoptimierung ermöglichen, haben in unserer "kleinen Welt" nichts verloren. Was wir tun ist meist aus dem Bauch heraus gesteuert, individuell und immer flexibel. Dafür eben auch nicht berechen- oder vorhersehbar.

    Zweiundvierzig?

    Da werden wir uns wohl damit begnügen müssen und zufrieden sein, dass wir immer noch hier sind. Trotz des allgemeinen Wandels und aktuell vor allem trotz Corona. Was wir anstelle von verlässlichen Zahlen haben, sind verlässliche und treue Kunden, die uns durch die Krise geholfen haben. Am Ende ist es schön, dass wir noch hier sind. Trotzdem hätte ich irgendwie gerne ein Erfolgsrezept, wie wir den Gewöhnungseffekt und die Ermüdungserscheinungen ein wenig aufhalten können. Wird mehr auch mehr gelesen (oder gehört)? Welche Themen interessieren euch wirklich? Sind Klicks auch tatsächlich ein Indiz für Erfolg? Warum schwanken Besucherzahlen so extrem? Warum sind Umsätze so wenig prognostizierbar? Warum erhält der eine FB Beitrag doppelt so viele Likes, wie der vorhergehende?

    Fremdwelten?

    Welche Theorien HIER auch immer gelten mögen und messbar und belegbar sind, unser Laden ist in einer alternativen Realität oder auf einem fernen Planeten mit anderen Naturgesetzen…

    17. Juni 2020 und noch kein Kommentar

    In den letzten Tagen haben sich hier bei mir die Anfragen gehäuft, wann ich denn mal wieder was schreibe oder einspreche. Ja, ich muss zugeben, dass ich gerade so etwas wie eine kleine schöpferische Pause eingelegt habe. Nach der sehr intensiven Phase des "geschlossenen Ladens" fällt es mir im Moment tatsächlich fast schwer, passende Themen zu finden und weiterlesen…

    Conan der Cimmerier

    von am 15. Juni 2020 1 Kommentar

    Conan der Cimmerier (bisher 8 Bände)
    Verschiedene Autoren u. Zeichner
    Aus dem Französischen von Harald Sachse
    Splitter, Bielefeld seit 2018, 64-80 Seiten pro Album

    Seit einiger Zeit interpretieren zeitgenössische Comic-Künstler aus vor allem Frankreich und Belgien die originalen Conan-Prosageschichten von Robert E. Howard neu. Auf Deutsch erscheinen diese aktuellen Panel-Variationen der einflussreichen Klassiker der Sword-and-Sorcery-Fantasy bei Splitter im großen Hardcover-Album, wobei jeder Titel als Einzelband gelesen werden kann und mit einem fachkundigen Artikel im Anhang daherkommt. Das sind die bisherigen Highlights der Reihe „Conan der Cimmerier“, bei Crom!

    Gleich im ersten Band „Die Königin der Schwarzen Küste“ inszenieren Jean-David Morvan („Sillage“) und Pierre Alary („SinBad“) Howards ultimativen Conan-Meilenstein von 1933 neu – bis heute eine der intensivsten, kraftvollsten und besten Storys des Conan-Mythos und des Genres. Die bittersüße Liebesgeschichte von Conan und der unabhängigen Piratin Bêlit – einer der wenigen starken Frauenfiguren der damaligen Fantasy-Ära – ist gekonnt komprimiert und obendrein herausragend, um nicht zu sagen aufsehenerregend frisch und eigensinnig visualisiert. Ein barbarenstarker Comic, der alte Haudegen begeistert und Neulesern alles gibt, was es für eine gute Conan-Ersterfahrung braucht.

    Nachdem der Franzose Robin Recht bereits eine tolle Adaption von Michael Moorcocks Antihelden Elric (ebenfalls bei Splitter) mitverantwortete, wandte er sich Howards Conan zu. In seiner beeindruckenden Comic-Fassung der posthum erschienenen REH-Story „Ymirs Tochter“, einer der bekanntesten Conan-Erzählungen, jagt der Cimmerier in den Bergen der verführerischen Tochter eines göttlichen Riesen nach. Recht entfesselt in seinen imposanten Seitenlayouts und kunstvollen, wuchtigen Bildern den gesamten sexuellen Subtext der Vorlage. Seine Seiten muss man einfach gesehen haben. Neben einem weiteren kenntnisreichen Artikel über das Original rundet ein Vorwort von Altmeister Moorcock dieses Album perfekt ab.

    Seien wir ehrlich: Conan-Comics sind ‚traditionell’ nicht gerade das Revier weiblicher Comic-Macher – Becky Cloonan war vor einigen Jahren die große Ausnahme. Nun tritt die französische Künstlerin Virginie Augustin („Alim der Gerber“) hervor. Sie setzt Howards „Schatten im Mondlicht“ optisch stark um – und findet eine zeitgemäße Balance, was die einerseits klassische, andererseits ironische Darstellung angeht. Etwa wenn Augustin nicht allein die Vorzüge der entflohenen Sklavin Olivia zeigt, sondern ebenso Muskelpaket Conan beim Baden ein paar erotische Einstellungen spendiert. Eine famose moderne Annäherung an den betagten Stoff und seine gelegentlich angestaubten Rollenbilder.

    Aus den Katakomben“ stellt ein weiteres Glanzstück dar. Régis Hautiere („Aquablue – New Era“), Olivier Vatine („Die lebende Tote“) und Didier Cassegrain („Schwarze Seerosen“) adaptieren die ungebrochen faszinierende Story von 1936 in interessanten Bildern, erwecken REHs Erzählung über Conan und die Söldnerin Valeria zu pulsierendem Leben. Valeria war für damalige Verhältnisse eine weitere taffe Protagonistin, „Aus den Katakomben“ überdies eine Konzept-Geschichte, in der es Howard einmal mehr um den Niedergang der Hochkultur und die Überlegenheit der Barbarei ging. Hautiere, Vatine und Cassegrain wählen zudem ein Ende, das heutige Leserinnen nicht mit den Augen rollen lässt.

    Das gerade erschienene achte Album bestreiten übrigens Szenarist Sylvain Runberg („Orbital“) und – ausnahmsweise – der koreanische Künstler Jae Kwang Park („Kiliwatch“) und sein japanischer Kollege Hiroyuki Ooshima (Zeichner des „Spirou“-Manga). Sie kleiden das von Howards Interesse für Orientabenteuer beeinflusste Conan-Abenteuer „Der schwarze Kreis“ in ein relativ schruftiges und für Conan eher ungewohntes Manhwa-Gewand.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    15. Juni 2020 und 1 Kommentar

    Conan der Cimmerier (bisher 8 Bände)
    Verschiedene Autoren u. Zeichner
    Aus dem Französischen von Harald Sachse
    Splitter, Bielefeld seit 2018, 64-80 Seiten pro Album

    Seit einiger Zeit interpretieren zeitgenössische Comic-Künstler aus vor allem Frankreich und Belgien die originalen Conan-Prosageschichten von Robert E. Howard neu. Auf Deutsch erscheinen diese aktuellen Panel-Variationen der einflussreichen Klassiker der Sword-and-Sorcery-Fantasy bei Splitter im großen Hardcover-Album, wobei jeder weiterlesen…

    Zum Tode Dennis O’Neils

    von am 13. Juni 2020 1 Kommentar

    Am 11. Juni ist Dennis O’Neil im Alter von 81 Jahren verstorben. O’Neil wurde in den 1960ern von Marvel-Legende Roy Thomas entdeckt. Bis in die 90er arbeitet er als Autor und Redakteur für beide Branchen-Riesen. Seine ersten Arbeiten verfasste er für DR. STRANGE. Am bekanntesten dürfte er heute für seine Kollaborationen mit Zeichnerlegende Neal Adams sein, mit dem er erstmals gemeinsam an X-MEN arbeitete. Später sorgten die beiden für eine Generalüberholung der BATMAN-Titel und machten den Mitternachtsdetektiv wieder zu einer düsteren Figur. In diesen Geschichte wurde die Figur des Ra’s al Ghul eingeführt, der 2005 auch der Protagonist in BATMAN BEGINS war. Die Romanversionen zu diesem Film und seiner Fortsetzung stammen ebenfalls aus O’Neils Feder.
    O’Neil machte nie einen Hehl aus seinen liberalen politischen Ansichten. Diese spiegeln sich in der heute legendären Geschichte HARD TRAVELIN' HEROES wider, in der O’Neil seine Helden Green Lantern und Green Arrow auf eine Reise durchs Herz Amerikas schickte, in deren Verlauf sich die beiden grüngewandeten Helden solchen Problemen wie Rassismus und Drogenmissbrauch stellen mussten. DCs hauseigener Robin Hood war hierbei O’Neils Sprachrohr für Geschichten, die in Anbetracht kürzlich zurückliegender Ereignisse auch heute noch aktuell sind. In eine ähnliche Richtung geht die Serie THE QUESTION an der er gemeinsam mit Zeichner Denys Cowan arbeitete. In den 90ern half er bei der Erfindung von Batmans kurzfristigem Vertreter Azrael, arbeitete mit an BATMAN: KNIGHTFALL (wozu er auch die Romanfassung schrieb) und war lange Jahre der Redakteur der Fledermaus-Titel. Seine letzte für DC veröffentlichte Arbeit war eine der Geschichten in DETECTIVE COMICS 1000.
    Auch wenn der Löwenanteil von O’Neils Arbeit für DC Comics erbracht wurde, war er auch in späteren Jahren kein Fremder bei Marvel Comics. Nach den oben erwähnten Geschichten kehrte er Anfang der 80er zu Marvel zurück. Dort schrieb er u. a. für SPIDER-MAN und DAREDEVIL. Als Redakteur betreute er den jungen Frank Miller als dieser die Serie des Teufels von Hell’s Kitchen übernah. Mitte der 80er trat Hasbro an Marvel Comics heran, um eine ihrer populärsten Spielzeugreihen mit einer Comicserie zu bewerben – THE TRANSFORMERS. O’Neil half bei der Ausarbeitung der Figuren und er war es, dem OPTIMUS PRIME seinen Namen verdankt. Für IRON MAN dachte er sich Obadiah Stane aus, der wiederum im ersten Film mit dem "goldenen Rächer" als Gegenspieler herhalten durfte.
    Seine Beiträge über drei Jahrzehnte machten Dennis O’Neil schon zu seinen Lebzeiten zu einer Legende in seinem Feld. In seinen bis heute berühmten Strecken wird er für viele weitere Generationen weiterleben.

    13. Juni 2020 und 1 Kommentar

    Am 11. Juni ist Dennis O’Neil im Alter von 81 Jahren verstorben. O’Neil wurde in den 1960ern von Marvel-Legende Roy Thomas entdeckt. Bis in die 90er arbeitet er als Autor und Redakteur für beide Branchen-Riesen. Seine ersten Arbeiten verfasste er für DR. STRANGE. Am bekanntesten dürfte er heute für seine Kollaborationen mit Zeichnerlegende weiterlesen…

    Do NOT follow this link or you will be banned from the site!