anrufen
finden

  • Juli 2020
    Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
    29. Juni 2020 30. Juni 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG
    1. Juli 2020 2. Juli 2020 3. Juli 2020 4. Juli 2020 5. Juli 2020
    6. Juli 2020 7. Juli 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG
    8. Juli 2020 9. Juli 2020 10. Juli 2020

    19:00: Brot&Spiele (Offener Spieleabend)

    19:00: Brot&Spiele (Offener Spieleabend)
    11. Juli 2020 12. Juli 2020
    13. Juli 2020 14. Juli 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG
    15. Juli 2020 16. Juli 2020 17. Juli 2020 18. Juli 2020 19. Juli 2020
    20. Juli 2020 21. Juli 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG
    22. Juli 2020 23. Juli 2020 24. Juli 2020 25. Juli 2020 26. Juli 2020
    27. Juli 2020 28. Juli 2020

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    18:00: Tabletop Treff im Vereinsheim

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG

    19:00: Offener Spieleabend in der KHG
    29. Juli 2020

    19:00: Rollenspielstammtisch der Würfelmeister

    19:00: Rollenspielstammtisch der Würfelmeister
    30. Juli 2020 31. Juli 2020 1. August 2020 2. August 2020
  • Die letzten 4 Beiträge aus allen Bereichen…

  • Neu im Laden eigetroffen

  • Kino Kino

  • Seiten

  • Archive

  • Suchergebnisse für "jiro taniguchi"

    Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei

    von am 1. Juni 2020

    Jiro Taniguchi & Kan Furuyama
    Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei
    Aus dem Japanischen von Miyuki Tsuji
    Carlsen, Hamburg 2020, 240 Seiten
    ISBN: 978-3-551-76919-0

    Für seine kontemplativen Werke um „Vertraute Fremde“, „Der spazierende Mann“ und „Gipfel der Götter“ wurde Manga-Meister Jiro Taniguchi (1947–2019) sogar vom deutschen Feuilleton gefeiert. Aber im Schaffen des japanischen Comic-Stars finden sich auch viele reißerische, pulpige und bisweilen trashige Werke. Die von ihm gezeichnete, von Kan Furuyama verfasste Samurai-Geschichte „Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei“ aus dem Jahre 1992, die nun bei Carlsen erstmals auf Deutsch erscheint, liegt hier irgendwo in der Mitte. In erster Linie ist der Einzelband eine historisch authentische Story über Samurai, Ninja, Politik, Spionage, Loyalität und Intrigen im Jahr 1649, als der alte Kaiser und seine Verbündeten mit geheimen Dokumenten das Shogunat stürzen wollen.

    Gute Charaktereinstellungen, schöne Landschaften und üppige, brutale Schwertkampf-Szenen: Taniguchi erfüllt die Erwartungen an sich sowie das Samurai-Genre vollauf. Zudem sieht man, dass er den großen Vorbildern um „Lone Wolf & Cub“ von Kazuo Koike und Gōseki Kojima genüsslich Tribut zollt. Abseits der starken Action fordert einen Furuyamas komplexe Geschichte manchmal ein bisschen zu sehr. Auch hätte die epische Dimension der Ereignisse vielleicht besser den Platz bekommen, den die Rahmenhandlung einnimmt. Trotzdem ist „Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei“ ein guter Samurai-Comic. 2002 sollte sich Moebius-Bewunderer Taniguchi übrigens noch den Traum erfüllen, den Samurai-Western „Sky Hawk“ zu inszenieren.

    Ansonsten macht einem der gelegentliche Overkill an Namen und Loyalitäten in „Die Schrift des Windes“ einmal mehr bewusst, mit welcher Meisterhaftigkeit und vor allem Leichtigkeit Stan Sakai im langlebigen Lieblingscomic „Usagi Yojmbo“ die Epoche der Samurai zum Leben erweckt. Gut, dass Usagis Abenteuer inzwischen im kleinen Dantes Verlag wieder ein festes Zuhause auf dem deutschen Markt gefunden haben. Also, wer auf Samurai-Stoffe steht, erst diesen neuen alten Taniguchi lesen, und dann dem Hasen-Ronin folgen ….

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    von am 1. Juni 2020

    Jiro Taniguchi & Kan Furuyama
    Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei
    Aus dem Japanischen von Miyuki Tsuji
    Carlsen, Hamburg 2020, 240 Seiten
    ISBN: 978-3-551-76919-0

    Für seine kontemplativen Werke um „Vertraute Fremde“, „Der spazierende Mann“ und „Gipfel der Götter“ wurde Manga-Meister Jiro Taniguchi (1947–2019) sogar vom deutschen Feuilleton gefeiert. Aber im Schaffen des japanischen Comic-Stars finden sich auch viele reißerische, pulpige und bisweilen trashige weiterlesen…

    Zwischen Signierstunde und Comic Salon Erlangen

    von am 1. Juni 2018

    Eine Signierstunde mit Künstlergespräch

    Am Vorabend der Eröffnung des internationalen Comic Salon Erlangen hatten wir in Würzburg das Glück, einen der Künstler vor Ort zu einem Gespräch mit anschließender Signierstunde zu haben. Der Abend mit Ruan Guangmin war für uns ein völlig unbekannte Größe. Der erste von drei Künstlern aus dem chinesischsprachigen Raum, die wir in diesem Jahr als Gäste begrüßen dürfen. In diesem Fall kam der Künstler aus Taiwan, absolutes Neuland für uns. Umso erfreulicher, dass die Veranstaltung nicht nur sehr gut verlaufen ist, sondern auch noch eine echte Bereicherung für uns war. Bernie und ich waren gemeinsam vor Ort und haben uns auf das "Abenteuer" Künstlergespräch und Signierstunde auf Chinesisch eingelassen…

    Sketche als Erinnerungen an ein schönes Event

    Sensationell!

    Wir hatten den aktuell auf deutsch erschienenen Band "Dong Hua Chun Friseursalon" bereits im Vorfeld gelesen und waren uns bewusst, einen "Manga" im Stile und in der Klasse des Meisters Jiro Taniguchi vorliegen zu haben. Asiatische Comic Kunst für erwachsene Leser mit Anspruch. Wie brilliant der Abend dann verlaufen ist, liegt nicht nur am äußerst sympathischen Auftreten des Künstlers, sondern auch an der mehr als adäquaten Arbeit des mitreisenden Übersetzer. Simultane Übersetzung mit derartigem Einfühlungsvermögen, das auf einer langjährigen Freundschaft mit dem Künstler fußt, gepaart mit informativen, unterhaltsamen Einblicken in das Schaffen und die taiwanische Comic-Kultur.

    Am Montag geht es weiter

    Die anschließende Signierstunde war natürlich nicht minder professionell und wir sind stolz darauf, selbst einen Sketch und die Signatur dieses sensationellen Zeichners ergattert zu haben. Umso mehr freuen wir uns nach diesem ersten Erlebnis auf das kommende Event mit beiden Künstlerinnen Jidi und Ageng am kommenden Montag- wieder um 18:00 Uhr und wieder in der Sinologie der Uni Würzburg

    Danke!

    In diesem Sinne auch danke für die Möglichkeit an einem so tollen und bereicherndem Event beteiligt zu sein. Danke an die Sinologie und ganz besonderen Dank an die sympatische und begeisternde Frau Wolf von chinabooks.ch!

    Comicsalon in Zelten – trotzdem gut besucht

    Comic Salon etwas gebeutelt

    Dass ich jetzt so viel über unsere lokalen Veranstaltungen geschrieben und den Comic Salon Erlangen vernachlässigt habe, liegt daran, dass wir das Flair dort natürlich wie immer genossen haben, aber die Veranstaltung in diesem Jahr umständehalber ein bisschen weniger spektakulär und ein wenig kleiner ausfällt. Durch den Umbau der großen Halle ist alles in Zelte umgelagert.

    Sketche von tollen Zeichnern – hier Kathrin Klingner

    Wirklich hübsch gemacht und natürlich ist Erlangen in diesen Tagen ein lohnendes Ziel für Comic Fans, aber – vielleicht auch unter dem überaus positiven Eindruck der vergangenen Veranstaltung – fehlt mir in diesem Jahr einfach das ein oder andere echte Highlight.

    Bilder gibt es trotzdem ein paar in der Gallerie…

    von am 1. Juni 2018

    Eine Signierstunde mit Künstlergespräch

    Am Vorabend der Eröffnung des internationalen Comic Salon Erlangen hatten wir in Würzburg das Glück, einen der Künstler vor Ort zu einem Gespräch mit anschließender Signierstunde zu haben. Der Abend mit Ruan Guangmin war für uns ein völlig unbekannte Größe. Der erste von drei Künstlern aus dem chinesischsprachigen Raum, die wir in diesem Jahr weiterlesen…

    Die Chinesen kommen

    von am 10. April 2018

    Nachdem Cixin Liu mit seiner Science Fiction Trilogie auf dem Buchmarkt für Furore gesorgt hat, wollen wir euch jetzt auch im Bereich Comics mit Künstlern aus dem reich der Mitte konfrontieren.

    Zu den Zeichnern und Autoren, die wir euch in unseren Lesungen und Signierstunden vorgestellt haben, gesellen sich im Laufe des Jahres auch an drei Eventtagen Künstler aus dem – für uns in Bezug auf Comics – noch sehr fremden und unbekannten China. Am 12. Mai, dem diesjährigen Gratis Comic Tag, könnt ihr euch vorab einen Eindruck verschaffen, ob die Qualität der chinesischen Comics an legendäre Kunstwerke des einstigen Kaiserreiches anknüpfen kann. Was wir vorab auf den Seiten des Verlages (Chinabooks) entdecken können, deckt eine unglaubliche Bandbreite ab. Wir finden alte Bekannte, wie den bei Tokyopop auf deutsch verlegten Benjamin (leider vergriffen), aber auch viele völlig unterschiedliche, neue Comic-Künstler.

    Der Zufall will es so, dass offensichtlich in der Sinologie der Uni Würzburg ein paar aufgeschlossene und Comic-affine Leute sitzen, die wiederum auf uns zugekommen sind, wegen entsprechenden Veranstaltungen. Nach dem ersten, sehr freundlichen Kontakt mit dem Verlag, war dann klar, wir wollen da einige Veranstaltungen gemeinsam machen. Langer Rede kurzer Sinn, es sind jetzt drei Signierstunden mit Künstlern geplant. Die ersten beiden bereits im Mai/Juni in der Sinologie der Uni Würzburg – in Zusammenarbeit mit uns – und die dritte im September bei uns im Laden.

    Am 30.05.2018 ab 18:00 Uhr findet das Künstlergespräch mit Ruan Guangmin 阮光民 statt (Sinologie Uni Würzburg, Am Hubland, Philosophiegeb. 8, 97074 Würzburg). Das vorliegende Werk Friseursalon ist eine Graphic Novel, die auf mich einen ähnlich europäisch verträglichen Eindruck wie die Werke des Mangaka Jirō Taniguchi. Auf dem Flyer, den wir im Laden verteilen könnt ihr euch selbst einen ersten Eindruck machen, das Comic ist für April angekündigt.

    Den ganzen Beitrag lesen »

    von am 10. April 2018

    Nachdem Cixin Liu mit seiner Science Fiction Trilogie auf dem Buchmarkt für Furore gesorgt hat, wollen wir euch jetzt auch im Bereich Comics mit Künstlern aus dem reich der Mitte konfrontieren.

    Zu den Zeichnern und Autoren, die wir euch in unseren Lesungen und Signierstunden vorgestellt haben, gesellen sich im Laufe des Jahres auch an drei Eventtagen Künstler weiterlesen…

    Wunschzettel Manga – ernsthaft – nachdenklich – hart

    von am 11. Dezember 2016

    Manga sind bei meinen Rezis und Tipps immer ein wenig stiefmütterlich vertreten. Das liegt zum Teil daran, dass ich einfach zu viele andere Schwerpunkte habe, zum Teil aber auch daran, dass ich für genau die Manga, die sich wirklich gut verkaufen meistens zu alt bin oder das falsche Geschlecht habe ;-). Was aber nicht heißt, dass ich keine Manga lese. Im Gegenteil. Es gibt etliche Serien und Einzelbände, die mir wirklich am Herzen liegen. Ein paar wenige Tipps von meiner Seite gab es schon. Zum Beispiel über den sensationellen Einzelband "Dark Hideout" oder über die mittlerweile abgeschlossene, achtbändige Serie "Lindbergh".

    Anfangen möchte ich die heutigen Tipps mit einem ganz besonderen Künstler: Jiro Taniguchi. Der Mangaka ist für mich eine Art Bindeglied zwischen den Welten. Taniguchi hat viel Zeit in Frankreich verbracht. Von dort hat er nicht nur Inspirationen mitgenommen, es ist auch zu einer engen Zusammenarbeit mit dem Meister selbst 😉 nämlich Moebius gekommen. Deswegen hier für alle Manga-Zweifler drei Tipps.

    ikarus

    Taniguchi / Moebius – Ikarus

    Bereits Ende der 90er entstand das Werk Ikarus, nach einem Szenario des Meisters Moebius. Die deutsche Fassung erschien erst in diesem Jahr bei Schreiber & Leser und enthält, zusätzlich zu den gut 280 Seiten Comic, ein Interview mit Moebius, das unbedingt lesenswert ist und ein wenig über die fragmentarisch kurzgeschichtenhafte Erzählweise des Comics aufklärt. Trotz der fast 300 Seiten ist das Werk extrem gekürzt. Ursprünglich war das Szenario für eine epische Serie mit tausenden Seiten gedacht. Die vorliegende, kondensierte Version, ist das Ergebnis der Intervention des Originalverlages, dem die potentiellen Verkaufszahlen eines so gewaltigen Projektes wohl nicht ausreichten.

    Ikarus ist trotzdem ein geniales Werk. Taniguchi versteht es die Essenz der Idee in Szene zu setzen und vielleicht tut das offene Ende und die vermeintlichen Lücken der Geschichte sogar gut. Es bleibt genug Spielraum für Interpretation und die eigene Phantasie.

    Wenn ihr das Comic "frei" genießen wollt, lest das Interview erst im Anschluss – wollt ihr dagegen mehr von der ursprünglichen Intension beeinflusst sein, macht es genau umgekehrt. Egal wie: auf jeden Fall lesen ;-).

    Ikarus, 2016, Schreiber & Leser

    Den ganzen Beitrag lesen »

    von am 11. Dezember 2016

    Manga sind bei meinen Rezis und Tipps immer ein wenig stiefmütterlich vertreten. Das liegt zum Teil daran, dass ich einfach zu viele andere Schwerpunkte habe, zum Teil aber auch daran, dass ich für genau die Manga, die sich wirklich gut verkaufen meistens zu alt bin oder das falsche Geschlecht habe ;-). Was aber nicht heißt, dass ich keine weiterlesen…

    Update Top Listen: Manga

    von am 4. September 2012

    Unsere Tipp Liste ist mal wieder aktualisiert worden. Der aktuelle Beitrag befasst sich mit der Welt der fernöstlichen Manga. Vor allem Comic Fans mit wenig Erfahrung in diesem Bereich sollten sich diesen Artikel unbedingt ansehen. Der erste Beitrag zum Thema Manga bietet einen schönen Überblick und gibt eine allgemeine Einführung in dieses weite Feld. Comics sind in Asien noch verbreiteter als in der westlichen Welt und ihr Einfluß ist seit fast zwanzig Jahren bei uns zu spüren. Die ersten Berührungspunkte in meiner Jugend waren Fernsehserien wie Captain Future, Kimba der weiße Löwe und sogar Heidi (Ja, ich gestehe… ich war zu einer Zeit jung, als es nur zwei bis drei Programme gab und jeden Abend auf die Nationalhümne und das Testbild der große Ameisenkrieg folgte). Der Bereich Manga wurde in meiner Generation erst mit der deutschen Ausgabe von Akira wieder aktuell. Bis dahin waren die europäischen und amerikanischen Comics konkurrenzlos in den Regalen von Sammlern und Fans. Für die Generation, die heute in die Bilderwelten des Comics eintaucht, gehören Manga zum Alltag und vielleicht sollten auch die älteren Comicfans mal einen Blick über den Tellerrand wagen. Ein perfekter Einstieg ist die ständig wachsende Anzahl von Manga, die eher in den Bereich Graphic Novel eingeordnet werden. Ein gutes Beispiel ist Jiro Taniguchi. Über sein Werk haben wir hier schon geschrieben…

    von am 4. September 2012

    Unsere Tipp Liste ist mal wieder aktualisiert worden. Der aktuelle Beitrag befasst sich mit der Welt der fernöstlichen Manga. Vor allem Comic Fans mit wenig Erfahrung in diesem Bereich sollten sich diesen Artikel unbedingt ansehen. Der erste Beitrag zum Thema Manga bietet einen schönen weiterlesen…

    Top Ten Mangaautoren

    von am 4. September 2012

    Da nun ja bereits die Top Ten Kategorien Bücher und US-Comics ins Leben gerufen wurden, dürfen natürlich auch die zahlreichen Manga nicht fehlen.

    Nachdem ich in knapp 18 Jahren weit über tausend verschiedene Manga absorbiert habe ist es mir ein wenig schwer gefallen einfach mal zehn Stück heraus zu picken. Also werde ich meine Top Titel ein wenig splitten um der Bandbreite des Manga gerecht zu werden. Ihr werdet von mir jeweils eine Liste zu Top Autoren, Serien, Einzeltiteln, Classics und – so gut ich kann – Neuheiten erhalten.

    Wie schon bei vorhergehenden Top Ten sind diese Angaben ohne Gewähr und auf Basis rein egozentrischer Geschmacksmotive erstellt.

    Also, warum die Kategorie Autoren bzw. Zeichner? Im Mangawesen ist es sehr schwierig sich einen Namen zu machen und mehr als nur eine Serie zu veröffentlichen, die es auch bis zu uns schafft. In einer Woche zeichnest du dir noch die Finger wund und nach der nächsten Ausgabe ist schon wieder Schluß. Außerdem würden sich die Top Ten Listen mehr oder weniger nur mit Titeln dieser Autoren füllen, deshalb habe ich mich für eine eigene Kategorie entschieden. Ich werde mich nicht zu jedem erschienen Manga äußern, sondern natürlich nur zu denen, die ich von den nachfolgend Genannten gelesen habe.

    Top Mangaautoren

    Osamu Tezuka

    Der "Godfather of Manga". Mehr Beschreibung braucht es eigentlich nicht… Scherz beiseite. Osamu Tezuka gilt als der Mangaka, der die ersten Schritte außerhalb von Japan gemacht hat. Sein Zeichenstil ist stark von seinem Vorbild Walt Disney geprägt – am besten an den Tieren zu erkennen. Tezuka galt/gilt als politisch und sozialkritischer Autor und seine Geschichten behandeln Themen, die damals als absolut tabu galten. Das Talent des Meisters äußerst sich darin, schwierige und schwere Stoffe mit klaren Strukturen, Spannung und einer Prise seines charmanten Witzes an den Leser zu bringen. Somit sind Tezukas Werke nicht nur Meisterstücke in sich, sondern auch Meilensteine in der Geschichte des Manga.

    Gelesen und für sehr gut befunden: Adolf, Kirihito, Buddha, Pluto/Astro Boy, Kimba, der weiße Löwe, Barbara;

    Rumiko Takahashi

    Kommen wir nun zur "Prinzessin des Manga" (ja, sie wird wirklich so genannt). Rumiko Takahashi veröffentlicht durchgehend seit 1975 ihre Werke und zählt somit schon zu den Urgesteinen ihres Gewerbes. Sie zeichnet immer noch fleissig und ist in all der Zeit ihrem Stil treu geblieben. Was zeichnet einen Rumiko Takahashi Manga aus? Quirrlige sympathische Charaktere, erfindungsreiche Konstellationen, sprühende Action, emotionale Verwirrspielchen und ein riesiges Pfund Humor. Egal welchen Band man von ihr in die Hand nimmt, man verliebt sich sofort in die Charaktere, lacht mit ihnen (oder eher über sie, ähem) verdrückt auch schon einmal ein Tränchen und wie durch ein Wunder fühlt man sich danach einfach ein Stückchen besser.

    Gelesen und für sehr gut befunden: Ranma 1/2, Kyokai no Rinne, Inu Yasha, One Pound Gospel, Maison Ikkoku;

    Akira Toriyama

    Die Serie "Dragon Ball" von Akira Toriyama hat mich unter anderem auf die Fährte des Manga gebracht. Eine seiner Stärken liegt darin bunte vielfältige Welten mit seinem charakteristischen Zeichenstil zu erschaffen, an denen man gar nicht genug entdecken und bewundern kann. Deren Bewohner sind genauso sympathisch wie außergewöhnlich und werden von ihm liebevollst während der ganzen Geschichte weiterentwickelt. Und ja, auch bei ihm gibt es diese lustige Seite (ihr merkt schon wo mein Schwerpunkt liegt), die einen immer ein wenig an alte Bud Spencer und Terence Hill Filme denken lässt. Akira hat wirklich ein Talent dafür einem seine Figuren ans Herz wachsen zu lassen, so dass man nicht umhin kommt trotz Happy End ein Tränchen am Ende der Reise zu verdrücken.

    Gelesen und für sehr gut befunden: Dragon Ball, Dr. Slump (engl.);

    Jiro Taniguchi

    Jiro Taniguchi ist wohl einer der bekanntesten Mangaka in Europa. Durch Werke wie "Vertraute Fremde" (von Sam Garbarski verfilmt) und "Skyhawk" hat er nach Osamu Tezuka den größten Sprung in die europäische Comicszene geschafft. Er wurde als erster Japaner mit dem Alph’Art auf der wohl bekanntesten Comicmesse in Angouleme ausgezeichnet und auch den Max-und-Moritz-Preis in Erlangen hat er schon abgeräumt. Was hebt Taniguchi so von anderen Mangaka ab? Taniguchis Zeichenstil ist genau wie bei Tezuka eher an westliche Vorbilder angelegt – hier frankobelgisch. Dazu kommt sein stilles, aber hochentwickeltes Talent menschliche Stimmungen und Gefühle mit wenig oder sogar keinen Sprechblasen aufs Papier zu bannen. Wer einen Taniguchi Novel liest, lernt die Welt (wieder) mit anderen Augen zu betrachten, aufmerksamer durchs Leben zu gehen und sich an den kleinen manchmal unscheinbaren Dingen zu erfreuen.

    Gelesen und für sehr gut befunden: Wanderer im Eis, Bis in den Himmel, Die Sicht der Dinge, Träume von Glück, Die Stadt und das Mädchen, Vertraute Fremde,

    CLAMP

    Wunderschöne Zeichnungen, starke Gefühle und tiefgründige Geschichten, dass sind die drei Eigenschaften die CLAMP unter sich vereinen. Die vier Japanerinnen bestreiten nun schon seit 1989 die Arbeit als Mangaka. Anfänglich nur als Dojinshi (Fanart) Zirkel gedacht, brachten ihr Talent für Romantik und epische Bilder bald den Erfolg um als Profis arbeiten zu können. CLAMP sind hart arbeitende fleißige Autoren, die es immer wieder aufs neue schaffen zauberhafte Märchen oder herzzereissende Liebesgeschichten zu Papier zu bringen. Aber sie bedienen nicht nur das klassische Mädchen-Genre, sondern verfügen auch über ein Repertoire an wesentlich dunkleren, und ja, auch brutaleren Manga, die man ihnen auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde. Abschließend möchte ich sagen, bis man keinen CLAMP Manga gelesen hat, kannte man den Mangahimmel nur ohne Sterne.

    Gelesen und für sehr gut befunden: Magic Knight Rayearth (SB), Kobato, X, Chobits, Angelic Layer (engl.), Card Captor Sakura, Clover;

    Kazuo Koike

    Kazuo Koike ist ein reiner Mangaautor, der uns viele Geschichten beschert hat, die jetzt schon als Klassiker gelten. Der bekannteste wird wohl "Lady Snowblood" sein, die Vorlage für "Kill Bill". Die Werke von Koike lassen sich mit den Worten "harte nackte Realität" gut umschreiben. Harte Kämpfe, keine Gnade, nichts gekünstelt oder beschönt. Nackte Frauen, die Glorifizierung der Erotik im damaligen Japan und der Umgang mit der Sexualität in jener Zeit. Aber natürlich darf man in dieser Aufzählung auch nicht das Karma und den japanischen Sinn für Ehre vergessen, die als dritter Strang in das Geschichtengeflecht von Koikes Epen einfließen. Die Protagonisten werden auf einen steinigen Weg geführt, der nicht viel Platz für Hoffnung oder Frieden lässt und als stiller Zuschauer ist man nach seinen Geschichten froh zu Hause im bequemen Sessel zu sitzen.

    Gelesen und für sehr gut befunden: Lone Wolf and Cub, Lady Snowblood;

    Kazuo Kamimura

    Wenn wir schon dabei sind bleiben wir doch gleich bei Kazuo. Dieser hier hat auch nicht nur den Vornamen mit Koike gemein, sondern hat mit ihm zusammen als Zeichner "Lady Snowblood" aufs Papier gebracht. Kamimura hält sich stark an den traditionellen Pinselstrich, welcher sich gut in den Zeitgeist seiner Werke einfügt. Seine Geschichten sind denen Koikes im Stil sehr ähnlich, doch legt Kamimura den Schwerpunkt mehr auf körperliche Liebe und Zuneigung. Das heißt aber nicht, dass seine Manga geeignet wären für einen softerotischen Kuschelabend. Denn in Sachen Drama und Härte steht Kazuo Kamimura Kazuo Koike (jetzt 10x schnell hintereinander) in nichts nach.

    Gelesen und für sehr gut befunden: Furious Love, Shinanogawa;

    von am 4. September 2012

    Da nun ja bereits die Top Ten Kategorien Bücher und US-Comics ins Leben gerufen wurden, dürfen natürlich auch die zahlreichen Manga nicht fehlen.

    Nachdem ich in knapp 18 Jahren weit über tausend verschiedene Manga absorbiert habe ist es mir ein wenig schwer gefallen einfach mal zehn Stück heraus zu picken. Also werde ich meine Top Titel ein weiterlesen…

    Zwei Kurztipps

    von am 14. März 2012

    Heute gibt es an dieser Stelle wieder mal ein paar Empfehlungen für etwas ältere Titel. Dass solche bisher nicht besprochen wurden liegt nicht etwa daran, dass sie schlecht sind. Die Fülle der Neuerscheinungen macht es einfach unmöglich auf jeden Titel einzugehen. Von der zur Verfügung stehenden Zeit mal ganz abgesehen. Die Verlage halten jedoch genug Material länger lieferbar. So ist auch ein verspäteter Blick auf manche Ausgaben nicht zu spät.

    Jiro Taniguchi anhand von „Träume von Glück“

    Taniguchi ist ein Meister des japanischen Comics der mehrfach ausgezeichnet wurde. Unter anderem mit dem deutschen Max-und-Mortiz-Preis im Jahr 2008. Sein „Vertraute Fremde“ wurde 2007 als erster Manga zum Comic des Jahres gewählt und auch Lesern dieses Blogs ist Taniguchi durch Kiddys Besprechung von Sky Hawk ein Begriff.

    Taniguchi wurde mir vor einigen Jahren mehrfach empfohlen und nach einem Gespräch in Hermkes Romanboutique habe ich mich schlussendlich für „Träume von Glück“ entschieden – und das bis heute nicht bereut. In „Träume von Glück“ erzählt der Autor/Zeichner von einem jungen Paar und ihren Haustieren. Gefühlvoll beschreibt Taniguchi das Verhältnis der beiden zu ihrem vierbeinigen Begleiter, dem alten Hund Tamutamu, dessen Tod eine Lücke in ihrem Leben hinterlässt. Wie sehr den beiden etwas fehlt, merken sie in alltäglichen Situationen. Eine Katze, die ein kleines Geheimnis mit sich herumträgt oder der unerwartete Besuch ihrer Nichte, die von Zuhause weggelaufen ist. „Träume von Glück“ ist eine ruhige und nachdenkliche Geschichte. An manchen Stellen traurig jedoch ohne den Leser mit einem negativen Gefühl zurückzulassen. Gerade für jemand, der ein Haustier hat, oder hatte.

    Im letzten Kapitel verlassen wir das Paar und begegnen einem Bergsteiger, der trotz Familienglück nicht von der Annapurna (einem Berg im Himalaya von 8091 Metern Höhe) lassen kann, ohne ihn bezwungen zu haben. Diese Geschichte besticht besonders durch die beeindruckende Darstellung der Gebirgslandschaft und ist trotz aller Abenteuer nicht weniger gefühlvoll als die ersten vier Kapitel. Auch hier geht es um die Suche nach dem persönlichen Glück.

    Neben „Träume von Glück“ sind noch einige andere Titel von Jiro Taniguchi erschienen. Beim nächsten Besuch in der Romanboutique einfach mal einen Blick riskieren. Es lohnt sich!

    „Götterdämmerung“ von Nicolas Jarry und Djief

    In insgesamt sieben Bänden (inkl. eines Prologs von Istin und Lemercier) adaptiert diese Reihe das Nibelungenlied. Man darf nun keine exakte Wiedergabe des bekannten Epos erwarten. Das ist ohnehin schwer, da es hiervon etliche Versionen gibt. Jüngere Leser die demnächst eine Arbeit über dieses Thema schreiben, sollten sich also an andere Quellen halten 😉 .

    Nichtsdestotrotz sind viele Elemente der Siegfried-Sage, vom Rheingold über Alberich und Brunhilde, bis hin zu Siegfrieds Kampf gegen den Drachen Fafner enthalten. Ein starker Fokus wird auf den Göttervater Wotan gelegt, der dem Ring der Nibelungen verfallen ist. Seine Fehler in dieser Hinsicht könnten Ragnarök, die Götterdämmerung heraufbeschwören. Verzweifelt versucht er dieses Schicksal abzuwenden. Doch zumindest in den Augen einiger anderer Götter macht er es nur noch schlimmer.

    Es ist nun nicht das erste mal, dass dieser Stoff für einen Comic aufgegriffen wurde. Vor vielen Jahren versuchte sich Roy Thomas ebenfalls an einer Adaption des Nibelungenlieds. Thomas ist durchaus ein Autor den ich sehr schätze. Aber hier wollte er einfach zu viel. Die Sage musste mit der Historie von Marvels Thor verwoben werden, Jack Kirbys Eternals mussten eingebaut werden und die gottgleichen Celestials involviert. Zu allem Überfluss wurde die Story auf viel zu viele Hefte („Thor“ 283 – 301, „Thor Annual“ # 7) angesetzt. Das Ergebnis ist eine zähe und stellenweise sehr verquaste Erzählung, die viel Durchhaltevermögen erfordert das am Ende nicht mal belohnt wird 🙁 .

    Diesen Fehler macht Jarry definitiv nicht. „Götterdämmerung“ kann sicher nicht als Meisterwerk der Comic-Kunst bezeichnet werden, aber er bietet auf alle Fälle eine gute Gelegenheit, um für ein paar Stunden in eine Fantasywelt voller Götter, Helden, Schlachten und allerlei Getier abzutauchen. Das ist kurzweilig, macht Spaß und ist obendrein schön anzusehen.

    Der abschließende Band ist für August angekündigt.

    von am 14. März 2012

    Heute gibt es an dieser Stelle wieder mal ein paar Empfehlungen für etwas ältere Titel. Dass solche bisher nicht besprochen wurden liegt nicht etwa daran, dass sie schlecht sind. Die Fülle der Neuerscheinungen macht es einfach unmöglich auf jeden Titel einzugehen. Von der zur Verfügung stehenden Zeit mal ganz abgesehen. Die Verlage halten jedoch genug Material länger lieferbar. weiterlesen…

    SZ Bibliothek Graphic Novels – Alles Klassiker oder was?

    von am 30. März 2011

    Nach der Roman- und diversen Film-Editionen nun also eine Graphic Novel-Edition in der SZ Bibliothek. Unter dem Motto „Literatur trifft Illustration“ hat die Feuilletonredaktion der Süddeutschen Zeitung zehn Graphic Novel-Titel für ihre Edition SZ Bibliothek ausgesucht – und dabei mehr als nur gute Arbeit geleistet.

    Für den geneigten Graphic Novel-Leser also die ideale Gelgenheit, um seine Sammlung auszubauen und die Rosinen aus der Reihe zu picken. Die SZ-Bibliothek Graphic Novel hat ein gutes Händchen bei der Auswahl getroffen: Für jeden Geschmack ist was dabei.

    Neben unbedingten Klassikern wie Will Eisners EIN VERTRAG MIT GOTT sind in der Reihe auch neuere Titel wie SHENZEN oder GIFT enthalten. Längst vergriffene Comic-Perlen wie BLEI IN DEN KNOCHEN kann man sich da genauso zum günstigen Preis ergattern wie den anspruchsvollen Manga VERTRAUTE FREMDE oder die Comic-Reportage PALÄSTINA.

    Neben dem kaum zu überbietenden Preis-Leistungsverhältnis überzeugt bei dem ein oder anderen Titel auch, dass er ursprünglich nur als Softcover erschienen ist und nun als hochwertige Hardcover-Ausgabe (mit Lesebändchen) zu haben ist.

    Vertrag mit Gott

    Will Eisner

    Süddeutsche Zeitung Edition € 19,95

    Vertraute Fremde

    Jiro Taniguchi

    Süddeutsche Zeitung Edition € 14,95

    von am 30. März 2011

    Nach der Roman- und diversen Film-Editionen nun also eine Graphic Novel-Edition in der SZ Bibliothek. Unter dem Motto „Literatur trifft Illustration“ hat die Feuilletonredaktion der Süddeutschen Zeitung zehn Graphic Novel-Titel für ihre Edition SZ Bibliothek ausgesucht – und dabei mehr als nur gute Arbeit geleistet.

    Für den geneigten Graphic Novel-Leser also die ideale Gelgenheit, um weiterlesen…

    Sky Hawk

    von am 9. August 2010

    Gerade erst aus der Hand gelegt, kann ich nicht anders als auch sofort meine Eindrücke über das  neu erschienene Werk Jiro Taniguchis niederzuschreiben.

    Sky Hawk ist ein historisierender Comic-Roman, der die Vertreibung der Indianer durch die Weißen und die dadurch resultierenden Scharmützel darstellt.

    Hikosabura und Manzo Shiotsu sind die ersten japanischen Auswanderer auf dem amerikanischen Kontinent. Die beiden ehemaligen Samurai versuchen, nachdem sie ihren Lehnsherrn in einem Kampf verloren haben, in der Wildnis neu Fuß zu fassen. Eines Tages entdeckt Hiko bei der Jagd eine gebärende Squaw, die er bei sich zu Hause aufnimmt. Von ihrem Besitzer davongelaufen, wird sie von dessen Spießgesellen gejagt und schließlich in der Hütte ihrer beiden Retter aufgespürt. Es kommt zum Kampf, welcher unbemerkt beobachtet wird.

    Crazy Horse und einige Oglala geben sich zu erkennen, fasziniert von der angewandten Kampfkunst – JuJitsu. Hiko und Manzo werden in den Stamm aufgenommen und leisten gemeinsam mit den Indianern Widerstand gegen die Besiedlung der Weißen.

    Die geschichtlichen Hintergründe sind bekannt. Jeder halbwegs gebildete Mensch kennt die Namen Sitting Bull und Colonel George Armstrong Custer oder hat von der Schlacht am Little Big Horn gehört.
    Aber Jiro Taniguchi schafft es so einfühlend und spannend um den historischen Kern eine epische Geschichte zu flechten, dass man kein einziges Panel missen möchte.
    Sky Hawk ist der erste Manga der sich mit dem Thema Western befasst. Keiner hätte einen eleganteren Sprung in das kalte Nass eines völlig unvertrauten Genres schaffen können, als Jiro Taniguchi.

    Mit seinen, auch stark von franko-belgischen Comics beeinflussten, eher mangauntypischen Zeichenstil erschafft er Szenen und Landschaftsportraits, die den Leser in die Seiten saugen und transmittiert ihn direkt zwischen die Protagonisten.

    Nicht nur die Erzählung ist lesenswert, sondern auch das Vorwort des Comiczeichners Jean „Moebius“ Giraud und ebenso das herzerwärmende Nachwort des Meisters selbst, wie sein Traum einen Western zu zeichnen endlich wahr geworden ist.

    Wer immer noch nicht überzeugt ist, dass Manga und Comic sich die Hände reichen können, sollte mit Sky Hawk einen Anfang machen, die Grenze zwischen Ost und West zu verwischen. Denn dieses Werk ist ein Brückenschlag, und zwar ein äußerst gelungener.

    Sky Hawk

    Jiro Taniguchi

    Shudoku 2010, € 16,95

    @MisterEndres: der Arsch ward getreten, aber der Server nicht…

    von am 9. August 2010

    Gerade erst aus der Hand gelegt, kann ich nicht anders als auch sofort meine Eindrücke über das  neu erschienene Werk Jiro Taniguchis niederzuschreiben.

    Sky Hawk ist ein historisierender Comic-Roman, der die Vertreibung der Indianer durch die Weißen und die dadurch resultierenden Scharmützel darstellt.

    Hikosabura und Manzo Shiotsu sind die ersten japanischen Auswanderer auf dem amerikanischen weiterlesen…

    Carlsen Vorschau Frühjahr 2009, ohne Biss, ohne Konzept, ohne Backlist und ohne Fortsetzungen, schade!

    von am 29. November 2008

    Relativ mager die Carlsen Vorschau. Hier fällt positiv auf, dass man anscheinend gemerkt hat, dass es für schöne und sammler-gerecht aufgemachte Bände – und Splitter zeigt das ja geradezu vorbildlichst  – einen Markt gibt. So sehen wir Sambre in neuem edlem Gewande und zur grossen Freude auch den fünften Band, für den man ja bis vor kurzem nicht bereit war, was hinzublättern. Wäre Carlsen zu wünschen, man würde sich bei den jungen Wilden wie Crosscult und Splitter mehr abgucken. Tja, schön der Skorpion 8 und ein neuer Spirou, ach ja und Okko 2 endlich, aber das war es auch schon mit Fortsetzungen laufender Serien, von den anderen Neuauflagen abgesehen, wie Gaston und Yoko Tsuno.

    Wenn die Mangas weiter rückläufig bleiben, dann wird es mager, da man die soliden Titel, das tolle Programm, das immer und immer wieder ging, eliminiert hat. Mit Serien wie XIII, Valerian und Thorgal und den ganzen Funnies Percy Pickcwick, Schlümpfe Benni Bärenstark, Johann und Pfiffikus und und und…

    Alles weg vom Fenster und nichts da, was die Lücke füllt. Die heraufbeschworene „Anspruchsvolle Graphic Novel“ wächst halt auch nicht auf den Bäumen und schon ganz selten eine, die sich auch noch gut verkauft. Aber die hatte man ja auch schon bei Carlsen. Ich nenne nur drei der meistverkauften (und zwar weltweit auf den Bestseller-Listen) dieses Genres, die sich immer noch und vor allem jetzt wieder verkaufen wie geschnitten Brot: Watchmen, V wie Vendetta, Dark Knight. Wer hatte die Lizenz zuerst? Ja, richtig, hundert Punkte, es war Carlsen. Sowas läßt man doch nicht mehr gehen. Tja jetzt haben es sich die anderen Verlage sich gekrallt. Uns als Leser kann es ja egal sein, wo es erscheint. Oder etwa doch nicht?

     

    Doch auch hier, die Info…

     

     

    April 2009

    Jean Regnaud & Émile Bravo: Meine Mutter ist in Amerika und hat Buffalo Bill getroffen 

    Eine hinreißend charmante, amüsante und tiefsinnige Erzählung um den kleinen Jean, der bei seinem Vater aufwächst und sich das Leben der abwesenden Mutter in Gedanken ausmalt – wunderbar knopfäugig umgesetzt von Émile Bravo (»Spirou + Fantasio«). 

    Jiro Taniguchi: Der spazierende Mann

    Jiro Taniguchis kontemplatives Meisterwerk über das stille Glück und die kleinen Überraschungen des täglichen Lebens. 

    Flix: Der Swimmingpool des kleinen Mannes 

    Nach »Heldentage« dokumentiert Flix ein weiteres Mal stellvertretend die Kämpfe, Freuden und Absurditäten des Alltags. Eine Auswahl seiner besten autobiografischen Comic-Strips. 

    Xavier Dorison & Mathieu Lauffray: Long John Silver 1 

    Die neue Abenteuerserie des Erfolgsautors Xavier Dorison (»Das Dritte Testament«) – ein kraftstrotzendes und bildgewaltiges Piratenepos in Anlehnung an Robert Louis Stevensons Klassiker »Die Schatzinsel«. 

    Charles M. Schulz: Mini-Peanuts – Ich hab dich lieb 

    Charles M. Schulz: Mini-Peanuts – Freunde fürs Leben 

    Zwei neue »Peanuts«-Mini-Bücher in derselben liebevollen Machart der erfolgreichen Ausgaben mit Charlie Brown, Lucy, Linus und Snoopy als Namensgeber. Jeweils 100 Comic-Strips um die Themen Liebe und Freundschaft. 

    Hergé: Tim und Struppi-Farbfaksimile – Der Arumbaya-Fetisch 

    Mai 2009

    Yves Sentes & André Juillard: Blake & Mortimer 15  

    André Franquin: Gaston 11 

    Yslaire & Balac: Sambre-Sammelband 1 – 4 

    Yslaires düster-romantisches Historien-Meisterwerk um die unmögliche Liebe des jungen Adligen Bernard Sambre zur Wilddiebin Julie erstrahlt in neuem Glanz: Der komplette erste Zyklus in einem Band, edel aufgemacht, vollständig neu koloriert, ergänzt um redaktionelle Zusatzseiten. Die Reihe wird in derselben Ausstattung weitergeführt. 

    Jean David Morvan, Yann & José-Luis Munuera: Spirou + Fantasio 48

    Juni 2009

    Hub: Okko 2 

    Der zweite Doppelband der Samuraiserie: Das Buch der Erde 

    Yann & Olivier Schwartz: Spirou + Fantasio Spezial 9 

    Der französische Titel dieses Spezial-Bandes verspricht Großes: »Le groom vert-de-gris«. Handelt es sich tatsächlich um die späte Umsetzung des legendären Szenarios, das Yann in den 80er-Jahren für Yves Chaland geschrieben hat? 

    Hergé: Tim und Struppi-Farbfaksimile – Die schwarze Insel 

    Juli 2009

    André Franquin: Gaston 12 

    Pierre Dragon & Frederik Peeters: RG 1 

    Held und Autor dieser Geschichte tragen denselben Namen: Hinter dem Pseudonym Pierre Dragon verbirgt sich ein Mitglied der Direction centrale des Reseignements Generaux (abgekürzt RG), des französischen Nachrichtendienstes. Authentisch und packend inszeniert führt er sein Alter Ego bei der Ermittlung gegen terroristische Netzwerke durch die dunkeln Seiten von Paris. Großartig in Szene gesetzt von Frederik Peeters (»Blaue Pillen«). 

    Roger Leloup: Yoko Tsuno Sammelband 4

    August 2009

    Craig Thompson: Blankets 

    Ein moderner Klassiker: Die überarbeitete Neuedition von Craig Thompsons wegweisender Graphic Novel in gehobener Hardcover-Ausstattung und Handlettering. 

    Bill Watterson: Calvin und Hobbes Sammelband 1 

    Vereint die Bände »Calvin und Hobbes« und »Was sabbert da unterm Bett?«. Mit kolorierten Sonntagsseiten und einer farbigen zwölfseitigen »Calvin und Hobbes«-Geschichte in deutscher Erstveröffentlichung. 

    Stéphan Desberg & Enrico Marini: Der Skorpion 8 

    Hergé: Tim und Struppi-Farbfaksimile – König Ottokars Zepter

    September 2009

    Flix: Da war mal was 

    Seit zwei Jahren veröffentlicht Flix im Berliner »Tagesspiegel« regelmäßig seine »Da war mal was«-Episoden, in denen er Menschen aus Ost und West von ihren ganz persönlichen Erinnerungen und Erlebnissen an das geteilte Deutschland erzählen lässt. Amüsant, anrührend oder erschütternd – Flix' Comic-Porträts sind immer authentisch. Ergänzt wird die Buchausgabe um eine Reihe exklusiver Geschichten. 

    André Franquin: Gaston 13 

    Charles M. Schulz: Die Peanuts Werkausgabe 7 

    Yslaire: Sambre 5 

    Start des neuen vierbändigen Zyklus' um das Geschlecht derer von Sambre. In derselben Hardcover-Ausstattung wie die Sammlung der Bände 1 – 4.


     

    von am 29. November 2008

    Relativ mager die Carlsen Vorschau. Hier fällt positiv auf, dass man anscheinend gemerkt hat, dass es für schöne und sammler-gerecht aufgemachte Bände – und Splitter zeigt das ja geradezu vorbildlichst  – einen Markt gibt. So sehen wir Sambre in neuem edlem Gewande und zur grossen Freude auch den fünften Band, für den man ja bis vor kurzem nicht weiterlesen…

    Do NOT follow this link or you will be banned from the site!