COZMIC
von Horst Illmer am 27. Juli 2020
René Moreau & Michael Vogt (Hrsg.)
COZMIC
Die phantastische Comic-Anthologie – Vol. 02
Stolberg, Atlantis, 2020, 94 Seiten
ISBN 987-3-86402-667-6 / 19,90
Großformatiges Hardcover
Wenn es Prosa-Anthologien schon schwer haben, die Aufmerksamkeit des Lesepublikums zu gewinnen, so ist das für Comic-Anthologien fast unmöglich. In der steten Flut wöchentlicher Neuerscheinungen, die ja inzwischen nicht nur bei den Heftchen, sondern auch bei den Alben für ein dermaßenes „Schnell-drehen“ sorgt, dass selbst die ausgepufftesten Nerds „ins Schwimmen“ kommen, bedarf es einiger Chuzpe, diesem Trend die Stirn bieten zu wollen.
Furchtlosigkeit im Kampf um Leser, Engagement für das geliebte Genre, unbedingter Glaube ans eigene Produkt – all dies darf man bei René Moreau und Michael Vogt, den Herausgebern von COZMIC, ebenso voraussetzen wie beim Atlantis Verlag, dem inzwischen gar nicht mehr so kleinen „Kleinverlag“, in dem DIE PHANTASTISCHE COMIC-ANTHOLOGIE erscheint.
Nach dem Start im letzten Jahr liegt/steht jetzt im Frühsommer 2020 die Nummer 2 in den Comic-Shops und Buchhandlungen. Das Großformat und der feste Einband deuten bereits darauf hin, dass auch dieser Band über den Tag hinaus Haltbarkeit und Wert erstrebt. Das Coverbild von Meike Schultchen ist um gleich mehrere Klassen attraktiver als beim Startband (und auch beim für den Herbst angekündigten Band 3 scheint sich dies positiv fortzusetzen).
Inhaltlich ist das Konzept natürlich unverändert: Die Fortsetzungsgeschichten von Schultchen und Maximilian Meier gehen in die zweite Runde, zu Brill/Vogts Mega-Erfolgs-Serie „Ein seltsamer Tag“ (u. a. in phantastisch!) und zu Spree/Wiesers „Die Abenteuer des Raumschiffs EXODUS“ gibt es neue Episoden und von dem halben Dutzend Kurzgeschichten haben mich vor allem die von Frauke Berger („Nachtfalter“) und Endres/Hulm („Narben machen sexy“) überzeugt. Fasziniert war ich von den sechs Seiten von Ingo „Krimalkin“ Lohse („Bilder der fließenden Welt“), die eine Verbeugung vor den Großmeistern Moebius und Druillet machen, jedoch mit starken „Eigenheiten“ aufwarten. Wenn man dann noch Olaf Brills erschöpfend-ausführlichen Artikel über den SF-Comic LUC ORIENT hinzunimmt, sind die fast 100 Seiten fast zu wenig für diesen wunderbaren Überblick über die Vielseitigkeit der einheimischen Comic-Szene.
Wünschen wir uns also, dass COZMIC seine „Mission“ noch einige Ausgaben lang fortsetzen kann – und damit zeigt, dass auch der Comic (über den Tages-Strip hinaus) für kürzere Geschichten durchaus geeignet ist.
Horst Illmer
René Moreau & Michael Vogt (Hrsg.)
COZMIC
Die phantastische Comic-Anthologie – Vol. 02
Stolberg, Atlantis, 2020, 94 Seiten
ISBN 987-3-86402-667-6 / 19,90
Großformatiges Hardcover
Wenn es Prosa-Anthologien schon schwer haben, die Aufmerksamkeit des Lesepublikums zu gewinnen, so ist das für Comic-Anthologien fast unmöglich. In der steten Flut wöchentlicher Neuerscheinungen, die ja inzwischen nicht nur bei den Heftchen, sondern auch bei den Alben für ein dermaßenes „Schnell-drehen“ sorgt, dass selbst die ausgepufftesten Nerds „ins Schwimmen“ kommen,
- Kategorie: aus Horsts Comicsammlung , Comics , Rezis


Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
Paolo Bacilieri
Nach wie vor gibt es im Hauptmenü den Reiter Corona FAQs. Seit den letzten Einträgen und Updates ist einiges an Zeit vergangen. Da die Seite nach wie vor relativ häufig aufgerufen wird, kommt es immer wieder zu Missverständnissen.
Kaum ein paar Stunden nachdem ich mich endlich wieder einmal dazu durchgerungen habe, unseren eigenen 
Joe Sacco
Christian J. Meier
Attica Locke
„Heaven, My Home“, der zweite Roman über den zerrissenen Gesetzeshüter, setzt dann kurz vor Donald Trumps Amtseinführung ein, als der Rassismus in den USA einen erheblichen Wachstumsschub erfuhr. Das macht die Arbeit von Darren, dessen Ehe und Karriere nach seinen Entscheidungen im ersten Band am seidenen Faden hängen, nicht leichter. In einer Stadt im sumpfigen Osten von Texas, die eine schwarz-indianische Enklave, viel White Trash und Verbindungen zur Arischen Bruderschaft hat, hilft Darren bei der Suche nach einem verschwundenen weißen Jungen. Das Klima? Drückend und Heiß – Hass und Verdächtige auf allen Seiten, und auch das FBI will etwas beweisen, bevor Trumps Regierung vieles umwälzt.
Heute morgen um 8:00 Uhr hatte ich ein nettes Gespräch mit Philipp Lohmann von
Tom Gauld
Roald Dahl & Pénélope Bagieu
Bei meinem letzten "off topic" Beitrag habe ich über meine kleine "Schaffenspause" geschrieben und ein paar Fragen in den Raum gestellt. Eigentlich (und ich benutze dieses Wort höchst ungern) hatte ich die Fragen rethorisch gemeint. Interessanter Weise kamen jede Menge Antworten zu diesen Fragen. Elektronisch, fernmündlich und persönlich. Außerdem gab es auch beschwerden, dass meine Äußerungen (wie immer) kryptisch und unverständlich waren.
Philip Kerr
Ursula K. Le Guin
In den letzten Tagen haben sich hier bei mir die Anfragen gehäuft, wann ich denn mal wieder was schreibe oder einspreche. Ja, ich muss zugeben, dass ich gerade so etwas wie eine kleine schöpferische Pause eingelegt habe. Nach der sehr intensiven Phase des "geschlossenen Ladens" fällt es mir im Moment tatsächlich fast schwer, passende Themen zu finden und den richtigen Ton zu treffen. Wenn du jeden Tag wie ein Getriebener neue Artikel und audiofiles produzierst, fehlt schon allein die Zeit, um dir über all das Gedanken zu machen. Auch die Filterung des Feedbacks fällt nicht so sehr ins Gewicht, aufgrund der Vielfalt und Diversität der Wünsche, Kommentare und Anregungen. Jetzt, nachdem der Alltag ein gutes Stück zurückerobert hat und die Themen nicht mehr ganz so eindeutig sind, bin ich unsicher und verhalten geworden. Zum einen, weil ich die nicht enden wollenden Diskussionen nicht mehr hören kann und zum anderen, weil ich das Gefühl habe, wenn ich etwas zu sagen habe, soll es auch wichtig sein. Nicht einfach, aber ich versuchs mal…
Analysen von Reaktionen sind allemal spannend. Immer wieder stehen wir vor Rätseln und viele unserer Handlungen basieren auf Vermutungen. Prognosen zu erwartender Besucherzahlen, Umsätze und Reaktionen auf Rezensionen oder auch allgemeine Artikel. Um halbwegs disponieren zu können wäre es nützlich, wenn es verlässliche Vorhersagen gäbe.
Am Wochenende hatte ich Besuch aus München (coronakonform). Ein guter, langjähriger Freund, der sich mit der sich seit Jahren beruflich mit der Abschätzbarkeit verschiedener ökonimischer Aspekte beschäftigt. In "seiner Welt" gibt es klar messbare Indikatoren und eindeutige kausale Zusammenhänge. Wir führen oft lange Gespräche über entsprechende Themen und ich bin ein durchaus aufmerksamer Zuhörer. Am Ende behalte ich immer verschiedene Mechanismen und logische Verknüpfungen im Kopf, in der vagen Hoffnung, Teilaspekte für das Wohl unseres Ladens nutzen zu können. Leider habe ich bis heute trotz vieler Gesprächsabende den Ansatz so gut wie nie gefunden. Dabei ist es nicht so, dass ich seine Erklärungen und Erläuterungen nicht verstehen würde, sondern eher derart, dass ich, so sehr ich mich auch bemühe, nicht in der Lage bin, ausreichend harte Fakten für halbwegs solide Wahrscheinlichkeiten zu finden. Außerdem wirkt es immer wieder so, als ob jedes auch noch so winzige Krümelchen erfolgsversprechender Ideen, wenn überhaupt, nur temporäre Erfolge zeitigt. Auf keinen Fall sehe ich eine langfristige oder gar dauerhaft stabile Grundlage einer verlässlichen Prognose, geschweige denn einer positiven Beeinflussung.
Vielleicht ist unser "System" einfach zu klein, um solchen Gesetzmäßigkeiten zu gehorchen, oder unser eingeschlagener Weg schlicht zu entropisch. Wir können häufig nur im trüben stochern und müssen uns mit verschiedenen Zufallserfolgen abfinden. Zum Großteil ist es wahrscheinlich tatsächlich so, dass alles an unserem Laden zu klein bemessen ist, um mit gängigen Wirtschaftstheorien oder Marketingstrategien arbeiten zu können. Uns fehlt es an Kapital um ernsthafte Strategien mittel oder langfristig planen zu können. Wir haben nicht genug Manpower um all das, was wichtig und sinnvoll wäre auch umzusetzen. Unser Kundenkreis ist einfach zu klein und zu diversifiziert um relevante Zahlen abzuwerfen und die individuellen Wünsche und Ausrichtungen lassen sich nicht in aussagekräftige Gruppen fassen.
Vielleicht ist es aber auch mein eigener Widerwille gegen Schubladen, der mir im Weg steht. Alles in allem bin ich froh und fast ein wenig stolz, dass ihr – unser Kundenkreis – so individuell und "unfassbar" seid. All diese Strategien und Theorien, die für Konzerne gelten und die ein ständiges justieren an Stellschrauben zur Gewinnoptimierung ermöglichen, haben in unserer "kleinen Welt" nichts verloren. Was wir tun ist meist aus dem Bauch heraus gesteuert, individuell und immer flexibel. Dafür eben auch nicht berechen- oder vorhersehbar.
Da werden wir uns wohl damit begnügen müssen und zufrieden sein, dass wir immer noch hier sind. Trotz des allgemeinen Wandels und aktuell vor allem trotz Corona. Was wir anstelle von verlässlichen Zahlen haben, sind verlässliche und treue Kunden, die uns durch die Krise geholfen haben. Am Ende ist es schön, dass wir noch hier sind. Trotzdem hätte ich irgendwie gerne ein Erfolgsrezept, wie wir den Gewöhnungseffekt und die Ermüdungserscheinungen ein wenig aufhalten können. Wird mehr auch mehr gelesen (oder gehört)? Welche Themen interessieren euch wirklich? Sind Klicks auch tatsächlich ein Indiz für Erfolg? Warum schwanken Besucherzahlen so extrem? Warum sind Umsätze so wenig prognostizierbar? Warum erhält der eine FB Beitrag doppelt so viele Likes, wie der vorhergehende?
Welche Theorien HIER auch immer gelten mögen und messbar und belegbar sind, unser Laden ist in einer alternativen Realität oder auf einem fernen Planeten mit anderen Naturgesetzen…
Gleich im ersten Band „Die Königin der Schwarzen Küste“ inszenieren Jean-David Morvan („Sillage“) und Pierre Alary („SinBad“) Howards ultimativen Conan-Meilenstein von 1933 neu – bis heute eine der intensivsten, kraftvollsten und besten Storys des Conan-Mythos und des Genres. Die bittersüße Liebesgeschichte von Conan und der unabhängigen Piratin Bêlit – einer der wenigen starken Frauenfiguren der damaligen Fantasy-Ära – ist gekonnt komprimiert und obendrein herausragend, um nicht zu sagen aufsehenerregend frisch und eigensinnig visualisiert. Ein barbarenstarker Comic, der alte Haudegen begeistert und Neulesern alles gibt, was es für eine gute Conan-Ersterfahrung braucht.
Nachdem der Franzose Robin Recht bereits eine tolle Adaption von Michael Moorcocks Antihelden Elric (ebenfalls bei Splitter) mitverantwortete, wandte er sich Howards Conan zu. In seiner beeindruckenden Comic-Fassung der posthum erschienenen REH-Story „Ymirs Tochter“, einer der bekanntesten Conan-Erzählungen, jagt der Cimmerier in den Bergen der verführerischen Tochter eines göttlichen Riesen nach. Recht entfesselt in seinen imposanten Seitenlayouts und kunstvollen, wuchtigen Bildern den gesamten sexuellen Subtext der Vorlage. Seine Seiten muss man einfach gesehen haben. Neben einem weiteren kenntnisreichen Artikel über das Original rundet ein Vorwort von Altmeister Moorcock dieses Album perfekt ab.
Seien wir ehrlich: Conan-Comics sind ‚traditionell’ nicht gerade das Revier weiblicher Comic-Macher – Becky Cloonan war vor einigen Jahren die große Ausnahme. Nun tritt die französische Künstlerin Virginie Augustin („Alim der Gerber“) hervor. Sie setzt Howards „Schatten im Mondlicht“ optisch stark um – und findet eine zeitgemäße Balance, was die einerseits klassische, andererseits ironische Darstellung angeht. Etwa wenn Augustin nicht allein die Vorzüge der entflohenen Sklavin Olivia zeigt, sondern ebenso Muskelpaket Conan beim Baden ein paar erotische Einstellungen spendiert. Eine famose moderne Annäherung an den betagten Stoff und seine gelegentlich angestaubten Rollenbilder.
„Aus den Katakomben“ stellt ein weiteres Glanzstück dar. Régis Hautiere („Aquablue – New Era“), Olivier Vatine („Die lebende Tote“) und Didier Cassegrain („Schwarze Seerosen“) adaptieren die ungebrochen faszinierende Story von 1936 in interessanten Bildern, erwecken REHs Erzählung über Conan und die Söldnerin Valeria zu pulsierendem Leben. Valeria war für damalige Verhältnisse eine weitere taffe Protagonistin, „Aus den Katakomben“ überdies eine Konzept-Geschichte, in der es Howard einmal mehr um den Niedergang der Hochkultur und die Überlegenheit der Barbarei ging. Hautiere, Vatine und Cassegrain wählen zudem ein Ende, das heutige Leserinnen nicht mit den Augen rollen lässt.
Leonie Swann
Hans Jürgen Kugler & René Moreau (Hrsg.)
Marc Cameron
Kir Bulytschow
Jiro Taniguchi & Kan Furuyama
Thomas Mullen
Neil Gaiman
ine
der wirklich brennenden Fragen war: Wie geht es mit den US Importen weiter? Diamond hatte ja die komplette Lieferkette unterbrochen und auch im eigenen Land gab es entsprechend eine Neuheiten Pause für einen Monat. Stichtag für die Wiederaufnahme war der 20.Mai. Natürlich blieb bei uns die bange Frage, wie läuft es mit dem Export, mit der Luftfracht und mit dem Zoll?
DC
uf jeden Fal
l ein Anfang. Wie ich finde ein guter, denn es hakelt nach wie vor bei fast allen Auslieferungen. Mal gehen Pakete verloren, mal sind Lieferungen über mehrere Tage aufgeteilt und manchmal kommen sogar (wie heute) leere Pakete (bis auf gratis Leseproben), die laut Rechnung die Neuheitenlieferung von KNAUR Taschenbüchern beinhalten sollte(!) Deswegen freuen wir uns bei all dem Chaos sehr, dass ein Anfang gemacht ist. Dass der zwar reduzierte Inhalt aber komplett und rechtzeitig eingetroffen ist. Weiter so!
Andreas Eschbach

Stephen King
Philip Krömer
Die zwei Versprechen vom Donnerstag (ja, ich weiß, ich hatte Mittwoch angefangen zu schreiben…) sind eingehalten. 
Ihr könnt mir gratulieren. Ich habe das „missing link“ gefunden!
Im englischen Original ist die von 1957 bis 1999 von White ganz alleine geschriebene Serie als „Sector General“ bekannt, nach dem Titel der ersten Geschichte, die damals im englischen Magazin New Worlds erschien.
Bänden gesammelten Kurzgeschichten und Romanen um den Chefarzt Dr. Peter Conway, die Krankenschwestern Murchison und Naydrad, den empathischen (wenngleich spinnenähnlichen) Dr. Prilicla und ihrer gemeinsamen „Nemesis“, dem Chefpsychologen Dr. O’Mara, die immer wieder aufs Neue vor der Herausforderung stehen, exotische Aliens von noch exotischeren Krankheiten zu heilen.
In Deutschland gab es seit 1965 immer wieder (zumeist nur kurzlebige) Versuche, die „Weltraum-Mediziner“ auf Station zu schicken. Nach Moewig, Pabel und Ullstein nahm dann Wolfgang Jeschke vom Heyne Verlag die Sache in die Hand und veröffentlichte zwischen 1993 und 1997 die bis dahin erschienenen Bände Eins bis Neun in der (teilweisen Neu-)Übersetzung von Kalla Wefel. In White Todesjahr 1999 folgte dann noch DIE LETZTE DIAGNOSE (die Bände 11 und 12 kann man bisher nur auf Englisch lesen). Als Besonderheit der Deutschen Ausgabe ist Anzumerken, dass die zehn Titelbilder, gemalt von Boros Zoltan und Szikszai Gabor, aneinandergelegt ein großartiges Panoramabild ergeben.
Panini Auslieferung KW 20
Altraverse Nachlieferung KW 20
Blake Crouch
Hans Frey
Wertschätzung
Bedienung
Wirkung
Stephen King

Stephen King
Benjamin Whitmer
Niklas Maak
Am Montag ist es wieder einmal an der Zeit für eine kleine Zwischenmeldung. Einen Statusbericht sozusagen. Nach den 40 Tagen des geschlossenen Ladens haben wir jetzt seit einer Woche wieder geöffnet. Was hat sich geändert? Wie steht es mit der Kundenfrequenz? Entstehen Wartezeiten? Diese und viele weitere Fragen können wir nach dieser ersten Woche zumindest teilweise beantworten.
Marina Lostetter