Meine wirklich schönen Bücher 2023
von Gerd am 30. Oktober 2023
Quendel Trilogie
von Caroline Ronnefeldt
Ueberreuter Verlag, Oktober 2018
ISBN 9783764170776
22,00 €
Ich habe das letzte Woche schon angedeutet. Die schönen Bücher, die man sich manchmal aufspart, die man manches mal zufällig findet, die Überraschungen oder eben die Werke, auf die man sehnlich gewartet hat.
Eigentlich hatte ich all diese Bücher bereits erwähnt, teilweise sogar bereits rezensiert. Trotzdem sind ssie es mir wert, nochmal einen übergreifenden Beitrag zu schreiben, der all diese Bücher einschließt. Jedes ist besonders und jedes ist eine besondere Empfehlung. Alle haben sie es gemeinsam, dass allein die Sprache sie bereits lesenswert macht. Über "Die Insel der 1000 Leuchttürme" hatte ich erst geschrieben, aber natürlich gehört auch Walter Moers zu genau diesen Autoren, die mit Worten zaubern können. Aiki Mira mit "Neurobiest"war erst vorletzte Woche dran, aber da ich sie dann nocheinmal auf dem BuCon hören durfte, muss ich auch ihre Wortvirtuosität noch einmal in den Vordergrund stellen. Tja und über die "Quendel Trilogie" von Caroline Ronnefeldt habe ich auch schon einen Artikel geschrieben. Da habe ich bereits erwähnt, wie brillant ich die bewusst etwas antiquierte Sprache, die phantastischen Beschreibungen und den ruhigen, sich oft in Andeutungen genügenden Aufbau empfinde. Und ich hatte eigentlich auch geschrieben, dass Band 2 und 3 ganz oben auf dem Lesestapel liegen. Es kam anders und auch diese beiden Bücher waren jetzt in genau dieser Reihe wunderbaren Lesevergnügens dabei. Caroline Ronnefeldt bleibt ihrem Stil und ihrer Qualität treu und jeder weitere Roman scheint den vorigen an Güte noch überflügeln zu wollen. Ein unglaubliches Vergnügen und eine echte Bereicherung für alle, die Freude an schönen Büchern haben. Mit solchen Büchern bekommt man wieder so richtig Lust, zu schwelgen und zu schmökern. Die perfekten Begleiter für eine Kanne Tee, wenn die Tage kürzer werden und draußen der Herbstwind bläst.
Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit
von Natasha Pulley
Klett Cotta, 2022
ISBN 9783608986365
25,00 €
Jetzt zeichnet all die vorgenannten Bücher aus, dass sie aus der Feder deutschsprachiger Autorinnen und Autoren stammen. Da kommt dann gar nicht erst eine Debatte auf, ob man die Werke vielleicht im Original lesen sollte. Aber es gibt ja auch immer wieder Romane, die in deutscher Übersetzung vorliegen und sprachlich derart gefühlvoll übertragen sind, dass ich gar nicht auf die Idee komme, mich am Original zu versuchen. Einer der Verlage, die immer wieder durch herausragende Übersetzungen glänzen, ist Klett Cotta mit der Hobbit Presse. Und genau da sind auch die Bücher einer gewissen Natasha Pulley erschienen. Allesamt von Jochen Schwarzer übersetzt und jedes auf seine Weise wunderschön. Über den "Uhrmacher aus der Filigree Street", den wir auch im aktuellen Roman "Die verlorene Zukunft von Pepperharrow" wiedertreffen habe ich im Laden viel geredet und das Buch immer wieder empfohlen. Jetzt hatte ich als letztes in dieser Reihe besonders schöner Bücher auch noch den zweiten Band der Autorin im Gepäck. Und tatsächlich war auch "Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit" wieder ein Volltreffer. Eine zart erzählte und langsam und kostbar aufgebaute Geschichte. Selbst im Moment, da die Leserin oder der Leser bereits erkannt hat, was geschehen ist oder sogar geschehen wird, nimmt sich die Autorin alle Zeit der Welt und entfaltet den Fortgang sanft und in aller Ruhe. Ohne dass irgend etwas in die Länge gezogen oder aufgeplustert wirkt, sondern einfach nur stimmig und mit bedacht serviert.
Wenn jetzt irgendwer nach Inhalten fragt, kann ich nur antworten, das waren keine Rezensionen, sondern nur Vorschläge zu lesen, was ein gutes Gefühl hinterlässt. Bücher zum genießen, für Herbst und Winter. Kein Anspruch auf Vollständigkeit und teilweise nicht einmal aktuell. Zufällig war das die Liste, die ich selbst eben jetzt gelesen habe.
Quendel Trilogie
von Caroline Ronnefeldt
Ueberreuter Verlag, Oktober 2018
ISBN 9783764170776
22,00 €
Ich habe das letzte Woche schon angedeutet. Die schönen Bücher, die man sich manchmal aufspart, die man manches mal zufällig findet, die Überraschungen oder eben die Werke, auf die man sehnlich gewartet hat.
Eigentlich hatte ich all diese Bücher bereits erwähnt, teilweise sogar bereits rezensiert. Trotzdem sind ssie es mir wert, nochmal einen übergreifenden Beitrag zu schreiben, der all diese Bücher einschließt. Jedes ist besonders und jedes ist eine besondere Empfehlung. Alle haben sie es gemeinsam, …den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Bücher , deutschsprachige Autoren , Fantasy , Gerds Lesestapel , Science Fiction

Der BuCon* war auch in diesem Jahr wieder eine große Freude und ein Füllhorn der Inspiration. Schon meine Vorfreude war allein dadurch nochmal gesteigert, dass Bernie relativ desillusioniert von seinem Buchmesse-Tripp am Mittwoch zurückgekehrt war. Auch wenn das Konzept des BuCon die großen Verlage nicht einschließt und auch räumlich gar nicht stemmen könnte, trifft sich an besagtem Samstag während der Buchmesse, in Dreieich unweit von Frankfurt, doch (fast) alles, was Rang und Namen in der deutschsprachigen Phantastik hat.
Kleine Geschichte: Der BuCon wurde Mitte der 80er Jahre ins Leben gerufen um eine Plattform für Phantastik-Begeisterte und Phantastik-Schaffende zu bilden. Als thematische Ergänzung oder Erweiterung zur damals noch sehr konservativen Ausrichtung der Buchmesse. Seit 2000 findet die Veranstaltung in Dreieich statt und die Räume der Bürgerhäuser sind regelmäßig prall gefüllt und gut besucht. Neben den mehr als 50 Ausstellern geht die Hauptanziehungskraft von den zahlreichen Veranstaltungen aus. Lesungen, Podiumsdiskussionen, Vorträge und Preisverleihungen.
Der BuCon ist weniger ein Messeveranstaltung, als einfach ein Treffen Gleichgesinnter. All die Autorinnen und Autoren, Verlegerinnen und Verleger, Künstlerinnen und Künstler live vor Ort zu treffen macht einfach gute Laune und schmeichelt der eigenen Fanseele. Für mich eine echte Energietankstelle. Die Stimmung, die Leute und das ganze Drumherum beflügeln und befriedigen den Fanboy in mir. Auch wenn ich mir vielleicht noch mehr Akzeptanz und Mitwirken seitens der großen und mittleren Verlage wünschen würde, um den Stellenwert der Veranstaltung und des Genres weiter anzuheben, ist die Veranstaltung so wie sie ist schon eines der Highlights meines buchhändlerischen Jahres. Und Platz wäre in den aktuellen Räumen eh nicht mehr.
Jetzt zurück, voller Eindrücke und toller Ideen kann ich euch nur, wie jedes Jahr anraten, beim nächsten BuCon dabei zu sein. Danke an die Orga und an all die Künstlerinnen, Teilnehmer, Verlegerinnen und Autoren. Es war wieder eine Freude…
Neurobiest
Christian Kellermann
End of Men
Cheon Seon-Ran
Hans Jürgen Kugler & René Moreau (Hrsg.)
Hans Frey
T. S. Orgel
Arno Schmidt
Donna Barba Higuera
Noah schläft: Die Rückkehr der Arche
Roger Zelazny
Jerome Tuccille
Andreas Eschbach
Franzi Kopka
Horst schreibt viele Rezis für unsere Seite und trägt damit zur Vielfalt und Diversität bei. Wie jeder unserer Autoren hat er einen ganz eigenen und subjektiven Blick auf die Szene. Dieser einzigartige Blickwinkel steht ab und an ein wenig außerhalb meines eigenen Horizontes. Ich selbst bin natürlich außer Fanboy auch noch Verkäufer und Ladeninhaber. Deswegen gibt es ab und an auch Bücher, die mir weniger munden, weil Beispielsweise die Konditionen sehr schlecht sind, das Werk nicht mehr lieferbar oder im niedergelassenen Buchhandel nicht zu bestellen ist. Ich habe "Atlas Shrugged" in der letzten lieferbaren Version gelesen und erkenne den Stellenwert dieses Werkes an, auch wenn ich selbst eine komplett andere Perspektive habe. Man muss das Werk sicherlich im Kontext des Zeitgeschehens betrachten und die Vorgeschichte der Autorin in die Rezeption einbeziehen. Dass es bis heute vor allem in den Staaten zu den Standartwerken gezählt wird ist mir völlig unverständlich.
Ayn Rand
DO NOT EAT! – Wie ein T-Shirt mich vor Aliens bewahrte
Lisa Jenny Krieg
Cixin Liu
Ursula K. Le Guin
Charles Platt
…komme ich zum ersten mal etwas eher dazu, die Bilder des Tages und meinen kleinen Text online zu stellen. Der heutige Tag war ein kleines Bisschen Athemholen. Nicht, weil nichts aufregendes passiert wäre, sondern weil unser Programm am Vorabend des letzten Tages einfach zeitlich etwas kompakter angelegt war, als in den vergangenen Tagen.

Tade Thompson
Paul Scheerbart
Judith und Christian Vogt
Arno Schmidt
Julius von Voss
Bernhard Kellermann
Hardy Kettlitz & Melanie Wylutzki (Hrsg.)
Erika, Swyler
Eschbach, Andreas
GRM – Brainfuck
RCE – #RemoteCodeExecution
Heribert Kurth
Aiki Mira
Neil Gaiman
Theresa Hannig
Cixin Liu
Cixin Liu
Brian W. Aldiss
Fritz Heidorn & Kim Stanley Robinson
Pierce Brown
von Frank Herbert, Brian Herbert, Kevin J Anderson (Text)
Frank Herbert
Kai-Fu Lee & Quifan Chen