Amål ganz direkt gefråchd
von Gerd am 30. Mai 2012 5 Kommentare
Ich wäss manchsmal echd ned so genau, warümm mir den gånze Aufwand bedreib du. Mir schreim uns die Finger wund, zabbeln uns n Årsch ab un dann gibds bei denne meisde Ardigel fast kee oder går kee Kommendåre. Habds ihr eichendlich a nur im geringsde a Åhnung, was dere ganze Dreck füran Aufwand mechd? Wieviel Schdunde mir Åmnds noch ned wirklich dahämm sin, sondern üwerlech un schreib un mach du? Ich glebbs ned. Raus midder Schbråch! Gebds uns a gscheids Fiedbäck un mir sinn zufriede. Wenn mir ånner, wo kwasi im Exil leb dud, im Schwobeländle, ålleweil amål sachd, dass mei fränggische Glosse auf unner Seid a echde Freud is, nacherd is des scho widder Schbrid für a bår Killomeder, kwasi zum aufraff, widder was zun schreim. Was ich eichendlich såch will, is, dass mir nur wachs könn, mid euch zusamme. Schreibds Kommendåre, machds Vorschläch un helfds mid! Wär doch gelachd, wemmer ned a glenns Bollwerch geche die ållgegewärdiche global Bläiers daschdell könnd. rechionål hald.
Ich wäss manchsmal echd ned so genau, warümm mir den gånze Aufwand bedreib du. Mir schreim uns die Finger wund, zabbeln uns n Årsch ab un dann gibds bei denne meisde Ardigel fast kee oder går kee Kommendåre. Habds ihr eichendlich a nur im geringsde a Åhnung, was dere ganze Dreck füran Aufwand mechd? Wieviel Schdunde mir Åmnds noch ned wirklich dahämm sin, sondern üwerlech un schreib un mach du? Ich glebbs ned. Raus midder Schbråch! Gebds uns a gscheids Fiedbäck un mir sinn zufriede. den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Vom Låden und vom Leben
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Trari Trara die Tüte die ist da!
von Gerd am 30. Mai 2012 12 Kommentare
Nach langer Zeit gibt es mal wieder eine echte Hermkes Romanboutique Tüte! Okay, ich weiß, ihr liebt unsere coolen bunten Tüten eh schon, aber diesmal gibt es was ganz Besonderes! Panini hat uns ein Angebot gemacht, das wir nicht abschlagen konnten (bitte italienisch und rauh aussprechen ;-)). Zum Relaunch des DC Universums gibt es ein gewaltiges Werbebudget unter anderem für einen Kinotrailer, Printwerbung und eben Plastiktüten! Der Deal ist, eine Seite DC Relaunch mit Jim Lee’s JLA Beitrag zu "New 52", die andere wir. 
Coole Sache. Da kommt dann wieder einer von den Locals ins Spiel: KriKras geniale Figur aus ToDE! Gesagt getan, mit Christian zusammen den Entwurf für die Tüte fertig gemacht. 1001 Mails hin und her 😉 viele Ideen und am Ende ein cooles Ergebnis. Dann hat noch Christian Endres ein bisschen helfen müssen, weil natürlich in allerletzter Sekunde dann doch noch eine Kleinigkeit nachgebessert werden musste und ich gerade im Urlaub war. Danke an Christian & Christian. Ohne euch wäre die Welt einfach ein bisschen weniger schön!
Also, ab in Hermkes Romanboutique und die coole neue Tüte vollgemacht!
Nach langer Zeit gibt es mal wieder eine echte Hermkes Romanboutique Tüte! Okay, ich weiß, ihr liebt unsere coolen bunten Tüten eh schon, aber diesmal gibt es was ganz Besonderes! Panini hat uns ein Angebot gemacht, das wir nicht abschlagen konnten (bitte italienisch und rauh aussprechen ;-)). Zum Relaunch des DC Universums gibt es ein gewaltiges Werbebudget unter anderem für einen Kinotrailer, Printwerbung und eben Plastiktüten! Der Deal ist, eine Seite DC Relaunch mit Jim Lee’s JLA Beitrag zu "New 52", den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Bücher , Comics , in eigener Sache , Local Heroes , Spiele
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Starters & Enders
von Gerd am 29. Mai 2012
Unsere Welt in naher Zukunft. Die Menschheit hat medizinische Fortschritte bei der Verlängerung der Lebensspanne gemacht. Kybernetische Implantate erleichtern das Leben in vielerlei Art und Weise. Eigentlich könnte es allen gut gehen, doch in Wirklichkeit hat sich nichts geändert. Geld und Macht kauft Lebenszeit – Terror und Krieg überzieht fast den gesamten Globus. Zwischen Staaten, zwischen Ideologien und zwischen Machtblöcken. Die Vereinigten Staaten sind wie immer mittendrin und vorne dabei, im internationalen Reigen um Macht, Vorherrschaft und Geld…
Und dann wird der Krieg wirklich schmutzig. Biologische Kampfstoffe werden eingesetzt. Sporen, die die gesamte Bevölkerung auszulöschen drohen – wer die Waffe eingesetzt hat, wird gar nicht wirklich klar – die Folgen sind von biblischem Ausmaß. In fiebernder Eile wird ein Impfstoff entwickelt und sofort eingesetzt. Zuerst bei den beiden Gruppen erhöhten Risikos, den Jungen und den Alten. Und dann ist es zu spät. In Nordamerika sterben nahezu alle, die den Impfstoff nicht rechtzeitig erhalten haben. Eigentlich alle zwischen 20 und 60, außer ein paar Reichen und Mächtigen…
Kurze Zeit später steht Amerika isoliert da. Die anderen Staaten haben eine absolute Quarantäne verhängt, sogar Mexico verwandelt die Grenze in einen Todesstreifen. Im Inneren der USA entwickelt sich ein vielschichtiges Appartheitssystem. Reich gegen Arm und perverserweise Alt gegen Jung. Die Reichen Ender, so die Bezeichnung für die Überlebenden ab 60 (in Teilen sogar weit über 100 Jahre), und die wenigen Starter (Jugendlichen), die noch Verwandschaft haben, führen ein Leben in Luxus, während die Starter ohne Vormund zu einem Leben auf der Straße oder im Ghetto verdammt sind. Die ganze Entwicklung geht rasend schnell und bereits wenige Jahre nach der Katastrophe hat sich ein an ein Südafrika der Appartheitszeit erinnerndes System etabliert.
Lissa Price beschreibt im in sich abgeschlossenen ersten Band ihrer Near Future Serie "Starters" den verzweifelten Kampf der jungen Waisen Callie. Callie schlägt sich auf der Straße durch. jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben, stets auf der Flucht vor den Marshalls, die Jagd auf Minderjährige ohne erwachsene Angehörige machen, um sie in sogenannte Waisenhäuser zu bringen, Institutionen zweifelhaften Rufes, in denen psychische Folter und Zwangsarbeit an der Tagesordnung sind. Auf der Suche nach einem Ausweg unterschreibt Callie bei einer Bodybank und verkauft ihren Körper als eine Art Wirt auf Zeit für reiche Ender, die auf diese Art Aktivurlaube buchen. Der Albtraum beginnt…
"Starters" ist ein spannendes Jugendbuch, das viele brisante Themen in ein SF-Szenario packt. Trotz einiger Abstriche wegen der Zielgruppe, hat mich die innere Logik größtenteils überzeugt und vor allem die vielschichtige soziale Kritik als Anstoß für ein jugendliches Publikum wirklich begeistert. Die Geschichte ist packend und spannend und kommt am Ende des ersten Bandes zu einem eindeutigen Ende des ersten Handlungsbogens. Ich habe mich wirklich begeistern können und erwarte voll Spannung die bald erscheinende Fortsetzung (Bereits Ende des Jahres angekündigt). Wenn Lissa Price im zweiten Band noch ein paar Lücken füllt, könnte das Ganze ein wirklich genialer Wurf werden. Aber auch schon der – noch ein klein wenig unrunde – erste Teil bekommt von mir ein echtes "Empfehlenswert", vor allem für jüngere Leser ab 16.
Unsere Welt in naher Zukunft. Die Menschheit hat medizinische Fortschritte bei der Verlängerung der Lebensspanne gemacht. Kybernetische Implantate erleichtern das Leben in vielerlei Art und Weise. Eigentlich könnte es allen gut gehen, doch in Wirklichkeit hat sich nichts geändert. Geld und Macht kauft Lebenszeit – Terror und Krieg überzieht fast den gesamten Globus. Zwischen Staaten, zwischen Ideologien und zwischen Machtblöcken. Die Vereinigten Staaten sind wie immer mittendrin und vorne dabei, im internationalen Reigen um Macht, Vorherrschaft und Geld…
Und dann wird der Krieg wirklich schmutzig. den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Bücher , Science Fiction
Meefischli auf griechisch
von Gerd am 24. Mai 2012
Eigentlich alle unsere Ansichten und Meinungen basieren auf persönlichen Erlebnissen, spiegeln subjektive Erinnerungen und vermischen somit Erfahrung und aktuelle Realität. Grund genug, diesen Artikel mit einer Geschichte zu beginnen.
Ostkreta im Frühsommer, sengende Hitze, karge Landschaft. Nach einer mehr als abenteuerlichen Fahrt über fragwürdige Straßen stehen zwei Touristen irgendwo im Nirgendwo. Laut Rother Wanderführer der offizielle Beginn des Wanderweges durch die Schlucht der Toten. Durch Wälder blühenden Oleanders geht es über Stunden durch die unwirkliche Schlucht mit den dunklen Höhlen und Nischen, in denen vor fast 5.000 Jahren die Toten bestattet wurden. Trotz des Schattens, den die fast 300 Meter hohen, senkrechten Felswände spenden, ist es glühend heiß. Biegung um Biegung windet sich der steinige Weg durch die unwirkliche Landschaft. Nach Stunden kraftzehrenden Abstieges, nach dem hundertsten Geröllfeld, öffnet sich, nach einem kurzen, heftigen Aufstieg, endlich der Blick auf eine wunderschöne kleine Bucht mit türkisfarbenem Wasser und blühenden Tamarisken am Strand. Ein kleines Fischerrestaurant lockt die beiden ausgedörrten Wanderer mit kühlem Wein und leckerem Meeresgetier. Mit Händen und Füßen bestellt man schließlich zwei Portionen Gavros und, oh Überraschung, diese entpuppen sich als sehr leckere, den fränkischen Meefischli ähnliche, frittierte Sardinen. Genial einfach und lecker. Ein perfekter Abschluß.
Wenn man bei uns zum Griechen geht, erwartet man in erster Linie viel – und viel Fleisch – und Ouzo vorneweg und hinterher. Die griechische Küche hat in Deutschland schon so lange Tradition, dass es eigentlich keine griechische Küche mehr gibt, sondern so eine Art deutsche griechische Küche. Knoblauchkartoffeln – Souvlaki – Tsatsiki – Tintenfischringe… Sehr stereotyp und meistens eher wenig bekömmlich. Vor allem abends eigentlich nur mithilfe des abschließenden Ouzo oder Metaxa verdaulich.
Umso mehr freue ich mich, dass ich bei meinem Griechen in der Nachbarschaft einige ganz andere Gerichte gefunden habe. Mit Gemüse gekochte "Griechische Kartoffeln" anstatt der üblichen frittierten, Kriteraki – Reisnudeln mit Käse und Fleisch – und eben auch jene leckeren kleinen Meeresfische als Vorspeise. Alex, der Wirt, nennt sie manchmal spaßeshalber selbst Meefischli. Wenn wir hier ausnahmsweise einen lauen Abend haben, gibt es eigentlich nichts schöneres, als auf seiner Terasse zu sitzen, ein leckeres, leichtes Abendgericht zu sich zu nehmen und dazu einen kühlen Retsina-Rose. Ein kleines bisschen Urlaub unter der Woche. Ich liebe dieses kleine griechische Restaurant Ecke Zeppelin- Gegenbauerstraße. Im Moment ist da zwar um die Terasse herum eine recht griechische Baustelle (wird schön, dauert aber ;-)), trotzdem sitzt es sich gut unter den alten Linden im Restaurant Olympia.
Restaurant Olympia
Gegenbauerstraße 25
97074 Würzburg
0931 71856
Eigentlich alle unsere Ansichten und Meinungen basieren auf persönlichen Erlebnissen, spiegeln subjektive Erinnerungen und vermischen somit Erfahrung und aktuelle Realität. Grund genug, diesen Artikel mit einer Geschichte zu beginnen.
Ostkreta im Frühsommer, sengende Hitze, karge Landschaft. Nach einer mehr als abenteuerlichen Fahrt über fragwürdige Straßen stehen zwei Touristen irgendwo im Nirgendwo. Laut Rother Wanderführer der offizielle Beginn des Wanderweges durch die Schlucht der Toten. Durch Wälder blühenden Oleanders geht es über Stunden durch die unwirkliche Schlucht mit den dunklen Höhlen und Nischen, den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Gastronomie , Think Local
Virtueller FilmClub
von Gerd am 23. Mai 2012 1 Kommentar
Ich habe es in meinem letzten KinoKino Artikel bereits erwähnt, dass es im Central Programmkino ab Mai den "Virtuellen FilmClub" gibt. Das ganze versteht sich als eine Art Wunschkonzert für Genre-Filme. Der Ablauf ist so, dass einerseits Filme vorgeschlagen werden können und andererseits über diese (vorausgesetzt Verfügbarkeit) abgestimmt werden kann. Dabei soll das Spektrum von Fantasy über Trash nach Horror, Nostalgie oder völlig anderem gehen. Alle Vorschläge sind möglich.
Bis jetzt sind zwei Termine fest geplant:
26. Mai (also Pfingstsamstag) mit einem Fantasy Double Feature "Der 13. Krieger" und der Kultfilm "The Gamers"
30. Juni als Cthulhu Special (was auch immer damit gemeint ist, soviele H.P. Lovecraft verfilmungen kenne ich nicht – lass dir überraschen!)
…und dann in Zukunft jeden letzten Samstag im Monat. Hört sich gut an, wir werden sehen, wie stark das Interesse ist. Im Cineworld gab es vor Jahren mal eine ähnliche Reihe. "Kultnacht" hieß das. Waren wirklich richtig geile Streifen zu sehen. Ich hab keinen verpasst. (unter anderem "Blade Runner" mal wieder auf der großen Leinwand!) Leider war das Interesse nach einer Weile derart rückläufig, dass das Projekt eingestell worden ist. Vielleicht klappt es ja jetzt im Central. Aber auch hier sind die Mädels und Jungs auf euch (uns?) angewiesen. Je mehr Leute Interesse zeigen, sowohl bei den Vorschlägen, als dann auch an der Kasse ;-), desto größer ist die Chance, dass das ganze auch eine Weile funktioniert.
Ich habe es in meinem letzten KinoKino Artikel bereits erwähnt, dass es im Central Programmkino ab Mai den "Virtuellen FilmClub" gibt. Das ganze versteht sich als eine Art Wunschkonzert für Genre-Filme. Der Ablauf ist so, dass einerseits Filme vorgeschlagen werden können und andererseits über diese (vorausgesetzt Verfügbarkeit) abgestimmt werden kann. Dabei soll das Spektrum von Fantasy über Trash nach Horror, Nostalgie oder völlig anderem gehen. Alle Vorschläge sind möglich.
Bis jetzt sind zwei Termine fest geplant:
- Kategorien: Kino
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Krauskunst – Superhelden im Zeichen der Marienfeste
von Gerd am 23. Mai 2012
Komische Vögel gibts überall. Bei uns im Laden mehr als anderswo. Gefühlt jedenfalls. Paradiesvögel gibt es deutlich weniger. Bei uns im Laden aber auch mehr als anderswo. Mehr als gefühlt. Matthias Kraus ist ein solcher Paradiesvogel. Nicht von außen sichtbar, aber mit wenigen Worten ins Licht rückbar.
Wenn ein Kunde, besser noch Neukunde, in den Laden kommt und erzählt, dass er Comics zeichnet oder Romane schreibt, sind wir erstmal skeptisch. Zuviel Fanart haben wir uns in all den Jahren ansehen müssen, zuviel Skripte haben wir lesen müssen. Andererseits ist es ja so, dass wir in Würzburg eine sehr aktive Gemeinde von Produktiven aus der Szene vereint habe. Unser provinzielles Mainfranken beherbergt Illustratoren, Autoren und Zeichner von internationalem Ruf, ein ganzes Heer nicht minder aktiver Redakteure, freier Rezensenten, Verleger usw. Es gibt regelmäßige Treffen und ein recht gut funktionierendes Netzwerk. Trotzdem bleibt die erste Skepsis. Auch als Matthias Kraus zum ersten Mal im Laden aufgetaucht ist. "Hallo, ich wohne jetzt bei euch in der Nachbarschaft, war vorher in Berlin… und ich zeichne Comics… und ich würde auch gerne mal was vorbeibringen… ich habe da gerade so ein Projekt mit Würzburg und Superhelden…" Hmm, okay, dann brings halt mal vorbei… (wenns fürchterlich ist, muss ich halt sehen, dass ich dich so schnell wie möglich abwimmeln kann…)
Dauert nicht lange, hat ja gesagt, dass er um die Ecke wohnt, da steht der Typ wieder im Laden. Mit ner Riesenmappe. "Hmm, ich hab das so Sprayart mäßig gemacht. Ne kleine Mappe. Ich habe versucht eindeutig identifizierbare Würzburger Wahrzeichen mit einzubauen…" Und dann zeigt er mir die Mappe, und ich finde es wirklich abgefahren. Kein Comicstyle, sondern wirklich Spray-Art. Schablonen-Spray-Art, in kleiner Auflage reproduzierbar, als Portfolio. Superhelden in holzschnittartiger Grobheit eines "Dark Knight" und einfach passend…
Wir reden dann noch lange miteinander. Es kommt die Idee für eine Postkartenserie, ich will mehr von seiner Arbeit sehen, der aktuellen, und er zeigt mir seine Webseite. Abgefahrene Bilder und Installationen, wie ich sie sonst eher aus Frankreich kenne, wo der Begriff Kunst fest mit Comics verbunden ist. Keine Comics… da würde ich aber auch gerne noch was sehen. Seither haben wir uns noch öfter getroffen und ich habe eine ganze Menge gesehen. Für den typischen Comiczeichner halte ich ihn nicht, dafür wirkt sein Umgang mit sequentieller Kunst zu selten ausgeübt. Seine Cartoons finde ich wirklich witzig. Seine comichaften Einzelbilder und Bildfolgen wirken, wenn man differenzieren möchte, eher wie comicnahe Kunst, weniger wie künstlerische Comics. Der spielerisch-comichafte Eindruck seiner Bilder und Objekte ist für mich die ganz große Nummer. Richtig beeindruckend.
Bei uns in der Galerie hab ich noch den comichaften Zyklus "Das Ende der Zurückhaltung" hochgeladen. Außerdem ein paar Cartoons mit dem Titel "Alpenquerelen" (Sehr geil!). Wer also interessiert ist, kann sich an dieser Stelle noch mehr Kostproben von Matthias Kraus und seiner Krauskunst ansehen.
Komische Vögel gibts überall. Bei uns im Laden mehr als anderswo. Gefühlt jedenfalls. Paradiesvögel gibt es deutlich weniger. Bei uns im Laden aber auch mehr als anderswo. Mehr als gefühlt. Matthias Kraus ist ein solcher Paradiesvogel. Nicht von außen sichtbar, aber mit wenigen Worten ins Licht rückbar.
Wenn ein Kunde, besser noch Neukunde, in den Laden kommt und erzählt, dass er Comics zeichnet oder Romane schreibt, sind wir erstmal skeptisch. Zuviel Fanart haben wir uns in all den Jahren ansehen müssen, den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Comics , dt. Comics , Kultur , Local Heroes , US Comics
Der König 1989 und 2012
von Gerd am 22. Mai 2012
Samstag war ChampionsLeague Finale. Gefühlt der erste warme Abend an einem Wochenende in diesem Jahr, diverse Konzerte und andere Veranstaltungen. Trotzdem hat sich ein Häufchen Fans aufgemacht ins Central Programmkino um den König zu sehen. Erst die Doku "König des Comics" über Ralf, auf Film gebannt von Rosa von Praunheim, dann eine Lesung ihrer comiclichen Majestät selbst. Eingesprochen zu einer Slideshow auf der Kinoleinwand… Comic Live… und es funktioniert tatsächlich.
Anschließend hatte Ralf tatsächlich noch Zeit und Energie jeden Wunsch für signierte Comics und Zeichnungen zu erfüllen. Ein paar Impressionen findet ihr in der Gallerie. Besonders nett finde ich den Vergleich Ralf König 1989 (da war er bei uns im Laden zu Gast und noch bei weitem nicht so bekannt) und 2012…
Schöne Veranstaltung,
Danke Ralf
Samstag war ChampionsLeague Finale. Gefühlt der erste warme Abend an einem Wochenende in diesem Jahr, diverse Konzerte und andere Veranstaltungen. Trotzdem hat sich ein Häufchen Fans aufgemacht ins Central Programmkino um den König zu sehen. Erst die Doku "König des Comics" über Ralf, auf Film gebannt von Rosa von Praunheim, dann eine Lesung ihrer comiclichen Majestät selbst. Eingesprochen zu einer Slideshow auf der Kinoleinwand… Comic Live… und es funktioniert tatsächlich.
Anschließend hatte Ralf tatsächlich noch Zeit und Energie jeden Wunsch für signierte Comics und Zeichnungen zu erfüllen. den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Comics , dt. Comics , Hall of Fame , Veranstaltungen
Hell
von Gerd am 22. Mai 2012 2 Kommentare
Kennt ihr das, wenn alle möglichen Leute mit Engelszungen auf euch einreden, ihr aber, aus irgendwelchen später nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen, die Empfehlung übergeht, sei es aus Zeitmangel oder aus unerklärlichem Desinteresse? Und dann kommt irgendwann der Moment, in dem ihr genau darüber wieder stolpert und es ist ein Wow-Effekt.
Ging mir jetzt so mit der Deutsch-Schweizer-Coproduktion Hell. September 2011 war der Film in den Kinos. Dummerweise hab ich ihn damals wirklich verpasst, obwohl ich von berufener Seite mehrfach darauf hingewiesen wurde. Fehler, großer Fehler. Gestern habe ich den Film auf DVD gesehen – und war begeistert. Unfassbar. Es gibt tatsächlich noch Filme, die mit wenig finanziellem Aufwand einfach perfekt sind. Endzeit-SF mit Low Budget, aber genialer Regie, beeindruckenden Schauspielern, sauguter Kameraführung und Schnitt. Einfach beeindruckend gut und beängstigend real. Alles, was ein guter Endzeitfilm braucht. Vor allem Hannah Herzsprung und Stipe Erceg spielen derart überzeugend in dieser kaputten, verrohten Zukunft, dass sich bei mir mehrmals die Hährchen auf den Armen aufgestellt haben. Der durch den Tempowechsel im Schnitt und die überstrahlte mehr verbergende, als enthüllende Helligkeit aufgebaute Spannungsbogen scheint die Nerven zu zerreißen. Unglaublich, spannend und erschreckend. Einfach perfekt. Wer seit Jahren auf einen genialen SF Film gewartet hat, kommt um diese Hölle aus Licht, Strahlung und Staub nicht herum.
Der Film wäre ein super Beitrag für den Virtuellen FilmClub, der gerade im Central Programmkino entsteht.
Kennt ihr das, wenn alle möglichen Leute mit Engelszungen auf euch einreden, ihr aber, aus irgendwelchen später nicht mehr nachzuvollziehenden Gründen, die Empfehlung übergeht, sei es aus Zeitmangel oder aus unerklärlichem Desinteresse? Und dann kommt irgendwann der Moment, in dem ihr genau darüber wieder stolpert und es ist ein Wow-Effekt.
Ging mir jetzt so mit der Deutsch-Schweizer-Coproduktion Hell. September 2011 war der Film in den Kinos. Dummerweise hab ich ihn damals wirklich verpasst, obwohl ich von berufener Seite mehrfach darauf hingewiesen wurde. den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Kino
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Amål nix böses
von Gerd am 21. Mai 2012
…sondern was neddes. Had ja eichendlich ned wirklich was hier zum suchn un desweche hab ich a lang rumüwerlechd, åwer ez musses raus.
Ich bin ja gråd im Urlaub gwesn, bei denne Dürgn. Der Dürge is ja ez sozusåche des Bindeglieg zwischen Euroba unnem islamisdische Schurgenschdåd. Bei uns vom Ansehn her knabb üwerem Asülandn, ofd aweng beängsdigend inner Disgodeech, vor allem im Rudel, in jedem Fall åwer höxd susbeggd: Frauenfeindlich, exblosiev und schnell amål midn Messer zur Hand.
Ez in sein Heimådland is des vei a weng ånnersch. Blödzlich sin die Bürschli dodal freundlich! Des glebbsd vei ned, bei denn is aufgräumd, orndlich un echd schö. Die meisde Leud könne sogar ganz gud Deudsch, un mid die ånnern gehds a irchendwie mid Händ un Füß. Des Esse is so wie bei uns früher. Die ham noch so Zeugs wie Schniggerli und Kuddeln innere ganz normåle Wirdschafd. Liebe Leud sin des. Dodal Gasdfreundlich un offe. Mir ham a derard Nedde Bleibe ghabd mid richdig liebe Leud, dass mir går nimmer hämm gwolld ham.
Des schlimme is, dass dene da unne ez gråd aweng des selbe blühd, wie denne Idaliener in die Siebzicher. Da komme ez schdinkreiche Bazis aus der Schdadd mid an Haufe Monede, die Hälfd davon schwarz, un dun des gånze schönne Land vo die Fischer zammkäff, um ihr Luxusville hinschdell zu könn. Mid brivåde Jachdhåfe, bis neis Nadurschudzgebied. Des gibd nadürlich an Haufe böses Blud un ich will a går ned wiss, wie des schönne Schdädle in a bår Jåhr ausseh dud.
Drodz dem gånze Ärcher ham mir kei böses Word ned ghörd un sin dodal umsorchd worrn, wie früher bei der Omma. Liebe, eefåche Leud, ohne Duri-Allüre, trodz denne Durbokabidalisde aus der Schdadd. Ich hab mir fesd vorgnomme, wenn ich den näxde Dürg bei uns seh du, aweng wenicher Vorurdeilsbehafded an die Sach ranzugeh. Vielleichd sinn a die bei uns ned so wie mir denk du. Vielleichd sin die bloss ned gwöhnd so fränggisch behandld zu werrn, un brauch a weng a nedds Word. Servus kann ich ja ez auf Dürgisch. Vielleichd isses a Ånfang.
…sondern was neddes. Had ja eichendlich ned wirklich was hier zum suchn un desweche hab ich a lang rumüwerlechd, åwer ez musses raus.
Ich bin ja gråd im Urlaub gwesn, bei denne Dürgn. Der Dürge is ja ez sozusåche des Bindeglieg zwischen Euroba unnem islamisdische Schurgenschdåd. Bei uns vom Ansehn her knabb üwerem Asülandn, ofd aweng beängsdigend inner Disgodeech, vor allem im Rudel, in jedem Fall åwer höxd susbeggd: Frauenfeindlich, exblosiev und schnell amål midn Messer zur Hand. den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Vom Låden und vom Leben
Lese-Urlaub
von Gerd am 21. Mai 2012
Ja, ich war im Urlaub. Ja, es war schön und windig. Ja, wir waren jeden Tag bis zur Erschöpfung auf dem Wasser. Trotzdem war noch viel Zeit zum Lesen. Die Vormittage waren angenehm warm, sonnig und fast immer relativ windfrei. Also keine Zeit zum Surfen, sondern zum Lesen – am Strand. Und die Zeit haben wir genutzt. Eine Woche – sechs Bücher. Und alle waren gut. Wirklich gute Ausbeute. Fast so gut wie der Wind…
Zeit die Bücher zu würdigen und euch die Tipps weiterzugeben. Fangen wir mal mit einem Buch von Feder und Schwert an.
Der Amboss der Welt von Kage Baker – Steam Fantasy mit oldschooligem Touch
Eigentlich ist der Band "Der Amboss der Welt" fast eine Trilogie in einem Band. Die drei Teile sind in sich abgeschlossene Kurzromane, die aber bei der kleinen Schriftgröße und dem Satzspiegel, der sich wohltuend vom derzeit üblichen "Großdruck für Blinde mit fünf Zentimeter Seitenrand" abhebt, bei manch anderem Verlag auch als Trilogie veröffentlicht werden könnte. Kage Baker hat den Roman 2004 geschrieben (und fast wieder verworfen, wie man in der Widmung lesen kann) und dabei unglaublicherweise einen Schreibstil sehr genau getroffen, den ich bei viel älteren Autoren und Büchern geschätzt habe. Eher in den Siebzigern, Achzigern und frühen Neunzigern. Vielleicht trägt auch die Übersetzung das ihre bei, anfänglich noch ein kleinwenig holprig, später sehr rund und gefühlvoll, stets jedoch erfreulich abwechslungsreich, mit wortreicher Vielfalt. Der näheste Vergleich, der mir einfällt, sind Bücher wie Dave Duncans "Der Zögernde Schwertkämpfer" oder die "Freistadt-Anthologien" verschiedener Autoren unter der Leitung von Robert Asprin. Das Buch ist sicher nicht perfekt und teilweise fast experimentell. Trotzdem war es von all den guten Büchern, die wir gelesen haben mein persönlicher Favorit – vielleicht gerade weil das Buch so bruchstückhaft ist und dadurch viel Raum für die eigene Fantasie lässt.
Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen – zu viel wird in dem Buch angerissen – schnelle Bildfolgen mit sprunghaften Handlungsfragmenten. Andere Autoren hätten daraus vielleicht einen unendlichen Zyklus gemacht, mit seitenweisen Beschreibungen und Erklärungen. Kage Baker nicht. Sehr schön.
Die nächsten Tage folgen die nächsten Büchertipps…
Ja, ich war im Urlaub. Ja, es war schön und windig. Ja, wir waren jeden Tag bis zur Erschöpfung auf dem Wasser. Trotzdem war noch viel Zeit zum Lesen. Die Vormittage waren angenehm warm, sonnig und fast immer relativ windfrei. Also keine Zeit zum Surfen, sondern zum Lesen – am Strand. Und die Zeit haben wir genutzt. Eine Woche – sechs Bücher. Und alle waren gut. Wirklich gute Ausbeute. Fast so gut wie der Wind…
Zeit die Bücher zu würdigen und euch die Tipps weiterzugeben. den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Bücher , Fantasy , Science Fiction , Steampunk
Widder dahämm
von Gerd am 14. Mai 2012
Büngdlich am Mondåch nåch unnerm große Ivend bin ich widder im Lånd. Widder nein Låde neigeh, widder a weng mid die Kundn dråtsch un mich so långsam widder agglimaddisier. Is a widder schö.
Schö isses an derre Stell a amål såch zu könn, dasses echt gud is, wie mei Jungs den Låde in derre Zeit un vorållem am Gradis Comic Dåch gschmisse hamm. Dångge an derre Stell für euern Einsatz, dass ich in Ruh mein Urlaub hab mach könn. Bei mir wars nadürlich a schö und ich bin jedz a widder schö erhold um mein Deil dazu beizudråch, dass des Gånze weiderläffd!
Büngdlich am Mondåch nåch unnerm große Ivend bin ich widder im Lånd. Widder nein Låde neigeh, widder a weng mid die Kundn dråtsch un mich so långsam widder agglimaddisier. Is a widder schö.
Schö isses an derre Stell a amål såch zu könn, dasses echt gud is, wie mei Jungs den Låde in derre Zeit un vorållem am Gradis Comic Dåch gschmisse hamm. Dångge an derre Stell für euern Einsatz, dass ich in Ruh mein Urlaub hab mach könn. den ganzen Beitrag lesen…
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Think Local
von Gerd am 14. Mai 2012
Wer mich kennt, weiß genau, wie es um meine Einstellung zum nachbarschaftlichen Laden im Gegensatz zum Discounter bestellt ist. Produkte aus Mainfranken sind mir lieber, als Bio-Äpfel aus Neuseeland. Klar kann ich mich nicht zu hundert Prozent an solche Ideale halten, aber ich denke jeder von uns sollte das ein wenig versuchen – und vor allem, immer wieder darüber reden. Vielfalt und Einkaufskultur haben wenig mit industrieller Produktion und Internet-Versandhandel zu tun. Auch wenn die Strukturen sich gewandelt haben und wir diese Entwicklung natürlich nicht zurückdrehen können, sollten wir trotzdem versuchen, das Bewußtsein für Lokalismus und regionale Infrastrukturen in einer Zeit der Preisroboter, Discounter und Konzernriesen, an eine Generation zu vermitteln, die jeglichen Bezug zu diesen Werten zu verlieren droht. Fast alles, was man im Internet billig und scheinbar bequem erwerben kann, nimmt einem regionalen Anbieter Umsatz weg und zerfrisst damit seine Existenz. Das Ergebnis können wir alle sehr gut in der Würzburger Innenstadt sehen. Wieviele alteingesessene Geschäfte kommen da noch auf all die Ketten, Discountbäcker, Handy-Läden und Warenhäuser? Versucht wirklich mal zusammenzuzählen, auf wieviele ihr da noch kommt. Jede Woche steht ein weiteres Geschäft zur Vermietung und ein paar Wochen später wird die Lücke dann durch ein beliebig austauschbares, neues Ladenlokal gefüllt. Wie sehr dieser Wandel uns alle betrifft, ist natürlich auf den ersten Blick gar nicht so klar. Dem Einzelnen fällt das Ganze erst auf, wenn er durch sein persönliches Lieblingsgeschäft selbst betroffen ist. Wie wertvoll persönlicher Kontakt, Beratung und Verantwortung für den Kunden wirklich ist, nimmt man meistens erst wahr, wenn der Schaden bereits verursacht ist. Die Beliebigkeit und Austauschbarkeit wird uns fast nicht mehr bewusst, werden wir doch gleichzeitig von den über den Bildschirm flimmernden Werbebotschaften dazu erzogen, dass das größte Glück im Erwerb ebendieses neuen Flachbildschirmes liegt, der natürlich, wenn man nicht blöd ist, zu einem unschlagbaren Preis, denn der geile Geiz sagt einem das ja, bei der entsprechenden Kette gekauft werden muß. Die Instrumentarien, mit denen solche global Player uns den Ersatz für die gewohnte Beratung und das persönliche Gespräch suggerieren sind vor allem diese beiden: Die Befriedigung, den Artikel, den man eigentlich gar nicht gebraucht hätte, wenigstens beim Billigsten gekauft zu haben, genauso wie die Einbindung der Käufer in das virtuelle Netz von Gleichgesinnten, mit denen man sich via Internet bequem austauschen kann. Die Schöne Neue Welt der Globalisierung hat auch noch den Effekt, dass man all die netten Dinge, die man im letzten Urlaub im Süden in den kleinen Läden gefunden hat, jetzt hier beim Discounter oder zumindest im Webshop auch findet. Alles, sofort und überall. Bequem von zu Hause nachhause oder direkt vom Discounter im Wochen-Angebot. Mediteraner Gartenlifestyle von Tchibo, Aldi Informiert über Teppiche, wie in Marokko und das Baguette schmeckt beim Discountbäcker genauso wie an der Croisette. Die Teiglinge kommen wahrscheinlich auch vom gleichen Lieferanten.
Ooops, da habe ich mich wohl in Rage geschrieben. Ein bisschen das Thema aus den Augen verloren. Darum geht es doch gar nicht. Positiv denken, nicht rummeckern, Herr Eibach!
Worum es uns bei dieser Rubrik wirklich geht, ist darauf aufmerksam zu machen, wo man wirklich noch besondere Läden findet. Mit echten Menschen, die hinter ihrer Sache stehen. Mit individueller Auswahl und individueller Beratung. Menschen, die dich wiedererkennen, wenn du öfter bei ihnen einkaufst, die dich kennenlernen und beraten lernen. Läden, die wie die Gallier gegen die erdrückende Macht der Römer ankämpfen. Dabei sind wir natürlich ein bisschen auf Eure Mithilfe angewießen. Wenn ihr ein Geschäft kennt, auf das so etwas zutrifft und von dem ihr begeistert seid, egal, welche Nische der Laden besetzt, dann macht uns doch einfach Vorschläge oder schreibt selbst einen kleinen Artikel. Den Anfang werden wir wohl auch hier selbst hinkriegen, je mehr Ideen und Vorschläge dabei aber von außen kommen, desto vielfältiger und interessanter wird diese Rubrik irgendwann. So eine Art Leitfaden für den Lokalisten.
Euer Gerd
Wer mich kennt, weiß genau, wie es um meine Einstellung zum nachbarschaftlichen Laden im Gegensatz zum Discounter bestellt ist. Produkte aus Mainfranken sind mir lieber, als Bio-Äpfel aus Neuseeland. Klar kann ich mich nicht zu hundert Prozent an solche Ideale halten, aber ich denke jeder von uns sollte das ein wenig versuchen – und vor allem, immer wieder darüber reden. Vielfalt und Einkaufskultur haben wenig mit industrieller Produktion und Internet-Versandhandel zu tun. Auch wenn die Strukturen sich gewandelt haben und wir diese Entwicklung natürlich nicht zurückdrehen können, den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Think Local
Der Countdown läuft…0…
von Gerd am 2. Mai 2012 10 Kommentare

Nur noch zwei Tage bis zum GCT 2012! Die Comics sind da, der Grill ist organisiert, KriKra hat ToDE 2 fertig und ist schon voll auf Signieren eingestellt. 5000 Flyer sind in der Stadt verteilt, im Frizz erscheint ein Artikel, und hoffentlich kommt noch der ein oder andere Redakteur oder Freiberufler auf den Plan, um die Nachricht vom Gratis Comic Tag zu verbreiten.
Am Samstag 12. Mai gibt es 30 verschiedene Comics zu verschenken. Comics aus allen Bereichen, für jeden Geschmack. Ihr könnt kommen und mit uns feiern, solange der Vorrat reicht. Wie jedes Jahr reglementieren wir das ganze ein bisschen. Das heisst, bis 14.00 Uhr gibts für jeden nur drei Comics zum aussuchen, damit für alle etwas übrig bleibt. Danach wird der Rest freigegeben. Das einzige, was ihr mitbringen müsst, ist gute Laune, ein wenig Neugier und Offenheit, damit wir euch von der schönen Welt der bunten Bilder überzeugen können.
Jeder ist willkommen. Fans, Neulinge, Kids und Erwachsene. Auch in diesem Jahr ist die Auswahl, die wir für euch bereitliegen haben, mit Sicherheit mehr als genug. Lasst euch inspirieren, an diesem Tag einmal was neues auszuprobieren und kennenzulernen. Wir sind für euch da – wie immer – und halten auch Nachschub bereit, wenn ihr etwas Neues entdeckt habt!
Viel Spaß wünscht euch jetzt schon
Euer Team von Hermkes Romanboutique
Nur noch zwei Tage bis zum GCT 2012! Die Comics sind da, der Grill ist organisiert, KriKra hat ToDE 2 fertig und ist schon voll auf Signieren eingestellt. 5000 Flyer sind in der Stadt verteilt, im Frizz erscheint ein Artikel, und hoffentlich kommt noch der ein oder andere Redakteur oder Freiberufler auf den Plan, um die Nachricht vom Gratis Comic Tag zu verbreiten.
Am Samstag 12. Mai gibt es 30 verschiedene Comics zu verschenken. den ganzen Beitrag lesen…
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Stellverdrederkrieg oder Lynchmob
von Gerd am 30. April 2012
Gesdern wår widder der Jauch mid seiner Runde dran. Da ham se rechd bladd rumdiskudierd über die Måchenschafden vom Aldi. In dere Runde wårn ållerlei illusdre Köpf. Gred worrn is viel, gsachd worrn fasd nix. Auf der enne Seid isses ja dodal gud, wenn in unnerer Weld a bår Worde über Ausbeudung von Angeschdellde und über die Strukdur und Funkdionalidäd von so am allgemeine Wohldäder wie dem Aldi gered wird. Allerlei Bladidüde un Binseweisheide sin verkünd worrn, kenner had dem Ånnern zughörd, jeder had versuchd sei Barole möglichsd laud zu verkünd und deilweis a noch sei Brodukd zu verkäff. Was dabei dodal unnergange is, is die Dadsach, dass ned die Herren – oder der verbliebene Herr – Aldi des Broblem darschdell. Des Broblem is des Süsdem, un bevor mir ned die kombledde Funktionalidäd hinnerfrach, wermer går nix lös.
Mir sin innerer kombledd verzahnde Süsdemadigg gfånge. Un mir müsse neue Wege beschreid. Ich bin ned der Richdige un ned schlau genuch um die Wege zu find, åwer dasses so is, kann ich euch hunnerdbrozendich såch. Mir brauche uns ned hinschdell un midm Finger auf wen deut, wemmer uns ke grundsädzliche Gedanke mach dun, über des Gesammde.
Vielleichd sollde sich die Biråde umbenenn in Bardisåne – sich ned nur die ganze Gschichd mid den Inderned auf die Fahne schreib, sondern die gånzn Zuständ, die wo amål vonanner gedröseld kör.
Gesdern wår widder der Jauch mid seiner Runde dran. Da ham se rechd bladd rumdiskudierd über die Måchenschafden vom Aldi. In dere Runde wårn ållerlei illusdre Köpf. Gred worrn is viel, gsachd worrn fasd nix. Auf der enne Seid isses ja dodal gud, wenn in unnerer Weld a bår Worde über Ausbeudung von Angeschdellde und über die Strukdur und Funkdionalidäd von so am allgemeine Wohldäder wie dem Aldi gered wird. Allerlei Bladidüde un Binseweisheide sin verkünd worrn, kenner had dem Ånnern zughörd, den ganzen Beitrag lesen…
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Die zweite Chance
von Gerd am 28. April 2012
Für alle die, die den Ralf König Termin im Central, was eigentlich unentschuldbar wäre, nicht wahrnehmen können, gibt es zumindest die Möglichkeit den Film zu sehen. "König des Comics" läuft am 29. und 30.Mai im Casablanca. Ohne den König selbst, aber immerhin!Für alle die, die den Ralf König Termin im Central, was eigentlich unentschuldbar wäre, nicht wahrnehmen können, gibt es zumindest die Möglichkeit den Film zu sehen. "König des Comics" läuft am 29. und 30.Mai im Casablanca. Ohne den König selbst, aber immerhin!
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Der Freidåch
von Gerd am 27. April 2012
Vielleichd wår des eh scho glår. Euch zumindesd. Mir ned. Dass ich in sonnerer Woch, die mid soan Mondåch angfångd had, wie die Derzeidige es gedan had, a ned viel besser üwer die ånnern Dåch red würd. Ich glebb, ich hab am Mondåch noch irchend so was gschriebe, wie dass der Freidåch oder der Samsdåch viel schönner sin als wie der Mondåch. Des war gladd amål a dodale Fehleinschädzung. In derre Woch war e Dåch so beschissen wie der ånnere. Un der Freidåch sedzd dem Ganze sozusachen noch a Krönle auf.
Schön, dass ich wenigsdns die Gewissheid hab, dass der Dåch ned für ålle so is, wie für mich. An dieser Stelle viele Grüße annen Gardasee runner. Ja, ich hab des Wedder gsehn und ja, fast ganz ohne Neid – sauviel Schbass! Vielleichd kommd ja irchendwan amål widder der Dåch, wo ich a freis Wochenend hab und des Wedder ned gleich widder en indischn Monsun oder en sibirischen Schbädwinder imidier dud. Häng luhs! (Des is Sörferschargong, damid ihr ånnern a wissd, warum ich so angfresse bin…)
Euer Gerd
Vielleichd wår des eh scho glår. Euch zumindesd. Mir ned. Dass ich in sonnerer Woch, die mid soan Mondåch angfångd had, wie die Derzeidige es gedan had, a ned viel besser üwer die ånnern Dåch red würd. Ich glebb, ich hab am Mondåch noch irchend so was gschriebe, wie dass der Freidåch oder der Samsdåch viel schönner sin als wie der Mondåch. Des war gladd amål a dodale Fehleinschädzung. In derre Woch war e Dåch so beschissen wie der ånnere. den ganzen Beitrag lesen…
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Kino Kino
von Gerd am 25. April 2012

Würzburg ist traditionell eine der Kinohochburgen Deutschlands. Wir hatten schon zu Zeiten des Bavaria, Corso, City, Passage, Odeon… häufig Besucherzahlen, die bei weitem Städte und Ballungszentren mit wesentlich höherer Einwohnerzahl geschlagen haben.
Seit dieser Zeit hat sich viel getan. Die Würzburger Kinobetreiber haben Konkurrenz von außerhalb bekommen und sich selbst mittlerweile vollständig aus der Stadt zurückgezogen. Nach wie vor besteht mit dem Cineworld im Mainfrankenpark ein Stück Würzburger Kinotradition und Kultur weiter. Ebenso zum Urgestein mainfränkischer Kinotradition gehört das Casablanca in Ochsenfurt. Eines der gemütlichsten und gleichzeitig rührigsten Programmkinos. In Würzburg selbst ist leider mit dem Ende des Corso das letzte innerstädtische Programmkino von der Bildfläche verschwunden. In die entstandene Lücke ist mittlerweile das Central hineingewachsen. Ein motiviertes und ambitioniertes Projekt, das eigendlich erst durch die Schließung des Corso entstanden ist, sich aber allen Unkenrufen zum Trotz mittlerweile etablieren konnte.
Um aber wieder ein bisschen zurück zu unserem Laden und dieser Seite zu kommen, müssen wir über die Zusammenhänge zwischen Film und Phantastik sprechen. Gerade in den letzten Jahren hat die Phantastik im Sinne von Fantasy, Science-Fiction, Comic-Helden… die Kinos derart erobert, dass die filmische Umsetzung unseres Genres mittlerweile fast mehr Bedeutung hat, als die literarischen Vorlagen. Folglich gehört dieser Teil in jedem Fall mit in unser Lieblingsthemengebiet. Also auch auf diese Seite.
Mit Unterstützung der Kinos wollen wir hier eine Mischung aus Programm, Info und in Zukunft auch verstärkt persönliche Artikel zu phantastischen Filmen des aktuellen Kinogeschehens oder auch Artikel zum Genre an sich oder zu Klassikern veröffentlichen. Dabei fangen wir ganz klein an und posten erst mal, was wir so ohne viel Aufwand geliefert kriegen. Einfach als Informationspool. Nach und nach, hoffe ich, werden wir auch diese Rubrik weiter ausbauen können. Vielleicht hat ja der ein oder andere noch Lust dazu beizutragen und Rezensionen über aktuelle Filme zu schreiben, oder seinen persönlichen Lieblingsfilm aus dem Bereich Phantastik vorzustellen…
Euer Gerd
Würzburg ist traditionell eine der Kinohochburgen Deutschlands. Wir hatten schon zu Zeiten des Bavaria, Corso, City, Passage, Odeon… häufig Besucherzahlen, die bei weitem Städte und Ballungszentren mit wesentlich höherer Einwohnerzahl geschlagen haben.
Seit dieser Zeit hat sich viel getan. Die Würzburger Kinobetreiber haben Konkurrenz von außerhalb bekommen und sich selbst mittlerweile vollständig aus der Stadt zurückgezogen. Nach wie vor besteht mit dem Cineworld im Mainfrankenpark ein Stück Würzburger Kinotradition und Kultur weiter. Ebenso zum Urgestein mainfränkischer Kinotradition gehört das Casablanca in Ochsenfurt. den ganzen Beitrag lesen…
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Men in Black 3
von Gerd am 25. April 2012 1 Kommentar
Ab 24.05.2012 im CineworldUSA, 2012, 131 min.
( Men In Black III )
FSK: Freigegeben ab ?? Jahren
Genre: SciFi Action Komödie
Mit: Will Smith, Tommy Lee Jones, Jemaine Clement
Preview Men in Black 3 3D Mittwoch 23.05.2012 20:00 Uhr im Cineworld! Ich freu mich auf die Fortsezung des irren Spektakels. Den ersten Teil hab ich mir damals drei mal im Kino angeschaut und auch die dritte Neuauflage werd ich mir sicher nicht entgehen lassen. Der Trailer sieht einfach wieder nach Spaß aus, und mehr muss man sich glaube ich davon auch gar nicht erträumen. Über zwei Stunden coole Sprüche, Action und Irrwitz. Ich liebe Will Smith und Tommy Lee Jones.Ab 24.05.2012 im Cineworld
USA, 2012, 131 min.
( Men In Black III )
FSK: Freigegeben ab ?? Jahren
Genre: SciFi Action Komödie
Mit: Will Smith, Tommy Lee Jones, Jemaine Clement den ganzen Beitrag lesen…
Eigentlich erleben die Men in Black einen Arbeitstag wie jeden anderen: Schleimige Aliens zu bekämpfen ist schließlich Alltag für die beiden Agenten. Doch nach einem merkwürdigen Zwischenfall sucht Agent J (Will Smith) überall und schließlich im MIB-Hauptquartier nach seinem Kollegen Agent K (Tommy Lee Jones).
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Marvel’s The Avengers
von Gerd am 24. April 2012
Ab 26.04.2012 im CineworldUSA, 2012, 142 min.
( The Avengers )
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Genre: Comic, Action
Mit: Chris Evans Chris Hemsworth Robert Downey Jr. Jeremy Renner Mark Ruffalo
Ab 26.04.2012 im Cineworld
USA, 2012, 142 min.
( The Avengers )
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Genre: Comic, Action
Mit: Chris Evans Chris Hemsworth Robert Downey Jr. Jeremy Renner Mark Ruffalo den ganzen Beitrag lesen…
Es hat schon viele Bösewichte gegeben, die die Weltherrschaft an sich reißen und die Menschheit vernichten wollten, doch keiner von ihnen war jemals so gnadenlos,
- Kategorien: Kino
König des Comics
von Gerd am 23. April 2012
Am 19.05.2012 im CentralD, 2012, 80 min.
( König des Comics )
FSK: o.A.
Genre: Dokumentation, Comic
Ein Fim von Rosa von Praunheim
Der Film zeigt den Lebensweg Ralf Königs, aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Westfalen, bis hin zu seinen großen Erfolgen als Comiczeichner. Ralf König wuchs auf dem Land auf, machte eine Tischlerlehre und begann schon früh zu zeichnen. Er zog in die Weltstadt Dortmund und trat dort in der Szene als Elvira Brunftschrei auf. 1981 kam sein erstes Buch in einem Pornoverlag heraus. In Dortmund entstanden Bücher wie „Der bewegte Mann“, „Lysistrata“ und „Das Kondom des Grauens“, die ihn international berühmt machten. Er zog nach Köln und genoss alle sexuellen Freiheiten, die er dann in seinen Comics verarbeitete, zum Beispiel in seinem Buch „Bullenklöten“, welches die bayerische Staatsanwaltschaft auf den Plan rief. Persönlich still und bescheiden, lässt er in seinen Comics die Sau raus. Neben Walter Moers und Brösel gehört er zu den berühmtesten Comiczeichnern Deutschlands. Im Film bekunden Prominente wie Hella von Sinnen, Ralph Morgenstern und Joachim Król ihre Sympathie und ein Filmproduzent verkündet, dass vier seiner Comics fürs Kino geplant sind. (Quelle: Veranstaltungsflyer des Central-Programmkinos)
Am 19.05.2012 im Central
D, 2012, 80 min.
( König des Comics )
FSK: o.A.
Genre: Dokumentation, Comic
Ein Fim von Rosa von Praunheim den ganzen Beitrag lesen…
Ralf König ist einer der erfolgreichsten Comiczeichner Deutschlands. 1987 wurde er mit dem Comic „Der bewegte Mann“ berühmt. Die Verfilmung mit Til Schweiger 1994 hatte über 6 Millionen Zuschauer. Er hat es geschafft, als Chronist des schwulen Alltags,
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Der Mondåch
von Gerd am 23. April 2012
An soanemm Mondåch sieht die Woche noch ganz ånnersch aus wie annem Freidåch oder Samsdåch. Uff der enne Seid hasd an Kick vom Wochenend krichd und mennsd, du könnsd was reiss, uff der ånnern Seid hasd a noch die gånze Woch vor dir und wessd ned, was auf dich zukünnd. Da kommds dann ganz schö drauf an, wies läffd. Dummerweis gibds den Garfield-Fagdor. Un der sorchd dafür, dass annem Mondåch die Erwardungshaldung eher unnerschridde wird, åls überdroffe. Jedenfalls, wemma davon ausgeh dud, das mer eher bosidiv eingschdelld wår.
Sagzemend nochamål, als erschds schbringd des Mobbed ned an. Badderie. Dabei häddsde noch a baar Såch zu erledichn ghabd. Also ausbaun, lådn, gschwind noch a baar Gleinichkeide gemachd un dann ab nein Låde. Was dann da rumschdehd sin vier Bånanekisdn vonnam Kunde, der wo gmennd had, dasser amål had ausmisd müss. So siehds a aus. Den gånze Misd hädder lieber zum Fischer nach Hätzfeld bring soll. Die sind da Åldbabier-Endsorgungs-Broffies. Dummerweis kamma des ja ned so deudlich såch. Also schö diblomadisch verhald. Außerdem hads da annoch zwä Bagedli vonerrer Verlågsauslieferung. Hammer scho drauf geward. Nur leider isses ersd die erschde Hälfde von der Lieferung. Ohne Rechnung und noch zwä Diddel dabei, die ich eindeudich ned beschdelld hab. Subber Dåch. Jedzd scho!
Ich wünsch euch an schönneren Wochnåfang als mir! Nur ned unnergriech lass, von soam Mondåch.
Euer Gerd
An soanemm Mondåch sieht die Woche noch ganz ånnersch aus wie annem Freidåch oder Samsdåch. Uff der enne Seid hasd an Kick vom Wochenend krichd und mennsd, du könnsd was reiss, uff der ånnern Seid hasd a noch die gånze Woch vor dir und wessd ned, was auf dich zukünnd. Da kommds dann ganz schö drauf an, wies läffd. Dummerweis gibds den Garfield-Fagdor. Un der sorchd dafür, dass annem Mondåch die Erwardungshaldung eher unnerschridde wird, åls überdroffe. Jedenfalls, wemma davon ausgeh dud, den ganzen Beitrag lesen…
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König des Comics
von Gerd am 20. April 2012

Anfang der Neunziger war er bei uns im Laden. Damals war er gerade etwas bekannter geworden, außerhalb der Schwulenszene, durch seine Veröffentlichungen bei Carlsen. Ich glaube, Zitronenröllchen war der aktuelle Titel. Ralf war supernett, hat wie ein wahnsinniger jeden erdenklichen Bilderwunsch erfüllt, auch die seltsamsten. Einer davon wird mir für immer im Gedächtnis bleiben. "Ich hätte gerne einen schwulen Elch!" Hat er gemacht… damals – in Hermkes Romanboutique. 1996 erschien dann bei "Männerschwarmskript" "Mal mir mal nen Schwulen". Da wurde mir klar, dass die Signieraktion bei uns im Laden völlig normal war. Ralf hatte wohl ständig mit genau solchen Wünschen zu tun. Schade eigentlich. Für mich war der Wunsch nach dem schwulen Elch schon ziemlich außergewöhnlich.
Mitlerweile ist Ralf König wirklich so etwas wie der König des Comics geworden. Ralf ist einer der ganz wenigen deutschen Comiczeichner, die im eigenen Land und auch international wahrgenommen und gewürdigt wurden und werden. Er hat sich, nicht nur – aber natürlich vor allem – in der Schwulenszene und eben als Schöpfer von Schwulencomix einen internationalen Rang erarbeitet, der für einen deutschen Comiczeichner einzigartig ist. Ralf hat selbst in der Filmbranche mächtig mitgemischt und viele seiner Comics sind erfolgreich verfilmt worden. Neben Walter Moers und wahrscheinlich noch Brösel sollte er wohl die absolute Ausnahmeerscheinung deutscher Comickultur zu sein.
Auf jeden Fall ist Ralf König jetzt wieder in Würzburg. Im Central Programmkino, am 19.05.2012. Um 20.00 Uhr wird der Film "König des Comics" gezeigt und um 21.45 Uhr gibt es eine Lesung. Natürlich sind wir dabei! Mit einem Büchertisch und einem ganzen Haufen netter Erinnerungen. Ich wünsch mir, glaube ich, dieses mal auch einen schwulen Elch.
Anfang der Neunziger war er bei uns im Laden. Damals war er gerade etwas bekannter geworden, außerhalb der Schwulenszene, durch seine Veröffentlichungen bei Carlsen. Ich glaube, Zitronenröllchen war der aktuelle Titel. Ralf war supernett, hat wie ein wahnsinniger jeden erdenklichen Bilderwunsch erfüllt, auch die seltsamsten. Einer davon wird mir für immer im Gedächtnis bleiben. "Ich hätte gerne einen schwulen Elch!" Hat er gemacht… damals – in Hermkes Romanboutique. 1996 erschien dann bei "Männerschwarmskript" "Mal mir mal nen Schwulen". Da wurde mir klar, den ganzen Beitrag lesen…
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Steampunk
von Gerd am 13. April 2012
Noch rollt sie, die Steampunk-Welle, nach dem Ausstoß der Titel zu urteilen immer noch ungebrochen. Von Seiten der Verlage hört man zwar, dass der finanzielle Erfolg nur mäßig ist, also eher ein Todesurteil, aber vielleicht liegt das einfach auch nur in der prinzipiellen Vorgehensweise. Wenn der Buchhandel dazu verkommt, nur noch Hypes zu erzeugen und immer neuen Strömungen hinterherrennt, dann ist vielleicht zuerst einmal die Kasse der Verlage voller, aber ohne jede Nachhaltigkeit. Bücher sind, gesetzlich verankert, bevorzugt, durch einen niedrigeren Umsatzsteuersatz. Diese Bevorzugung begründet sich auf der substanziellen Wertigkeit und kulturellen Essenz von Literatur. Wenn aber das Buch zu einem Konsumprodukt verkommt, dessen Vermarktung rein kommerziellen Mechanismen unterliegt, das immer gleicher wird und immer seichter, wenn nur noch massenkompatibles kaufmännisch sinnvoll ist und Stapelpräsentationen in Kaufhäusern mehr zählen als gut geführte Buchhandlungen, dann ist die Voraussetzung hinfällig.
Natürlich ist diese Entwicklung nicht wirklich neu, aber in letzter Zeit trifft sie leider immer öfter unser Genre. Der Ausstoß an wirklichen Fantasytiteln ist zum Beispiel in den letzten Jahren stark zurückgegangen, auch wenn es aufgrund der ständig wachsenden Anzahl von Urban-Fantasy, Glitzer-Vampir und Jung-Zauberer Romanen ganz anders wirkt. Natürlich sind die potentiellen Auflagen anspruchsvollerer Werke wie "Spiel der Götter" wesentlich geringer als die fünfte Vermarktung einer Zauberer-Internats-Soap, deren Namen nicht genannt werden darf ;-). Aber deswegen den Veröffentlichungstermin der deutschen Übersetzung der letzten Bände derart nach hinten zu schieben, erweckt nicht nur bei mir Unmut und Verzweiflung.
Schaut doch mal die Fantasybücher der letzten Jahre an. Nicht nur, dass es eigentlich nur noch drei oder vier Kategorien von Titelbildern gibt, es gibt auch nur noch austauschbare Textbausteine für den Klappentext. Mit jeweils passender Empfehlung eines ausgewürfelten, auflagenstarken Erfolgsautors. Es ist immer schwerer einem Buch von außen anzusehen, ob es herausragend innovativ oder soapiger Einheitsbrei ist. Ist ja auch nicht gewollt. Die Buchverlage würden auch Klingeltöne verkaufen, wenn es ins Marketing passt.
Ja und jetzt springt eben mal wieder alles auf die Steampunk-Welle. Auf jedem Cover muss ein Luftschiff und ein Herr mit Zylinder oder eine viktorianische Dame zu sehen sein. Auf den Klappentext noch ein bisschen Kitsch und Herzschmerz, hat ja auch schon bei den Vampiren funktioniert, und fertig ist der neue Steampunk Roman. Wie soll man da die Juwelen herauspicken, oder gibt es vielleicht gar keine?
Gibt es sehr wohl. Christian Endres hat vor kurzem einen sehr schönen Artikel über Boneshaker geschrieben. Treffer. Der Feder und Schwert Verlag, der sich seit Jahren durch ein hübsches Programm ausgewählter Fantasy-Romane auszeichnet, zwar etwas hochpreisiger, dafür aber von Fans für Fans, hat eine wirklich breite Pallette von Steampunk Romanen. Treffer. Und zu guter Letzt, wird im Zuge dieser Entwicklung natürlich bei Heyne, die nach wie vor das wohl beste Programm für Fantasy und SF haben, ein genialer Klassiker, nach Jahren der Absenz, wieder auf den Markt gebracht. Volltreffer.
Die Differenzmaschine von William Gibson und Bruce Stirling ist eine echte Praline. Alleine die Namen der beiden Autoren sind natürlich schon gewaltig. Einst die "Jungen Wilden" der SF, sind sie längst zu den "Großen Alten" aufgestiegen. Selten habe ich ein Buch erlebt, das eine derart geniale Mischung aus Unterhaltung, Anspruch, visionärer Kraft und satirischer Details beinhaltet. Die "Differenzmaschine" ist fast so etwas wie die Urgroßmutter der Gattung. Trotzdem ist es bis heute aktuell und hat auch beim zweiten Lesen nichts von seiner Faszination eingebüßt. Sicher nichts für jeden Tag, aber ein wirklich besonderes Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.
Mein "Wunsch fürs Käppele" für heute wäre noch, dass China Mieville’s Romane von der Welt Bas-Lag bei Bastei-Lübbe wieder aufgelegt würden. Die schnell gestiegenen Preise für "Die Falter/Der Weber" und "Die Narbe/Leviathan" zeigen, dass da noch Potential wäre. Und vielleicht könnte man ja im Moment einfach auch ein typisches Steampunk Cover für die Verkaufsförderung verwenden. Für alle Phantastik-Fans wäre es ein Gewinn, vielleicht auch für den Bastei-Verlag 😉
Noch rollt sie, die Steampunk-Welle, nach dem Ausstoß der Titel zu urteilen immer noch ungebrochen. Von Seiten der Verlage hört man zwar, dass der finanzielle Erfolg nur mäßig ist, also eher ein Todesurteil, aber vielleicht liegt das einfach auch nur in der prinzipiellen Vorgehensweise. Wenn der Buchhandel dazu verkommt, nur noch Hypes zu erzeugen und immer neuen Strömungen hinterherrennt, dann ist vielleicht zuerst einmal die Kasse der Verlage voller, aber ohne jede Nachhaltigkeit. Bücher sind, gesetzlich verankert, bevorzugt, durch einen niedrigeren Umsatzsteuersatz. den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Bücher , Fantasy , Science Fiction
Die Åndriebsfeder
von Gerd am 13. April 2012
Gesdern war amål widder a arch schöner Dåch. Gestern wars wie früher. Des soll jedzd ned melankolisch oder åld geworn kling sondern dodål bosidiv. Gestern håmmer alle Leudli von unnerer Besadzung im Lådn ghabd und für jeden war mehr als genug zum schaff da. Gigandische Lieferungen, gleichzeidig Sysdemabdëid von dere Seide und Bürodåch mid Schdeuerkråm. Also sozusåchn dodal zugeschissn mid Verwåldung. Aufn erschde Blick a Scheißdåch, wärn da ned a noch die Kundn gwesn. Mir haddn nämlich a noch a ungewöhnlich hohe Kundnfregwenz. Un wie des immer so is, gehd eim dann ålles a weng leichder von der Hand. Die Gschbrächli dun sich verselbsdschdändich, ein Kunde gibd an Båll annen ånnern weider un es is die ganze Zeid a ångenehm freundliche Dradschschdimmung im Låde. Durch die Gschbrächli wern die Kund dann a audomadisch undereinanner befruchded. Enns kommd zum ånnern unds bassd håld irchendwie. Åmnds bisd rechdschaffe müd, åwer gud gelaund.
Obwohl mir nadürlich unnern Låde lieb un des gånze Drumrum a gern mach, isses hald ennfach schöner, wenn am End vom Dåch neben der Erschöbfung a noch a weng was hängegebliebe is. Un däs warn gesdern zwä Såchn. A weng a Geld in dere Kåsse un a weng a guds Gfühl, weche den ganze nedde Leud. Un beides sin unnere wichdigsde Åndriebsfedern, damid mir a am nächsde Dåch widder in ålder Frische für euch då sein könn. Danke, dass ihr da seid!
Euer Gerd
Gesdern war amål widder a arch schöner Dåch. Gestern wars wie früher. Des soll jedzd ned melankolisch oder åld geworn kling sondern dodål bosidiv. Gestern håmmer alle Leudli von unnerer Besadzung im Lådn ghabd und für jeden war mehr als genug zum schaff da. Gigandische Lieferungen, gleichzeidig Sysdemabdëid von dere Seide und Bürodåch mid Schdeuerkråm. Also sozusåchn dodal zugeschissn mid Verwåldung. Aufn erschde Blick a Scheißdåch, wärn da ned a noch die Kundn gwesn. Mir haddn nämlich a noch a ungewöhnlich hohe Kundnfregwenz. den ganzen Beitrag lesen…
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Der Dadord
von Gerd am 3. April 2012
Habds ihr am Sundi den neusde Dadord aus Berlin gsehn? Da håddmer amål widder a schönnes Dhema. Ned die Haubdschdorry, sondern sozuåche der Hinnergrund. Da war amål schö schdimmungsvoll a Bild vo unnerer heudichn Gessellschafd gezeichned. Des Schderbn von die glenne Gschäfdli un des Bihävier vo die Bänker. Enne Läidie vo sonnerer Bank had aweng versuchd en moderne Robin Hood zu schbiel. Åwer des glabbd in unnerer heudichn Zeid hald a nimmer so rechd. Ålles is überwachd, un früher oder schbäder fliechd des dann håld auf. Zum Schluss war dann an dere Schdelle von der Lieblingskneibe von dem enne Kommissår a Schildli: "Hier eröffnet in Kürze in Matratzenlager". Arch bassend un aweng draurich. Ich hoff amål, uns bleibd des erschbard, weil ihr uns schö fleissig besuch dud. In dem Sinne, auf die nächsden dreissig Jåhr!
Habds ihr am Sundi den neusde Dadord aus Berlin gsehn? Da håddmer amål widder a schönnes Dhema. Ned die Haubdschdorry, sondern sozuåche der Hinnergrund. Da war amål schö schdimmungsvoll a Bild vo unnerer heudichn Gessellschafd gezeichned. Des Schderbn von die glenne Gschäfdli un des Bihävier vo die Bänker. Enne Läidie vo sonnerer Bank had aweng versuchd en moderne Robin Hood zu schbiel. Åwer des glabbd in unnerer heudichn Zeid hald a nimmer so rechd. Ålles is überwachd, un früher oder schbäder fliechd des dann håld auf. den ganzen Beitrag lesen…
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Der Gudschein als ökonomische Zirkulationsaktie oder so
von Gerd am 29. März 2012
Heud håddmer ma widder so an wirklich subberåldn Gudschein in der Hånd. Kommd der Kunde un bezåhld mid son Drumm, was mir bis maximål zwädausndzwä oder -drei ausgschdelld ham. Sågd der im isses beinlich. Såg ich, des muss dir går ned beinlich sei. Wenn mir von alle unsere Kundn so Gudschein unnerwegs häddn, wär des für uns a echde Endlåsdung. In Wirklichkeid isses doch so, dass mir meisdens in Vorleisdung geh müss. Mir beschdelln die Wår un müss rechd zeidnah bezåhl. Der Kunde lässd sich des Zeugs weglech, lässds liechn bis zum Sangd Nimmerleinsdåch oder vielleichd noch anschreib. Drann verdien dud alleweil in ersder Linie unner anfrendli neibårhud bank-man, weil der an unnerm Disbo so richdich zulang kånn.
Wemma des Ganze umdreh dud, also du unnern Gudschein a bår Jährli bunkersd ham mir den Selbe Vordeil, wie die Große, zum Beischbiel unner Delekomm, mid denn Delefonkadde, die endweder schbäd oder går ned eingelösd worde sind. Vielleichd sollde mir unner Gudschen zu em Sammelobjegd hochschdilisier. Å bessere Möchlichkeid für Kredidbeschaffung gibds går ned. Also, wenner uns was guds du wolld, nacherd schenkder alle Leud a bår Gudscheinli un zwår bevorzuchd denne, wo går ned so arch inderresierd sin. Ich glebb, da komm ich die Dåch nochamål drauf zurück. Hörd sich nachener gudn Idee an, damid mir in dere Zeidn doch noch lang euer frendlie neibårhud comicdieler bleib könn!
Heud håddmer ma widder so an wirklich subberåldn Gudschein in der Hånd. Kommd der Kunde un bezåhld mid son Drumm, was mir bis maximål zwädausndzwä oder -drei ausgschdelld ham. Sågd der im isses beinlich. Såg ich, des muss dir går ned beinlich sei. Wenn mir von alle unsere Kundn so Gudschein unnerwegs häddn, wär des für uns a echde Endlåsdung. In Wirklichkeid isses doch so, dass mir meisdens in Vorleisdung geh müss. Mir beschdelln die Wår un müss rechd zeidnah bezåhl. den ganzen Beitrag lesen…
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Battleship
von Gerd am 26. März 2012
Ab 19.04.2012 im CineworldUSA, 2012, 131 min.
( Battleship )
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Genre: SciFi-Action
Mit: Liam Neeson Taylor Kitsch Brooklyn Decker
Ab 19.04.2012 im Cineworld
USA, 2012, 131 min.
( Battleship )
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Genre: SciFi-Action
Mit: Liam Neeson Taylor Kitsch Brooklyn Decker den ganzen Beitrag lesen…
Alex Hoppers (Taylor Kitsch) Karriere ist auf Erfolgskurs. Denn seit der Ausbildung ist der junge Offizier der Beste seines Jahrgangs und steigt schneller auf als jeder andere in der US Navy.
- Kategorien: Kino
Gratis Comic Tag 2012
von Gerd am 26. März 2012 2 Kommentare

Längst pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Im Mai, am 12. dieses Jahr, ist es wieder soweit. Der dritte deutsche "Gratis Comic Tag" wird stattfinden. Natürlich sind wir auch wieder dabei. In "Hermkes Romanboutique" gibt es massenweise Comics umsonst! Parallel veranstalten wir wieder eine Signierstunde – diesmal gibt es den mit Spannung erwarteten zweiten Teil von KriKra’s "Tales of dead Earth" als Premiere zu diesem Termin – Christian wird vor Ort sein. Jeder, der ihn noch nie live erlebt hat, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, eine exclusive Zeichnung zu ergattern und sein persönliches Exemplar signieren zu lassen. Und wie immer gibt es eine ausgelassene Feier. Wer weiß, vielleicht kommen ja wieder der Joker und Catwoman?
Was ist der Gratis Comic Tag?
In Amerika gibt es diesen Tag bereits seit 2002, jedes Jahr am ersten Mai-Samstag, als "Free Comic Book Day". Vor drei Jahren haben sich der deutsche Comicfachhandel und die deutschen Comicverlage zusammengeschlossen, um ein deutsches Pendant zu schaffen – eine Woche später, um Kollisionen mit dem ersten Mai zu vermeiden.
Auch in Deutschland gibt es jetzt Jahr für Jahr ein bunt gemischtes Programm durch die ganze Palette der deutschen Comicverlage. Speziell für diesen Tag produzierte Ausgaben, die neue Leser begeistern sollen, oder Fans die Chance geben, etwas neues auszutesten. Der Tag soll Interessierten die Möglichkeit geben, die Welt der Comics kennenzulernen. Erwachsene, romanhafte Comics, Funnyklassiker, Disney, Action und Superhelden. für jeden Geschmack ist etwas zu finden.
Warum gibt es diesen Tag?
Comics sind etwas besonderes. Viel mehr, als es dem durchschnittlichen Deutschen bewusst ist. Im internationalen Vergleich sind wir in dieser Beziehung alles andere als Spitze. Während im europäischen Umfeld Comiczeichner die höchsten Kulturpreise erhalten, In Amerika das Comic längst Einzug in die Kunst gehalten hat und in Asien in jedem U-Bahnwagen Comiclesende Anzugträger zum Alltag gehören, gilt das Comic in Deutschland immer noch als Schund oder Bilderheftchen für Kinder.
Comics sind viel mehr! Die aktuelle Publikationsreihe der Süddeutschen zum Beispiel, beinhaltet ein paar wirklich gut ausgewählte Comics, die jeder Skeptiker einmal lesen sollte.
Warum in Würzburg? Warum bei uns?
Seit über dreißig Jahren arbeiten wir in Würzburg für euch daran, allen Fans, ob groß, ob klein, eine möglichst große Auswahl an Comics zu bieten. Neuheiten, Importe, Kunstdrucke und ein ständig wechselndes Sortiment von Second Hand Titeln. Für uns ist das Genre schon lange etwas besonderes. Wir sind Fans und Profis. Jahr für Jahr, gibt es Ausstellungen, Signieraktionen, Conventions und Sonderveranstaltungen, weil wir Comics lieben.
So wie ihr – heute schon oder vielleicht morgen, weil wir euch überzeugen konnten.
Längst pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Im Mai, am 12. dieses Jahr, ist es wieder soweit. Der dritte deutsche "Gratis Comic Tag" wird stattfinden. Natürlich sind wir auch wieder dabei. In "Hermkes Romanboutique" gibt es massenweise Comics umsonst! Parallel veranstalten wir wieder eine Signierstunde – diesmal gibt es den mit Spannung erwarteten zweiten Teil von KriKra’s "Tales of dead Earth" als Premiere zu diesem Termin – Christian wird vor Ort sein. den ganzen Beitrag lesen…
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Always remember Juri Gagarin
von Gerd am 24. März 2012
Am 11.04.2012 im CasablancaÖsterreich 2011,
( Always remember Yuri Gagarin )
FSK: o.A.
Genre: Roadmovie
Ein Film von Christian Reiser, Autor: Walter Famler
Der Höhepunkt im April ist die ALWAYS REMEMBER JURI GAGARIN – Veranstaltung am Mittwoch, 11. April. Zum 50 Jahrestag des ersten bemannten Raumflugs (was für ein Schock für die USA!) gibt es nicht nur den aufschlussreichen Vortrag des Raumfahrtexperten Eugen Reichl, sondern auch noch einen ironisch-witzigen Film von vier Österreichern (wer sonst?!), die mit einem Steyr Puch 500 (Wostok 1) und einem alten VW Bus (T3, Kosmos 110) die Kultstätten ihres Idols besuchen! Und dann nimmt jeder Besucher mit seiner Eintrittskarte noch an der Verlosung einer Original Fortis-Weltraumuhr teil! Na dann aber: nichts wie los ins Casablanca (Quelle: Homepage Casablanca Ochsenfurt)Am 11.04.2012 im Casablanca
Österreich 2011,
( Always remember Yuri Gagarin )
FSK: o.A.
Genre: Roadmovie
Ein Film von Christian Reiser, Autor: Walter Famler
Der Höhepunkt im April ist die ALWAYS REMEMBER JURI GAGARIN den ganzen Beitrag lesen… – Veranstaltung am Mittwoch, 11. April. Zum 50 Jahrestag des ersten bemannten Raumflugs (was für ein Schock für die USA!) gibt es nicht nur den aufschlussreichen Vortrag des Raumfahrtexperten Eugen Reichl,
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Håbd ihr eichndlich a richdige Bücher?
von Gerd am 22. März 2012
Es gibd bei uns im Låden so a inderne Hidliste mit Fråchen von Kundn, die widzich, befremdlich oder einfach nur åweng blöd sin. Dabei gibds nadürlich so Sachn wie "Wieviel Brozend vo eure Bücher sin eichendlich gud?".
Die ånnere dübbische Kadegorie is "Ich hädd gern a Buch von dem – du wässd scho – mit dem- ich komm grad ned drauf – wo so weng phandasdisch is" un noch unendlich viel mehr Fråchen, die eichendlich kä Mensch beandword kann, außer em Telebad. Überraschenderweis komme mir uff die mäsde Andworde. "Ich hab da mal a Buch gelese, da kommd a Roboder vor. Und jedzd hädd ich gern den zwädde Deil!"
Åwer die eindeudich besde Fråch auf dere Hidlisd is eindeudich "Håbd ihr eichndlich a richdige Bücher?". Da fälld dir nix mer ein. Kloar ham mir "richdige Bücher"! Mir sin schlieslich å Buchhandlung un sogar å Ausbildungsbedrieb! Mir könne dir (fasd) jedes Buch von enne Dåch uffn ånnern besorch! Mir liefern dirs, wennde willsd a hämm! Mir verdiene unner Brödli damid!
Es gibd bei uns im Låden so a inderne Hidliste mit Fråchen von Kundn, die widzich, befremdlich oder einfach nur åweng blöd sin. Dabei gibds nadürlich so Sachn wie "Wieviel Brozend vo eure Bücher sin eichendlich gud?".
Die ånnere dübbische Kadegorie is "Ich hädd gern a Buch von dem – du wässd scho – mit dem- ich komm grad ned drauf – wo so weng phandasdisch is" un noch unendlich viel mehr Fråchen, die eichendlich kä Mensch beandword kann, den ganzen Beitrag lesen…
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Shadow of the Unnamable – Internationales Filmwochenende Würzburg
von Gerd am 22. März 2012 7 Kommentare

So würde das FiWo 2012 aussehen, wenn es das Corso noch gäbe 😉

Jeff Motherhead als Joel Manton und Robert Lyons als Randolph Carter

Howard Phillips Lovecraft – Vater des modernen Horror
Ihr kennt meine Meinung zum Thema Kino in Würzburg. Okay, ich bin ein verfechter des Cineworld und des Casablanca – think global act local. Trotzdem bin ich natürlich auch ein Fan des Internationalen Filmwochenendes Würzburg. Und diesmal kommt auch noch eine bereits im Vorfeld propagierte Ankündigung dazu. Freitag, 23. März 2012 läuft Shadow of the Unnamable um 16.45 in Würzburg im CinemaxX 1 als Sonderveranstaltung. Der Eintritt ist ohne Bezahle und Sascha Renninger, über den ich bereits als Local Hero geschrieben habe, ist natürlich vor Ort. Also, alle, die sich für Phantastik und Lovecraft im Besonderen interessieren, ab ins Kino! Der Film wird nur auf einigen Festivals gezeigt, die Chancen, den Streifen im Kino, auf großer Leinwand zu sehen, sind also begrenzt. Wer schon mal schnuppern möchte, hier ist der Link zum offiziellen Trailer.
Ihr kennt meine Meinung zum Thema Kino in Würzburg. Okay, ich bin ein verfechter des Cineworld und des Casablanca – think global act local. Trotzdem bin ich natürlich auch ein Fan des Internationalen Filmwochenendes Würzburg. Und diesmal kommt auch noch eine bereits im Vorfeld propagierte Ankündigung dazu. Freitag, 23. März 2012 läuft Shadow of the Unnamable um 16.45 in Würzburg im CinemaxX 1 als Sonderveranstaltung. Der Eintritt ist ohne Bezahle und Sascha Renninger, über den ich bereits als Local Hero geschrieben habe, den ganzen Beitrag lesen…
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Wenns früh scho so anfängt…
von Gerd am 13. März 2012
Wässde, da gibds Dåch, an denne bassierd frühs üwerhaubd nix. Da hocksd du im Låde un wardesd auf die Kundn. Då gibds nix zum ausback un nix zum sordier. Da dusd du dann hald åweng saug und budz un ward… Und dann gibds wider Dåch, da hasd du scho früh en Sack voll Årwed vom ledzde Dåch midgenomme, un dann bassierds: Der Stift is krank, der DPD Fahrer, der normalerweis immer erschd Nåchmiddags kommt, stobft dich mit zehn Pakedli voll, der Kaffe is leer und so langsam macht sich Unmud breid. Und dann kommd der Ånruf, auf den de scho den ganzen Morgen geward hadsd.
"Hallo Gerd, ich wollte nur mal sehen, ob du im Laden bist. Ich hätte ein paar Bücher zurückzugeben, weil meine Freundin hat mir die englische Version im Internet besorgt."
Okay, is ja ned so, dass mir kei englische Versionen besorch könnd. Macht ja nix. Der käffd sonsd a öbess zam. Vielleicht nimmd er ja wieder was ånnersch mit! Zehn Minude späder isser scho wieder da… gwesen, also quasi scho wieder weg. Gfråchd hat er nach viel, gekäffd hat er nix, obwohl ålles da gwesn wär.
Take youre money and run.
Dangschön
Wässde, da gibds Dåch, an denne bassierd frühs üwerhaubd nix. Da hocksd du im Låde un wardesd auf die Kundn. Då gibds nix zum ausback un nix zum sordier. Da dusd du dann hald åweng saug und budz un ward… Und dann gibds wider Dåch, da hasd du scho früh en Sack voll Årwed vom ledzde Dåch midgenomme, un dann bassierds: Der Stift is krank, der DPD Fahrer, der normalerweis immer erschd Nåchmiddags kommt, stobft dich mit zehn Pakedli voll, den ganzen Beitrag lesen…
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Der Ånfang
von Gerd am 11. März 2012
So nacherd isses amål so weid. Ich gleb, des is scho fast genauso lang her wie unner Idee mid dere Seide, dass mir vo Zeid zu Zeid aweng a bar Gschichdli, die uns aufm Herzen liech du, verzähl woll. Un weil mir alle uns als Frångn sehn und des Gånze ja oft auch a bar Annekdödli aus unnerm Låde sein soll, wern mir des a so schreib. Wenn ihr des ned versteh könnt, nacherd müssd ihr hald amål vorbeikömm un uns bersönlich fråch.
Der Ånfang is a bei uns in Frånge net wirklich leichd. Mir dun uns zwar alleweil leicht im Babbeln, a manchmål nach dem Moddo ersd wird geredd und dann des Oberstübli eingschald, aber wenns dann hard uf hard kommd un mir vorre der Meud schdeh du, nacherd is des Müdle schö runnergekühld. Un bei denne zwä Sätz werd ichs für heud a belass un a går net groß was ånnersch schreib. Die Glosse soll kurz bleib. Kä großes Geschwätz, sondern nur a bar boindierde glenne Zeilen. Muss ja ned sei, das mer des ganze Pulver auf emål verschieß. Bis denn, machds gud
Euer Gerd
So nacherd isses amål so weid. Ich gleb, des is scho fast genauso lang her wie unner Idee mid dere Seide, dass mir vo Zeid zu Zeid aweng a bar Gschichdli, die uns aufm Herzen liech du, verzähl woll. Un weil mir alle uns als Frångn sehn und des Gånze ja oft auch a bar Annekdödli aus unnerm Låde sein soll, wern mir des a so schreib. Wenn ihr des ned versteh könnt, nacherd müssd ihr hald amål vorbeikömm un uns bersönlich fråch. den ganzen Beitrag lesen…
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Ein schwarzer Tag
von Gerd am 10. März 2012 2 Kommentare
Heute, Samstag den 10.03.12, hat die Welt einen Menschen verloren, der viele von uns über Jahrzehnte fasziniert, gefesselt und inspiriert hat. Seit wir diesen Blog führen, sind viele Große aus dem Genre Comic und Phantastik gestorben. Jeder von ihnen war ein Verlust für die Szene. Aber am heutigen Tag ist der Comiczeichner gestorben, der für mich alles bedeutet hat. Am heutigen Tag ist, nicht ganz unerwartet und nach langer Krankheit Jean Giraud alias Moebius gestorben.
Moebius hat mich fast von Beginn meiner Zeit als Comic-Fanboy beeinflusst. Die Momente, in denen ich ihm oder seiner Kunst nahe sein durfte gehören zu denen in meinem Leben, die zu den wirklich wichtigen zählen. Die Ausstellung "Trait de Genie 2000" in Angouleme war eine der wichtigsten und besten, die ich im Bereich Comic je besuchen durfte. Den Meister habe ich mehrere Male selbst getroffen. In Frankfurt, in Grenoble und einige Male in Angouleme. Jedes dieser Treffen war mit einem Zauber belegt und schon allein die einfachen, skizzenhaften Bilder, die ich auf Papier oder in Comicalben von ihm erhalten habe, strahlen viel von seiner Genialität aus. Moebius hat die höchsten Kulturpreise in Frankreich erhalten, ist zig mal international ausgezeichnet worden, war an vielen Filmen beteiligt, hat unzählige Comics veröffentlicht und wundervolle Einzelbilder geschaffen.
Er war für mich, und ich glaube auch für viele von uns, ein Meister, ein Vorbild und so etwas wie der Gott der französischen Comicszene.
Seine unvergesslichen Abenteuer skurriler Science Fiction Helden in "Schwermetall", sein genialer "Blueberry", seine unglaublich zauberhaften "Sternwanderer". All das wird ihn in unseren Herzen für immer weiterleben lassen. Schön, dass dieses Genie ein Werk hinterlassen hat, das ihn noch lange überleben wird.
Möge der Meister in Frieden ruhen.
Ein trauriger Fan
Heute, Samstag den 10.03.12, hat die Welt einen Menschen verloren, der viele von uns über Jahrzehnte fasziniert, gefesselt und inspiriert hat. Seit wir diesen Blog führen, sind viele Große aus dem Genre Comic und Phantastik gestorben. Jeder von ihnen war ein Verlust für die Szene. Aber am heutigen Tag ist der Comiczeichner gestorben, der für mich alles bedeutet hat. Am heutigen Tag ist, nicht ganz unerwartet und nach langer Krankheit Jean Giraud alias Moebius gestorben.
Moebius hat mich fast von Beginn meiner Zeit als Comic-Fanboy beeinflusst. den ganzen Beitrag lesen…
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Surrogates
von Gerd am 16. Februar 2012 11 Kommentare
Aus aktuellem Anlass möchte ich anhand des Comics "The Surrogates" von Robert Venditti und Brett Weldele ein paar Gedanken loswerden. Die Graphic Novel ist zwar nicht mehr ganz neu (©2006) und auch die Verfilmung hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel (2009), trotzdem ist das Thema heute genauso aktuell. Am letzten Sonntag (12.02.12) lief der Film als FreeTV-Premiere auf einem Privatsender. Natürlich mit all den Schnitten und Werbeunterbrechungen, die eine solche Ausstrahlung mit sich bringt, aber immerhin.
Die Umsetzung der Comic-Vorlage als Film ist, bis auf kleine Zugeständnisse an das Kinopublikum, nahezu eins zu eins. Ich hatte den Film damals im Kino gesehen, aber komischerweise ein bisschen aus dem Gedächtnis verloren. Eigentlich unverständlich, da der Weltentwurf eine geniale Parabel auf viele aktuelle Entwicklungen ist. Vielleicht liegt das ein klein wenig daran, dass die Handlung wesentlich weniger Bedeutung hat, als der Weltentwurf und eben die Botschaft, die hinter der Fassade verborgen liegt. Surrogates hat heute und jetzt eine ähnlich intensive Botschaft, wie seinerzeit die großen dystopischen Filme der Siebziger Jahre wie "Silent Running" oder "Soilent Green", deren Handlung auch meilenweit hinter der Botschaft zurückstand. Wie damals geht es um globale Wertevorstellungen, die in Frage gestellt werden.
Surrogates übersteigert die Realitätsentfremdung und Flucht ins virtuelle Leben, die in unserer heutigen Welt allgegenwärtig sind. "Second Life" als Realität. Die Menschen der Zukunft verlassen ihre vier Wände praktisch gar nicht mehr in Persona. Avatare bestreiten das tägliche Leben in der Realität. Avatare, die man je nach Geldbeutel und Gusto ausstatten kann. Eine Technologie, die ursprünglich dazu gedacht war, Menschen mit körperlichen Gebrechen ein Instrument zu geben, wieder ein normales Leben zu führen. Eine Technologie, die dem Menschen erlaubt, ohne Risiko alles zu sein und alles zu tun, wovon man immer geträumt hat. Völlig real und ohne Einschränkung. Die Technologie von James Camerons "Avatar" als Alltag. "Second Life" in der realen Welt. Eine "Schöne neue Welt" der Kens und Barbies, der Exzesse ohne Folgen, der Abenteuer ohne Reue. Alles ist real, oder eben nicht.
Die Problematik der Realitätsflucht und das unglaubliche Suchtpotential, einhergehend mit dem körperlichen Verfall der wahren Menschen, ist eine Potenzierung unserer virtuellen Realitäten. Die Kehrseite unserer realen "Schönen neuen Welt" des Internets, der globalen Vernetzung und unserer Konsumgesellschaft, in der alles jederzeit zur Verfügung steht. Die aktuelle Spaltung in der Wahrnehmung des Internet ist nicht nur ein Generationsproblem, sondern ein generiertes Problem. Längst ist es so, dass die neuen Möglichkeiten und unübersehbaren Vorzüge unser aller Verhalten und unser gesamtes Leben vollständig verändert haben. Es ist nur normal, dass es bei einer derart gewaltigen Veränderung auch Komplikationen und Differenzen gibt. Es ist nur verständlich, dass die Generation Prä-Internet eine andere Auffassung vertritt, als die Generation, die damit aufgewachsen ist und dass der wirklich brutale Werteumbruch auch zu einem verstärkten Generationenkonflikt führt. Was aber das wirkliche Problem darstellt, ist nicht die Diskrepanz zwischen den Generationen, sondern eigentlich die technologiebedingte Kluft zwischen User und Anwendung. Noch nie war eine technologische Entwicklung so rasant und gleichzeitig so perfide wie das Internet. Die Technik, die hinter der virtuellen Welt steht, die uns all die schönen, bunten Realitäten vorgaukelt, ist so spezifisch und komplex, dass niemand sie wirklich in ihrer Gänze durchschauen und verstehen kann. Spezialistentum auf allerhöchstem Niveau. Die Implikationen sind überall zu spüren.
Allein der Arbeitsmarkt, der sich eben auch durch diese Technisierung vollständig verändert hat und völlig anderen Gesetzen folgt, steht veralteten Instrumentarien und Wertevorstellungen gegenüber. Der Wert von Arbeit müsste in diesem Zusammenhang völlig neu bewertet werden, ja, selbst Überlegungen wie das bedingungslose Grundeinkommen sind verzweifelte Versuche, dieser Entwicklung gerecht zu werden. Radikal, aber wichtig und vielleicht auch richtig. Werte haben sich radikal geändert und wir brauchen radikale Ideen.
Eine überalterte Infrastruktur in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens steht kurz vor dem Kollaps. Über Jahrhunderte gewachsene Strukturen, beispielsweise im verbreitenden Handel sind über Nacht obsolet geworden, kann doch heute jeder bequem von zu Hause alle Geschäfte tätigen. Eine Tatsache, kein Glaubensbekenntnis. Der Einzelhandel hat und wird sich noch viel stärker aus dem alltäglichen Leben verabschieden. Die Lücke schließt sich – zum Teil – durch global agierende Filialisten und Konzerne. Eine Zentralisierung der Märkte ist unaufhaltsam und damit auch im Umkehrschluss der Instrumentarien.
Die Unterhaltungsmedien und das Internet nehmen einen ständig wachsenden Raum in unser aller Leben ein. Das Freizeitverhalten hat sich verändert, in gleichem Umfang wie die Arbeits- und Finanzmärkte. Die wunder"Schöne neue Welt" der Spiele, Filme, Social Networks und was weiß ich alles, nimmt immer mehr Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch – und bieten dadurch eine immer größere Plattform für Analyse und Manipulation des Einzelnen. Keiner der großen philosophischen Anti-Utopisten hat sich auch nur im Traum vorstellen können, wie einfach wir es dem "System" einmal machen würden. Wie bereitwillig wir alle Schleier fallen lassen würden und uns durchleuchten und katalogisieren lassen würden. Produktive Zeit im konservativen Sinne ist prozentual zurückgegangen, unproduktive gewachsen. Virtuelle Welten füllen dieses Loch im Raum-Zeit-Kontinuum und am Ende bleibt für viele weniger Zeit als vorher. Die finanziellen Mittel der meisten Menschen der westlichen Welt verhalten sich proportional zum ständig sinkenden Bedarf an "normalen" Arbeitern und Berufstätigen – an ihre Stelle ist längst ein Heer von ungelernten Hotline-Drohnen, Dauerpraktikanten, Sozialdienst-Sklaven und Hartzvierlern getreten. Die Spezialisten, welche Programme für automatisierte Abläufe schreiben, damit weitere "normale" Arbeitsplätze vernichten und gleichzeitig durch das Erschaffen immer neuer virtueller Realitäten, für die anhaltende Dauerberieselung des Konsumviehs sorgen, verändern die Quote der Produktivität nur unwesentlich.
Der Schritt zu dem, im Comic von Venditti und Weldele beschriebenen Zustand, ist nicht mehr weit entfernt. Vielleicht ist das größere Übel in der Realität nicht die körperliche, sondern die geistige Degeneration und Hörigkeit, beziehungsweise die Entfremdung von der Realität und übergeordneten Zusammenhängen. Perfide gesteuert durch automatisierte Durchleuchtung und Beeinflussung – subtil und unmerklich, aber lawinenhaft schnell. Frustrierte, unterforderte, antriebslose Junkies sind dabei nur die Spitze des Eisberges. Viel schlimmer ist die breite Masse an "normalen" Menschen, in deren Leben sich diese neuen Einflüsse manifestiert haben. Alles ist schön, glatt, verfügbar, sozial vernetzt und rosarot. Das Erfolgserlebnis, das im richtigen Leben verwehrt wird, kann abgerufen werden. Scheu und Barrieren werden fallen gelassen, in der vermeintlichen Anonymität des Netzes. Downloads von Musik, Filmen, Spiele und Büchern ermöglichen eine sofortige Verfügbarkeit. Und dann kann man der Welt auch gleich noch mitteilen, was einem gefällt und was nicht. Nicht nur auf Facebook und Twitter, sondern auch noch auf Amazon oder Ebay. Damit arbeitet man unentgeltlich und freiwillig auch noch dieser Systematik zu. Wir sollten nie vergessen, dass diese Produktivität uns nicht nützt, sondern schadet. Dass wir nicht uns profilieren, sondern unsere Arbeit, unser Wissen und unseren Geschmack völlig umsonst zur Verfügung stellen, und zwar nicht, wie vermittelt der Gemeinschaft, sondern den betreffenden Konzernen.
Und genau da haben wir eines der klassischen Missverständnisse. Opensource, Community, Downloads, mp3-Sharing, Social Networks sind alles ambivalente Aspekte des Netzes. Die Strukturen für eine neue Ordnung hinken ganz einfach den technischen Voraussetzungen hinterher. Wenn alles verfügbar bleiben soll, brauchen wir auch neue Werte. Illegaler mp3-Download ist eben einfach Diebstahl und damit genau das gleiche wie in den Laden gehen und die CD klauen. Da können Verfechter offener Lizenzen schreien, so laut sie wollen. So lange unsere kapitalistische Struktur in ihrer jetzigen Form existiert, ist das auch völlig unangreifbar. Und wir alle werden uns auch noch umschauen, wie einfach es werden wird, für immer weniger Menschen immer mehr Geld zu bündeln. Die Frage ist dann nur, wer des alles konsumieren soll. Auch neue, wachsende Märkte sind begrenzt – genau wie umgekehrt auch die billigen Produktionsoasen. Irgendwann ist einfach das Ende der Fahnenstange erreicht und dann müssen wir die Strukturen verändern – und glaubt mir, das wird bitter.
Lieber jetzt – und sanft – erwachen und die Systematik überdenken, bevor der Untergang oder eine blutige Revolution vor der Tür steht. Beides ist nicht erstrebenswert, aber in letzter Konsequenz wahrscheinlicher, als dass der Wandel sanft von statten geht. Zu stark ist die Macht der bestehenden Strukturen, die wir jeden Tag mächtiger machen. Anders als im Film, im Comic oder im Roman gibt es leider für diese Situation keine einfache Lösung. Ein Aufstand, der die Menschheit erwachen lässt – ein Knopf, der alles lahmlegt, das uns korrumpiert, die guten Dinge aber erhält – eine schöne neue Welt, wie in Star Trek, ohne Geld, mit unbegrenzten Möglichkeiten für alle – eine "nette" Katastrophe, die uns zur Besinnung bringt, aber nur kosmetische Zerstörung verursacht – all das wird es weiterhin nur in Phantasiewelten zu lesen, zu spielen und zu träumen geben. Es ist sicher nicht verkehrt, solche Welten zu besuchen, vorausgesetzt, wir verlieren dabei nicht den Blick für die Realität und unsere Welt!
Brett Weldele, Robert Venditti
ps noch ein nettes Zitat aus der aktuellen Werbung eines Mobilfunk-Anbieters: "Wir denken nicht wir googeln und das ist völlig ok"
Aus aktuellem Anlass möchte ich anhand des Comics "The Surrogates" von Robert Venditti und Brett Weldele ein paar Gedanken loswerden. Die Graphic Novel ist zwar nicht mehr ganz neu (©2006) und auch die Verfilmung hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel (2009), trotzdem ist das Thema heute genauso aktuell. Am letzten Sonntag (12.02.12) lief der Film als FreeTV-Premiere auf einem Privatsender. Natürlich mit all den Schnitten und Werbeunterbrechungen, die eine solche Ausstrahlung mit sich bringt, aber immerhin.
Die Umsetzung der Comic-Vorlage als Film ist, den ganzen Beitrag lesen…
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Der Weg der Könige
von Gerd am 7. Februar 2012
Brandon Sanderson habe ich bereits für eigentlich alle Publikationen geliebt, gelobt und gefeiert. Über "The Way of the Kings" hatte ich bisher nichts geschrieben. Einerseits, weil Sandersons Bücher mittlerweile eigentlich Selbstläufer sind, andererseits, weil die beiden deutschen Titel "Weg der Könige" und "Pfad der Winde", als geteilte Hardcoverausgabe des ersten Teiles einer Saga mit zusammen 43,98 € doch ganz schön zu Buche schlagen.
Trotz des hohen Preises und der vieldiskutierten Teilung englischer Bücher, komme ich nicht umhin noch einmal gesondert auf diese beiden Bücher einzugehen. (Als Anmerkung an dieser Stelle ein Auszug aus einem Interview mit Sebastian Pirling – Editor beim Heyne Verlag – aus dem Magazin "Phantastisch!": …denn bei über 1800 Seiten Übersetzungsmanuskript hätte die komplette Ausgabe im Hardcover eine Rückenbreite von fast 10 Zentimetern gehabt. Solch ein Buch hätte die Druck- und Bindestraßen unserer Druckerei ans Limit gebracht und locker 50 Euro kosten müssen.)
Im Laden werden wir ständig angefragt, ob man die Bücher lesen soll, oder nicht – ob man warten soll, oder ob sie abgeschlossen sind – wann das ganze als Taschenbuch erscheint und so weiter…
"The Way of the Kings" ist der erste Teil der "Stormlight Archive" – und damit eindeutig nicht wirklich abgeschlossen. Sanderson selbst schreibt über dieses Buch, dass es – nachdem er sich mit seinen Fingerübungen erstmal einen Namen gemacht hat – endlich zur Veröffentlichung eines wirklich ambitionierten Werkes kommen konnte. Einer Idee, die er bereits seit Anbeginn seiner Schaffenszeit mit sich herumträgt. Aber erst jetzt, nachdem er sich einen genügend großen Bekanntheitsgrad erarbeitet hat (als Schöpfer interessanter neuer Magiesystheme, wie er selbst schmunzelt), konnte er seinen Verleger von diesem Projekt überzeugen. Große Worte und – als gebrannte Kinder (ohne jetzt Namen nennen zu wollen) – scheuen wir epochale Werke, die ihre Autoren überleben könnten um sich in die Reihe der "Unvollendeten Meisterwerke" einzugliedern.
Sanderson hat seine Sache wirklich richtig gemacht und uns im Vorfeld bewiesen, dass er schnell schreibt, bei gleichbleibender (oder sogar steigender) Qualität, dass seine Werke von Anfang an ordentlich durchdacht sind und – mit seiner Arbeit an Robert Jordans "Rad der Zeit" sogar – dass er in der Lage ist, epische Serien, deren Autor leider vor Vollendung sterben musste (und vielleicht auch ein ganz klein wenig den Faden verloren hatte) sinnvoll weiterzuführen. Wer das Rad der Zeit bis zum aktuellen Band gelesen hat (den Abschlußband "A Memory of Light" ist uns auch Herr Sanderson bis jetzt schuldig geblieben – ist aber für November dieses Jahres angekündigt) wird mir zustimmen, dass seit er die Serie übernommen hat, eine ganz andere Dynamik entstanden ist. Fäden, die seit langem wie lose Enden im Wind geflattert hatten, finden zueinander, Handlungsstränge, die immer weiter auseinander gedriftet sind, fügen sich zusammen und das Ende ist nicht nur in Sicht, es macht auch wieder Spaß zu lesen und sich darauf zu freuen.
Die beiden Bände "Weg der Könige" und "Pfad der Winde" bilden eine Einheit und haben einen in sich geschlossenen Handlungsbogen. Sanderson hat nicht wie einige seiner Kollegen ein Cliffhanger-Ende fabriziert, das den Leser ärgerlich im Ungewissen lässt. Die beiden Bände machen zwar Lust auf mehr (und das wird wohl auch bald kommen 🙂 ) hinterlassen aber keinen schalen Beigeschmack. Zwei dicke Wälzer, handwerklich sehr schön als in Leinen gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag. Gelungene, aufeinander abgestimmte Cover-Illustrationen, eine hübsche Farbkarte, gelungene Illustrationen zu den Kapiteln, ein Satzspiegel, der gut lesbar ist, ohne nach Seitenschinden zu stinken und über 1.500 Seiten beste Fantasy-Unterhaltung, die dem zugegebenermaßen nicht wirklich schnäppchen-mäßigen Preis absolut gerecht werden.
Sanderson lässt sich an den richtigen Stellen Zeit für interessante Beschreibungen, Rückblicke und Querverweise und zieht das Tempo im rechten Moment furios an. Seine Charaktere gewinnen eine derart lebensnahe Tiefe, wie ich es lange nicht gelesen habe und die absolut glaubwürdigen Motive und Entwicklungen sind teilweise fast schon erschreckend plastisch. Am Ende des zweiten Bandes war ich involviert wie selten und hätte am liebsten gleich weiter gelesen. Zurück zu Dalinar, Kaladin, Schallan und Szeth.
Sanderson hat sich einfach noch einmal gewaltig gesteigert. Und dabei fand ich ihn schon seit "Elantris" wirklich innovativ und gut. Also, alle Bedenken über Bord werfen und einfach anfangen zu lesen! Wer die Bücher gelesen hat, wird sie nicht mehr in seinem Regal missen wollen…
Brandon Sanderson habe ich bereits für eigentlich alle Publikationen geliebt, gelobt und gefeiert. Über "The Way of the Kings" hatte ich bisher nichts geschrieben. Einerseits, weil Sandersons Bücher mittlerweile eigentlich Selbstläufer sind, andererseits, weil die beiden deutschen Titel "Weg der Könige" und "Pfad der Winde", als geteilte Hardcoverausgabe des ersten Teiles einer Saga mit zusammen 43,98 € doch ganz schön zu Buche schlagen.
Trotz des hohen Preises und der vieldiskutierten Teilung englischer Bücher, komme ich nicht umhin noch einmal gesondert auf diese beiden Bücher einzugehen. den ganzen Beitrag lesen…
Local Heroes "Banned in Boston" back in Würzburg
von Gerd am 18. Januar 2012
Über Martina Sophie Nöth habe ich schon viel geschrieben. Martina hat sich in allen Phasen ihrer beachtlichen kreativen Entwicklung voll hinter unseren Laden gestellt. War zu Signierstunden hier (schon 2001 zur 20 Jahre -Feier), hat ein Konzert für "Brot und Spiele 2006" mit ihrer Band "Amber" gegeben und war eigentlich immer eine große Hilfe mit ihren Verbindungen und ihrem großen Herz. Martina hat eine beachtliche Anzahl von Romanen publiziert, Rollenspiel-Abenteuer veröffentlicht und mit ihrer Band CDs produziert, die ebenfalls der Phantastik verbunden sind. Wer in ihre Songs reinhören will, der kann auf die myspace-Seite von Amber gehen. Wer nüchterne Aufzählungen mag, kann einfach mal in wikipedia nachsehen, dort ist ihre Bibliographie und Diskographie nachzulesen.
Was dort aber fehlt, ist ihr Einfluss, ihr Atem und ihre Aura, die in der ganzen Branche spürbar sind. Ihr werdet in der deutschen Rollenspiel-Szene kaum jemand Namhaften finden, der sie nicht kennt, dem sie noch nicht als Muse gedient, oder durch ihr Netzwerk weitergeholfen hat. Martina ist so etwas wie der gute Geist der Szene. Eine starke, individualistische Frau mit unglaublich integrativen Fähigkeiten und einem unendlichen Fundus von Verbindungen. Danke auch von meiner Seite!
Umso mehr freut es mich, dass sie mit ihrem neuen, spannenden Musikprojekt am 4. Februar in Würzburg, im Omnibus zu sehen sein wird.
"Banned in Boston" (In Boston untersagt) wurden in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts anrüchige und verruchte Musik, Filme und Literatur. Allerdings wurde das “Banned” Siegel schnell zum Gütezeichen und Geheimtipp der Partygesellschaft.
Im Stil und Outfit der späten 20er spielen BANNED IN BOSTON nicht nur unvergessene musikalische Kleinodien von 1920-1960, sondern kleiden auch moderne Rock- und Popsongs in ein neues und ungewöhnliches Gewand, als Swing, Bossa oder Blues mit Piano, Kontrabass und Gesang. Völlig unbeeindruckt von Konventionen und Genregrenzen überraschen BANNED IN BOSTON mit neu interpretierten Klassikern und hemmungslos originellen Coverversionen und lassen niemanden unbeswingt zurück …
Für mich riecht das nach einer ganzen Menge Spaß. Vielleicht sollte man ein 20er Cosplay oder Larp daraus machen? Wenn man die Bilder so sieht, erweckt es eh schon den Eindruck einer Zeitreise. Wäre doch gelacht, wenn wir den Schuppen nicht vollkriegen würden. Gut, das ist im Omnibus nicht so schwierig, aber ich würde mich freuen, wenn ein spürbarer Prozentsatz Bekannte dabei wären!
Über Martina Sophie Nöth habe ich schon viel geschrieben. Martina hat sich in allen Phasen ihrer beachtlichen kreativen Entwicklung voll hinter unseren Laden gestellt. War zu Signierstunden hier (schon 2001 zur 20 Jahre -Feier), hat ein Konzert für "Brot und Spiele 2006" mit ihrer Band "Amber" gegeben und war eigentlich immer eine große Hilfe mit ihren Verbindungen und ihrem großen Herz. Martina hat eine beachtliche Anzahl von Romanen publiziert, Rollenspiel-Abenteuer veröffentlicht und mit ihrer Band CDs produziert, den ganzen Beitrag lesen…
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Shadow of the Unnamable
von Gerd am 31. Dezember 2011 1 Kommentar
Nach all den Tipps für Weihnachtsgeschenke oder Lesefutter für die Feiertage, ist es mal wieder an der Zeit, sich eines Local Heroes anzunehmen. In diesem Fall ist die Bezeichnung nur zum Teil zutreffend. Sacha Renninger lebt mittlerweile in München, stammt aber aus Würzburg… und besucht nach wie vor, von Zeit zu Zeit, unseren Laden.
Sascha war, seit ich ihn kenne, fasziniert von Lovecrafts düsteren Welten. Und fast eben so lange, habe ich ihn von einem Filmprojekt in diesen phantastischen Alptraumwelten reden hören. Jetzt endlich, viele Jahre später hat er mir stolz von der Auszeichnung erzählt, die sein "Shadow of the Unnamable" auf dem 2011 H.P. Lovecraft Film Festival® erhalten hat. "Best Short Lovecraft Adaptation".
Der 16 Minüter basiert auf der Kurzgeschichte "The Unnamable" und wurde für seine Technik und erzählerische Qualität ausgezeichnet. Wenn alles gut geht, werden wir bald auch in Würzburg die Möglichkeit haben, den Film sehen zu können. Selbstverständlich geben wir euch in diesem Fall nochmal Bescheid. Wer jetzt schon Interesse hat, kann sich auf Youtube den Trailer anschauen, oder Saschas Homepage (https://www.the-unnamable.com/) besuchen.
Wir freuen uns, dass einmal mehr einer unserer Locals einen kleinen Traum verwirklichen konnte. In diesem Sinne wünschen wir euch allen für das nächste Jahr, dass euch das auch gelingen möge!
Nach all den Tipps für Weihnachtsgeschenke oder Lesefutter für die Feiertage, ist es mal wieder an der Zeit, sich eines Local Heroes anzunehmen. In diesem Fall ist die Bezeichnung nur zum Teil zutreffend. Sacha Renninger lebt mittlerweile in München, stammt aber aus Würzburg… und besucht nach wie vor, von Zeit zu Zeit, unseren Laden.
Sascha war, seit ich ihn kenne, fasziniert von Lovecrafts düsteren Welten. Und fast eben so lange, habe ich ihn von einem Filmprojekt in diesen phantastischen Alptraumwelten reden hören. den ganzen Beitrag lesen…
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Die feine Nase der Lilli Steinbeck
von Gerd am 3. Dezember 2011 1 Kommentar
Als kleinen Tipp für die Weihnachtstage, an denen einige von euch vielleicht ein bisschen mehr Zeit und Ruhe haben, als über das Jahr, möchte ich euch zwei wunderbare Bücher von Heinrich Steinfest ans Herz legen. Vor einiger Zeit hatte ich über seinen SF-Roman "Gewitter über Pluto" geschrieben. Ich hatte damals geschrieben, dass man Steinfest seine Nähe zur Phantastik eindeutig anmerkt, auch wenn dieser Roman sein (bis dato) einziger eindeutiger Science Fiction Roman war.
In den beiden Bände um Lilli Steinbeck, zeigt sich dieses Element wieder sehr deutlich, auch wenn es sich sicher nicht um Fantasy oder SF im eigentlichen Sinne handelt. "Die feine Nase der Lilli" stammt bereits aus dem Jahr 2006. Ein unglaubliches, fantastisches Buch, dass mir sehr viel Spaß bereitet hat. Schräge Charaktere, stille Momente und irrwitzige Szenarien in einer Art Thriller-Krimi Mix, mit den unvergleichlich geistreichen und witzigen Dialogen des offensichtlichen "Fanboys" Heinrich Steinfest.
In diesem Jahr ist jetzt mit "Die Haischwimmerin" die Fortsetzung dieser Wahnsinns Geschichte erschienen. Steinbeck schickt den Leser auf eine irrsinnige Reise durch eine Welt der Wunder. Durch die Hintertür entschlüsselt er dabei den Epilog des ersten Bandes, der den Leser mit einem völlig überstürzt und skizzenhaft geschilderten Klischee-Ende verwirrt hat. In "Die Haischwimmerin" schließt Steinfest den Kreis und unterhält uns mit einer fesselnden Reiseerzählung. Alle Protagonisten und auch die Nebencharaktere sind auf der Suche. Und diese Suche verläuft in einem Gewirr verschlungener Stränge, die Steinfest am Ende seiner Geschichte kunstvoll verknüpft.
Steinfest lesen ist niemals linear und immer unterhaltsam. Er verwöhnt den Leser stets mit seiner ausgewählt schönen Sprache und seinen genialen Dialogen. Irre Geschichte, abgedrehte Charaktere, unvorhersehbare Twists und genug fantastischer Einschlag, um die Romane auf unserer Seite und im Laden zu empfehlen. Deshalb mein Tipp für Weihnachten: Steinfest kaufen, zurücklehnen, entspannen, genießen. Ein (Stein)fest für die Feiertage!
Als kleinen Tipp für die Weihnachtstage, an denen einige von euch vielleicht ein bisschen mehr Zeit und Ruhe haben, als über das Jahr, möchte ich euch zwei wunderbare Bücher von Heinrich Steinfest ans Herz legen. Vor einiger Zeit hatte ich über seinen SF-Roman "Gewitter über Pluto" geschrieben. Ich hatte damals geschrieben, dass man Steinfest seine Nähe zur Phantastik eindeutig anmerkt, auch wenn dieser Roman sein (bis dato) einziger eindeutiger Science Fiction Roman war.
In den beiden Bände um Lilli Steinbeck, den ganzen Beitrag lesen…
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…und dann war da noch einer…
von Gerd am 14. November 2011
Wir haben gerade mal wieder einen Praktikanten. Eric ist ein ganz netter, noch relativ jung und es ist sein erstes Schnupperpraktikum von der Schule aus. Es ist bei uns üblich, dass Praktikanten, wenn sie Leerlaufzeiten haben, lesen dürfen. Was sie wollen. Im Gegenzug dazu sollen sie am Ende ihres Praktikums eine kurze Inhaltsangabe bzw einen kleinen Teaser zu diesem Artikel – Buch, Reihe, Comic oder was auch immer – schreiben. Den aktuellen Artikel will ich euch nicht vorenthalten. Ungewöhnlich, weil ich in dieser Altersstufe eher was aktuelles erwartet hätte – und außerdem finde ich den Text einfach Pulitzer-verdächtig 😉
Mir gefallen die Clever&Smart Comics besonders gut. In der Hermkes Romanboutique gibt es ziemlich viele davon. Es sind zwar nur gebrauchte Comics, aber sie sind noch gut erhalten und super witzig. Clever&Smart, ausgedacht hat sie F. Ibanez.
An der Tagesordnung steht in diesem Comic das Chaos ganz oben, gefolgt von verrückten Erfindungen Wut- und Lachanfällen und der Verbrecherjagd.
Das gibt Training für die Lachmuskeln.
Wir haben gerade mal wieder einen Praktikanten. Eric ist ein ganz netter, noch relativ jung und es ist sein erstes Schnupperpraktikum von der Schule aus. Es ist bei uns üblich, dass Praktikanten, wenn sie Leerlaufzeiten haben, lesen dürfen. Was sie wollen. Im Gegenzug dazu sollen sie am Ende ihres Praktikums eine kurze Inhaltsangabe bzw einen kleinen Teaser zu diesem Artikel – Buch, Reihe, Comic oder was auch immer – schreiben. Den aktuellen Artikel will ich euch nicht vorenthalten. Ungewöhnlich, weil ich in dieser Altersstufe eher was aktuelles erwartet hätte – den ganzen Beitrag lesen…
- Kategorien: Tipps
Asterix uff meefränggisch – das Prequel
von Gerd am 20. Oktober 2011
Nachdem der orchinal Text vo die Drei sowas vo genial is, du ich den eefåch amål übernemm:
"Asterix un di Wengert-Scheer" – des is jetz also di Vorgschicht vo unnere Drilochie: Wie alles begann – se schdorri biefor – na, wie’s hålt åågfånge håd, Dunnerkeil!
Der Asterix, der Obelix un di ganse Baggasch komme nämlich eichendlich aus Campus Hätzfeldia, unnerm heudiche schönne Schdädtle "Heidingsfeld". Hätzfeldia wår gwasi die Urform un des Orchinål vo der meefränggische Beschaulichkeit, Fräöündlichkeit un Schobbe-Kuldur. Di Hätzfelder hamm zunn Beischbiel scho damals gewusst, dass es ohne di richdiche Wengert-Scheer kenn guude Schobbe geit. Wie also der Asterix un der Obelix erschd emål Wördsburch håmm reinich müss vo lauter mafiöse Dreggsägg, woher also der Mädschigg-Schobbe eichendlich kümbd, wo’s di beste Winzermäster un Mästerwinzer geit, wie Wördsburch unbeuchsam geworde is geeche di Besatzer, wie’s also dazu komme is, dass unner Wörzburch di Hauptschdådt vo gans Meefrångn håd werd könn – des ölles steht in unnerer vierden Gschicht, di wo eichendlich di öllererschd Gschicht is!
Un weil däs so is, gibds nadürlich å Sichnierschdund mid di drei åldbekannde Übersetser:
desweche is am Freidåch dem 4.November ab 17.00 Uhr bei uns Ägdschen! Der Fraass' Kai, der Schunks Gunther un der Wolfs Hans-Dieter dun jedem, der wo’s måch was neis neue Bändli schreib!
Nachdem der orchinal Text vo die Drei sowas vo genial is, du ich den eefåch amål übernemm:
"Asterix un di Wengert-Scheer" – des is jetz also di Vorgschicht vo unnere Drilochie: Wie alles begann – se schdorri biefor – na, wie’s hålt åågfånge håd, Dunnerkeil!
Der Asterix, der Obelix un di ganse Baggasch komme nämlich eichendlich aus Campus Hätzfeldia, unnerm heudiche schönne Schdädtle "Heidingsfeld". Hätzfeldia wår gwasi die Urform un des Orchinål vo der meefränggische Beschaulichkeit, Fräöündlichkeit un Schobbe-Kuldur. den ganzen Beitrag lesen…
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Das Labyrinth der Geteilten Bücher
von Gerd am 18. Oktober 2011
Walter Moers ist einfach der Größte. Sein "Labyrinth der Träumenden Bücher" spielt wieder einmal auf perfide Weise mit der Mythenmetzschen Interaktion Autor – Leser. Im Grunde ist das Buch nicht nur das Vehikel der Geschichte, in welcher selbstverständlich in genialer Manier unzählige kleine Anspielungen und Verbindungen zu aktuellen und historischen Themen der Literatur und im Besonderen zu literarischen Adaptionen und multimedialem Crossmarketing eingewoben sind, sondern es ist selbst noch eine Parabel auf aktuelle Diskussionsthemen im Bereich Publikationen, besonders der Übersetzungen phantastischer Romane ins Deutsche.
Gerade eben, brandaktuell, befasst sich ein Artikel in der Ausgabe 44 des Magazins Phantastisch! mit diesem Thema (Christian Endres: Phantastisch! im Dialog – Geteilte Bücher, geteilte Freud?). Walter Moers spielt mit diesem Thema und damit auch mit den Gefühlen des Lesers. Es tut mir fast schon leid, dass ich an dieser Stelle die Warnung ausspreche, weil gerade die Warnung einen Teil der Wirkung dieses Stilmittels nimmt, dennoch möchte ich euch, die ihr unseren Blog lest, ein bisschen die Frustration nehmen, die damit verbunden ist, gegen Ende des Buches die Anzahl der Seiten schwinden zu sehen, ohne dass die Geschichte wirklich begonnen hat. Erst im Nachwort schreibt Walter Moers, der ja als Übersetzer der Mythenmetzschen Werke aus dem Zamonischen auftritt (welch genialer Streich, gerade in diesem Zusammenhang) dass es ihm leid tue, das Buch geteilt haben zu müssen. Moers schafft durch diesen Kunstgriff genau die Situation, die bei allen Diskussionen zum Thema geteilte Bücher als Quintessenz übrig bleibt. Man kann dieses Prozedere verteidigen oder angreifen. Es gibt für beide Seiten ausreichend Argumente. Was jedoch zweifelsfrei nur als Unart gesehen werden kann, ist die bewusste Desinformation seitens der Verlage. Bücher werden nicht mehr als Teile beworben, weder als Teile einer Trilogie oder eines Zyklus, noch – und schon gar nicht – als Teile eines Buches, im Zuge der Übersetzung aufgeteilt. Moers lässt den Leser ins offene Messer rennen. Kein Wort in der Bewerbung, kein Wort auf dem Umschlag, noch nicht einmal ein Vorwort. Lediglich ein, unauffällig in die dunklen Illustrationen der letzten Seiten eingebautes Nachwort, das fast nicht wahrgenommen wird. Ich hoffe, Walter Moers kann mir meine Anmaßung verzeihen, aber ich denke, dass diese Information vor allzuviel Frustration schützt und dennoch die Wirkung dieses Kunstgriffs nicht schmälert.
Genießt das "Labyrinth der Träumenden Bücher", lasst euch in die wunderbare Welt Zamoniens entführen und grollt nicht. Freut euch einfach auf den zweiten Teil und vertreibt euch die Zeit dahin mit Träumen und Lesen.
Walter Moers ist einfach der Größte. Sein "Labyrinth der Träumenden Bücher" spielt wieder einmal auf perfide Weise mit der Mythenmetzschen Interaktion Autor – Leser. Im Grunde ist das Buch nicht nur das Vehikel der Geschichte, in welcher selbstverständlich in genialer Manier unzählige kleine Anspielungen und Verbindungen zu aktuellen und historischen Themen der Literatur und im Besonderen zu literarischen Adaptionen und multimedialem Crossmarketing eingewoben sind, sondern es ist selbst noch eine Parabel auf aktuelle Diskussionsthemen im Bereich Publikationen, besonders der Übersetzungen phantastischer Romane ins Deutsche. den ganzen Beitrag lesen…
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Arkadien fällt
von Gerd am 12. Oktober 2011
Damit schließt Kai Meyers Arkadien Trilogie ab.
Drei Bände über den Kampf zweier Protagonisten um ihre Identität, ihre Stellung und schließlich um ihr Leben. Gefangen im Netz uralter Strukturen, Intrigen und ihrer eigenen Gene.
Typisch Kai Meyer, die Feder des Fantasy und Jugendfantasy-Autoren ist nicht zu verkennen. Wie immer dreht sich die Geschichte um jugendliche Helden bzw junge Erwachsene. Wie immer mixt er unsere Welt, mythologische Hintergründe und Phantastik auf gekonnte Weise zu einem spannenden Setting. Seine Charaktere kämpfen mit mächtigen Gegnern, mit globalen Verschwörungen und, wie immer mit sich selbst. Die Mischung ist typisch für alle seine Werke, lässt seine Charaktere aber glaubwürdig, facettenreich und plastisch erscheinen. Die Rezeptur besteht sanftem, angenehmem Humor, der meist aus Situationskomik entsteht, nachvollziehbaren Unzulänglichkeiten und Differenzen, durch allzu subjektive Perspektiven, und einer Prise Herzensangelegenheiten. Die Verstrickungen und Twists sind interessant und fesselnd. Seine jugendlich flapsige Sprache wirkt absolut passend, wenn er witzig wird und seine hübsche lyrische Sprache trägt zum entstehen wunderbarer Bilder bei.
Ich finde, die Arkadien Trilogie ist sein bisher bestes Werk. Ohne die Längen der Wolkenvolk- oder Sturmkönige-Trilogie (die mir wohlgemerkt auch schon sehr gut gefallen haben). Arkadien ist rasant und spannend, hat genug von seiner typischen Schreibe, um Fans zufrieden zu stellen, und, und das ist mir eben unglaublich positiv aufgefallen, einen ganz neuen, leichten Humor, der den Leser beschwingt durch die Geschichte gleiten lässt. Weniger Melodramatik, mehr Spaß und trotzdem voller Gefühl. Irgendwie ist Kai Meyers Schreibstil zusammen mit seinen Helden erwachsener und reifer geworden.
Ich bin gespannt auf seinen nächsten Zyklus.
Arkadien Trilogie 1 Arkadien erwacht
So und zum Schluss, sozusagen als postscript, noch eine kleine Anmerkung, die allerdings ein Detail aus der Geschichte verrät. Nicht weiterlesen, wen das absolut stört, auch wenn dieser Aspekt sehr schnell klar wird. Der folgende Satz hätte aber ohne die Preisgabe dieses Inhalts keinen Sinn gemacht:
Die Arkadien Trilogie schielt auf den ersten Blick ein wenig in Richtung der Verkaufszahlen aus der Kuschelvampir und Romantic Fantasy Ecke. Das Motiv der Tiermenschen, die unter uns leben findet sich sehr häufig in der Flut von Dark-Fantasy, Urban-Fantasy und Romancy Titeln – von Frauen, für Frauen – mit softerotischen Covern und nicht selten auch eben diesem Inhalt.
Ohne jetzt all diese Titel zu verdammen, ist es dennoch so, dass allein die erdrückende Flut dieses Marktsegmentes und die immer neuen und neuen Autorinnen, oft aus dem Fandom, ein deutliches Indiz für das Niveau der Masse an Titeln sind. 😉 Anne Rice hätte bestimmt auch nicht erwartet, dass ihr "Interview mit einem Vampir", Jahrzehnte später unzählige einsame amerikanische Hausfrauen (in Bob Ross Manier, oh Gott, ich liebe ihn! ) zu einem Heer spätberufener Autorinnen machen würde.
Meyer geht das Thema anders an – eben in gewohnter "Meyerart".
Damit schließt Kai Meyers Arkadien Trilogie ab.
Drei Bände über den Kampf zweier Protagonisten um ihre Identität, ihre Stellung und schließlich um ihr Leben. Gefangen im Netz uralter Strukturen, Intrigen und ihrer eigenen Gene.
Typisch Kai Meyer, die Feder des Fantasy und Jugendfantasy-Autoren ist nicht zu verkennen. Wie immer dreht sich die Geschichte um jugendliche Helden bzw junge Erwachsene. Wie immer mixt er unsere Welt, mythologische Hintergründe und Phantastik auf gekonnte Weise zu einem spannenden Setting. den ganzen Beitrag lesen…
Diskussionsrunde in der Orangerie und weiteres Programm
von Gerd am 9. September 2011 2 Kommentare
Als ganz kurzes Resumé des gestrigen Abends kann ich nur sagen, es hat Spaß gemacht, es war entspannt und, wie ich finde wirklich gelungen. Danke, an dieser Stelle noch einmal an alle. Danke an alle, die das Ganze ermöglicht haben, die Veranstalter und Helferlein, danke an alle Mitwirkenden und danke natürlich auch an euch, das Publikum. Wir hatten eigentlich vorher keine Ahnung, was auf uns zukommt, welches Publikum wir erwarten können, wie hoch der Anteil an Comicaffinen unter euch sein würden und wie viele denn überhaupt kommen würden. Sehr schön, dass wir ausschließlich in interessierte Gesichter blicken durften, dass ihr als Publikum sehr aktiv und produktiv an der Diskussion teilgenommen habt und damit zum Gelingen des Abends beigetragen habt. (Wer mehr lesen möchte, kann bei Marco Behringer und Christian Endres nachlesen.)
Damit sind die beiden ersten Veranstaltungen in Zusammenhang mit dieser Ausstellung, Vernissage und Diskussionsrunde, ein voller Erfolg gewesen. Damit auch alle weiteren Abende schön und erfolgreich werden, möchte ich euch an dieser Stelle noch einmal auf das weitere Programm verweisen. Als nächstes kommen 4 Filmabende.
09.09.11, also heute Abend, ab 20:00 Genius Party
10.09.11, ab 20:00 Waltz with Bashir
16.09.11, ab 20:00 Crumb
17.09.11, ab 20:00 American Splendor

Genius Party (c) Studio 4°C
Die Filme sind alle wirklich interessant, sie kosten nur geringen Eintritt und der Erlös kommt in voller Höhe der gemeinnützigen Programmkino Würzburg eG zugute. Ihr solltet euch das nicht entgehen lassen. Speziell den heutigen Abend finde ich besonders sehenswert, da ihr diese sehr genialen Kurzfilm-Meisterwerke sonst wohl nicht mehr zu Gesicht bekommt. Eine perfekte Ergänzung zur Ausstellung im Siebold Museum.
Außerdem möchte ich natürlich gleich hier noch einmal auf die Abschluss-Veranstaltung am 24.09.11 hinweisen. Ab 17:00 werden KriKra und Nil Orange live Comic-Zeichnen. Das ganze wird als eine Mischung aus Live Event und Interview stattfinden. Lockere Athmosphäre, kleine Häppchen und ein zwei Schoppen sollten den Abend zu einer netten, entspannten Veranstaltung machen.
Als ganz kurzes Resumé des gestrigen Abends kann ich nur sagen, es hat Spaß gemacht, es war entspannt und, wie ich finde wirklich gelungen. Danke, an dieser Stelle noch einmal an alle. Danke an alle, die das Ganze ermöglicht haben, die Veranstalter und Helferlein, danke an alle Mitwirkenden und danke natürlich auch an euch, das Publikum. Wir hatten eigentlich vorher keine Ahnung, was auf uns zukommt, welches Publikum wir erwarten können, wie hoch der Anteil an Comicaffinen unter euch sein würden und wie viele denn überhaupt kommen würden. den ganzen Beitrag lesen…
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Kultur Comic Würzburg
von Gerd am 5. September 2011
Manchmal ist es schon unglaublich. Da meint man jahrelang, in Würzburg würde sich nichts tun, und dann, auf einen Schlag, zwei wunderbare Veranstaltungen, die das Herz der Comic-Fans höher schlagen lässt. Neben den Vorbereitungen für die Ausstellung in der Orangerie und unserer diesbezüglichen Beteiligung, hatte ich bis zum Samstag einige andere Dinge völlig ausgeblendet. Als dann am Samstag Abend die Vernissage, trotz des (vielleicht letzten, so haben sich wohl viele gedacht) perfekten Sommertages, sehr positiv verlaufen war, kam so einiges Verdrängte ins Bewusstsein zurück.
Manga-Ausstellung…
letzter Tag, nein doch nicht, bis zum 18.09. verlängert…
…also Sonntag gleich nach den Öffnungszeiten geschaut und, oh Überraschung, just an diesem Tag gab es dann auch noch eine Führung, die recht vielversprechend wirkt. Gesagt getan, nach leichten Anlaufschwierigkeiten mit einem wiedermal etwas zickigen VW-Bus, waren wir dann noch fast pünktlich am Siebold Museum…
Die Ausstellung "manga-do, der Weg des manga" ist wirklich sehr gelungen. Viele interessante Exponate, sehr informative Zusammenstellungen und Vergleiche, und ein unglaublich netter und informativer Günter Beck, aus dessen Sammlung die Exponate stammen. Die Liebe zum Manga und zur japanischen Kunst sprudeln geradezu aus seinem Mund. Der Fotograf aus Pforzheim ist Sammler aus Leidenschaft. Seine Ausstellung zeigt die traditionelle Nähe der japanischen Kunst und Kultur zum modernen Comic. Die in Kaligraphie und Zeichnung gleichermaßen eindrucksvolle Pinselführung alter Meister, sowie etliche moderne Seiten und Cels aus Mangas und Animes. Trotz vieler Unkenrufe seitens kulturell und intellektuell gewichtiger Kunstverständiger und Journalisten räumt die Ausstellung gründlich alle gegenteiligen Argumente aus dem Weg.
Ob das moderne Manga aus der Tradition japanischer Künstler des frühen 19. Jahrhunderts entstanden ist, oder nicht, ist egal. Die Wurzel liegen offen vor Jedermanns Auge. Es gibt einfach diese verkopfte Trennlinie nicht, zumindest im kulturellen Japan, zwischen Kunst und Comic. Natürlich gibt es wertvollere und weniger wertvolle Mangas, Anspruch und Trash, aber das ist die Bandbreite einer jeden Kunstform.
Die Ausstellung ist für mich ein wunderbarer Beitrag, das Samenkorn des Verständnis für die "Neunte Kunst", in die Herzen, auch bei uns, zu pflanzen. Damit ist sie, neben der momentanen Konzeptausstellung "Kunst Film Comic" in der Orangerie, und speziell mit der Veranstaltung am Donnerstag, 08.09. "Die Neunte Kunst" ein Meilenstein, den sich das provinzielle Würzburg getrost an die breite Brust heften kann. Bleibt nur zu hoffen, dass die verschlafene Würzburger Regionalpresse die Tragweite ähnlich bewertet. Der Link auf der Seite des Siebold-Museums, bezieht sich jedenfalls derzeit noch auf die Kollegen aus Aschaffenburg.
Manchmal ist es schon unglaublich. Da meint man jahrelang, in Würzburg würde sich nichts tun, und dann, auf einen Schlag, zwei wunderbare Veranstaltungen, die das Herz der Comic-Fans höher schlagen lässt. Neben den Vorbereitungen für die Ausstellung in der Orangerie und unserer diesbezüglichen Beteiligung, hatte ich bis zum Samstag einige andere Dinge völlig ausgeblendet. Als dann am Samstag Abend die Vernissage, trotz des (vielleicht letzten, so haben sich wohl viele gedacht) perfekten Sommertages, sehr positiv verlaufen war, den ganzen Beitrag lesen…
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Orangerie Preview
von Gerd am 3. September 2011
Gestern Abend konnten wir einen ersten Blick auf die Ausstellung in der Orangerie werfen. Der gigantische Raum mit seinem leicht morbiden Rohbaucharakter bildet einen perfekten Rahmen für die comichaften Bilder von Alex Bumbulut. Die gleichzeitige Nutzung des hinteren Bereiches als Lagerhalle für Figuren des Hofgartens unterstützt den Installationscharakter. Die Gesamtkonzeption geht auf.
Wir alle, die einen kleinen Beitrag zum Gelingen der sehr ambitionierten Crossover Veranstaltung leisten durften und dürfen, können uns jetzt nur wünschen, dass möglichst zahlreiche Besucher die Halle frequentieren werden und dass die Veranstaltungen möglichst gut besucht sind. Nur durch solch mutige Projekte und den Einsatz Einzelner, wie in diesem Fall des sehr aktiven und idealistischen David Herzog, können neben dem schmalen Kulturbudget einer Stadt wie Würzburg, kleine, feine Oasen einer Schattenkultur entstehen, die sonst in unserer provinziellen Region eher spärlich gesät sind.
Heute Abend geht es los. Auf dass die Vernissage ein gelungener Auftakt werde!
Gestern Abend konnten wir einen ersten Blick auf die Ausstellung in der Orangerie werfen. Der gigantische Raum mit seinem leicht morbiden Rohbaucharakter bildet einen perfekten Rahmen für die comichaften Bilder von Alex Bumbulut. Die gleichzeitige Nutzung des hinteren Bereiches als Lagerhalle für Figuren des Hofgartens unterstützt den Installationscharakter. Die Gesamtkonzeption geht auf.
Wir alle, die einen kleinen Beitrag zum Gelingen der sehr ambitionierten Crossover Veranstaltung leisten durften und dürfen, können uns jetzt nur wünschen, den ganzen Beitrag lesen…
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Kultur für Würzburg
von Gerd am 18. August 2011 4 Kommentare
Überall gibt es Menschen, die sich für ihre Interessensgebiete einsetzen. Meistens sind solche Menschen Einzelkämpfer und blicken nicht über den Tellerrand ihres persönlichen Interesses. Schön, dass es Ausnahmen gibt!
Die Stiftung Zukunft Kultur i.Gr. hat sich der Förderung von Kunst und Kultur verschrieben. Unter dem Label ART IN RESIDENCE wird im September in der Orangerie des Hofgartens ein junger Künstler namens Alex Bumblut zu sehen sein. Mit der Aussage "Seine Werke sind im Grenzbereich der klassischen bildenden Malerei zur Comic-Kunst angesiedelt." trat man folgerichtig auch an uns heran, ob wir nicht unseren Teil dazu beitragen wollten und könnten.
Danke, danke, danke!
Die Anstrengungen der Verlage (und der rudimentär ausgeprägten Comic-Lobby in Deutschland) waren in den letzten Jahre sehr stark in Richtung Vermarktung von Graphic Novels gerichtet, um den literarischen Anspruch von Comics in Deutschland stärker zu etablieren. Ein guter Plan, der wohl auch mit dazu beiträgt Comics in Deutschland aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Um so schöner, dass uns jetzt von dieser Seite das Angebot gemacht wurde auch die Verbindung zur bildenden Kunst und Malerei aufzuzeigen und unseren Beitrag dazu zu leisten.
In diesem Zusammenhang werden zwei Sonderveranstaltungen begleitend zur Ausstellung stattfinden, die sich mit Comics befassen.
In den nächsten Tagen werde ich noch näheres dazu schreiben, so lange soll euch das Gesamtprogramm ein Anreiz sein, euch auf dieses Projekt zu freuen.
Freunde des Comics, freut euch auf diesen September und schwingt die Hufe in die Orangerie!
Alex Bumbulut
wird zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Seine Werke sind im Grenzbereich der klassischen bildenden Malerei zur Comic-Kunst angesiedelt.
Nil Orange
arbeitet hauptberuflich als fest angestellter Designer in Würzburg und widmet seine Freizeit der Zeichnerei und Entwicklung von Comics. Seine Werke erschienen u.a. im deutschen ComicMagazin „Panik-Elektro“ und im amerikanischen Magazin „HeavyMetal“.
Krikra
schreibt und zeichnet mit einem völlig eigenen Stil. Er gestaltet nicht nur Comics oder Platten- und Buchcover, sondern arbeitet auch als Kolorist für diverse große amerikanische Verlage ( u. a. „Tank Girl“).
DAS PROGRAMM
Samstag, 03.09.2011, 17:00 Uhr
Vernissage
Empfang zur Eröffnung der Ausstellung. Vorstellung des Künstlers, Erläuterung des Ausstellungskonzeptes, Vorstellung der Stiftung Zukunft Kultur
Donnerstag, 08.09.2011, 18:00 Uhr
„Die neunte Kunst“
Kurzvorträge, Projektion, Podiums-Diskussion – entlang der Grenzen und Übergänge zum Comic-Universum.
· Comics im europäischen Umfeld (Gerd Eibach)
· Kunst und Comic: Zeichen- und Colorierungstechniken im Vergleich zur klassischen Malerei und Zeichnung (Marco
Behringer), u.a. über Mattotti, Toppi, Bilal, Muth und Williams
· kunsthistorische Zusammenhänge (Christopher Franz)
Moderation und Diskussionsrunde: Marco Behringer, Gerd Eibach, Christian Endres, Christopher Franz, Christian Neubert, Bernie Sterner.
Freitag, 09.09.2011, 20:00 Uhr
Film – Genius Party
Japan, 2007, 105 Min., Kurzfilm Kompilation
Regie: Shin’ichiro Watanabe, Masaaki Yuasa, Mahiro Maeda u.a., FSK: ab 12, Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Eine Zusammenstellung von Anime-Kurzfilmen mit unkonventionellen und sehr verschiedenen Geschichten. „Die besten Anime-Regisseure Japans haben sich versammelt, um sieben Meisterwerke zu schaffen.“ moviepilot.de
Samstag, 10.09.2011, 20:00 Uhr
Film – Waltz With Bashir
IL,F, D, 2008, 2010, 87 Min., Animation.
Regie: Ari Folman, FSK: ab 12, Originalfassung, dt. Untertitel
Basierend auf realen Interviews und Ereignissen ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit – eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West Beirut während des ersten Libanonkrieges – auf fantastische und packende Art visualisiert. Die anspruchsvolle Produktion wurde 2009 mit einem Golden Globe und dem europäischen Filmpreis ausgezeichnet. „Ein Film, wie ein Festival ihn sich schöner nicht wünschen kann, innovativ in der Form, politisch brisant, unterhaltsam schnell.“ FAZ
Freitag, 16.09.2011, 20:00 Uhr
Film – Crumb
USA 1995, 119 Min. Dokumentarfilm.
Regie: Terry Zwigoff, FSK ab 18, Originalfassung
Porträt des legendären Underground-Comic-Zeichners Robert Crumb, „Vater“ der Figuren Fritz the Cat und The Fabulous Freak Brothers. Crumb plaudert aus seinem bizarren Leben. Cartoons und Einblicke in seine Arbeitsweise vervollständigen das Bild, in dem auch Familienmitglieder und die Frauen seines Lebens zu Wort kommen. „Eine freimütiger und intimer Blick auf einen phänomenalen Künstler und seine ziemlich dysfunktionale Familie, … eine exzellente Dokumentation der Gegenkultur.“ Variety
Samstag 17.09.2011, 20:00 Uhr
Film – American Splendor
USA 2003, 101 Min. Spielfilm.
Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcinimit: Paul Giamatti,
Chris Ambrose, Joey Krajcar, Josh Hutcherson, Daniel Tay.
FSK: ab 12, Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Spielfilm über das Leben von Harvey Pekar – Krankenhaus-Angestellter, leidenschaftlich-besessener Sammler, Jazz-Kritiker und, nach Inspiration durch seinen Freund Robert Crumb, Autor einer legendären halbautobiographischen Comicbook-Serie.
„…ein schrulliges Meisterwerk“ Frankfurter Rundschau
Samstag 24.09.2011, 17:00 Uhr
Comics – live on stage
Die Comic-Künstler Nil Orange und KriKra werden live malen, zeichnen und colorieren, während ihre Kunst auf die Leinwand projiziert wird.
Moderation und Interviews von Christian Neubert.
Die Filme werden in Kooperation mit dem CENTRALProgrammkino gezeigt, sie kosten Eintritt. Der Erlös der Filmabende kommt in voller Höhe der gemeinnützigen Programmkino Würzburg eG zugute.
Überall gibt es Menschen, die sich für ihre Interessensgebiete einsetzen. Meistens sind solche Menschen Einzelkämpfer und blicken nicht über den Tellerrand ihres persönlichen Interesses. Schön, dass es Ausnahmen gibt!
Die Stiftung Zukunft Kultur i.Gr. hat sich der Förderung von Kunst und Kultur verschrieben. Unter dem Label ART IN RESIDENCE wird im September in der Orangerie des Hofgartens ein junger Künstler namens Alex Bumblut zu sehen sein. Mit der Aussage "Seine Werke sind im Grenzbereich der klassischen bildenden Malerei zur Comic-Kunst angesiedelt." den ganzen Beitrag lesen…
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Trari trara, der Gerd ist wieder da…
von Gerd am 9. Juni 2011 2 Kommentare
Die letzten zwei Wochen war ich teils im Urlaub und teils schwer beschäftigt. Deswegen ist die Seite auch wenig aktualisiert worden. Bernie hatte auch ein bisschen double Trouble und konnte nur die Novi-Artikel erstellen. Hat er aber in zuverlässiger Regelmäßigkeit gemacht. Jetzt gelobe ich Besserung. Ab heute wird es wieder regelmäßig Updates geben. Den Anfang möchte ich mit einem kurzen Tipp machen.
Es gibt aktuell zwei wirklich "harte" Fantasy Titel, die wirklich lesenswert, aber nichts für schwache Nerven sind. Spätestens seit Joe Abercrombies Helden "Logen" und "Glokta", sind wirklich böse Protagonisten salonfähig geworden. Kriegsklingen ist in unserem kleinen Laden fast vierhundert mal über die Theke gegangen und es gab fast keinen Leser, der die Trilogie nicht herausragend fand. Vielleicht war es der Bonus des Vorreiters, vielleicht die absolute Konsequenz, mit der Abercrombie seine Antihelden "dreckig" behandelt hat. Übrigens kommt da auch was Neues 😉
Jetzt präsentiert uns Mark Lawrence mit seinem Helden "Jorg" ein mindestens ebenso erlesenes Früchtchen. Schwere Kindheit, übles Schicksal und jetzt , als Jugendlicher, Anführer einer Horde wirklich übler Plünderer. Der "Prinz" ist ein berechnender, intriganter Widerling, der mir trotzdem eine unglaublich kurzweilige Lektüre geboten hat. Obwohl der Plot auf den ersten Blick nicht wirklich innovativ wirkt, schafft es Lawrence in seinem Erstlingswerk überraschende Twists und verworrene Fäden zu weben. "Jorg" ist, wie er ist. Er braucht keine Entschuldigungen oder Erklärungen. Er hat eindeutige Ziele und das Zeug, diese zu erreichen. So hart und brutal das Buch auch sein mag, es hat mich nicht nur unterhalten. Der intelligente Plot hat mich fasziniert und irgendwie habe ich den kleinen Bastard auch ins Herz geschlossen. Ein kindlicher Held, der wirklich nichts für Kinder ist. Hoffentlich kriegen wir bald mehr von diesem bösartigen britischen Newcomer am Fantasy Himmel zu lesen!
Der zweite Roman, den ich in diesem Zusammenhang noch einmal empfehlen möchte, ist wirklich nichts für zarte Gemüter. "Die traurige Geschichte der Brüder Grossbart" ist böse, düster, erschreckend und manchmal sogar abstoßend. Jesse Bullington bedient sich dabei einer drastischen Härte, die man eigentlich auch aus alten Märchen kennt. Man denke nur an das Märchen der Gebrüder Grimm "Die Gänsemagd", in dem die falsche Braut in einem Fass, in das Nägel getrieben wurden, durch das Dorf zu Tode gerollt wird. Die Zwillinge Hegel und Manfried Grossbart sind die Essenz von Boshaftigkeit, Brutalität und Gewalttätigkeit. Dabei von einer tumben Gottesfürchtigkeit. Wenn die beiden ihre blutige Spur durch den Roman ziehen, wird wirklich nichts ausgelassen. Dabei sind die Charaktere derart genial in Szene gesetzt und unfassbar böse von Eva Bauche-Eppers ins Deutsche übertragen, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Okay, ich gebe zu, man muss es mögen und vielleicht auch selbst eine dunkle Seite haben, aber wer auf Härte mit dem nötigen Schuss bitterschwarzen Humors steht, sei dringend aufgefordert, dieses Meisterwerk zu konsumieren ;-). Auch bei diesem Erstling bleibt der Wunsch nach mehr.
Blutiger Auftakt nach dem Urlaub.
Muss ich mir jetzt Gedanken machen?
Na ja, ihr müsst es ja nicht lesen, aber ihr verpasst wirklich was…
Die letzten zwei Wochen war ich teils im Urlaub und teils schwer beschäftigt. Deswegen ist die Seite auch wenig aktualisiert worden. Bernie hatte auch ein bisschen double Trouble und konnte nur die Novi-Artikel erstellen. Hat er aber in zuverlässiger Regelmäßigkeit gemacht. Jetzt gelobe ich Besserung. Ab heute wird es wieder regelmäßig Updates geben. Den Anfang möchte ich mit einem kurzen Tipp machen.
Es gibt aktuell zwei wirklich "harte" Fantasy Titel, die wirklich lesenswert, aber nichts für schwache Nerven sind. den ganzen Beitrag lesen…
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Local Heroes: Robert Wenzl
von Gerd am 17. Mai 2011 3 Kommentare
Da ich über unser allseits beliebtes Dream-Team Christian & Christian bereits mehrfach berichtet habe, sind die beiden rot-umrandeten Herrschaften aussen vor. Neben einem kurzen Guest-Starring von Volkan Baga, saß aber noch ein bisher Unbekannter Local am Signiertisch.
Robert Wenzl ist ebenfalls Würzburger. Er arbeitet hauptberuflich als fest angestellter Designer und widmet seine Freizeit der Zeichnerei und Entwicklung von Comics und ist dabei auch schon recht erfolgreich gewesen. Unter anderem wurden Werke von ihm im deutschen Comic-Magazin "Panik-Elektro" unter dem Pseudonym Nil Orange veröffentlicht. Sein bisher größter Erfolg war die Publikation im amerikanischen Magazin "Heavy Metal".
Robert kam eines Tages in die Romanboutique spaziert und hat sich vorgestellt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass er mir als Local bis dahin völlig durch die Lappen gegangen war. Umso größer meine Überraschung, wie vielseitig und interessant seine Werke sind. Leider hat er in den letzten Jahren arbeitsbedingt die freie Kunst etwas schleifen lassen. Aber vielleicht war der Samstag ja Ansporn für ihn, wieder an seinen Projekten zu arbeiten. Vielleicht können wir ihn auch für den Stammtisch der Phantastik-Schaffenden gewinnen. Und hoffentlich können wir ihn wieder einmal als Guest-Star im Laden begrüßen. Wer an die alten Publikationen nicht mehr herankommt, aber jetzt interessiert ist, kann seine HOMEPAGE besuchen oder mal bei uns in die GALERIE spitzen. Ich habe einige Auszüge von ihm bei uns auf die Seite gestellt.
Da ich über unser allseits beliebtes Dream-Team Christian & Christian bereits mehrfach berichtet habe, sind die beiden rot-umrandeten Herrschaften aussen vor. Neben einem kurzen Guest-Starring von Volkan Baga, saß aber noch ein bisher Unbekannter Local am Signiertisch.
Robert Wenzl ist ebenfalls Würzburger. Er arbeitet hauptberuflich als fest angestellter Designer und widmet seine Freizeit der Zeichnerei und Entwicklung von Comics und ist dabei auch schon recht erfolgreich gewesen. Unter anderem wurden Werke von ihm im deutschen Comic-Magazin "Panik-Elektro" den ganzen Beitrag lesen…
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Schö wars!
von Gerd am 14. Mai 2011 3 Kommentare
Der zweite deutsche Gratis Comic Tag ist zu Ende gegangen…
…und wieder war es ein Knüller diesmal. Ganz anders als im letzten Jahr, aber wieder genial. Lauter glückliche, zufriedene Gesichte, viele neue dabei, viel Spaß auf allen Seiten und eine alles in allem superschöne Aktion. Hatten wir im letzten Jahr fast schon Comicsalon-Zustände mit vielen, vielen Zeichnern und Autoren, stand der diesjährige GCT ganz im Zeichen einer fröhlichen und ausgelassenen Feier. Natürlich waren auch dieses Jahr wieder tolle Künstler an den Tischen gesessen um ihre Werke zu signieren und um zu zeichnen und Wünsche zu erfüllen, aber diesmal war das eben nur Teil einer großen Partie. Viele Cosplayer waren zu sehen, die Strawberry Heroes kamen gleich als Superhelden-Quartett und mit Lisa und Boris alias Catwoman und Twoface waren auch zwei DC Superschurken vor Ort. Zum Glück ohne großen Battle. Kim hielt die Stange der Manga Cosplayer hoch (schade, da hätte ich noch auf ein bisschen mehr Gesellschaft gehofft). Gratiscomics, Cosplay und Signieraktionen. Alles das war eingebettet in eine supertolle KaffeeundKuchen- und GrillenundBier-Party!
Burn war den ganzen Tag am Würstchen und Steaks wenden und hat alle mit Unmengen tierische Proteine versorgt. Ein Heer von Helfern hat den ganzen Tag dafür gesorgt, dass die Auslage der Gratis-Comics nicht leer wird, dass die Kaffee-Versorgung gewährleistet ist, dass genug Bier und Fleisch-Nachschub vorhanden war und dass die Ströme begeisterter Kunden keine Wartezeiten bei Fragen und an der Kasse hatten.
Geile Sache, super Stimmung, tolle Gäste, tolle Helfer und natürlich auch tolle Kunden!
Bleibt eigentlich nur noch, sich bei allen zu bedanken und zu versprechen, dass wir uns auch im nächsten Jahr wieder etwas einfallen lassen werden.
Tausend Dank an euch alle, dass ihr diesen Tag so schön gemacht habt, vom gesamten Team aus Hermkes Romanboutique!
…ach ja, in der Galerie sind schon die ersten Bilder. Ich hoff mal, dass ich noch viele weitere bekomme, die stell ich natürlich so schnell wie möglich auf die Seite. Jetzt könnt ihr erstmal HIER kucken…
Der zweite deutsche Gratis Comic Tag ist zu Ende gegangen…
…und wieder war es ein Knüller diesmal. Ganz anders als im letzten Jahr, aber wieder genial. Lauter glückliche, zufriedene Gesichte, viele neue dabei, viel Spaß auf allen Seiten und eine alles in allem superschöne Aktion. Hatten wir im letzten Jahr fast schon Comicsalon-Zustände mit vielen, vielen Zeichnern und Autoren, stand der diesjährige GCT ganz im Zeichen einer fröhlichen und ausgelassenen Feier. Natürlich waren auch dieses Jahr wieder tolle Künstler an den Tischen gesessen um ihre Werke zu signieren und um zu zeichnen und Wünsche zu erfüllen, den ganzen Beitrag lesen…
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