Die Reise
von MarkusT am 4. Mai 2020 Kommentare deaktiviert für Die Reise
Marina Lostetter
Die Reise
Aus dem amerikanischen Englisch von Irene Holicki
(Noumenon, 2017)
München, Wilhelm Heyne Verlag, 2019, 558 Seiten
ISBN 978-3-453-31827-4
Wohin geht die Reise und wo endet sie?
Die Menschheit hat ein außerirdisches Artefakt um einen weit entfernten Stern entdeckt. Reggie Straifer, Wissenschaftler und einer der Entdecker des Phänomens überredet die Regierenden, eine Mission in Richtung des Sterns zu entsenden. Daher werden 9 Raumschiffe gebaut, die die lange Reise von mehreren Jahrzehnten unternehmen sollen. Geplant ist, diese ideal ausgesuchte Crew durch Klonierung in diesem Zustand zu halten. Dazu werden auf der Erde Menschen mit besonderen Persönlichkeitsmerkmalen gesucht, die auf den Raumschiffen festgelegte Positionen besetzen werden. Ihre Klone sind dann die logischen Nachfolger der jeweiligen Position.
Mit diesem Setting hat sich die Autorin in ihrem Debütroman eine Menge vorgenommen. Dabei bedient sie sich eines Kniffs, dem Roman die Komplexität zu nehmen, ohne dass darunter die Geschichte leidet. Jedes Kapitel ist in sich abgeschlossen und wird durch einen anderen Protagonisten dominiert. Dadurch erzeugt sich zudem eine gewisse Dynamik, die es dem Leser leicht macht, sich auf die Ideen der Autorin einzulassen.
Was zu Beginn nach einer klar umgrenzten Misson aussieht, entpuppt sich im Verlauf der Reise als eine wahre Odysee und endet beinahe in einem Fiasko. Bei der Rückkehr zur Erde sind dort mehr als 2000 Jahre vergangen, während es für die Crew nur knapp 120 Jahre sind. Die zudem aus Sicht der geklonten, aktuellen Besatzung nur wenige Jahre umfasste.
Die Autorin verknüpft mit ihrem Erstling die besagte Odysee mit den Problemen auf Generationenschiffen, den sich daraus ergebenden politische Verstrickungen, Sabotagen und Aufständen gepaart mit Zeitreisephänomene zu einem unterhaltsamem Mix.
Hinsichtlich der aktuellen Lage lassen sich aus meiner Sicht Verbindungen zu den „Parallelen“ festmachen. Wir befinden uns auf einer Reise, bei der wir nicht einschätzen können, wie lange diese dauert und wohin sie uns führt. So ähnlich ergeht es den Reisenden.
Auch ohne die Nähe zu den Parallelen ein lesenswerter Debütroman von Marina Lostetter.
Marina Lostetter
Die Reise
Aus dem amerikanischen Englisch von Irene Holicki
(Noumenon, 2017)
München, Wilhelm Heyne Verlag, 2019, 558 Seiten
ISBN 978-3-453-31827-4
Wohin geht die Reise und wo endet sie?
Die Menschheit hat ein außerirdisches Artefakt um einen weit entfernten Stern entdeckt. Reggie Straifer, Wissenschaftler und einer der Entdecker des Phänomens überredet die Regierenden, eine Mission in Richtung des Sterns zu entsenden. Daher werden 9 Raumschiffe gebaut, die die lange Reise von mehreren Jahrzehnten unternehmen sollen.
- Kategorie: Bücher , MarkusTs Auslese , Parallelen , Rezis , Science Fiction
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Tade Thompson

Philip K. Dick
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Stanislaw Lem
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Andreas Eschbach
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Juli Zeh
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Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wo ich es einfügen soll, aber ich denke, hier ist wieder einmal ein neuer Aspekt. In der derzeitigen Flut von anstehenden Beiträgen und in der lebendigen Auseinandersetzung mit dem Thema ändern sich viele Parameter stündlich. Fast wie mit den reellen Einschätzungen und Prognosen für Verordnungen, Auswirkungen und Zeiträume. Auch wenn wir euch im Moment wirklich fast schon überrollen, mit Informationen und neuen Beiträgen muss ich diesen jetzt doch noch loswerden. Trotz der gehaltvollen und interessanten Beiträge, die heute bereits auf unserer Seite online gegangen sind.
Steven Erikson
Andreas Eschbach
Quifan Chen
I Endzeit- und Katastrophenromane
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III Soziale und politische Science Fiction
IV Klassische Fremdwesen- und Fremdweltenromane
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H. G. Wells
Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
Michael K. Iwoleit & Michael Haitel (Hrsg.)

Wer gerne mehr von seinem profunden Wissen profitieren möchte, dem lege ich einmal mehr an dieser Stelle das
Ian McEwan
China Miéville
H. J. Balmes, J. Bong, A. Roesler & O. Vogel (Hrsg.)
Gier – Wie weit würdest du gehen?
Tom Hillenbrand
Altered Carbon
T. S. Orgel
Karin Boye
Ursula K. Le Guin
Dies vor Augen, habe ich mir den Roman lieber vorlesen lassen – und siehe da, als Hörer jedenfalls hat man keine Probleme, denn Sascha Rotermund ist einer der besten Sprecher, die wir momentan haben. Seine Lesung ist absolut perfekt.
Das leicht gekürzte Hörbuch wird von Gabrielle Pietermann gelesen, deren Stimme (vor allem zu Beginn) etwas nervt, was dann aber auch wieder gut zu Jazz passt. Und nach wenigen Kapiteln kann man sowieso nicht mehr aufhören.
Buchmesse ist Arbeit, Trubel und in Zeiten heutiger Informationsflüsse wesentlich weniger relevant, als zu früheren Zeiten. Besonders für uns als Spezialbuchhandlung für Phantastik, die bei den großen Verlagshäusern deutlich an Stellenwert verloren zu haben scheint. Umso schöner, dass es den BuCon gibt, wo sich die Crème de la Crème deutscher Phantastikschaffender die Klinke in die Hand gibt, mit Menschen, die das Genre und Bücher an sich lieben. Wie sonst käme es zu wunderschönen Verlagsnamen wie "PAPIERVERZIERER"?
Als Highlight für mich persönlich konnte ich das nette Gespräch mit einem alten Bekannten verbuchen, der mir gleich am Vormittag (wo ich es natürlich noch nicht wusste) sein ernstgemeint bescheidenes Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht hat, dass er (wie sich später herausstellt, neben Erik Schreiber) einer von zwei diesjährigen Preisträgern sein wird. Und zwar für das Lebenswerk. Da kann ich mich nur anschließen. Gratulation und flammende Zustimmung von mir persönlich, Werner Fuchs. Du hast vielleicht im Einzelnen weniger bewirkt oder geschaffen als andere, aber du bist eben der gute Geist der Phantastik. Netzwerker und Allrounder. Über Genres und Grenzen hinweg und ja, als Lebenswerk kann man das mit Sicherheit betrachten, egal, wie viel noch von dir geleistet werden wird.
Hardy Kettlitz
Michael K. Iwoleit & Michael Haitel (Hrsg.)
Cixin Liu
Robert Silverberg (Hrsg.)