Ringo Gesamtausgabe
von Mister Endres am 12. Juli 2021
William Vance u. a.
Ringo (Gesamtausgabe)
Splitter Verlag, 2021, 192 Seiten
ISBN: 978-3-95839-355-4
Der belgische Autor und Zeichner William Vance (1935–2018) sollte dank Werken wie „Bob Morane“, „Bruno Brazil“, „XIII“ und „Marshal Blueberry“ in die Ruhmeshalle des europäischen Comics einziehen. Zwischen 1965 und 1978 arbeitete Vance mit einigen Mitstreitern außerdem an der Westernserie „Ringo“, die vornehmlich im Magazin „Tintin“ herauskam. Splitter hat nun alle drei Alben sowie zwei Kurzgeschichten in einen großen, dicken Komplettband gepackt. Der reitende und schießende Titelheld Ray Ringo eskortiert darin für das Unternehmen Wells Fargo Postkutschen mit wertvoller Fracht durch den Wilden Westen, kämpft allerdings auch im amerikanischen Bürgerkrieg in der Schlacht von Gettysburg – und verhält sich stets äußerst ehrenvoll und heroisch.
Ringos Abenteuer sind eben sehr klassische und traditionelle, nichtsdestotrotz gute und unterhaltsame Western-Kost. Der neue Sammelband, der die bisherige Gesamtausgabe in zwei Bänden ablöst, ermöglicht es einem obendrein, die Entwicklung von Vance und dessen Zeichenstil nachzuvollziehen – vom sensationellen Debütanten zum sagenhaften Meister. Jede Episode im Hardcover ist gut bebildert und behauptet sich problemlos gegen den Banditen namens Zeit, doch besonders die letzte lange Story von Ende der 1970er, in der es Ringo während eines Blizzards in den Bergen mit ein paar mexikanischen Outlaws aufnehmen muss, begeistert. Vance’ Inszenierung und Visualisierung dieses Duells im Schnee ist und bleibt zeitlose Western-Exzellenz.
Christian Endres
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William Vance u. a.
Ringo (Gesamtausgabe)
Splitter Verlag, 2021, 192 Seiten
ISBN: 978-3-95839-355-4
Der belgische Autor und Zeichner William Vance (1935–2018) sollte dank Werken wie „Bob Morane“, „Bruno Brazil“, „XIII“ und „Marshal Blueberry“ in die Ruhmeshalle des europäischen Comics einziehen. Zwischen 1965 und 1978 arbeitete Vance mit einigen Mitstreitern außerdem an der Westernserie „Ringo“, die vornehmlich im Magazin „Tintin“ herauskam. Splitter hat nun alle drei Alben sowie zwei Kurzgeschichten in einen großen, dicken Komplettband gepackt. den ganzen Beitrag lesen…
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Conan der Cimmerier: Der rote Priester
„Der Gott in der Schale“ hat Doug Headline adaptiert, Sohn des berühmten Krimiautors Jean-Patrick Manchette, der im Laufe der Jahre auch schon einige Geschichten seines Vaters in Comics umwandelte. Sinnig, dass er den „Conan-Krimi“ in Howards Schaffen angeht, obwohl der Cimmerier in Ich-Perspektive etwas seltsam anmutet – die macht jedoch nur einen Teil der Geschichte und Blickwinkel aus. Das Artwork von Emmanuel Civiello kann man problemlos noch als interessant verbuchen, seine pastelligen Bilder eifern oft sogar der Plastizität in den Arbeiten von Richard Corben nach. Gewohnt gut ist das Nachwort des bereits erwähnten Louinet, da er „Der Gott in der Schale“ als Conan-Story über Polizeigewalt in den USA aufschlüsselt, die Howard in den 1930ern inspirierte und die noch heute ein so präsentes Thema ist.
Guillaume Perreault (Text & Bilder)
Jens Natter
Félix, Gastine
Zep
Benjamin Renner
Venayre, Wens
Matthieu Bonhomme
Alejandro Jodorowsky & François Boucq
Alexander Braun
Eldo Yoshimizu
Trotz der erschwerten Umstände war die Version einer Signierstunde über Vorbestellungen erstaunlich erfolgreich. Die Zahl der Bestellungen war erstaunlich und der Gunther und der Kai haben sich trotz abwesendem Publikum die Finger wund geschrieben… Die Jungs waren richtig gut drauf und könnten ALLE Vorbestellungen erfüllen und abarbeiten. Ein winziger Rest an signierten Exemplaren hat Ostern überlebt. Wer als sehr schnell ist…
Gou Tanabe
Hannah Brinkmann
René Goscinny / Albert Uderzo
Latürnich haben wir den 6. meefränggischn Asterix pünktlich für euch vorrätig. Trotz Corona wollen wir euch auch diesmal wieder mit signierten Exemplaren erfreuen. Am Donnerstag, dem 1. April werden deswegen die beiden Übersetzer Gunther Schunk und Kai Fraass ab 16:00 Uhr bei uns vor Ort sein. Um einen reibungslosen und möglichst kontaktfreien Ablauf zu gewährleisten bitten wir euch um Vorbestellungen. Bitte schickt uns die gewünschte Menge, entsprechende Wunschnamen für eine Widmung und eure Kontaktdaten per email an 
Andrea Serio
Prado
Gipi & Luigi Critone
Amano Jaku

Mikael Ross
Hiroaki Samura
Will Eisner
Kenta Shinohara
Philippe "Tome" Vandevelde
Boichi

Lupano & Cauuet
Igort
Hugo Pratt
Corto und einige seiner Freunde wollen darin das Geheimnis im Meer verschwundener Inseln und Kontinente lüften, am Ende meditiert Pratt in einem Comic, der mehr Drogentraum als traditionelle Abenteuergeschichte ist, jedoch primär über Sehnsuchtsorte im Allgemeinen und ignoriert narrative Erwartungen und Tugenden dabei weitgehend. Sein herrlich grober, gekonnt abstrahierender Strich trägt das natürlich trotzdem mühelos. Zudem stehen der surrealistischen Bildergeschichte fast 100 Seiten Einleitung voran, Sachtexte zu den versunkenen Reichen genauso wie eine Prosa-Vignette von Pratt. Es gibt eben viel zu erzählen über die faszinierenden Meta-Mythen von Atlantis, Mu, Eden und Co. – und kaum jemand verstand ihren wahren Kern und ihren Sirenenruf besser als Hugo Pratt. Wer Corto bis zu diesem letzten Abenteuer unter seinem Schöpfer folgte, kriegt Quintessenz und Message von „Mu“ deshalb durchaus zu fassen. Wer dagegen noch nie mit Corto und Pratt segelte, fängt besser am Anfang mit „Die Südseeballade“ oder mit einem der Highlights wie „Die Kelten“ oder „Die Äthiopier“ an.
Kelly Thompson, Veronica Fish, Andy Fish
Torben Kuhlmann (Text & Bilder)
Grant Geissman
Florian Winter
Naoki Urasawa
Étienne Willem
Burn hat ja schon in einem der
Ed Brubaker, Sean Phillips
Auch der Gratis Comic Tag 2020 musste im Mai wegen Corona gestrichen, beziehungsweise verschoben werden. Es gab endlose Diskussionen und Querelen. Ganz besonders unverständlich war für viele teilnehmende Läden, uns eingeschlossen, das unsolidarische Verhalten einiger weniger. Insbesondere der große Versender aus Nürtingen. Bei der Sammlerecke kann man die Gratiscomics bereits seit ihrer Auslieferung bestellen. Wir alle haben die Ware bereits zu Beginn des Jahres bestellt und bezahlt. Wir alle mussten auf das besondere Event GCT 2020 im Mai verzichten. Aus bekannten Gründen. Uns alle trifft nicht nur die Vorfinanzierung, sondern natürlich auch der Ausfall eines umsatzträchtigen Tages. Dass man sich in diesem Zusammenhang nicht wenigstens solidarisch auf einen gemeinsamen "Erstverkaufstag" einigen kann ist mehr als traurig.
US Lieferung KW 32
Jeff Lemire, Dutin Nguyen
Zu Beginn des ersten Bandes „Die verwunschene Galaxie“ sind zehn Jahre vergangen, seit im Serienfinale von „Descender“ der Status quo des Universums erschüttert wurde. Im Auftakt zu „Ascender“ leben Menschen und Aliens jetzt ohne verbotene Technologie auf ihren Planeten. Die diabolische Magierin Mutter und ihre Vampir-Schergen wachen streng über das neue Zeitalter der Zauberei. Als eines Tages ein kleiner bellender Roboter den Weg der jungen Mila kreuzt, verändert sich die Situation schlagartig …
René Moreau & Michael Vogt (Hrsg.)
Paolo Bacilieri
Joe Sacco
Tom Gauld
Roald Dahl & Pénélope Bagieu
Gleich im ersten Band „Die Königin der Schwarzen Küste“ inszenieren Jean-David Morvan („Sillage“) und Pierre Alary („SinBad“) Howards ultimativen Conan-Meilenstein von 1933 neu – bis heute eine der intensivsten, kraftvollsten und besten Storys des Conan-Mythos und des Genres. Die bittersüße Liebesgeschichte von Conan und der unabhängigen Piratin Bêlit – einer der wenigen starken Frauenfiguren der damaligen Fantasy-Ära – ist gekonnt komprimiert und obendrein herausragend, um nicht zu sagen aufsehenerregend frisch und eigensinnig visualisiert. Ein barbarenstarker Comic, der alte Haudegen begeistert und Neulesern alles gibt, was es für eine gute Conan-Ersterfahrung braucht.
Nachdem der Franzose Robin Recht bereits eine tolle Adaption von Michael Moorcocks Antihelden Elric (ebenfalls bei Splitter) mitverantwortete, wandte er sich Howards Conan zu. In seiner beeindruckenden Comic-Fassung der posthum erschienenen REH-Story „Ymirs Tochter“, einer der bekanntesten Conan-Erzählungen, jagt der Cimmerier in den Bergen der verführerischen Tochter eines göttlichen Riesen nach. Recht entfesselt in seinen imposanten Seitenlayouts und kunstvollen, wuchtigen Bildern den gesamten sexuellen Subtext der Vorlage. Seine Seiten muss man einfach gesehen haben. Neben einem weiteren kenntnisreichen Artikel über das Original rundet ein Vorwort von Altmeister Moorcock dieses Album perfekt ab.
Seien wir ehrlich: Conan-Comics sind ‚traditionell’ nicht gerade das Revier weiblicher Comic-Macher – Becky Cloonan war vor einigen Jahren die große Ausnahme. Nun tritt die französische Künstlerin Virginie Augustin („Alim der Gerber“) hervor. Sie setzt Howards „Schatten im Mondlicht“ optisch stark um – und findet eine zeitgemäße Balance, was die einerseits klassische, andererseits ironische Darstellung angeht. Etwa wenn Augustin nicht allein die Vorzüge der entflohenen Sklavin Olivia zeigt, sondern ebenso Muskelpaket Conan beim Baden ein paar erotische Einstellungen spendiert. Eine famose moderne Annäherung an den betagten Stoff und seine gelegentlich angestaubten Rollenbilder.
„Aus den Katakomben“ stellt ein weiteres Glanzstück dar. Régis Hautiere („Aquablue – New Era“), Olivier Vatine („Die lebende Tote“) und Didier Cassegrain („Schwarze Seerosen“) adaptieren die ungebrochen faszinierende Story von 1936 in interessanten Bildern, erwecken REHs Erzählung über Conan und die Söldnerin Valeria zu pulsierendem Leben. Valeria war für damalige Verhältnisse eine weitere taffe Protagonistin, „Aus den Katakomben“ überdies eine Konzept-Geschichte, in der es Howard einmal mehr um den Niedergang der Hochkultur und die Überlegenheit der Barbarei ging. Hautiere, Vatine und Cassegrain wählen zudem ein Ende, das heutige Leserinnen nicht mit den Augen rollen lässt.