Weniger Zukunft war nie
von Horst Illmer am 16. Juni 2014
Sascha Mamczak
DIE ZUKUNFT. Eine Einführung.
München, Heyne, 2014, 112 S.
ISBN 978-3-453-31595-2
Klappenbroschur
„Wir hatten einfach zuviel von dieser Zukunft. Wir wenden den Blick von ihr ab und …“ (Seite 108).
Es ist ja nicht so, dass ich mir von diesem Buch die große Erleuchtung versprochen hätte, oder gar das nächste große Werk über die Entwicklung der Menschheit – aber ist es wirklich zuviel verlangt vom derzeitigen Herausgeber der immer noch bedeutendsten deutschsprachigen Science-Fiction-Reihe, dass er seinen Job ernst nimmt? Machen wir es kurz (hier wenigstens soll der Autor uns Vorbild sein) und loben das, was zu loben ist: Sascha Mamczak hat einen in sich stimmigen und gut recherchierten Essay verfasst, der die Ideengeschichte der menschlichen Vorstellung davon was „Zukunft“ ist, hervorragend darstellt. Dass die „Science Fiction“ in dieser über Jahrtausende reichenden Vergangenheitsschau nur einen relativ kleinen Anteil für sich beanspruchen kann, mag auf den ersten Blick verblüffen, rückt die Relationen aber durchaus zurecht. Was mich während der Lektüre – und vor allem an ihrem Ende – jedoch wirklich störte, war der Unterton der Verdrossenheit und der Resignation, der so ganz eigentlich im Gegensatz steht zu der von Mamczak herausgearbeiteten „Offenheit“ der Zukunft: die unendlichen Möglichkeiten, die sich uns auf unserem weiteren Weg bieten! Wäre es nicht gerade seine Aufgabe gewesen, hier auf die Chancen hinzuweisen, die eine sich neu formierende, sich den Ansprüchen des dritten Millenniums stellende Science Fiction für die Gestaltung „der Zukunft“ mitbringt? Welches utopische Potenzial immer noch in diesen Geschichten schlummert? Wie viel Einfluss ein einziges Buch immer und jederzeit zu entwickeln vermag? Leider konnte ich nichts davon entdecken (was unter Umständen daran liegen mag, dass es zu gut „versteckt“ ist) und so frage ich mich, ob Heyne mit diesem sechsten Band seiner „Jubiläums-Edition“ die eigene Science-Fiction-Reihe nach 50 erfolgreichen Jahren nun eigentlich feiern oder beerdigen wollte? Als Leser, Sammler und Fan möchte man den oben zitierten letzten Satz von Mamczaks Ausführungen über DIE ZUKUNFT so jedenfalls nicht hinnehmen!
Horst Illmer
Sascha Mamczak
DIE ZUKUNFT. Eine Einführung.
München, Heyne, 2014, 112 S.
ISBN 978-3-453-31595-2
Klappenbroschur
„Wir hatten einfach zuviel von dieser Zukunft. Wir wenden den Blick von ihr ab und …“ (Seite 108).
Es ist ja nicht so, dass ich mir von diesem Buch die große Erleuchtung versprochen hätte, oder gar das nächste große Werk über die Entwicklung der Menschheit – aber ist es wirklich zuviel verlangt vom derzeitigen Herausgeber der immer noch bedeutendsten deutschsprachigen Science-Fiction-Reihe, dass er seinen Job ernst nimmt? Machen wir es kurz (hier wenigstens soll der Autor uns Vorbild sein) und loben das, …den ganzen Beitrag lesen…
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Ursula K. Le Guin
Heyne hat soeben eine kleine Reihe ausgewählter Science Fiction Bände zum 50 jährigen Jubiläum der SF im Heyne Verlag publiziert. Definitiv gute Titel – über die letztendliche Auswahl kann man immer streiten. Aus jedem Jahrzehnt ein herausragender Band. Aus jedem Jahrzehnt ein herausragender Autor.
Koinzidenz! Fast zeitgleich mit der Heyne SF Jubiläumsreihe ist eine deutsche Erstveröffentlichung erschienen, aus der Feder einer der Auserwählten, der "Besten der Besten", die jeweils für ein Jahrzehnt stehen dürfen: Ursula K. Le Guin. Der Roman ist mit ca 120 Seiten eher kurz, fast eine Novelle. Dennoch ist "Verlorene Paradiese" ein echtes Juwel und es wäre mehr als schade gewesen, wenn dieses Juwel uns verloren gegangen wäre. Die Geschichte ist in all ihrer Kürze genial und eindringlich. Die vorliegende Übersetzung von Horst Illmer ist trefflich gelungen. Das Buch ist im 

Ablaufplan für Samstag 15.01.11 in Hermkes Romanboutique zur 30 Jahre Feier
So, meine lieben Freunde der Romanboutique,




Von 15.00 Uhr bis zum Schluß liest, spricht und signiert Tommy Krappweis. Wer Tommy nicht vom Fernsehen kennt, hat etwas verpasst (RTL Samstag Nacht, Bernd das Brot…). Tommy erzählt über seine Bücher und liest daraus.
Um die erste Nachricht erklären zu können, muss ich erst ein wenig weiter ausholen. Seit fast zwei Jahren gibt es nun den Stammtisch der Phantastik Schaffenden aus Würzburg und Umgebung, oder eben Mainfranken. Im Zuge dieses Stammtisches ist klar geworden, dass es in Mainfranken eine unglaublich aktive Szene von Autoren, Zeichnern und sonstigen Aktivisten im Bereich Fantasy, Science Fiction und Comics gibt. Dabei erstreckt sich das Spektrum weit über Fanarbeit und Eigenpublikationen hinaus, ohne damit deren Stellenwert schmälern zu wollen, geht es doch im weiteren um eine Eigenpublikation.
Die zweite Meldung ist in eigener Sache und hat sich ebenfalls an diesem Samstag auf dem Treffen eben dieser Phantastik Schaffenden konkretisiert. Hermkes Romanboutique wird 30! Am 15. Januar 2011 wird es in diesem Zusammenhang, wie bei jedem Jubiläum ein Event bei uns im Laden und anschließend eine Feier geben. Was jetzt schon sicher ist, wir werden an diesem Samstag viele der Locals zum signieren bei uns haben. Dass sie großes Interesse wecken, haben bereits einige von ihnen am ersten
Arena
Schande über mich! Ich habe vor lauter Zahlenwirrwar 


Die kürzeste Rezi, die
…mit Bernie & Gerd. Vergangenen Donnerstag Abend (28.06.18) hatten wir das Vergnügen, eine Stunde live bei Radio Gong im Studio zu sein. Ein lockeres Gespräch mit Christof Kaufmann, in dem er uns ein paar Fragen zu Hermkes Romanboutique stellt. Die unverhoffte Ehre kam uns recht kurzfristig zu Teil und entsprechend war doch ein wenig Nervosität im Spiel. Durch die entspannte Atmosphäre im Studio hat sich diese Spannung schnell gelöst und ich denke, es war echt unterhaltsam. Wer um diese Stunde nicht vor dem Radio sitzen konnte, kann das Ganze im Netz als Podcast nachhören. Viel Spass auf der
Kurt Vonnegut jr.