Rejoice – Die letzte Entscheidung
von MarkusT am 1. April 2020 Kommentare deaktiviert für Rejoice – Die letzte Entscheidung
Steven Erikson
Rejoice – Die letzte Entscheidung
Aus dem englischen von Andreas Decker
(Rejoice, 2018)
München, Piper Verlag, 2019, 528 Seiten
ISBN 978-3-492-70558-5
Rezensionen interpretieren Romane immer in einem bestimmten Kontext. Diesen Roman von Erikson habe ich vor zwei Wochen gelesen und mir fest vorgenommen, das eine oder andere Wort darüber zu verlieren, da ich ihn kontextunabhängig als sehr stark empfunden habe.
Durch das Thema Parallelen hat sich mein Fokus, was mich an diesem Roman so gefesselt hat, etwas verschoben.
Zentrale Frage des Romans: „Wie wollen wir leben?“
Erikson ist in der Lage, siehe der Zyklus „Die Gärten des Mondes“, spannende Geschichten in komplexen Erzählsträngen zu verweben. Bei Rejoice packt er in den flüssig zu lesenden Band auch den einen oder anderen Erzählstrang. Das führt dazu, dass man gezwungen ist aufmerksam zu bleiben und die Seiten nicht als Lesefutter einfach und schnell weg zu lesen.
Die Auflösung der zentralen Frage ist schnell geklärt. Eine außerirdische künstliche Intelligenz entführt eine kanadische Science-Fiction Schriftstellerin, um mit ihr zu verhandeln, ob die Menschheit geeignet ist für den nächsten Schritt ihrer zvilisatorischen Entwicklung.
Parallel dazu verhindert diese Intelligenz die Ausübung von Gewalt, die Ausbeutung des Planeten und versorgt die unterentwickelten Weltregionen mit Informationen und Wissen.
Das Buch habe ich zur Hand genommen, weil mich das Thema künstliche Intelligenz in den letzten Jahren mehr und mehr zu interessieren begann, muss nach der Lektüre aber konstatieren, dass Erikson unserer Gesellschaft mit diesem Roman den Spiegel vorhält, wie wir miteinander umgehen, was wir dem Planeten antun und wohin unsere Gier nach immer mehr führt. Die künstliche Intelligenz greift in das menschliche Miteinander wie ein strenger, aber gutmütiger Erzieher ein und tritt ansonsten nicht weiter in Erscheinung.
Man könnte es als Kapitalismuskritik auffassen, man kann es als Kritik an der herrschenden Klasse lesen.
Eigentlich, und das ist die Stärke des Buchs, geht es darum, sich selbst zu fragen, wie man leben möchte und wie sich das auf den eigenen Umgang mit seiner Umwelt auswirken müsste.
Ein kurzweiliger, prägnant geschriebener Roman, der zum Nachdenken anregt und geradezu passend die aktuelle Situation aufnimmt.
Steven Erikson
Rejoice – Die letzte Entscheidung
Aus dem englischen von Andreas Decker
(Rejoice, 2018)
München, Piper Verlag, 2019, 528 Seiten
ISBN 978-3-492-70558-5
Rezensionen interpretieren Romane immer in einem bestimmten Kontext. Diesen Roman von Erikson habe ich vor zwei Wochen gelesen und mir fest vorgenommen, das eine oder andere Wort darüber zu verlieren, da ich ihn kontextunabhängig als sehr stark empfunden habe.
Durch das Thema Parallelen hat sich mein Fokus, was mich an diesem Roman so gefesselt hat,
- Kategorie: Bücher , MarkusTs Auslese , Parallelen , Rezis , Science Fiction
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Die bisher beste literarische Ausformung einer „Corona-Party“ stammt aus dem Jahr 1835. In der Erzählung „König Pest“ („King Pest“) zeigt uns der große amerikanische Dichter Edgar Allan Poe (oder wie er in Zamonien genannt wird: Perla La Gardeon) in einer zeitlos guten Geschichte, dass (Pest-)Plagen ein widerkehrendes Ereignis waren, sind und bleiben werden und wir jedes Mal aufs Neue in den Kampf ziehen müssen – und jedes Mal aufs Neue die Chance haben, den Sieg davonzutragen.
Eine komplett andere (und wesentlich entspanntere) Sichtweise auf die Welt im Allgemeinen und den Umgang mit Mikroorganismen im Besonderen hat H. G. Wells, der Engländer, der in seinen mehr als 150 Büchern praktisch jedes nur irgendwie denkbare Thema behandelte (ich glaube, Kochbücher hat er ausgelassen).
In seiner Sendung vom 29. März 2020 präsentierte unser lieber Freund, der bekannte Literaturkritiker Denis Scheck diesmal nicht seine gleichermaßen geliebte wie gefürchtete „Bestseller-Liste“ (bei der sich außer den jeweils „Betroffenen“ immer alle über die Titel freuen, die Scheck „in die Tonne“ wirft), sondern eine sehr „persönliche Top Ten“ von Büchern, mit denen es gelingen sollte, in diesen Zeiten einen „kühlen Kopf“ zu bewahren.
Katherine Faw
Angefangen mit dem Klassiker der Desinformation
Dies erinnert mich an den Roman von
An dieser Stelle möglicherweise ungewöhnlich über die
Andreas Eschbach spielt das Thema Information bzw. Informationsvorsprung oft in seinen Romanen durch. Beispielhaft in „
Quifan Chen
Philip K. Dick
Aldous Huxley
O. Westin
George Saunders
Alan Moore (Text)
Caroline Hofstätter
Dmitry Glukhovsky
Dietmar Dath
Koren Shadmi (Text & Bild)
Denis Scheck
Enrico Marini (Text und Bilder)
Michael Marrak
Pierre Christin (Text) und Sébastien Verdier (Bilder)
Shaun Bythell
J. G. Ballard
H. G. Wells
Klaus Bollhöfener (Hrsg.)
Zep (Text) & Dominique Bertail (Bilder) & Gaétan Georges (Farben)
Michael K. Iwoleit & Michael Haitel (Hrsg.)

Wer gerne mehr von seinem profunden Wissen profitieren möchte, dem lege ich einmal mehr an dieser Stelle das
Ian McEwan
China Miéville
H. J. Balmes, J. Bong, A. Roesler & O. Vogel (Hrsg.)
Tom Hillenbrand
The Dandy Is Dead präsentiert
The Dandy Is Dead präsentiert
Marc-Uwe Kling
B. Azzarello/E. Risso
T. S. Orgel
Karin Boye
Walter Moers
Shaun Tan
Ursula K. Le Guin
H. G. Wells
Dies vor Augen, habe ich mir den Roman lieber vorlesen lassen – und siehe da, als Hörer jedenfalls hat man keine Probleme, denn Sascha Rotermund ist einer der besten Sprecher, die wir momentan haben. Seine Lesung ist absolut perfekt.
Das leicht gekürzte Hörbuch wird von Gabrielle Pietermann gelesen, deren Stimme (vor allem zu Beginn) etwas nervt, was dann aber auch wieder gut zu Jazz passt. Und nach wenigen Kapiteln kann man sowieso nicht mehr aufhören.
Ursula K. Le Guin
Ursula K. Le Guin
Roberto Bolaño
Torben Kuhlmann
Wenske/Hyde