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  • Die letzten 4 Beiträge aus allen Bereichen… und wie ihr zu weiteren kommt…

  • Sonntag, 15.10.2017 – ein Tag nach der BuCon

    15. Oktober 2017 5 Stimmen

    Am Samstag auf der diesjährigen BuCon in Dreieich hatten wir reichlich Beute gemacht. Und schon auf der Rückfahrt im Auto kam ich in den Genuss eines ganz besonderen Hörbuches…

    Aber von vorne…

    Der Besuch der Buchmesse Convention war auch in diesem Jahr geprägt von der Neugier auf all die netten kleinen Verlage und Publikationen, die einem im buchhändlerischen Alltag so gerne durch die Lappen gehen. Und deshalb steht auch der Gang durch die Reihen der Verlagshallen wesentlich intensiver im Fokus des Besuches, als der zwar angenehmere und entspannendere Teil, den Lesungen der zahlreichen Autoren zu lauschen, oder anderen interessante Workshops oder Vortägen bezuwohnen. Was wir natürlich dann trotzdem noch – hinterher – nicht ganz auslassen konnten ;). Bei Namen wie Tommy Krappweis (mit Prof. Simek), Kai Meyer (oben im Bild),  Tom Finn, Robert Corvus, Markus Heitz, Bernd Perplies… kann man diesen Teil der Veranstaltung nicht einfach auslassen.

    Die Arbeit, wenn auch mit vielen erfreulichen Kontakten und Gesprächen verbunden, ist und bleibt der Sinn dieses kleinen Ausfluges. Umso erfreulicher, dass nach dem langen Tag die Rückfahrt exakt die passende Dauer einnimmt, für die kleine Privatlesung des ersten frisch erworbenen Beutestückes. Noch besser, dass KaZu auf dem Beifahrersitz eine begnadete Meistrervorleserin ist. So gab es auf dem Weg von Dreieich nach Würzburg die ungekürzte Lesung des kleinen Büchleins „Die Saat“ von Karin Leroch. Ein Kurzroman aus dem ohneohren Verlag.

    Die Bezeichnung Kurzroman könnte man auch durch längere Kurzgeschichte ersetzen. Ganz im Stil skurriler Short Stories aus Fredric Browns „Flitterwochen in der Hölle„, George R. R. MartinsTraumlieder“ oder ähnlicher Werke. Ein echter Spaß und die Zeit verging wie im Flug. Das kleine Büchlein für ehrliche und faire 4,49 € ist ein echter Tipp für den kleinen Snack zwischendurch und dabei inhaltlich gehaltvoller und unterhaltsamer als mancher künstlich aufgeblasene Lückenfüller namhafter Verlage.

    Mein Tipp: unbedingt lesen! (Ich verspreche auch, das Büchlein ab Dienstag im Laden vorrätig zu haben…)
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    Die Saat
    im Webshop oder via e-mail im Laden…

    Heute hat dann das wunderbare Wetter des goldenen Oktober zu dem unverhofften Glück verholfen, gleich noch auf der Terasse einige weitere Beutestücke zu inspizieren, über die ich euch in den nächsten Tagen informieren werde. Ich kann euch jetzt schon versprechen, es gibt eine vielseitige Auswahl an Literatur. Wunderbar trashige Pulp-Fiction, Steampunk vom Feinsten, bibliophile, wundervoll illustrierte Ausgaben, historische Schauergeschichten und so weiter und so fort. Eben ein Querschnitt durch all die kleinen Verlage und Autoren, die im Alltag so gerne durchs Raster unserer Aufmerksamkeit fallen. Die aber durch ihr Engagement und ihr Wirken zur Vielfalt des Genres beitragen und deshalb einen wohlverdienten Platz in unserem Sortiment einnehmen sollen.

    Ach und übrigens: die ersten zwei komplett gelesenen Exemplare haben schon den Weg zu Hermke gefunden und harren jetzt der wohlwollenden Begutachtung durch den Meister!

    15. Oktober 2017 5 Stimmen

    Am Samstag auf der diesjährigen BuCon in Dreieich hatten wir reichlich Beute gemacht. Und schon auf der Rückfahrt im Auto kam ich in den Genuss eines ganz besonderen Hörbuches… Aber von vorne… Der Besuch der Buchmesse Convention war auch in diesem Jahr geprägt von der Neugier auf all die netten kleinen Verlage und Publikationen, die weiterlesen…

    Alles, was wir geben mussten

    10. Oktober 2017 5 Stimmen

    Kazuo Ishiguro
    ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN. Roman.
    Aus dem Englischen von Barbara Schaden
    (Never Let Me Go / 2005)
    München, Heyne, 2016, 352 S.
    ISBN 978-3-453-42154-7

     

    Bei ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN handelt sich auf den ersten Blick um eine Dreiecksgeschichte. An den Spitzen finden sich Kathy und Tommy und Ruth. Die drei wachsen zusammen auf und sie lieben sich wirklich. Deshalb erleben sie wunderschöne Zeiten zusammen und schlimme Zeiten, sie erfahren Glück und Geborgenheit und, was Menschen, die sich lieben, offenbar immer tun, sie tun sich weh. Sie leben sich auseinander und sie finden wieder zusammen, schließlich können sie einander sogar vergeben. Kathy, Tommy, Ruth – drei menschliche Wesen, drei Schicksale, drei Seelen – wissen jedoch, dass sie anders sind als andere Menschen, dass sie eben das nicht sind: Menschen!
    Von Beginn an ist ihnen klar, dass sie „Spender“ sind, und sie akzeptieren das Wissen darum ohne jedes Murren oder Aufbegehren. Was sich allerdings hinter dem Begriff „Spender“ wirklich verbirgt, wie wenig sie (und wir) trotz aller Aufklärung durch die „Aufseher“ von diesem Wissen tatsächlich verstanden haben, zeigt sich erst ganz allmählich im Verlauf der Geschichte, die aus der Sicht Kathys erzählt wird. Die volle Tragik dieser Lebensgeschichten wird der Leserin, wird dem Leser jedoch tatsächlich erst auf der letzten Seite bewusst, auch wenn sie (oder er) schon lange vorher ein mulmiges Gefühl, manchmal sogar eine Gänsehaut, hat.
    Kazuo Ishiguros Roman wird vielleicht eines Tages einen ähnlichen Stellenwert in der Geschichte einnehmen wie George Orwells Jahrhundertbuch 1984. Wenn es in Zukunft darum geht, welche sittlichen und moralischen Werte unsere Spezies unbedingt einzuhalten hat, um nicht selbst ihre Menschlichkeit zu verlieren, wird ein Blick in ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN als notwendig und hilfreich erscheinen.

    Ein gutes Jahrzehnt ist vergangen, seit ich ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN für mich entdeckt habe. Damals war es ein Buch, das „man“ (oder „frau“) einfach gelesen haben musste, erstreckte sich die begeisterte Berichterstattung doch über alle Medien hinweg. Nach den üblichen Bestsellerehren kam dann noch eine Verfilmung – und irgendwie verschwand der Roman dann leider „in der Versenkung“.
    Umso schöner, dass Kazuo Ishiguro in diesem Jahr nun (verdientermaßen) den Literaturnobelpreis erhalten hat und damit seinen erstaunlichen, großartigen, immer sehr speziellen Werken neue Leser zugeführt werden. Und da es so schön passt (auch damals war es Herbst), wünsche ich allen diesen neuen Leserinnen und Lesern, dass es ihnen so ergehen mag, wie ich es damals in einer anderen Buchbesprechung formulierte:
    „Nachdem ich ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN nun in einem Zug durchgelesen habe, an einem wunderbar-nebligen Sonntag, nicht ansprechbar für die Außenwelt, aufgewühlt und gefangen von Kathys unaufgeregter Erzählung, kann ich nur einstimmen in den Chor: Ishiguro ist ohne Frage der bedeutendste Roman (nicht nur) diesen Bücherherbstes gelungen.“

    Horst Illmer
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    Alles, was wir geben mussten
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    10. Oktober 2017 5 Stimmen

    Kazuo Ishiguro ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Schaden (Never Let Me Go / 2005) München, Heyne, 2016, 352 S. ISBN 978-3-453-42154-7   Bei ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN handelt sich auf den ersten Blick um eine Dreiecksgeschichte. An den Spitzen finden sich Kathy und Tommy und Ruth. Die drei weiterlesen…

    Perdido Street Station

    4. Oktober 2017 4 Stimmen

    China Miéville
    PERDIDO STREET STATION.
    Ü: Eva Bauche-Eppers
    (PERDIDO STREET STATION / 2000)
    München, Heyne, 2014, 850 S.
    ISBN 978-3-453-31539-6

     

    Mit diesem Roman wurde der englische Autor China Miéville im Jahr 2002 erstmals dem deutschen Publikum vorgestellt. Das Buch war damals in zwei Bände aufgeteilt und dann lange nicht mehr lieferbar, inzwischen kann man jedoch auf die einbändige Neuauflage bei Heyne zugreifen.

    In PERDIDO STREET STATION entwirft Miéville das Bild einer Großstadt auf einer fremden Welt, bewohnt von einer Mixtur außergewöhnlicher Lebensformen, die wesentlich vielgestaltiger ist, als auf der Erde. Die Mehrheit der Bevölkerung ist menschlich, jedoch sind Mischformen, Mutationen, gentechnisch oder operativ veränderte „Remade“-Wesen und Xenoformen in reicher Anzahl vorhanden. Sie alle leben in der uralten Megalopolis New Crobuzon einigermaßen friedlich nebeneinander, verwaltet von einem korrupten Bürgermeister und „bewacht“ von einer allgegenwärtigen Miliz. Die Kultur und Technik ist vielgestaltig und enthält auch magische Elemente, die jedoch stimmig in die Geschichte eingebaut sind.
    Die Klammer der Geschichte und der Auslöser der Fastkatastrophe, welche die Stadt heimsucht, ist das Streben eines seiner Schwingen beraubten Vogelmenschen, wieder fliegen zu können. Dafür sucht er einen zu allem bereiten Wissenschaftler und findet ihn in Isaac Dan dar Grimnebulin. Dessen Suche nach Lösungen des Flug-Problems setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die zu verfolgen uns Miéville einlädt.
    Wir lernen Grimnebulins Freunde und Feinde kennen, werden in die Geheimnisse der einzelnen Spezies eingeweiht und erleben mit, wie sich die Regierung angesichts großer Probleme blamiert und völlig überzogene Gewaltorgien startet um vom eigenen Versagen abzulenken. Der Autor ist überreich mit Phantasie begabt und versprüht seine Einfälle nur so. Dabei schafft er es immer wieder Haken zu schlagen, die man selbst als erfahrener Leser nicht voraussehen kann und gestaltet so das Buch zu einer erstaunlich kurzweiligen Lektüre. Ob und wie es Isaac gelingt, das fragile Gleichgewicht vom Beginn des Romans wieder herzustellen, wird nicht verraten – für unterhaltsame Spannung ist jedenfalls reichlich gesorgt!

    Natürlich fasziniert die Ideenfülle dieses Weltentwurfs. Aber wie das an den (deutschen) Leser herangetragen wird, ist das eigentlich Sensationelle!
    Die Übersetzerin Eva Bauche-Eppers schafft es spielend, dass man sich ständig fragt, ob dieser Reichtum an Ausdrücken und Metaphern schon im Original stand, oder ob wir hier den Glücksfall haben, den „besseren“ Text auf Deutsch zu lesen.
    Da ist zuerst einmal die Verwendung heute ungebräuchlicher Begriffe, die aber wundervoll ins Bild der Stadt passen, wie sie Miéville zeichnet: Wellenbewegungen sind „Undulationen“, Lebensmittel werden in „Viktualienständen“ verkauft und das Schmutzwasser im Hafen „suppt“ ans Kai.
    Dann werden alltägliche Begebenheiten zum sprachästhetischen Genuss: „Über der Kontemplation des lunaren Uhrwerks schlummerte Isaac ein“, heißt es, wenn der Held den Mond betrachtet, oder als im Frühling der Außenbereich einer Kneipe eröffnet: „Das Glock’ und Gockel hatte sein Inneres nach außen gekehrt.“
    Und bei Beschreibungen der Stadtlandschaft kommt es zu solchen Höhepunkten der Metaphernkunst: New Crobuzon, „diese aus Gebein und Stein geträumte Stadt, eine Verschwörung von Industrie und Grausamkeit, getränkt mit Vergangenheit und isolierter Macht, diese Wüste, jenseits meiner Vorstellungskraft“. Oder: Im „Luftraum kriechen Aerostats von Wolke zu Wolke wie Schnecken auf Kohlköpfen.“
    Selbst Wortneuschöpfungen gelingen so, dass man auf Anhieb weiß, was gemeint ist: „Wyrmen … die fassleibig auf ledrigen Schwingen am Himmel über New Crobuzon lumpazivagabundierten.“
    So geht es weiter, die ganzen 850 Seiten lang, und je näher das Ende kommt, desto unwilliger wird man, diese Welt wieder zu verlassen. Schon bei der Übertragung von Robin Hobbs ersten Romanen war Eva Bauche-Eppers für den Erfolg mitverantwortlich, hier jedoch hat sie es geschafft, von mir zur Schutzheiligen aller Übersetzer erklärt zu werden.

    Horst Illmer
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    Perdido Street Station
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    4. Oktober 2017 4 Stimmen

    China Miéville PERDIDO STREET STATION. Ü: Eva Bauche-Eppers (PERDIDO STREET STATION / 2000) München, Heyne, 2014, 850 S. ISBN 978-3-453-31539-6   Mit diesem Roman wurde der englische Autor China Miéville im Jahr 2002 erstmals dem deutschen Publikum vorgestellt. Das Buch war damals in zwei Bände aufgeteilt und dann lange nicht mehr lieferbar, inzwischen kann man weiterlesen…

    Beobachtungen aus der letzten Reihe

    30. September 2017 7 Stimmen

    Neil Gaiman
    BEOBACHTUNGEN AUS DER LETZTEN REIHE.
    Über die Kunst des Erzählens und wieso wir Geschichten brauchen.
    Übersetzt von Rainer Schumacher und Ruggero Leò
    (The View from the Cheap Seats. Selected Non-Fiction / 2016)
    Köln, Eichborn, 2017, 576 S.
    ISBN 978-3-8479-0035-1

     

    Fast ebenso schwierig – und undankbar – wie eine Einleitung, ein Grußwort, ein Nachwort, eine Keynote-Speech, eine Dankesrede oder gar einen Nachruf auf einen lieben Kollegen zu schreiben, ist es, einen Sammelband zu besprechen, der aus solchen (mehr oder weniger) „Gelegenheitsarbeiten“ zusammengestellt ist. Allerdings gibt es da eine Ausnahme: Neil Gaiman.
    Das hat viele Gründe. Einige davon sind so selbstverständlich, dass man sie fast nicht anführen mag. Zum Beispiel, dass Gaiman ein herausragender Stilist ist, dass er über Dinge schreibt, die er wirklich kennt, oder dass er immer genau weiß, wann es Zeit ist aufzuhören –und so weiter.
    Weniger offensichtlich ist, dass er, egal in welche Rolle er schlüpft, immer als Neil Gaiman schreibt, das heißt er übernimmt auch die Verantwortung für seinen Text. Oder, dass er in der Lage ist, vom Kleinstdetail ins Große und Allgemeine zu abstrahieren, also dass er etwa darüber schreibt, wie es ist, während einer Filmpremiere unbeholfen über einen roten Teppich zu stolpern und dabei den ganzen Kreislauf aus Kommerz, Werbung, Filmindustrie und Celebrity-Hype zu beobachten.
    Fast einhundert Texte unterschiedlichster Länge sind in BEOBACHTUNGEN AUS DER LETZTEN REIHE enthalten, sortiert in Schubladen wie „Dinge an die ich glaube“, „Leute, die ich kannte“, „Einleitungen“, „Über Filme“, „Comics und ihre Macher“, „Musik“ und ähnliches. Darin erzählt Gaiman überwiegend selbst Erlebtes und reflektiert nicht nur seine eigenen Gefühle dabei, sondern auch wie sich andere Menschen in diesen Situationen verhielten. Das geht hin bis zu sehr persönlichen Berichten aus seiner Beziehung zu Amanda Palmer oder dem Verlust von Freunden – aber auch zu den ignoranten Teilnehmern einer Veranstaltung, die seine Meinungen nicht für ernst nahmen.
    Kernstück und herausragendes Ereignis des Buches ist die Rede „Make Good Art“ („Macht gute Kunst“), die Neil Gaiman 2012 während der Abschlussfeier vor Studenten der Universität in Philadelphia hielt, und die auf You Tube inzwischen mehr als 1 Millionen Aufrufe hat. Für alle, die zu wenig Englisch können, um die immer wieder von Applaus unterbrochene Rede in Gänze zu verstehen, wird diese Transkription ein emotionales Ereignis darstellen, und auch Leser mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen werden noch die eine oder andere Feinheit herauslesen können.
    Angespornt von Gaimans Aufforderung, etwas „Gutes“ zu machen, beende ich diese Besprechung hiermit in der Hoffnung, dem Buch damit einen Dienst erwiesen und es den prospektiven Lesern soweit schmackhaft gemacht zu haben, dass sie – und vor allem Sie – einen Blick hinein wagen mögen.
    Das reicht dann schon, den Rest erledigt Mr. Gaiman selbst.

    Horst Illmer
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    Beobachtungen aus der letzten Reihe
    im Webshop oder via e-mail im Laden…

    30. September 2017 7 Stimmen

    Neil Gaiman BEOBACHTUNGEN AUS DER LETZTEN REIHE. Über die Kunst des Erzählens und wieso wir Geschichten brauchen. Übersetzt von Rainer Schumacher und Ruggero Leò (The View from the Cheap Seats. Selected Non-Fiction / 2016) Köln, Eichborn, 2017, 576 S. ISBN 978-3-8479-0035-1   Fast ebenso schwierig – und undankbar – wie eine Einleitung, ein Grußwort, ein weiterlesen…

    Spielbar am 29.09.17

    19. September 2017 9 Stimmen

    Doch noch in den September geschafft… um eine gewisse Regelmäßigkeit zu erhalten…

    Am letzten Freitag im September gibt es wieder einen Abend in der AMV mit der allseits beliebten Spielbar. Wer also Brettspiele kennenlernen oder ausprobieren möchte, sollte sich am 29. abends ab 18:00 Uhr etwas Zeit nehmen. KaZu wird wieder jede Menge brandneue und bereits bekannte Spiele einpacken und erklären. Natürlich könnt ihr wie immer noch Wünsche und Anregungen einbringen, wenn ihr das ein oder andere Spiel antesten wollt, um nicht die Katze im Sack zu kaufen.

    Wenn ihr die Spielbar schon kennt, wisst ihr ja, dass ihr in lockerer Atmosphäre jede Menge testen und probespielen könnt – wenn nicht, solltet ihr es einfach mal ausprobieren. In der AMV über dem Chambinsky ist jede Menge Platz, Spiele sind mehr als ausreichend und für (fast) jeden Geschmack vorhanden…

    19. September 2017 9 Stimmen

    Doch noch in den September geschafft… um eine gewisse Regelmäßigkeit zu erhalten… Am letzten Freitag im September gibt es wieder einen Abend in der AMV mit der allseits beliebten Spielbar. Wer also Brettspiele kennenlernen oder ausprobieren möchte, sollte sich am 29. abends ab 18:00 Uhr etwas Zeit nehmen. KaZu wird wieder jede Menge brandneue und weiterlesen…

    Green and Clean?

    18. September 2017 7 Stimmen

    Marco Behringer
    GREEN AND CLEAN?
    Alternative Energiequellen in Science Fiction und Utopie.
    Baden-Baden, Tectum, 2017, 279 S.
    ISBN 978-3-8228-3929-8

     

    Soeben erschienen ist GREEN AND CLEAN?, Marco Behringers Doktorarbeit zum Thema „Alternative Energiequellen in Science Fiction und Utopie“. Auf diese sehr vielversprechende literaturwissenschaftlich-ethnologische Untersuchung habe ich gewartet, seit ich wusste, dass sie im Entstehen ist.
    Der Ansatz, sich gezielt mit dem Thema der utopischen Energiegewinnung und -verarbeitung in Zukunftsromanen zu beschäftigen ist topaktuell und berührt ein bisher von der Forschung vernachlässigtes Feld. Behringer geht dabei multiperspektivisch vor und untersucht Quellenmaterial aus den letzten zwei Jahrhunderten, wobei er nicht nur auf Prosatexte eingeht, sondern auch Comics und Filme hinzu zieht. Die Bandbreite reicht von Jules Verne und H. G. Wells über Buck Rogers- und Mosaik-Comics bis hin zu Andreas Eschbach und den Iron Man-Verfilmungen. Neben zu erwartenden Autoren wie Hans Dominik finden sich Überraschungen wie Alfred Döblin und Paul Gurk und erfreulich viele Quellen aus der DDR. Hier wurde nicht das Altbekannte wiedergekäut, sondern intensiv und kenntnisreich geforscht.
    Bereits die ausführliche Beschäftigung mit dem ungeliebten Definitionsproblem im ersten Teil zeigt, dass ein Blick aus der kulturwissenschaftlichen und ethnologischen Perspektive die seit Jahren lahmende Germanistik mit neuen Ideen ein gutes Stück weiterbringen kann. Die Folgerungen die Behringer im Folgenden aus seinen Detailbetrachtungen gewinnt, scheinen schlüssig und bieten vielfache Anregungen für eine weitere Beschäftigung mit einem Thema, das trotz der vielen hier angeführten Beispiele noch jede Menge potenzielles Material bereithält.
    Wie „grün“ und „sauber“ die Phantastische Literatur wirklich ist, steht auch nach der Lektüre dieser Arbeit noch nicht endgültig fest – aber das Thema mit GREEN AND CLEAN? in den Fokus gerückt zu haben, ist das unbestreitbare Verdienst von Marco Behringer.

    Horst Illmer

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    Green and Clean?
    im Webshop oder via e-mail im Laden…

    18. September 2017 7 Stimmen

    Marco Behringer GREEN AND CLEAN? Alternative Energiequellen in Science Fiction und Utopie. Baden-Baden, Tectum, 2017, 279 S. ISBN 978-3-8228-3929-8   Soeben erschienen ist GREEN AND CLEAN?, Marco Behringers Doktorarbeit zum Thema „Alternative Energiequellen in Science Fiction und Utopie“. Auf diese sehr vielversprechende literaturwissenschaftlich-ethnologische Untersuchung habe ich gewartet, seit ich wusste, dass sie im Entstehen ist. weiterlesen…

    Am Donnerstag große Asterix-Signieraktion!

    5. September 2017 6 Stimmen

    So, nochmal ganz kurz zur Erinnerung. Am Donnerstag, 7.September kommen die fränggischen Asterix Jungs mit ihrn neun Büchle zum Sichnier vo ihrm neuesde Werg: Asterix un die Schlåchdbladdn. Von 17:00 Uhr bis Lådnschluss könnt ihr euch euere Büchli veredel lass. Mid ennzigårdiche Schbrüch und die Unnerschrifdli vo die Üwersedzer.

    Nochmal für Auswärtige, die unserer schönen fränkischen Sprache nicht mächtig sind. Am Donnerstag könnt ihr euch den brandneuen Asterix auf mainfränkisch signieren lassen: Asterix und die Schlachtplatte*. Als ganz persönliche Veredelung oder auch als Geschenk zum Lachen und Schmunzeln für Franken – und zum Rätseln und Verknoten der Synapsen und Ganglien für Nichtfranken.

    Es wird ein Riesenspaß!

    *Platte mit typischen Fleischspeisen der Region

    5. September 2017 6 Stimmen

    So, nochmal ganz kurz zur Erinnerung. Am Donnerstag, 7.September kommen die fränggischen Asterix Jungs mit ihrn neun Büchle zum Sichnier vo ihrm neuesde Werg: Asterix un die Schlåchdbladdn. Von 17:00 Uhr bis Lådnschluss könnt ihr euch euere Büchli veredel lass. Mid ennzigårdiche Schbrüch und die Unnerschrifdli vo die Üwersedzer. Nochmal für Auswärtige, die unserer schönen weiterlesen…

    Brian W. Aldiss 1925 – 2017

    1. September 2017 5 Stimmen

    Es gibt immer wieder so Momente, in denen ich innehalte und einen Blick zurück werfe. Jetzt gerade ist solch ein Moment. In meiner an Schätzen nicht gerade armen Bibliothek halte ich beim Buchstaben „A“ die drei HELICONIA-Bände des Bechtermünz Verlags, die ich mir vor vielen Jahren auf einer Convention von Brian W. Aldiss signieren ließ, in besonderen Ehren. Und wenn dereinst jemand meine Handbibliothek durchforstet, wird er verwundert auf die vielen hundert Korrekturen und Anmerkungen blicken, die meine Ausgabe von DER MILLIARDEN JAHRE TRAUM (Bastei) „zieren“. Wie kaum ein anderes Sekundärwerk zur Science Fiction hat mich gerade diese Genre-Geschichte, die Aldiss in Zusammenarbeit mit David Wingrove schrieb, zu Anerkennung und Widerspruch angeregt. Und das ist es wohl auch, was Brian Wilson Aldiss so einzigartig machte: Seine unverstellte Zugänglichkeit. Jedes seiner Werke vermittelt den Eindruck, dass da ein Mensch für Menschen schreibt, fast so, als ob man einen langen Brief (keine E-Mail!) von einem guten alten Bekannten liest. Obwohl seit vielen Jahren nichts Neues mehr von ihm in Deutschland erschienen ist (nur die Edition Phantasia hält noch einen Titel lieferbar), war er für mich doch immer irgendwie präsent. Am 19. August 2017, genau einen Tag nach seinem 92. Geburtstag, verstarb Brian Aldiss in seinem Haus in Oxford – und ich hoffe, er konnte von seinen Freunden und Verwandten noch einmal so richtig gefeiert werden und von allen Abschied nehmen.

    Ergänzung von Gerd: Für alle, die sich für das Werk von Aldiss interessieren sei angemerkt, dass derzeit leider außer dem Titel „Terror“ (Edition Phantasia) kein einziger Band in deutscher Sprache lieferbar ist. Trotzdem lohnt sich die Rezi zu „Heliconia“ auf Temporamores im aktuellen Newsletter.

    1. September 2017 5 Stimmen

    Es gibt immer wieder so Momente, in denen ich innehalte und einen Blick zurück werfe. Jetzt gerade ist solch ein Moment. In meiner an Schätzen nicht gerade armen Bibliothek halte ich beim Buchstaben „A“ die drei HELICONIA-Bände des Bechtermünz Verlags, die ich mir vor vielen Jahren auf einer Convention von Brian W. Aldiss signieren ließ, weiterlesen…

    Herr aller Dinge

    31. August 2017 6 Stimmen

    Andreas Eschbach
    HERR ALLER DINGE. Roman.
    Köln, Bastei Lübbe, 2011, 688 S.
    Gelesen von Matthias Koeberlin

    ISBN 978-3-7857-2429-3 (Hardcover)
    ISBN 978-3-404-16833-0 (Taschenbuch) 2013, 700 S.
    ISBN 978-3-7857-4515-1 (Hörbuch)

     

    Irgendwo in Tokio. Ein Garten mit einer Schaukel. Zwei Kinder, die trotz aller Unterschiede Freunde geworden sind. Der Junge, Hiroshi, ist der Sohn einer japanischen Putzfrau, das Mädchen, Charlotte, ist die Tochter des französischen Botschafters in Japan. Während sie gemeinsam schaukeln, träumen sie von der Zukunft – und während Charlotte, unsicher und zögernd, diese auf sich zukommen lassen will, hat Hiroshi ein Ziel: Er möchte alle Menschen reich machen.
    Dreißig Jahre später. Charlotte sitzt in Buenos Aires in ihrem Garten und bekommt unerwarteten Besuch. Ein Beamter der US-Regierung bringt ihr einen Abschiedsbrief von Hiroshi und einen Dolch, wie ihn Japaner für ihren rituellen Selbstmord benutzen.

    Zwischen diesen beiden Eckpunkten des Romans erzählt Andreas Eschbach eine ausgefallene, ausgefeilte und außergewöhnliche Geschichte über die (Un-)Möglichkeit eine Vision zu verwirklichen: die Vision einer utopischen Welt, in der alle Menschen gleich sind.
    Hiroshi ist ein Genie und was er sich in den Kopf gesetzt hat, erreicht er auch. Als er allerdings sein letztes – oder besser, sein erstes – Ziel in Reichweite sieht, muss auch er sich fragen (so wie alle Utopien frag-würdig sind), ob er der Menschheit seine Sicht der „Dinge“ – über die er inzwischen der „Herr“ ist – aufzwängen darf.
    Seine Entscheidung wird nicht zuletzt durch die komplexe und komplizierte Beziehung zu Charlotte bestimmt, die als Zeugin seiner ersten Eingebung dabei war und als, nicht ganz so geheimes, Objekt seiner Begierde immer wieder Einfluss auf seine Arbeit hat. Am Ende bleibt ihm nur noch die Wahl, ob er ein Monster wird oder ob er der Hiroshi bleibt, den Charlotte einst liebte?

    Wenn wir Charlotte am Ende des Buches verlassen, überlegt sie, mit einem traurigen Lächeln, ob sie diese unglaubliche Geschichte nicht vielleicht aufschreiben sollte …

    Ich habe diesen Roman einige Jahre liegen gelassen – ohne dafür einen wirklichen Grund zu haben – und bin erst jetzt, durch einen glücklichen Zufall, dazu gekommen, das Hörbuch zu genießen. Und nicht nur, dass es ein echter Genuss war, nein, ich habe mich auch ein wenig geärgert, dass mir ausgerechnet dieser tolle Science-Fiction-Titel solange entgangen ist. Andreas Eschbach hat mich noch nie enttäuscht, aber einige seiner Bücher haben mich echt begeistert – und andere fand ich „nur“ gut. HERR ALLER DINGE gehört in die erste Kategorie.

    Horst Illmer

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    Herr aller Dinge
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    31. August 2017 6 Stimmen

    Andreas Eschbach HERR ALLER DINGE. Roman. Köln, Bastei Lübbe, 2011, 688 S. Gelesen von Matthias Koeberlin ISBN 978-3-7857-2429-3 (Hardcover) ISBN 978-3-404-16833-0 (Taschenbuch) 2013, 700 S. ISBN 978-3-7857-4515-1 (Hörbuch)   Irgendwo in Tokio. Ein Garten mit einer Schaukel. Zwei Kinder, die trotz aller Unterschiede Freunde geworden sind. Der Junge, Hiroshi, ist der Sohn einer japanischen Putzfrau, weiterlesen…

    Asterix gibt sich in Würzburg die Ehre…

    26. August 2017 6 Stimmen

    Un mir sin amål widder die Erschdn!

    Mit ihrem fünften Band Asterix uff Meefränggisch Asterix un di Schlachtbladdn erklären die Würzburger Dialektübersetzer Kai Fraass und Gunther Schunk endlich, warum ganz Franken überhaupt von den Besatzern im Süden besiegt und eingenommen wurde. Und auch heute noch – bis auf das rebellische Meefrangn – grausam unterworfen ist. Feinsinnig werden die innerfränkischen Mentalitätsunterschiede aufgezeigt und schonungslos kulturelle Defizienzen der Mittelfranken entlarvt.

    Wer an allem Schuld ist, wie es zu der entscheidenden Schlacht in Fürth bei Nürnberg kam, warum das Herzogenschwert nicht dort ist, wo es hingehört, und warum seitdem in schamvoller Erinnerung alljährlich im Rahmen eines grausamen Lokalderbys dieser fränkischen Nationalschande gedacht wird – das alles und noch viel mehr findet sich in Asterix un di Schlachtbladdn.

    Ein weiteres Mal ist es den beiden Übersetzern gelungen, mit viel Humor und regionalen Anspielungen eine Asterix-Geschichte in einen Dialekt zu übertragen und so ihre regionalen Leser zu begeistern. Als Vorlage nutzten die Autoren diesmal das Original Asterix und der Arvernerschild aus der Feder von René Goscinny und Albert Uderzo.

    Asterix un di Schlachtbladdn gibt‘s ab dem 7. September im Handel. (€ 12,00 Egmont Comic Collection)

    Edzt scho den erschdn Termin für die Signierstunde mit Kai Fraass und Gunther Schunk ins Büchle neidråch:
    7. September, 17 – 19 Uhr in Hermkes Romanboutique, Valentin-Becker-Strasse 1a in 97072 Würzburg

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    Asterix un di Schlachtbladdn
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    26. August 2017 6 Stimmen

    Un mir sin amål widder die Erschdn! Mit ihrem fünften Band Asterix uff Meefränggisch Asterix un di Schlachtbladdn erklären die Würzburger Dialektübersetzer Kai Fraass und Gunther Schunk endlich, warum ganz Franken überhaupt von den Besatzern im Süden besiegt und eingenommen wurde. Und auch heute noch – bis auf das rebellische Meefrangn – grausam unterworfen ist. weiterlesen…

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