• Die letzten 5 Beiträge aus allen Bereichen… und wie ihr zu weiteren kommt…

  • ZWEI

    Cave Con 2017

    19. März 2017 7 Stimmen

    Wieder einmal ist die Cave Con in Aschaffenburg vorbei und wieder einmal war es toll.

    Bei der ersten von uns besuchten Rollenspiel-Convention in diesem Jahr, war alles noch besser organisiert, noch vielfältiger, noch bunter und vor allem auch noch besser besucht, als es die letzten Jahre eh schon war. Es hat Spaß gemacht mit euch allen!

    Tolle Gespräche mit neuen und alten Kunden und Besuchern, mit Freunden und netten Bekannten, mit altbekannten und neuen Händler-Kollegen und Supportern. „Unser“ Saal, der Händlersaal, war mit sensationellen Playgrounds für Tabletop und Skirmish ein echter Hingucker und zum Schluss waren da auch noch ein paar echt coole Kostüme von LARPern, die ich natürlich prompt und völlig fälschlicherweise als Cosplayer tituliert habe 😉

    Es war uns ein Fest und man kann nur hoffen, dass der Trend anhält. Für dieses Jahr und für die Zukunft. Danke an alle, die das Ganze so toll organisiert, supported und „befüllt“ haben! Ihr seid der Hammer.

    19. März 2017 7 Stimmen

    Wieder einmal ist die Cave Con in Aschaffenburg vorbei und wieder einmal war es toll. Bei der ersten von uns besuchten Rollenspiel-Convention in diesem Jahr, war alles noch besser organisiert, noch vielfältiger, noch bunter und vor allem auch noch besser besucht, als es die letzten Jahre eh schon war. Es hat Spaß gemacht mit euch weiterlesen…

    Zum Tode Bernie Wrightsons

    19. März 2017 2 Stimmen

    Wenn man sich mit US-Comics beschäftigt, gibt es einige Namen, an denen man nicht vorbeikommt. Frauen und Männer, die der sog. „neunten Kunst“ ihren Stempel aufdrückten und Comiclandschaft nachhaltig prägten. An vorderster Stelle werden viele sofort an Stan Lee oder Jack Kirby denken, deren große Schaffenskraft vor über fünfzig Jahren die Superhelden wieder salonfähig machte. Sicher, DC hat schon einige zuvor begonnen, die buntgekleideten Helden wieder ins Feld zu schicken. Aber nicht mit der Kraft und Wirkung der frühen Marvel Comics.
    Bernie Wrightson (27.10.1948 – 19.03.2017) mag vergleichsweise ein wenig in der zweiten Reihe stehen. Zumindest kam es mir in den letzten Jahren so vor. Zweifellos völlig zu unrecht, war er doch neben Richard Corben der wohl profilierteste Zeichner für Horrorcomics. Zu seinem Portfolio gehören Arbeiten für alle großen Verlagshäuser der USA, Illustrationen zu Stephen Kings Kurzroman „Cycle of the Werewolf“ und eine ganz speziell seine Beteiligung an der Erschaffung des Horror(comic)klassikers „Swamp Thing“, den er gemeinsam mit Autor Len Wein in den frühen 70ern erschaffen hat. Bis heute gehören diese Geschichten zu den lesenswertesten Abenteuern des Sumpfdings, die jemals erschienen sind. Zu meinen persönlichen Favoriten gehört außerdem die 1988 erschienen und von Jim Starlin geschriebene Miniserie „Batman: The Cult“ die durch nicht nur durch eine beklemmende Story besticht sondern auch einige der düstersten Bilder zeigt, die es beim Mitternachtsdetektiv überhaupt je gab. Seine Vielseitigkeit indes hat Wrightson in leichtherzigeren Geschichten wie „Hulk/Thing: The Big Change“ unter Beweis gestellt. Zweifelsfrei als „ein Wrightson“ zu erkennen, aber mit deutlich weniger düsterem Strich gezeichnet.
    Besonders gut kommt Bernies Kunst in schwarzweiß zur Geltung. Wie bei so vielen. Sein Tod macht die Welt nun ein bisschen schwarzer als sie zuvor war. Eine Ironie, möchte ich glauben, die Bernie zu schätzen gewusst hätte.
    Bernie Wrightson erlag dem Kampf gegen den Krebs. Er hinterlässt seine Frau Liz, zwei Söhne und einen Stiefsohn. Das Team von comicdealer.de sendet den Hinterbliebenen die besten Wünsche. Bernie Wrightson wird in seiner Kunst weiterleben. Vielen Dank und ruhe in Frieden!

    19. März 2017 2 Stimmen

    Wenn man sich mit US-Comics beschäftigt, gibt es einige Namen, an denen man nicht vorbeikommt. Frauen und Männer, die der sog. „neunten Kunst“ ihren Stempel aufdrückten und Comiclandschaft nachhaltig prägten. An vorderster Stelle werden viele sofort an Stan Lee oder Jack Kirby denken, deren große Schaffenskraft vor über fünfzig Jahren die Superhelden wieder salonfähig machte. weiterlesen…

    Die Zeitmaschine

    10. März 2017 3 Stimmen

    H. G. Wells
    DIE ZEITMASCHINE. Eine Erfindung. Roman.
    Neu übersetzt und mit einem Nachwort und Anmerkungen versehen von Lutz-W. Wolff
    München, Deutscher Taschenbuchverlag, 2017, 191 S.
    ISBN 978-3-423-14546-6

    H. G. Wells
    DIE ZEITMASCHINE. Eine Erfindung. Roman.

    Übersetzung: Hans-Ulrich Möhring; Nachwort: Elmar Schenkel
    Frankfurt/M., Fischer Taschenbuch, 2017, 237 S.
    Fischer Klassik 95030 / ISBN 978-3-596-95030-0

     

    An dieser Stelle etwas über den Inhalt von DIE ZEITMASCHINE (THE TIME MACHINE / 1895) zu schreiben, wäre eine Beleidigung des Lesers. Es gibt vermutlich nicht viele Bücher auf dieser Welt, deren Bekanntheitsgrad noch höher liegt. Warum also noch eine Rezension – und warum gerade jetzt?

    Die Antwort ist recht trivial: Herbert George Wells ist inzwischen siebzig Jahre tot und seit 2017 ist der Text gemeinfrei, d. h. dass Verlage keine Lizenzgebühren mehr dafür bezahlen müssen. (Augenzwinkernde Anmerkung: Bleibt also mehr Geld für einen guten Übersetzer, wenn man dann eine Neuausgabe herausbringen möchte.)
    Ebenso erstaunlicher wie erfreulicher Weise haben sich mit dtv und S.Fischer gleich zwei verlegerische Schwergewichte dazu berufen gefühlt, den berühmtesten Science-Fiction-Roman der Welt in einer aktuellen Neuübersetzung dem deutschsprachigen Publikum anzubieten. Und da DIE ZEITMASCHINE, trotz ihrer Ideenfülle und Komplexität, eigentlich ein recht kurzer Roman ist, blieb in beiden Ausgaben reichlich Platz für „Zusatzmaterial“, was bei einem inzwischen weit über einhundert Jahre alten Text ja durchaus hilfreich sein kann.

    Schauen wir uns also zuerst einmal die beiden Übersetzungen selbst an.
    Ohne ins Detail gehen zu wollen, scheint mir die Übersetzung von Lutz-W. Wolff die etwas „freiere“ zu sein, die etwas weniger am Original „angelehnte“, während Hans-Ulrich Möhring sehr intensiv die „zeittypische“ Stimmung der vorletzten Jahrhundertwende heraufzurufen versteht. Beide sind jedenfalls sehr flüssig und unproblematisch zu lesen – das bleibt also eher eine Geschmacksfrage, wie „modern“ man einen Romantext von 1895 haben möchte.

    Und dann, die „Bonus-Tracks“.
    Da die Hardcoverausgabe von S.Fischer das doppelte der dtv-Taschenbuchausgabe kostet, darf man hier wohl die größten Unterschiede erwarten – und wird nicht enttäuscht!
    Bei dtv hat der Übersetzer Wolff ein kurzes Nachwort, fünfzehn Seiten mit Anmerkungen und eine ausführliche „Zeittafel“ geschrieben, dazu findet sich noch ein Vorwort von H. G. Wells selbst, das dieser für eine Neuausgabe im Jahre 1931 geschrieben hat. Insgesamt ausreichend.
    Bei Fischer fährt man dafür „schweres Geschütz“ auf: Da darf der deutsche Wells-Fachmann und Biograf Elmar Schenkel seine Kenntnisse umfassend darlegen, alle drei bekannten Vorworte des Autors zu seinem Roman werden abgedruckt, dazu noch drei Vorstudien, in denen Wells die Zeitreise-Idee ausprobiert hat – und man findet eine acht Seiten lange „gestrichene“ Episode, die bisher noch in keiner deutschen DIE ZEITMASCHINE-Ausgabe enthalten war.
    Auch hier muss der Leser (und sein Geldbeutel) selbst entscheiden, wie viel „mehr“ er zum Romantext braucht. Wer allerdings selbst noch keine Ausgabe von DIE ZEITMASCHINE besitzt, sollte daran denken, dass ohne dieses Buch der wichtigste „Grundstein“ zu jeder guten Science-Fiction-Sammlung fehlt.

    Horst Illmer

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    10. März 2017 3 Stimmen

    H. G. Wells DIE ZEITMASCHINE. Eine Erfindung. Roman. Neu übersetzt und mit einem Nachwort und Anmerkungen versehen von Lutz-W. Wolff München, Deutscher Taschenbuchverlag, 2017, 191 S. ISBN 978-3-423-14546-6 H. G. Wells DIE ZEITMASCHINE. Eine Erfindung. Roman. Übersetzung: Hans-Ulrich Möhring; Nachwort: Elmar Schenkel Frankfurt/M., Fischer Taschenbuch, 2017, 237 S. Fischer Klassik 95030 / ISBN 978-3-596-95030-0   weiterlesen…

    TiCon 2017

    5. März 2017 7 Stimmen

    Es war wie immer ein Fest. Die TiCon eröffnet auch in diesem Jahr wie immer die Saison.

    Conventions, die wir besuchen, besuchen wir gern. Aufwand, Kosten-Nutzen und die anstrengenden Messetage lassen sich eigentlich nur durch Spass und Kontakte aufwiegen – und bei der TiCon passt dieses Verhältnis eben ausgezeichnet. Die Besucher sind einfach toll: farbenfroh, kreativ, witzig, phantasievoll und nett und freundlich. Das Team der Orga ist toll: hilfsbereit, freundlich, emsig, durchorganisiert und auch wieder ausgesprochen nett und freundlich.

    Das tolle Wetter hat diesmal die Cosplayer wirklich belohnt und scharenweise in den Residenzgarten gezogen. Fotosessions, Spaß und Entspannung. Deswegen war auch die Atmosphäre in den Hallen des Kilianeum entspannter als sonst, was aber der Veranstaltung und den Besucherzahlen absolut keinen Abbruch getan hat.

    Es bleibt mir nur, mich wieder einmal beim Team und den Besuchern zu bedanken. Für alle, die das noch nicht erlebt haben, verpasst haben, oder wegen der alljährlichen Kartenknappheit keinen Platz mehr bekommen haben, gibt es wieder ein paar Bilder in unserer Galerie

    5. März 2017 7 Stimmen

    Es war wie immer ein Fest. Die TiCon eröffnet auch in diesem Jahr wie immer die Saison. Conventions, die wir besuchen, besuchen wir gern. Aufwand, Kosten-Nutzen und die anstrengenden Messetage lassen sich eigentlich nur durch Spass und Kontakte aufwiegen – und bei der TiCon passt dieses Verhältnis eben ausgezeichnet. Die Besucher sind einfach toll: farbenfroh, weiterlesen…

    Der Prospektmarathon 2017 – Diagnose: letal

    3. März 2017 8 Stimmen

    Nach diesem überaus positiven Einstieg in den ersten Prospektmarathon folgt die Ernüchteung auf dem Fuß. Was Heyne, Piper, Blanvalet, Goldmann, Bastei Lübbe und wie sie sonst noch alle heißen, da so auffährt treibt einem die Tränen in die Augen. Um nicht völlig der Verzweiflung anheim zu fallen, bleibt mir nichts anderes übrig, als die wenigen verbliebenen Highlights aus den Programmen der Großen Alten hervorzuheben. Über den kläglichen Rest breiten wir den barmherzigen Mantel der Verschwiegenheit. Zumindest im Detail und soweit ich mich beherrschen kann.

    Peter V. Brett

    Heyne ruht sich auf Lorbeeren aus, die schon seit Jahren völlig verdorrt sind…
    Das Science Fiction Programm ist noch lächerlicher, peinlicher und minimalistischer als im letzten Jahr. Von „die Zukunft“ will ich gar nichts mehr wissen. Einziges Highlight im Sektor Phantastik stellt ein Fantasy Titel dar, auf den ich mich nicht nur persönlich freue, sondern auch aus kaufmännischer Sicht…
    Immerhin warten eine ganze Menge von Lesern darauf, wie Peter V. Brett seinen epischen Krieg gegen die dämonischen Mächte zu Ende bringt. Der Abschlussband des DämonenkriegQuintetts erscheint im September unter dem Titel „Das Leuchten der Magie„. Bei 950 Seiten muss man auch nicht die Befürchtung hegen, es fällt den Herren wieder ein, das letzte Buch gewinnoptimiert zu teilen…

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    3. März 2017 8 Stimmen

    Nach diesem überaus positiven Einstieg in den ersten Prospektmarathon folgt die Ernüchteung auf dem Fuß. Was Heyne, Piper, Blanvalet, Goldmann, Bastei Lübbe und wie sie sonst noch alle heißen, da so auffährt treibt einem die Tränen in die Augen. Um nicht völlig der Verzweiflung anheim zu fallen, bleibt mir nichts anderes übrig, als die wenigen weiterlesen…

    Der Prospektmarathon 2017 – Diagnose: positiv

    2. März 2017 6 Stimmen

    Gehen wir das Ganze mal etwas anders an. Nicht erst ans Meckern denken. Nicht in alte Muster verfallen. Die guten Ideen und Vorsätze aus dem letzten Jahr – fokusiert durch meinen Besuch auf der Dreieich Con – nicht nur mitnehmen, sondern in den Vordergrund stellen…

    Es gibt einige neue Lichter am Firmament. TOR, Mantikore, Cross CultKnaur mischt auch wieder mit… Einfach darüber freuen und alte Gewohnheiten abstreifen. Stell die Neuen vor die Alten. Vielleicht gibt es da noch die ein oder andere Öse, die man verfehlt aber bestimmt auch eine ganze Menge positiver Überraschungen. Also alte Reihenfolge verkehrt. Heyne und Konsorten ans Ende gestellt und die kleineren schön nach vorne gerutscht. Neue Wege…

    Neben den Neuen Großen, gibt es auch noch eine Vielzahl netter, kleiner, ambitionierter Verlage. War das nicht alleroberste Priorität, eben mit denen in Kontakt zu treten? Sollte es auch bleiben. Ist vielleicht gerade am Anfang ein bisschen arbeitsintensiv, aber auf jeden Fall mal eine Abwechslung und andere Perspektive. Also wird hierfür auf jeden Fall Platz Nummer eins in der Reihenfolge vergeben…

    Herbert W Franke

    Die Erwartung ist zäher als der Anfang…
    Recherche, Kontaktaufnahme, texten, suchen, fragen und meistens auch Antworten bekommen. Manchmal schneller, manchmal weniger schnell. Neue Wege zu beschreiten ist immer etwas aufwendiger. Mit kleinen Verlagen zu komunizieren und bei ihnen zu bestellen natürlich auch. Die Margen sind auch knapper. Also kommerziell auf jeden Fall unerfreulich.
    ABER.
    Diversität abseits des Mainstream hat unseren Laden immer mit ausgemacht. Wir sind doch selbst eine vom Aussterben bedrohte Spezies, die sich in einer Trophieebene behaupten muss, in der amorphe Neuzeitgiganten die vorhandene Vielfalt durch Überweidung längst zerstört haben.
    Deshalb also.
    Kein Gejammer. Frisch ans Werk und einen Anfang machen. Im Prinzip macht das Spaß, ist eine willkommene Abwechslung zu getrampelten Pfaden und auf jeden Fall ein guter Weg…
    …und wie sich auch schnell herausstellt, gar nicht so schwierig und mit mehr Erfolg beschieden, als mit Ärgernissen gespickt. Als schönstes Beispiel möchte ich euch hier die ambitionierte Werksausgabe eines der bedeutendsten deutschsprachigen SF Autoren der Gegenwart vorstellen. Beim netten kleinen p.machinery Verlag in der Reihe Andro-SF versteckt sich die auf 30 Bände angelegte Reihe der Herbert W. Franke Werksausgabe seines literarischen SF-Schaffens. Bisher sind die Bände 1-6 erschienen. Jeweils in einer erschwinglichen Taschenbuch- und einer sehr hübschen und auch nicht teuren Hardcover-Ausgabe. Die wunderbar gestalteten Titelbilder stammen vom ebenfalls vielfach ausgezeichneten Grafiker Thomas Franke.

    Wunderbare Ausgabe für Fans, Sammler und Liebhaber schöner Bücher. Ich freue mich, dass die Ausgabe das erste sichtbare Ergebnis in der Kategorie Novis gezeigt hat…

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    2. März 2017 6 Stimmen

    Gehen wir das Ganze mal etwas anders an. Nicht erst ans Meckern denken. Nicht in alte Muster verfallen. Die guten Ideen und Vorsätze aus dem letzten Jahr – fokusiert durch meinen Besuch auf der Dreieich Con – nicht nur mitnehmen, sondern in den Vordergrund stellen… Es gibt einige neue Lichter am Firmament. TOR, Mantikore, Cross weiterlesen…

    In einer anderen Welt

    28. Februar 2017 5 Stimmen

    Jo Walton
    IN EINER ANDEREN WELT. Roman.
    Ü: Hannes Riffel
    (Among Others / 2010)
    München, Blanvalet, 2016, 415 Seiten
    ISBN 978-3-7341-6068-4

    Wenn es stimmen würde, dass Buchbesprechungen umso kürzer sind, je besser das besprochene Werk ist, dann müsste diese Rezension bereits seit längerem zu Ende sein.

    Andersherum – je besser, desto umfangreicher – geht aber auch nicht: Da würde meine Rest-Lebenszeit für eine dem Buch angemessene Würdigung nicht ausreichen (und ich bin noch gar nicht so alt).

    Versuchen wir also die goldene Mitte.

    Einen phantastischen Roman, in dem es um Feen, Hexen und Magie geht, um ein junges Mädchen aus Wales, das in England auf ein Internat geschickt wird, um Science Fiction und Fantasy, um Bücher, Buchhandlungen und Bibliotheken, um erste Liebe und tote Zwillingsschwestern, um abgehauene Väter und böse Mütter, welche die Weltherrschaft erringen wollen, einen solchen phantastischen Roman als Autobiografie der Autorin zu bezeichnen, ist vielleicht etwas weit hergeholt.
    Aber, andererseits, wurde Jo Walton 1964 in Wales geboren, sie braucht hin und wieder einen Stock beim Laufen, sie liebt Bücher über alles, und dass sie Magie wirken kann, beweist nicht zuletzt IN EINER ANDEREN WELT, wo der Zauber praktisch von jeder Seite tropft. Woher sonst, als aus persönlicher Erfahrung, sollte Walton denn sonst wissen, was in Morwennas in Spiegelschrift verfasstem, geheimen Tagebuch steht?

    Es könnte aber auch sein, dass Jo Walton einfach nur eine der besten phantastischen Autorinnen der Gegenwart ist.
    IN EINER ANDEREN WELT jedenfalls ist bis auf weiteres mein uneingeschränktes Lieblingsbuch!

    Horst Illmer

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    Für alle, die es interessiert, hier ein Link zur Übersicht mit den Büchern, die in IN EINER ANDEREN WELT eine Rolle spielen:

    Jo Walton
    IN EINER ANDEREN WELT. Roman.
    Ü: Hannes Riffel
    (Among Others / 2010)
    Berlin, Golkonda, 2013, 300 Seiten
    ISBN 978-3-942396-75-2

    28. Februar 2017 5 Stimmen

    Jo Walton IN EINER ANDEREN WELT. Roman. Ü: Hannes Riffel (Among Others / 2010) München, Blanvalet, 2016, 415 Seiten ISBN 978-3-7341-6068-4 Wenn es stimmen würde, dass Buchbesprechungen umso kürzer sind, je besser das besprochene Werk ist, dann müsste diese Rezension bereits seit längerem zu Ende sein. Andersherum – je besser, desto umfangreicher – geht aber weiterlesen…

    Die nächsten Events im Überblick

    21. Februar 2017 4 Stimmen

    Zunächst einmal geht die neuaufgelegte Spielbar in die zweite Runde: am kommenden Freitag Abend könnt ihr wieder in den Räumen der AMV (gegenüber vom Laden) allerlei neue und alte Spiele (kennen)lernen. KaZu erklärt euch, wie es funktioniert. Wer nicht gerne die Katze im Sack kauft, kann an dieser Stelle viele der Spiele aus unserem Programm testen und so auf die Leichte Art erlernen. Erklären lassen ist eben doch ein Bisschen einfacher, als Reln selbst zu lesen… Die Spielbar öffnet ihre Tore am 24.02. ab 18:00 Uhr. Wer noch besondere Wünsche hat, soll diese bitte äußern. Was noch nicht an diesem Freitag erfüllt werden kann, wird spätestens beim folgenden Treffen berücksichtigt…

    Eine Woche später, am 04. und 05.03. findet wieder die TiCon statt. Natürlich auch 2017 mit unserer Beteiligung. Wer sich für Manga interessiert oder einfach nur mal die bunte Welt des Cosplay kennen lernen möchte, der sollte sich diese Traditionsveranstaltung im Cafe Domain auf keinen Fall entgehen lassen. Manga, Cosplay, Anime, Gaming… Alles aus Fernost, was das Nerd-Herz begehrt…

    Dann ein Wochenende „frei“ und am 17. – 19.03. ab nach Aschaffenburg auf die Cave Con. Ein ganzes Wochenende Rollenspiele. Wie (fast) immer stehen dafür die Räume des JuKuz zur Verfügung. Natürlich sind wir auch da wieder vor Ort. Mit dem gewohnten Stand und jeder Menge Spiele zum ausprobieren im Gepäck!

    Wer dann noch nicht genug gespielt hat, kommt wieder zwei Wochen später, am 01. und 02.04. in Schweinfurt auf seine Kosten. Dort könnt ihr auf der zweiten Veranstaltung der Ork Con-Neuauflage ein weiteres Wochenende mit Rollenspielen und Co verbringen.

    Und als dritte Veranstaltung in der Reihe Rollenspiel-Events gibt es dann noch eine Woche später den Gratis Rollenspiel Tag. Speziell für Neulinge und Leute, die einfach mal was anderes ausprobieren wollen, die perfekte Einstiegsmöglichkeit in die Welt der Phantasie. Rollenspiele zum Kennenlernen und ausprobieren am Samstag, dem 08.04. im Laden und gegenüber in den Räumen der AMV…

    Das ist bei weitem noch nicht alles… Aber jetzt eine endlose Aneinanderreihung von Terminen zu posten, macht keinen Sinn. Deswegen von meiner Seite erst wieder eine Fortsetzung, wenn es – auch noch im April – zur Main Würfel Con kommt…

    21. Februar 2017 4 Stimmen

    Zunächst einmal geht die neuaufgelegte Spielbar in die zweite Runde: am kommenden Freitag Abend könnt ihr wieder in den Räumen der AMV (gegenüber vom Laden) allerlei neue und alte Spiele (kennen)lernen. KaZu erklärt euch, wie es funktioniert. Wer nicht gerne die Katze im Sack kauft, kann an dieser Stelle viele der Spiele aus unserem Programm weiterlesen…

    Freie Geister

    7. Februar 2017 6 Stimmen

    Ursula K. Le Guin
    FREIE GEISTER. Eine zwiespältige Utopie.
    (The Dispossessed / 1974)
    Neu übersetzt und mit einem Nachwort von Karen Nölle
    Frankfurt a. M., Fischer/TOR, 2017, 432 S.
    ISBN 978-3-596-03535-9 / Klappenbroschur

    Der Bücherfrühling 2017 beginnt mit der von uns freudig erwarteten Neuausgabe von Ursula K. Le Guins Roman THE DISPOSSESSED aus dem Jahr 1974, der bei Fischer/TOR in der großartigen neuen Übersetzung von Karen Nölle jetzt den Titel FREIE GEISTER erhielt. Wie der Untertitel „Eine zwiespältige Utopie“ andeutet, handelt es sich hierbei um eine der seltensten Ausprägungen der Science Fiction – um einen utopischen Gesellschaftsentwurf. Damit nicht genug, versucht sich Le Guin (und das auch noch erfolgreich) an einer nur schwach bevölkerten, anarchistisch strukturierten Welt (Anarres), deren bloßes Da-Sein für die vielen Menschen auf dem kapitalistisch-hierarchischen Schwesterplaneten (Urras) gleichzeitig Drohung und Hoffnung ist.
    Nach einer fast 200 Jahre währenden Zeit der freiwilligen Isolation versucht der anarrische Physiker Shevek durch einen Besuch auf Urras nicht nur seine Forschungsarbeiten zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, sondern auch eine Brücke zwischen den so unterschiedlichen Zivilisationen zu schlagen. Ob und wie Shevek sein(e) Ziel(e) erreicht schildert das Buch in 13 Kapiteln, die abwechselnd auf Anarres und Urras spielen und dabei zeitlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her springen, sodass am Ende ein stimmiges und komplexes Bild sowohl der handelnden Personen wie der utopischen Gemeinschaft steht.
    Angesiedelt ist FREIE GEISTER in Le Guins „Hainish“-Universum (in das u. a. auch DIE LINKE HAND DER DUNKELHEIT gehört), sodass neben den Bewohnern des Doppelplaneten-Systems Tau Ceti auch Menschen der (inzwischen durch eine Umweltkatastrophe fast unbewohnbaren) Erde und von Hain ihren Auftritt haben.
    Wer das Buch noch nicht kennt, darf hier einen echten Klassiker der Science Fiction entdecken, wer es unter seinen früheren Titeln PLANET DER HABENICHTSE oder DIE ENTEIGNETEN in Erinnerung hat, wird beim erneuten Lesen durch Nölles sehr genaue und unaufgeregte Übersetzung vielleicht sogar einen tieferen Zugang als bisher finden.
    Mit FREIE GEISTER ist Ursula Le Guin etwas gelungen, das Thomas Morus vor 500 Jahren mit seiner Inselrepublik UTOPIA verpasst hat: Man kann es sich schon ganz gut vorstellen, auf Anarres zu leben und Mitglied der dortigen egalitären Gesellschaft zu werden.

    Horst Illmer

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    Freie Geister
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    7. Februar 2017 6 Stimmen

    Ursula K. Le Guin FREIE GEISTER. Eine zwiespältige Utopie. (The Dispossessed / 1974) Neu übersetzt und mit einem Nachwort von Karen Nölle Frankfurt a. M., Fischer/TOR, 2017, 432 S. ISBN 978-3-596-03535-9 / Klappenbroschur Der Bücherfrühling 2017 beginnt mit der von uns freudig erwarteten Neuausgabe von Ursula K. Le Guins Roman THE DISPOSSESSED aus dem Jahr weiterlesen…

    Ruchloser Verstoß gegen den Nicht-Angriffs-Pakt

    6. Februar 2017 13 Stimmen

    Am Wochenende waren wir über Nacht gegenüber im Gebäude der AMV. Die lange Würfelburg Nacht war angesagt. Für uns ein tolles Event und damit tausend Dank an die Orga von der AMV. Im besonderen Fako und Herbie, aber auch alle anderen Helfer und Freiwilligen und natürlich die fleissigen Heinzelmännchen von den Würfelmeistern. Tolle Nacht von Samstag Mittag bis Sonntag früh um… Keine Ahnung, wie lange es wirklich gedauert hat, wir haben gegen 4:00 früh die Segel gestrichen. Tolle Sache, die es einmal wieder ermöglicht hat, analog zu zocken unter Gleichgesinnten. Rollenspiele ausprobieren, Pen & Paper, Nerdtalk, Brettspiele testen und erklärt bekommen. 24 Stunden am Stück, solange man es durchhält…
    Deswegen jetzt ein paar Bilder von der langen Würfelburg Nacht in der Galerie. Leider habe ich beim Bilderhochschubsen auch noch einen Kommentar in der Schwebe entdeckt…
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    6. Februar 2017 13 Stimmen

    Am Wochenende waren wir über Nacht gegenüber im Gebäude der AMV. Die lange Würfelburg Nacht war angesagt. Für uns ein tolles Event und damit tausend Dank an die Orga von der AMV. Im besonderen Fako und Herbie, aber auch alle anderen Helfer und Freiwilligen und natürlich die fleissigen Heinzelmännchen von den Würfelmeistern. Tolle Nacht von weiterlesen…

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