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  • Conan der Cimmerier

    von am 30. Juni 2021 noch kein Kommentar

    Conan der Cimmerier: Der rote Priester
    Conan der Cimmerier: Der Gott in der Schale
    Aus dem Französischen von Harald Sachse
    Splitter, Bielefeld 2021, 72 bzw. 64 Seiten pro Album

    Die Conan-Reihe des Splitter Verlags, in der mit jedem Einzelalbum ein klassisches Fantasy-Abenteuer des berühmten Barbaren von einem frischen Kreativteam adaptiert wird, wächst munter weiter. Die beiden neuesten Comics nach den prägenden Pulp-Geschichten von Robert E. Howard sind „Der rote Priester“ und „Der Gott in der Schale“. Patrice Louinet, der die bisherigen Alben mit kenntnisreichen Nachworten ausgestattet hat, durfte in „Der rote Priester“ nun einmal selbst als Autor ran. Der Einstieg in den Comic ist ein bisschen mühsam, REH vermittelte sein politisches Setting klarer und direkter, aber ansonsten zeigt sich „Der rote Priester“ als ordentliche Interpretation. Auch und vor allem, weil Zeichner Paolo Martinello einen überzeugenden Stil hat und ein paar sensationelle, sehenswerte Doppelseiten liefert – und den allemal ungewöhnlichen Querschnitt eines Zaubererturms.

    „Der Gott in der Schale“ hat Doug Headline adaptiert, Sohn des berühmten Krimiautors Jean-Patrick Manchette, der im Laufe der Jahre auch schon einige Geschichten seines Vaters in Comics umwandelte. Sinnig, dass er den „Conan-Krimi“ in Howards Schaffen angeht, obwohl der Cimmerier in Ich-Perspektive etwas seltsam anmutet – die macht jedoch nur einen Teil der Geschichte und Blickwinkel aus. Das Artwork von Emmanuel Civiello kann man problemlos noch als interessant verbuchen, seine pastelligen Bilder eifern oft sogar der Plastizität in den Arbeiten von Richard Corben nach. Gewohnt gut ist das Nachwort des bereits erwähnten Louinet, da er „Der Gott in der Schale“ als Conan-Story über Polizeigewalt in den USA aufschlüsselt, die Howard in den 1930ern inspirierte und die noch heute ein so präsentes Thema ist.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    30. Juni 2021 und noch kein Kommentar

    Conan der Cimmerier: Der rote Priester
    Conan der Cimmerier: Der Gott in der Schale
    Aus dem Französischen von Harald Sachse
    Splitter, Bielefeld 2021, 72 bzw. 64 Seiten pro Album

    Die Conan-Reihe des Splitter Verlags, in der mit jedem Einzelalbum ein klassisches Fantasy-Abenteuer des berühmten Barbaren von einem frischen Kreativteam adaptiert wird, wächst munter weiter. Die beiden neuesten Comics nach den prägenden Pulp-Geschichten weiterlesen…

    Der heilige King Kong

    von am 28. Juni 2021 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und deshalb kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Buchtipp von außerhalb des Genres zur Inspiration.

    James McBride
    Der heilige King Kong
    btb, München, 445 Seiten
    ISBN 978-3-442-75924-8

    James McBride schrieb das autobiografische Buch „Die Farbe von Wasser“, den von Spike Lee verfilmten Roman „Das Wunder von St. Anna“ und den Weird Western „Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford“, der von Netflix und Ethan Hawke als Miniserie „The Good Lord Bird“ adaptiert wurde. Mr. McBrides neuer Roman heißt „Der heilige King Kong“, und ob man dieses Jahr einen fabulierfreudigeren Krimi-Schmöker finden wird, bleibt abzuwarten.

    Das Buch dreht sich um einen Melting Pot in Brooklyn, der aus einer multinationalen Sozialsiedlung, einer schwarzen Baptistengemeinde und einem Schmugglerhafen besteht. Ende der 1960er wird Heroin zum Problem, doch bei McBride steckt selbst hinter dem größten Dealer eine bittersüße Geschichte und tolle Figur. Genauso wie hinter dem versoffenen Diakon Sportcoat, der am liebsten selbstgebrannten King Kong zuckelt und den Geist seiner Frau sieht, oder dem einsamen Mafia-Schmuggler Tommy Elefante alias Der Elefant. Die historische Verpackung und die köstlichen Abschweifungen machen diesen wunderbar wortgewandten und üppigen Krimi des 1957 geborenen Amerikaners nur noch charmanter, seine Beobachtungen zu Rassismus und urbanem Zusammenleben nicht weniger treffend.

    National Book Award-Gewinner James McBride ist ein Meistererzähler, der einem das Gefühl gibt, dass am Ende alles gut werden kann, obwohl und gerade weil wir alle nur Menschen sind.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    28. Juni 2021 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und deshalb kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Buchtipp von außerhalb des Genres zur Inspiration.

    James McBride
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    Geschichten aus dem Hermkeverse #7: de absentibus

    von am 25. Juni 2021 2 Kommentare

    Ich schlage heute einen Haken in meine eigene Jugend, lange vor dem Laden. Ich erzähle eine Geschichte, kläre einen Einwurf von Bernie aus der letzten Folge unseres Minipodcast. Und trotzdem schwebt der Geist des Hermke über allem… oder ist es Douglas Adams?
    😉
     

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den Artikel direkt springt, dann schon…

     

    25. Juni 2021 und 2 Kommentare

    Ich schlage heute einen Haken in meine eigene Jugend, lange vor dem Laden. Ich erzähle eine Geschichte, kläre einen Einwurf von Bernie aus der letzten Folge unseres Minipodcast. Und trotzdem schwebt der Geist des Hermke über allem… oder ist es Douglas Adams?
    😉
     https://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/audio/Hermkeverse/Hermkeverse007.mp3

    Kleiner Tipp: In der mobilen Vorschau ist der Link nur klickbar, ohne eingebundenen "player". Wenn ihr auf den weiterlesen…

    The Postman from Space: The Biker Bandits

    von am 23. Juni 2021 noch kein Kommentar

    Guillaume Perreault (Text & Bilder)
    THE POSTMAN FROM SPACE – THE BIKER BANDITS.
    Translated by Francois Bui
    (Le facteur de l’espace 2: Les Pilleurs à moteurs / 2019)
    New York, Holliday House, 2021, 154 S.
    ISBN 978-0-8234-4520-2

    Unser Freund Bob, der Weltraumpostbote, hat Gefallen gefunden an den aufregenden Seiten seines Berufs – da empfindet er es fast schon als Affront, als er eines schönen Morgens nur einen einzigen Brief erhält, den er einem „Mr. King“ auf dem Nachbarplaneten zustellen soll.
    Und, fast hätte es der Boss vergessen, außerdem muss er noch einen Neuling mitnehmen und einlernen. Ohne Widerrede! Denn der Boss weiß genau, dass Bob lieber alleine unterwegs ist. So ist das Verhältnis zwischen Bob und Marcelle (yep, auch noch ein weiblicher Trainee!) zuerst ein wenig angespannt. Dann aber sagt sich der erfahrene Bob: „Nur ein Brief, nur ein Tag, was soll da schon schiefgehen …?“

    Natürlich alles!!!

    Auch in seinem zweiten Abenteuer mit dem POSTMAN FROM SPACE versteht es der Kanadier Guillaume Perreault auf Schönste, gleichzeitig alle Erwartungen zu erfüllen, die sich nach der Lektüre des ersten Bandes eingestellt haben, und dann doch auch wieder ein Ideenfeuerwerk abzubrennen, das die Leserschaft freudig überrascht. Bis dieser vermaledeite Brief endlich bei „Mr. King“ angekommen ist, braucht es mehr als nur einen Blick ins „Handbuch des perfekten Zustellers“ und diverse Sprünge über den eigenen Schatten …

    Große Unterhaltung, garantiert.

    Horst Illmer
    warenkorb

    The Postman from Space: The Biker Bandits
    via e-mail im Laden oder im Libri-Shop bestellen

    23. Juni 2021 und noch kein Kommentar

    Guillaume Perreault (Text & Bilder)
    THE POSTMAN FROM SPACE – THE BIKER BANDITS.
    Translated by Francois Bui
    (Le facteur de l’espace 2: Les Pilleurs à moteurs / 2019)
    New York, Holliday House, 2021, 154 S.
    ISBN 978-0-8234-4520-2

    Unser Freund Bob, der Weltraumpostbote, hat Gefallen gefunden an den aufregenden Seiten seines Berufs – da empfindet er es fast schon als Affront, als er eines weiterlesen…

    Tote ohne Namen

    von am 21. Juni 2021 noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und deshalb kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Buchtipp von außerhalb des Genres zur Inspiration.

    Louisa Luna
    Tote ohne Namen
    Suhrkamp, Berlin 2021, 445 Seiten
    ISBN 978-3-518-47135-7

    „Tote ohne Namen“ ist der zweite Romankrimi über die taffe Privatdetektivin Alice Vega und ihren Freund Max Caplan, jedoch das erste Buch der Serie, das auf Deutsch veröffentlicht wird. Macht nichts: Autorin Louisa Luna sorgt dafür, dass man diese beiden Figuren und ihre Beziehung schnell zu fassen kriegt. Was die Chemie zwischen den Ermittlern angeht, erinnert „Tote ohne Namen“ in seinen besten Momenten an die großartigen „Kenzie & Gennaro“-Romane von Dennis Lehane. Das Setting an der amerikanisch-mexikanischen Grenze, mit korrupten Polizisten, skrupellosen Menschenhändlern und brutalen Kartellgangstern, lässt einen dagegen eher an Don Winslow denken. Aber die 1977 in San Francisco geborene Luna zeigt schnell, dass sie ihre eigene Alchemie, ihren eigenen Rhythmus und Stil hat, während Vega und Cap in einem Fall von verschleppten mexikanischen Mädchen ermitteln müssen. Lee Child und Donald Ray Pollock, die Luna tolle Blurbs auf den Einband diktierten, hat sie damit überzeugt, und als deutschsprachiger Krimi-Fan wird man sich die Namen Louisa Luna und Alice Vega definitiv merken.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    21. Juni 2021 und noch kein Kommentar

    Jede Bestellung zählt in diesen Zeiten, und deshalb kann man es gar nicht oft genug sagen: Ihr könnt in Hermkes Romanboutique nicht nur Comics oder Bücher aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bestellen, sondern auch alle anderen Arten von Literatur. Daher gibt es nun immer mal einen Buchtipp von außerhalb des Genres zur Inspiration.

    Louisa Luna
    Tote ohne Namen
    Suhrkamp, weiterlesen…

    Zwei Stühle, eine Meinung…

    von am 18. Juni 2021 4 Kommentare

    Nummer eins – mal wieder…

    Mit unserem neuen Minipodcast startet die zweite Idee von Bernie. Also wieder ein neues Format. Wie und ob es sich etabliert, werden wir sehen. Ein Versuch in verschiedene Richtungen und uns zumindest hat es jede Menge Spaß gemacht…

     

    18. Juni 2021 und 4 Kommentare

    Nummer eins – mal wieder…

    Mit unserem neuen Minipodcast startet die zweite Idee von Bernie. Also wieder ein neues Format. Wie und ob es sich etabliert, werden wir sehen. Ein Versuch in verschiedene Richtungen und uns zumindest hat es jede Menge Spaß gemacht…

    https://www.comicdealer.de/wp-content/uploads/audio/ZweiStuhle/ZweiStuhle01.mp3

     

    Hammaburg

    von am 16. Juni 2021 noch kein Kommentar

    Jens Natter
    Hammaburg
    Ellert & Richter Verlag 2020, 96 Seiten

    In „Hammaburg“ entführt der Autor und Zeichner Jens Natter in die frühen Tage dessen, was einmal die Hansestadt Hamburg werden sollte. In seinem Album, dessen Geschichte im Jahre 834 einsetzt, ist der Ort noch eine unscheinbare kleine Siedlung an der Küste. Der Geistliche Bruder Ansgar soll Hammaburg für den fränkischen Kaiser Ludwig den Frommen zum Ausgangspunkt einer Missionierung des Nordens machen. Doch Hammaburgs Herrscher, die wechselhafte, von Machtkämpfen geprägte Politik im Kaiserreich und nicht zuletzt die plündernden Wikinger aus Skandinavien machen Ansgars Mission zu einem schwierigen Unterfangen. Comickünstler, Illustrator, Karikaturist und Schnellzeichner Jens Natter, Jahrgang 1975, wirft einen sowohl humorvollen als auch historisch durchaus akkuraten Blick auf Hamburgs Anfänge im Mittelalter. Dass ihm am Ende nicht jede Pose gelingt, nimmt seinen Zeichnungen und Seiten weder den Charme, noch die Effektivität. Eingeleitet wird der Band übrigens durch ein Vorwort von Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg, der für den Comic als Berater fungierte.

    Christian Endres

    @MisterEndres auf Twitter folgen

    16. Juni 2021 und noch kein Kommentar

    Jens Natter
    Hammaburg
    Ellert & Richter Verlag 2020, 96 Seiten

    In „Hammaburg“ entführt der Autor und Zeichner Jens Natter in die frühen Tage dessen, was einmal die Hansestadt Hamburg werden sollte. In seinem Album, dessen Geschichte im Jahre 834 einsetzt, ist der Ort noch eine unscheinbare kleine Siedlung an der Küste. Der Geistliche Bruder Ansgar soll Hammaburg für den fränkischen Kaiser weiterlesen…

    Neues und Altes aus dem Kanon-Universum

    von am 15. Juni 2021 1 Kommentar

    Michael Marraks "Anima ex Machina".  Jetzt bin ich durch und gerade heute ist auch eine zweite Charge eingetrudelt. Wieder von der auf 111 Exemplare limitierten, signierten und nummerierten Version.

    Mit Büchern, denen man selbst bereits jede Menge Vorschußlorbeeren zugestanden hat, ist das immer so eine Sache. Eigentlich will man ja, dass man trotzdem noch positiv Überrascht wird. Oder wie in diesem Fall, dass die Fortetzung des Monumentalwerkes "Der Kanon mechanischer Seelen" eben noch eins draufsetzt.

    Der erste Teil ist eine Ausarbeitung der bereits veröffentlichten Novelle "Die Reise zum Mittelpunkt der Zeit". Hätte auch daneben gehen können. Ist aber frisch und eben doch anders und… setzt die weitere Handlung in den entsprechenden Rahmen. Wieder einmal sprüht die Welt über vor außergewöhnlichen Ideen und die Geschichte bekommt jeweils rechtzeitig den nötigen Twist. "Anima ex Machina" ist wie nach Hause kommen und doch wieder eine freudige Überraschung vorzufinden. All die liebgewonnenen Charaktere und die bezaubernde Leichtigkeit und Farbenfreude dieser Welt erfüllen alles, was man sich gewünscht hat.

    Am Ende ist es gar nicht mehr nötig, dass der erste Roman übertroffen würde. Viel zu schön war dieser erneute Aufenthalt im "Kanon-Universum". Es scheint, als hätte Michael Marrak ähnliche Fähigkeiten, wie seine Heldin "Ninive". Nur dass er nicht einfach nur einzelne "tote Dinge" beseelen und zum Leben erwecken kann, sondern ganze Welten. Ich war dort und habe es mit meinen eigenen (inneren) Augen gesehen. Und ich würde jederzeit noch einmal mit auf die Reise gehen…

    15. Juni 2021 und 1 Kommentar

    Michael Marraks "Anima ex Machina".  Jetzt bin ich durch und gerade heute ist auch eine zweite Charge eingetrudelt. Wieder von der auf 111 Exemplare limitierten, signierten und nummerierten Version.

    Mit Büchern, denen man selbst bereits jede Menge Vorschußlorbeeren zugestanden hat, ist das immer so eine Sache. Eigentlich will man ja, dass man trotzdem noch positiv Überrascht wird. weiterlesen…

    Ray Bradbury – Poet des Raketenzeitalters

    von am 14. Juni 2021 1 Kommentar

    Hardy Kettlitz
    RAY BRADBURY – POET DES RAKETENZEITALTERS.
    Mit Beiträgen von Ekkehard Redlin, Erik Simon, Jewgeni Lukin sowie einer Bibliografie von Joachim Körber
    Berlin, Memoranda, 2021, 423 Seiten
    ISBN 978-3-948616-54-0 / Klappenbroschur / 22,90 Euro
    SF-Personality Band 24

    Der Amerikaner Ray Bradbury (1920–2012) gehört zu den wenigen Schriftstellern seiner Generation, die nicht nur bei den Fans der Science Fiction, der Fantasy und des gepflegten Horrors bleibenden Eindruck hinterlassen haben, sondern auch die Krimileser und das Mainstream-Publikum ansprachen. Werke wie DIE MARSCHRONIKEN oder FAHRENHEIT 451 führen längst ein Eigenleben und sind aus der Weltliteratur nicht mehr wegzudenken.

    Zu seinen Lebzeiten schrieb Bradbury nicht nur an die fünfhundert Kurzgeschichten und zehn Romane, sondern auch jede Menge Film-Drehbücher, Theaterstücke, Gedichte, Essays, Comics und Hörspiele. Im 24. Band der Reihe „SF Personality“ bringt Hardy Kettlitz diesen Wust nun in (chronologische) Ordnung.

    Neben einer ausführlichen biografischen Übersicht gibt es Erläuterungen zu allen Romanen und zu über vierhundertfünfzig Stories, durchgehend mit den Entstehungsdaten und (soweit vorhanden) den Angaben zur deutschen Übersetzung. Vielen Einträgen beigestellt sind Cover-Abbildungen der Magazine und Bücher, in denen die jeweiligen Texte erstmals erschienen, darunter sogar einige ganz frühe Fanzines aus den 1930er Jahren.

    Natürlich gibt es eine Bibliografie der in deutscher Sprache erschienenen Bücher Bradburys, dazu noch drei Essays, die sich mit der Bradbury-Rezeption im ehemaligen Ostblock auseinandersetzen sowie ein Register. Auf über 400 Seiten wird so in RAY BRADBURY – POET DES RAKETENZEITALTERS ein langes und produktives Schriftstellerleben konzentriert erschlossen.

    Nicht nur für Bradbury-Fans ein echter Gewinn.

    Horst Illmer
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    Ray Bradbury – Poet des Raketenzeitalters
    via e-mail im Laden oder im Libri-Shop bestellen

    14. Juni 2021 und 1 Kommentar

    Hardy Kettlitz
    RAY BRADBURY – POET DES RAKETENZEITALTERS.
    Mit Beiträgen von Ekkehard Redlin, Erik Simon, Jewgeni Lukin sowie einer Bibliografie von Joachim Körber
    Berlin, Memoranda, 2021, 423 Seiten
    ISBN 978-3-948616-54-0 / Klappenbroschur / 22,90 Euro
    SF-Personality Band 24

    Der Amerikaner Ray Bradbury (1920–2012) gehört zu den wenigen Schriftstellern seiner Generation, die nicht nur bei den Fans der Science Fiction, der Fantasy und des weiterlesen…

    Obachd Schbordsfreunde!

    von am 11. Juni 2021 2 Kommentare

    Nummer neun – meandernd.

    Ich bin mal ehrlich, der heutige Beitrag ist irgendwie eine Füllselfolge. Ich hab nicht wirklich was zu sagen, beziehungsweise hängt es an der ein oder anderen Stelle. Es wird zunehmend schwieriger, Interviewpartner zu finden, manches Format braucht zeit und Muße und trotz ein paar Tagen Zwischenerholung sind wir alle nicht wirklich erholt und genau deswegen nicht so kreativ, wie wir es gerne wären. Falls ihr mir also heute nicht so ganz folgen könnt, liegt das sicher an mir 😉

    (wie immer zum hören und mitlesen oder lesen und mithören, ganz wie ihr wollt):

     

    Vom Låden und vom Leben
    (audiofile #9: Obachd Schbordsfreund)

    "Des is noch lang ned rumm. Schau der doch die Deppe å, wiese edz glei widder so du, wie wenn nie was gwese wär! Glotz amål annen Mee nunner. Brauchsd går ned nach Berlin oder woannersch hi fåhr – des gehd hier vor unnerer Hausdür scho los. Ruggzugg hamm mir die virrde Welle!"
    Schdobbbb! Aus! Schluss! Fresse håldn!
    Ich brauch kenn schwarzmåler-Brophedn. Genauso wenich wie enn wo mir verglärd, dass des ålles in Wirglichkeid ganz annersch is. Am liebsdn däd ich går nix mehr zu demm Deema hör, sonnern eefåch bloss noch amål widder ausspann und a weng Normalidäd einkehr lass.
    Im Lådn simmer ålle eefach bladd. Mir hamm edz mehr wie a Jåhr durchgebauerd. Ohne Urlaub und ohne Bersbegdiefe auf die gråd erwähnde Normalidäd. Edz gråd, wos a weng loggerer worrn is, hammer uns jeweils a amål a Woche Auszeid gegönnd. Also so halberd – weil mid emm Aach bisd gråd eh immer im Lådn. Des is edz scho widder bei a bår Leud seldsam rumkommn. "Ihr müssds ja dick hamm. Eds wo ihr endlich widder uffmach dürfd, gönnd ihr euch Urlaub. So a Lebe möchd ich ama hamm."
    A schdobb! Dengg amål für fünf Tsennt nåch!
    Na, dess middn Nåchdengg is allerweil eh für mehr Leud ned ganz so eefach. Unds siehd ja a ålles subberdoll aus. Mir verzähln euch reechlmäßich schönne Gschichdli aus derre gudn åldn Zeid – unnerm Hörmkivörs. Mir bedanggn uns andauernd bei unnerm sensadsionelln Kundnschdamm, der wo uns üwer derre schlimme Zeid gholfn hadd. Mir schdehn scho widder allerweil vor der Dür und drådsch mid Leud. Mir hamm gleich am Åfang enn feddn Ardiggl inner Lokalbresse ghåbd und edz scho widder a Dobblseid im Frizz. Bei uns läffds wie bein Håns im Glück. Subber un vo allee.
    Ja, dess mag scho so wirgg un irchendwie simma ja scho a weng befordeilld rüwerkomm üwer die vielln Phåsn vo derre Bandemie. Ich möchd a sicher ned dausch mid wen ånnerm, der wo sei gånze Exisdenz n Bach nunner had geh seh. Awer ganz ehrlich dess allenz is ned die ganze Wåhrheid. Mir san edz gråd innerrer echd brikärn Siduazion. Ned bloß mir vo derre Romånbudig, sonnern mir alle. Der ganze Misd had jedn vo uns auf sei Ård arch viel Krafd gekosd.
    Der enne is nei a Loch gfålln, weilem dahämm die Degge naufn Kopf gfalle is, der anner mussd sich grummarbett, um wenichsdenz halbwegs üwer die Rundn zum komm. Nüangsn gibds da jede Menge un manche vo denne Broblemmli måch un koi mer går ned vorschdell. Ich wäss blos, dass mir ålle älder worrn sin. Älder, als wie des die verschdrichene Zeid verglär ko. Zusädslich is die Zeid, wo vergånge is, a noch so was wie a gschdolene Zeid. Als hädd mer uns um Leben bedrochn, was mir nie mehr zurügggriech. Selbsd wenn sonst nix nei die Brüch gange wär, wär des scho ansich a Unding. Ich dengg dass des ned bloß mir so gehd, sonnern dass des bei arch vieln vo uns ähnlich rüwerkommd. Des Gfühl erzeuchd nacherd widder a Vielfald vo unnerschiedlichn Reachzione.
    – Da gibbds die, wo scho längsd zammbrochn sin, die wo deswechn a jedn Raddnfänger hinnerher gloffn sin un sich scho länger vo jeglichn verschdandesmäßichn Sachn verabschieded hamm. Erglärbår, awer hald kee Obzion.
    – Nacherd gibds die drågischn Fälle, wo sich uff ånnere Ard verabschiedet hamm, weilse eefach zammbrochn sin unner enner Lasd, wo se eefach ned schdandhåld hamm könn. Ah erglärbar, zum Glück weid von meiner Mendalidäd fort.
    – Wieder annere hamm edz eefach genuch un wolln bloß noch enns, widder uff die Bisde. Feiern und bardimach – is ja rum. Kammer a verschdee, gråd wemma sich noch wache an sei eichene Schdurm un Drang Zeid erinnern ko. Is hald leider a a gfährliche Sach.
    – Schließlich gibds a noch die, wo irchendwie allem a weng folchn könn awer hald noch ganz gud daschdeh du. Für die gibds edz immer noch kenne Endwarnung, also noch lang kee Normalidäd. Irchendwie had mer sich an alle Recheln ghåldn – had den ganzn Missd mid viel Enerchie üwerschdanne und wünschd sich edz nix mehr, als wie des ålde Lebn zurück. Awer da naachd hald der Zweifel an emm. "Isses wirklich rum?" "Wirds üwerhaubd widder wies amål war?" "Kommd die Abrechnung ned eh noch mid der groben Kelle? Wenn nacherd sich rausschdell dud, dass unner Wirdschafd sich doch ned so eefach erhol dud, noch jede Menge Gschäfdli und Kneibn uff derre Schdrecke bleib werrn?" "Wenn mir alle nie mehr zurückkomm könn zu dem, was mir als Normalidäd in Erinnerung hamm du?"
    …da könnsde gråd edz noch zammbrech. Deswechn is des a edz a echder Knackbunggd in derre Gschichd.

    Mir müssn unnere Leichdichkeid widder find. Mir dürfn awer a ned eefach alles vergess.
    Mir selber hamm edz in der Hand, wohins weider gehd. Deswechn würd ich mir a echd wünsch, dassmer ebn ned eefach zurückkomm zu dem, wasmer als Normalidäd im Kopf hamm du, sondern zu enner Normaldäd Zwäbunggdnull. Wennmer genuch Leud hamm, wo sich des ned nur wünsch du, sonnern wo sich da echde Gedanggn drüwer mach un nacherd gemeinsam annem Plan arbeid du, nacherd könnd des was werrn.

    Bloß ich für mein Deil bin eefach zu müd. Merkdmer wadscheins a scho an mein wenich zielgerichdedn Beidråch, der wo sich meandernd durch die Gechnd bewechd, ke End find und a kee Konsisdenz had.
    A enne vo denne Gschichdn. Die ganzn Exdrawürschd, wo mir angfången hamm, um zum üwerleeb, sin schwer wieder zurückzumfåhr. Freidåch muss irchendwas greadivs im Minipodcasd komm. Dummerweise hab ich edz nimmer den absolud exisdenzielln Druck, weil ich a gern a weng widder "Normalidäd" hab würd und mich vo dem Gedanggn einlull lass. Zum annern bin ich echd müd. Die verdammde Zeid hat a mich echd Krafd gekosdd. Du hasd dich immer und schdändich modivierd und går ned gmerkdd, was des kosdd. Långer Rede kurzer Sinn, der Wille is da, awer endschuldigd mich und uns bidde, wenns im Momend ned jedesmal berfeggd is.
    In diesem Sinne: obachd Schbordsfreunde, bleibds gesund und duds ned üwerdreib, awer schaud, dassder euern Schbass und euer Freud widder find dud.

    11. Juni 2021 und 2 Kommentare

    Nummer neun – meandernd.

    Ich bin mal ehrlich, der heutige Beitrag ist irgendwie eine Füllselfolge. Ich hab nicht wirklich was zu sagen, beziehungsweise hängt es an der ein oder anderen Stelle. Es wird zunehmend schwieriger, Interviewpartner zu finden, manches Format braucht zeit und Muße und trotz ein paar Tagen Zwischenerholung sind wir alle nicht wirklich erholt weiterlesen…

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