Ausbeute Manga Day 2022 Teil 2: Die Düsteren
von KaZu am 26. September 2022 Kommentare deaktiviert für Ausbeute Manga Day 2022 Teil 2: Die Düsteren
Die Fortsetzung (hier geht es zu Teil 1) der Review zum Manga Day:
Die Düsteren
Keine Kategorie, die mir wirklich liegt. Aber die Japaner haben eine Art Horror und Thriller zu transportieren, die einfach mehr als nur flache Psychosen und literweise Blut beinhalten. Es kriecht einem unter die Haut und fasziniert gleichermaßen. Während bei westlichen Produktionen versucht wird möglichst viel Abstand zwischen Täter und Konsument zu erzeugen, scheinen japanische Gruselgeschichten eher auf Eigenreflektion und Selbsterkenntnis abzuzielen. Ja, fast schon Mitgefühl und Verständnis zu erzeugen. Vielleicht bin ich aber auch nur zu empathisch veranlagt für dieses Genre.
1. Dorohedoro von Q-Hayashida (MangaCult, bisher 7 Bände)
Selbst in der größten Dunkelheit ist der Mensch in der Lage sich einen Ort zu schaffen, den er Heimat nennt. Dorohedoro ist ein Werk aus einer Zeit (2003) in der mit Vorliebe düstere Welten geschaffen wurden in denen vermeintlich Grausamkeit und Hoffnungslosigkeit vorherrschen müssten, aber dennoch immer ein starker Funke Menschlichkeit in der unendlich wirkenden Dunkelheit leuchtet. Alles beginnt an einem Ort genannt „das Loch“. Ganz ähnlich wie in Schrottstadt im Manga Battle Angel Alita ist „das Loch“ mehr eine Müllkippe an menschlichem Bodensatz, als eine wirkliche Wohnstatt. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass so ein Volk von Cyberpunk-Magiern „das Loch“ dafür verwenden ihre Magie an dessen Einwohnern auszuprobieren. Und so kam auch der Protagonist Caiman zu seinem echsenartigen Körper und einem ungewollten Mitbewohner in seinem Rachen. Zusammen mit seiner noch menschlichen Freundin Nikaido leben sie in ihrer Normalität zwischen „Was gibt`s zu futtern?“ und „Lass uns den Arsch finden der mich mutiert hat.“ Eine großartig abgedrehte Dystopie mit dem richtigen Spritzer an schwarzem Humor im typisch vielstrichigen Zeichenstil seiner Zeit.
2. Bright Sun, Dark Shadows von Yasuki Tanaka (KAZE, abgeschl. 13 Bände)
Ich weiß nicht wirklich warum mich dieser Manga festgehalten hat. Wenn man es genauer betrachtet wirkt die Geschichte wie eine zivile Variante von „All you Need is Kill“. Ups, zu viel verraten? Nicht wirklich. Schon nach ein paar Seiten wird klar das der Hauptprotagonist Shinpei nur auf seine Heimatinsel zurückgekehrt ist, um an der Beerdigung seiner Ziehschwester Ushio teilzunehmen. Allerdings sind die Todesumstände nicht eindeutig und ein kurz davor gesehener Doppelgänger Ushios lässt altes Seemannsgarn – die Plage der Schatten – durchs Dorf wabern.
Natürlich begeben sich Shinpei und Mio, die kleine Schwester Ushios, auf die Suche nach deren Mörder. Und zack, ein paar Seiten später werden sie von Mios Doppelgängerin ohne mit der Wimper zu zucken eiskalt aus der Geschichte entfernt. Und das Ganze beginnt von vorne. Shinpei wacht auf der Fähre Richtung Heimat nach einem Albtraum auf. Wieder im Dekolleté seiner Sitznachbarin. Und wieder fängt er sich eine saftige Ohrfeige ein.
Das ist es vielleicht was mich festgehalten hat, trotz vermeintlich bekannter Storyline. Dieser bewusst geschaffene und scharf umrissene Kontrast, der sich auch im Titel widerspiegelt. Da wird hier und da mal etwas Erotik eingebaut, Schweiß und Tränen fließen in Strömen und Gefühle werden bewusst etwas überzogen dargestellt. Nur damit die Schatten noch kälter wirken und selbst in der größten Sommerhitze eine eisige Gänsehaut erzeugen.
3. My Home Hero von Naoki Yamakawa x Masashi Asaki (MangaCult, bisher 3 Bände)
Ich liebe Antihelden. Menschen, die weder besondere physische noch psychische Vorteile besitzen, geschweige denn Glückspilze sind. Solche Helden sind am schwierigsten darzustellen. Wie lässt man so jemanden gewinnen gegen eine scheinbare Übermacht? Was ist der Antrieb, dass diese Figur nicht einfach umdreht und davonläuft oder einfach aufgibt? Bei My Home Hero ist es Liebe. Liebe von einfachen normalen Eltern zu ihrer Tochter, die von ihrem Freund verprügelt wird. Scheint eine einfache Problematik zu sein. Polizei – Anzeige – Strafe. Blöd nur wenn man als Vater dann mitbekommt, dass der Freund ein Yakuza ist, der alle seine Ex-Freundinnen tot geprügelt hat und im Affekt den Typen mit einem Reiskocher erschlägt. Und was jetzt mit der Leiche anstellen? Die Yakuza-Kollegen suchen schon nach ihrem schwarzen Schaf, das ständig Probleme verursacht. Gut, dass Papa in seiner Freizeit schlechte Detektivromane schreibt und dafür bereits allerhand Varianten recherchiert hat, wie man einfallsreich und spurenfrei Leichen verschwinden lassen kann. Da wird kurzerhand aus der Badewanne ein Wasserkocher gebastelt, der Prügelfritze gar gekocht filettiert und fachgerecht entsorgt. Tja, ihr Lieben, unterschätzt nie die Kräfte die Eltern mobilisieren können, um ihren Nachwuchs zu schützen. Das Ganze läuft nämlich nicht so glatt ab, wie hier beschrieben und kostet allerlei Schweiß, Nerven und graue Haare, damit Yakuza und Töchterchen nichts davon bemerken.
Fortsetzung folgt…
Die Fortsetzung (hier geht es zu Teil 1) der Review zum Manga Day:
Die Düsteren
Keine Kategorie, die mir wirklich liegt. Aber die Japaner haben eine Art Horror und Thriller zu transportieren, die einfach mehr als nur flache Psychosen und literweise Blut beinhalten. Es kriecht einem unter die Haut und fasziniert gleichermaßen. Während bei westlichen Produktionen versucht wird möglichst viel Abstand zwischen Täter und Konsument zu erzeugen, scheinen japanische Gruselgeschichten eher auf Eigenreflektion und Selbsterkenntnis abzuzielen.

1. "Ran und die graue Welt" von Aki Irie (Carlsen, bisher 3 Bände)
2. Im – Great Priest Imhotep von Makoto Morishita (Carlsen, abgeschl. 11 Bände)
3. Shangri-La Frontier von Katarina x Ryosuke Fuji (altraverse, bisher 5 Bände)
Neben all den "großen" Genre- und Verlagsübergreifenden Comic Events gibt es seit einigen Jahren auch in Deutschland den
Trotz drohendem Regen, der sich zum Glück bis kurz vor Ende der Veranstaltung zurückgehalten hat, war es mal wieder ein tolles Fest. Ein Spaß für Jung und Alt, für Fans, Nerds und Neulinge. Wie immer nach einer solchen Veranstaltung sagen wir danke, dass ihr alle da ward. Cosplayer, Helfer und das ganze Heer an begeisterten Fans und vor allem auch an die vielen neuen Gesichter. Den Erfolg einer Veranstaltung kann man immer an verschiedenen Faktoren messen. Für uns waren es diesmal vor allem die vielen glücklichen, zufriedenen und begeisterten Gesichter unserer Kunden. Natürlich der vielen treuen und langjährigen Besucher von Hermkes Romanboutique, aber auch der Neuzugänge, ob jung oder alt. Auch wenn es bei der Organisation des ersten Manga Day noch an ein paar Stellen gehakt hat, können wir auch in diese Richtung nur sagen: Danke und weiter so. Ein schöner erster Versuch und eine gute Auswahl – über Details sollten wir noch kommunizieren…
Mitch schreibt viele Rezis für unsere Seite und trägt damit zur Vielfalt und Diversität bei. Wie jeder unserer Autoren hat er einen ganz eigenen und subjektiven Blick auf die Szene. Dieser einzigartige Blickwinkel steht ab und an ein wenig außerhalb meines eigenen Horizontes. Ich selbst bin natürlich außer Fanboy auch noch Verkäufer und Ladeninhaber. Deswegen gibt es ab und an auch Bücher, die mir weniger munden, weil Beispielsweise die Konditionen sehr schlecht sind oder das Werk nicht mehr lieferbar ist.
Jeff Strand
Dan Simmons
Ich hab es ja schon erwähnt. Unser diesjähriges Sommerfest fällt zufälligerweise (oder geplant? – aber von wem?) auf den ersten deutschen
Wir feiern den Manga Day in ganz ähnlicher Form, wie den Gratis Comic Tag. Grillen, Kiloverkäufe, gute Stimmung und natürlich jede Menge Gratis Manga. Am GCT sind ja Manga auch mit von der Partie. Für uns sind jetzt diese zusätzlichen Gratis Manga einerseits eine ultimative Möglichkeit für ComicleserInnen, einen Blick über den Tellerrand zu wagen und einfach auch mal die fernöstliche Variante der geliebten Comic-Kultur unter die Lupe zu nehmen und andererseits für uns als Laden nochmal die Möglichkeit ALLE Fans zusammenzubringen. Wie auch am GCT wünschen wir uns natürlich jede Menge Cosplay. Und ganz ehrlich wir ziehen da keine Grenze 🙂 ALLE Cosplays sind willkommen. Hyrulianische Bobkin, Spider-Gwen und Tintin genauso wie Son Goku, Nami oder Totoro. Auch diesmal kann ich nur sagen, es soll ein Fest für ALLE sein. Fangirls, Nerdboys, interessierte Neulinge und überhaupt jede und jeden, der Popkultur mag.
von Jeph Loeb, Tim Sale
Christian Blees
Paul Dini, Alex Ross
Olaf Brill (Text) & Michael Vogt (Bilder)
Paul Dini, Alex Ross
Jeff Lemire (Autor), Mike Deodato Jr. (Zeichner)
Wenn ich schon die Möglichkeit habe, MUSS ich natürlich einen Beitrag über Erlangen machen. Nicht nur, dass es nach wie vor die wichtigste Veranstaltung in Bezug auf die Neunte Kunst in Deutschland ist, es ist auch die erste nach der Corona-Pause. Eigentlich wäre ich ja in Dänemark gewesen und hatte auch schon einen Ersatzbeitrag gemacht. Manchmal kommt es aber anders als geplant… Dann aber wenigstens Erlangen… 😉
Auch zu diesem Beitrag gibt es ein paar 
Wieder gibt es ein paar neue 
Jean Van Hamme, Grzegorz Rosinski
Sprecher: Gerd
Die Links unten sind in der Reihenfolge der Erwähnung, egal ob wichtig oder unwichtig…
Jill Lepore
Endlich konnten wir wieder für euch da sein. Endlich konnten wir wieder ein Zuhause für euch bieten. Endlich konnten wir wieder Spiele erklären, mit euch spielen euch in die bunte Welt der Comics entführen und einfach mit euch FEIERN!
Wir freuen uns natürlich auch sehr über die neuen Gesichter und auch den zahlreichen Nachwuchs. Ich denke wir konnten den Funken weiterreichen. Ganz besonders muss ich einfach noch hinten anhängen, dass – ohne irgendetwas anderes zu schmälern – das Cosplay von uns – also Bernie und ich als Cosplayfiguren – eine derartige Ehre und eine derart unglaublich rührende Geste ist, dass mir die Worte fehlen. Wahnsinn und danke an euch beide. Was für ein Spaß und welche Ehre.
von Frank Herbert, Brian Herbert, Kevin J Anderson (Text)
Arno Schmidt & Nicolas Mahler
Jerry Siegel, Joe Shuster, Wayne Boring, Curt Swan, John Byrne, Frank Miller, Grant Morrison, Alex Ross, David S. Goyer
1984


David Brin
Quenehen, Vives
Chikako Urano
Ishin Nishio

Max Baitinger
Splitter
Ferri, Jean-Yves/Conrad, Didier
Der Wald
Xavier Dollo (Text) & Djibril Morissette-Phan (Zeichnungen & Farbe)
…da muss ich natürlich einen kleinen Einschub auf der Frontpage machen. Die Trennung von Neuheiten und redaktionellem Content erübrigt sich aufgrund der Wichtigkeit dieser Meldung. Auch wenn es eh die Spatzen von den Dächern pfeiffen, ist es doch auch für uns wichtig.
Wir haben latürnich beide Versionen auf Lager:
Nate Powell
Ralf König (Text, Zeichnungen & Farbe)
Guy Delisle
Älteres Material hat hierzulande seit vielen Jahren einen eher schweren Stand. Älteres Material aus den Superhelden-Universen von DC und MARVEL, um genau zu sein. Umso erfreulicher ist es, dass Panini sich in den letzten Jahren an einige Projekte gewagt hat, die eigentlich alle eine ausführliche Besprechung verdient hätten. An dieser Stelle wollen wir uns einmal mehr mit einem Vertreter der „British Invasion“ bei DC Comics aus den 1980ern beschäftigen. Eine Werke Alan Moores wurden hier über die Jahre schon ausführlich vorgestellt. Das bekannteste Werk des streitbaren Northhamptoners dürfte freilich WATCHMEN sein. SWAMP THING nimmt dabei einen besonderen Platz in Moores Œuvre ein. Moore blieb der Serie ca. dreieinhalb Jahre (Anfang 1984 – Mitte 1987) treu. Damit handelt es sich nicht nur um eine der längsten Strecken im Schaffen des Briten. Sie stellt auch eine Art Bindeglied zwischen den frühen Werken wie z. B. CAPTAIN BRITAIN (1982/83) und reiferen Geschichten wie eben WATCHMEN dar.
Mathieu Bablet (Text & Bilder)
William Vance u. a.
Conan der Cimmerier: Der rote Priester
„Der Gott in der Schale“ hat Doug Headline adaptiert, Sohn des berühmten Krimiautors Jean-Patrick Manchette, der im Laufe der Jahre auch schon einige Geschichten seines Vaters in Comics umwandelte. Sinnig, dass er den „Conan-Krimi“ in Howards Schaffen angeht, obwohl der Cimmerier in Ich-Perspektive etwas seltsam anmutet – die macht jedoch nur einen Teil der Geschichte und Blickwinkel aus. Das Artwork von Emmanuel Civiello kann man problemlos noch als interessant verbuchen, seine pastelligen Bilder eifern oft sogar der Plastizität in den Arbeiten von Richard Corben nach. Gewohnt gut ist das Nachwort des bereits erwähnten Louinet, da er „Der Gott in der Schale“ als Conan-Story über Polizeigewalt in den USA aufschlüsselt, die Howard in den 1930ern inspirierte und die noch heute ein so präsentes Thema ist.
Guillaume Perreault (Text & Bilder)
Jens Natter
Félix, Gastine
Zep
Benjamin Renner
Venayre, Wens