Das grosse Werk der Zeit
von Horst Illmer am 7. Juli 2021 Kommentare deaktiviert für Das grosse Werk der Zeit
John Crowley
DAS GROSSE WERK DER ZEIT.
Übersetzt von Joachim Körber
(Great Work of Time / 1989)
Altefähr, Wandler Verlag, 2021, 144 S.
ISBN 978-3-948825-02-7 / 13,90 Euro
Der amerikanische Schriftsteller John Crowley, der demnächst Achtzig wird, war, trotz einiger sehr erfolgreicher Romane, die vor nun auch schon wieder vierzig Jahren erschienen, in Deutschland immer ein Geheimtipp. Das liegt unter anderem daran, dass sein Gesamtwerk vergleichsweise schmal ist und neben seinen wenigen Romanen kaum Kurzgeschichten von ihm übersetzt wurden – das liegt aber auch daran, dass er auf stilistisch höchstem Niveau verzwickt-komplexe Plots erzählt.
Das mag nicht jede/r!
In den letzten Jahren sind dann zwei Bücher von ihm bei Golkonda erschienen, jetzt hat der noch junge Wandler Verlag das Wagnis unternommen und mit DAS GROSSE WERK DER ZEIT eine (mit dem World Fantasy Award ausgezeichnete) Novelle veröffentlicht.
Die Zeit, das Reisen in ihr und die paradoxen Welten, die dadurch entstehen (können), gehören seit ihren Anfängen zum Grundbestand der Science Fiction, und trotz einer nicht mehr zählbaren Menge an Büchern, die sich damit beschäftigen, ist das Thema noch lange nicht erschöpfend behandelt. Auch John Crowley gelingt es, spannend erzählt und mit den erwartbaren Dreh- und Wendungen, unsere Beziehung zur „vierten“ Dimension in neuem Licht erstrahlen zu lassen.
Auf wie verwickelte Weise Zeit, Geschichte und Geschichten ineinander fließen und verschmelzen, mäandernd sich umkreisen und dann wieder konkrete Konturen erkennen lassen, zeigt sich in DAS GROSSE WERK DER ZEIT an einem (für mich) überraschenden Detail: Eine der (realen) Hauptfiguren der Erzählung ist der englische Politiker und Geschäftsmann Cecil Rhodes, dessen Leben in Afrika mehrere (fiktive) Wendungen erfährt, deren Auswirkungen Crowley durchspielt – und gleichzeitig lese ich 2021 in den Nachrichten darüber, dass Rhodes prominenter Gegenstand diverser Protestaktionen ist, die sich gegen seine anhaltende Wertschätzung im British Empire richten, obwohl er zu den wichtigsten Vertretern des Kolonialismus gehört.
Wie das alles zusammengehört, kann ich im Rahmen dieser Besprechung nicht weiter ausführen, aber mit diesem Beispiel habe ich hoffentlich dem einen oder der anderen LeserIn den Mund ein wenig wässrig gemacht. Wer klug konzipierte und politisch anspruchsvolle Science Fiction mag, wird von Crowleys Meisterwerk sicherlich genauso begeistert sein wie der Unterzeichnende
Horst Illmer
John Crowley
DAS GROSSE WERK DER ZEIT.
Übersetzt von Joachim Körber
(Great Work of Time / 1989)
Altefähr, Wandler Verlag, 2021, 144 S.
ISBN 978-3-948825-02-7 / 13,90 Euro
Der amerikanische Schriftsteller John Crowley, der demnächst Achtzig wird, war, trotz einiger sehr erfolgreicher Romane, die vor nun auch schon wieder vierzig Jahren erschienen, in Deutschland immer ein Geheimtipp. Das liegt unter anderem daran, dass sein Gesamtwerk vergleichsweise schmal ist und neben seinen wenigen Romanen kaum Kurzgeschichten von ihm übersetzt wurden – das liegt aber auch daran,
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Arno Strobel
Conan der Cimmerier: Der rote Priester
„Der Gott in der Schale“ hat Doug Headline adaptiert, Sohn des berühmten Krimiautors Jean-Patrick Manchette, der im Laufe der Jahre auch schon einige Geschichten seines Vaters in Comics umwandelte. Sinnig, dass er den „Conan-Krimi“ in Howards Schaffen angeht, obwohl der Cimmerier in Ich-Perspektive etwas seltsam anmutet – die macht jedoch nur einen Teil der Geschichte und Blickwinkel aus. Das Artwork von Emmanuel Civiello kann man problemlos noch als interessant verbuchen, seine pastelligen Bilder eifern oft sogar der Plastizität in den Arbeiten von Richard Corben nach. Gewohnt gut ist das Nachwort des bereits erwähnten Louinet, da er „Der Gott in der Schale“ als Conan-Story über Polizeigewalt in den USA aufschlüsselt, die Howard in den 1930ern inspirierte und die noch heute ein so präsentes Thema ist.
James McBride
Guillaume Perreault (Text & Bilder)
Louisa Luna
Sprecher: Gerd
Jens Natter
Michael Marraks "Anima ex Machina". Jetzt bin ich durch und gerade heute ist auch eine zweite Charge eingetrudelt. Wieder von der auf 111 Exemplare limitierten, signierten und nummerierten Version.
Hardy Kettlitz
Nummer neun – meandernd.
Félix, Gastine
Zep
Kate Atkinson
J. R. R. Tolkien
Eine kleine Zusatzgeschichte aus dem "Hermkeverse". Ohne Bernie und ohne Hermke. Trotzdem passt sie an dieser Stelle als Ergänzung. Und ja, ich war wirklich wieder dort hinter dem Regal. Ganz unten. Nur für das Bild hab ich drüber schauen dürfen :).
Benjamin Renner
H. G. Wells
Nummer achd – auf dünnem Eis.
J. Todd Scott
Andreas Eschbach
Venayre, Wens
Joachim Körber (Hrsg.)
Matthieu Bonhomme
Jon Bassoff
Nummer sieben – um mir etwas Luft zu verschaffen.
Alejandro Jodorowsky & François Boucq
Warum soll das Hü und Hott immer NUR negativ sein? Normalerweise müsste ich mich ja wieder aufregen. Aber diesmal ist es zu unseren Gunsten. Da halt ich mich zurück und freu mich einfach nur.
Olivia Laing
Castle Freeman
Auf die sanfte Tour
Der Klügere lädt nach
Nick Kolakowski
Nummer sechs – aus aktuellem Anlass und weil ich Lust dazu hatte.
Wie befürchtet ist der dritte Lockdown schon jetzt der "schlimmste". Ich brauch nicht nochmal über den Tiefpunkt der allgemeinen Stimmung zu lamentieren. Uns allen ist eigentlich alles klar. Die Stimmung im Laden ist von einer Art Schockstarre oder Grabesruhe geprägt – bei vollen Regalen, schließlich hatten wir ja ursprünglich "das Versprechen" geöffnet zu bleiben. Nicht einmal mehr das Telefon läutet noch oft. War klar und wir müssen da jetzt durch. Die Hoffnung, dass vielleicht doch nochmal alle die A…backen zusammenkneifen und wir von den hohen Inzidenzwerten wieder runter kommen ist der Silberstreif am Horizont.
Alexander Braun
Kurz blanchiert und knackig oder lange durchgegart? …jeder hat seine eigenen Vorlieben und es ist für den Koch nicht immer leicht, alle Geschmäcker zu treffen. Jetzt ist Corona aber kein Leibgericht und unsere Politiker keine Köche. Da würden so viele den Brei eh verderben.
Eldo Yoshimizu
Die Fakten:
Ewald Arenz
Trotz der erschwerten Umstände war die Version einer Signierstunde über Vorbestellungen erstaunlich erfolgreich. Die Zahl der Bestellungen war erstaunlich und der Gunther und der Kai haben sich trotz abwesendem Publikum die Finger wund geschrieben… Die Jungs waren richtig gut drauf und könnten ALLE Vorbestellungen erfüllen und abarbeiten. Ein winziger Rest an signierten Exemplaren hat Ostern überlebt. Wer als sehr schnell ist…
Gou Tanabe
Mary Shelley